KontaktImpressum
theater und medien
Nora Abdel-Maksoud
Nora Abdel-Maksoud, geboren in München. 2012 zeigte sie am Ballhaus Naunynstraße ihr Stück HUNTING VON TRIER in eigener Regie, zudem entstand eine Hörspielfassung für Deutschlandradio Kultur. 2014 schrieb und inszenierte sie KINGS (Ballhaus Naunynstraße) und wurde damit zum Festival »radikal jung« am Münchner Volkstheater eingeladen. Es folgten Arbeiten u.a. am Maxim Gorki Theater, Berlin, am Neuen Theater Halle und am Münchner Volkstheater. 2017 wurde sie mit ihrem selbstinszenierten Stück THE MAKING OF (Maxim Gorki Theater, Berlin) erneut zum Festival »radikal jung« eingeladen. In der Kritikerumfrage von Theater Heute wurde sie zur Nachwuchsregisseurin 2017 gekürt.
andcompany&Co.
Das internationale Theater- und Performancekollektiv andcompany&Co., 2003 in Frankfurt/M. gegründet, versteht sich als offenes, aber verbindliches Netzwerk. Den Kern bilden Alexander Karschnia, Autor und Theaterwissenschaftler, Nicola Nord, Sängerin und Performerin, sowie Sascha Sulimma, Musiker und DJ. Ihre Performances sind ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen, das Bruchstücke ästhetischer und philosophischer Entwürfe des 20. und 21. Jahrhunderts musikalisch verdichtet und zu einem eigenen politischen Statement neu abmischt. Nach zu Beginn v.a. freien Produktionen erweitert das Kollektiv seinen Wirkungskreis zunehmend in Richtung Stadttheater.
Auftrag:Lorey
Seit 2001 realisieren Auftrag:Lorey Projekte, die sich an der Grenze zwischen Performance und installativer Kunst bewegen. Ausgangspunkt bildet ein jeweils vor Ort recherchiertes Material. »Auftrag:Lorey legen die Brüche in unserer Welt offen, die wir im Alltag aus pragmatischen Gründen übersehen müssen«, so Gerald Siegmund über die beiden Künstler. Für das Schauspiel Frankfurt entstanden die Arbeiten HORROR VACUI und BOUNCING IN BAVARIA. Für das Deutsche Theater Berlin schrieben und inszenierten sie die Uraufführung BACK TO BLACK (2015). In der Spielzeit 2017/18 setzen Auftrag:Lorey ihre Arbeit am DT mit einer weiteren Arbeit unter dem Titel HIER UND DORT fort.
Olga Bach
Geboren 1990 in Berlin. Ab 2009 Hospitanzen bei Jan Pappelbaum und Andreas Kriegenburg. Von 2010 bis 2014 Studium der Philosophie und Deutschen Philologie an der Freien Universität Berlin und der Istanbul Üniversitesi, Türkei. 2013 dramaturgische Leitung der neuntägigen Dauerperformance # 1/KONKORDIA in der Schaustelle der Pinakothek der Moderne München, künstlerische Leitung Ersan Mondtag. Seit 2014 Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Mit ihrem Stück VERNICHTUNG wurde sie für den Mülheimer Dramatikerpreis 2017 nominiert. In der Umfrage des Magazins Theater Heute wählten die Kritiker sie zur Nachwuchsautorin 2017.
Kai Ivo Baulitz
Kai Ivo Baulitz, geboren 1971 in Düsseldorf, besuchte die Westfälische Schauspielschule Bochum. Es folgten Engagements am Deutschen Theater in Göttingen und in Bochum und Wuppertal. Seine Theatertexte wurden u.a. am Schauspiel Frankfurt, Staatsschauspiel Dresden, Theater Magdeburg, Theater Oberhausen und an der Neuköllner Oper uraufgeführt. Für die Hamburger Kammerspiele hat er ein Stück über die Jazz-Legende Coco Schumann geschrieben, das seit Jahren erfolgreich tourniert. Mit Enrico Stolzenburg verbindet ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit, aus der verschiedene Produktionen am Theater Magdeburg und am Nationaltheater Weimar hervorgingen.
Björn Bicker
Von 2001-09 war Björn Bicker Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er u. a. gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte BUNNYHILL und ILLEGAL. Für sein Stück DEPORTATION CAST erhielt er den Deutschen Jugendtheaterpreis. 2013 folgte mit WAS WIR ERBEN (Kunstmann Verlag) Bickers erster Roman. 2016 folgte, ebenfalls bei Kunstmann München, das Buch WAS GLAUBT IHR DENN. Zuletzt entstanden gemeinsam mit Malte Jelden die Stadtraumprojekte URBAN PRAYERS (Münchner Kammerspiele), NEW HAMBURG (Schauspielhaus Hamburg), CITY OF YOUTH (Staatstheater Stuttgart), MUNICH WELCOME THEATRE (Münchner Kammerspiele) und URBAN PRAYERS RUHR.
Paul Brodowsky
Bereits mit 22 Jahren konnte Paul Brodowsky auf die erste Veröffentlichung bei Suhrkamp zurückblicken. 2008 schrieb er für Luk Perceval eine Neubearbeitung von TROILUS UND CRESSIDA (Münchner Kammerspiele/Wiener Festwochen). Sein vielfach ausgezeichnetes Stück REGEN IN NEUKÖLLN wurde 2011 an der Schaubühne in Berlin uraufgeführt. Für das Staatstheater Stuttgart entstand im gleichen Jahr eine Neuübersetzung von Shakespeares »Maß für Maß«, die Christian Weise inszenierte. Nach LÜG MIR IN MEIN GESICHT (UA: März 2010, Theater Freiburg) war Brodowsky 2012/13 Hausautor des Theaters Freiburg. Im Februar 2014 wurde dort sein Stück INTENSIVTÄTER uraufgeführt. Paul Brodowsky ist Dozent des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin.
Constantin von Castenstein
Castensteins »Denkmale eines delirierenden Delinquenten« erscheinen seit 2000 in deutschen und italienischen Zeitschriften. Seit 2002 ist er auch Theaterautor, hauptsächlich von Familienmelodramen und politisch-biographischen Tragödien. Er schrieb das Libretto für das Musiktheaterstück DER WILHELMINE-CODE, das im Februar 2009 am Theater Erlangen uraufgeführt wurde. Die Oper FERNE NÄHE, für die er ebenfalls das Libretto schrieb, wurde 2011 am Europäischen Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau uraufgeführt. Im Dezember 2013 wurde mit PRINZESSIN IM EIS eine Operette nach einem Libretto von Constantin von Castenstein am Theater Aachen uraufgeführt. Die Uraufführung der spartenübergreifenden Oper SÜDSEETULPEN erfolgte 2017 am Theater Chemnitz.
Datenstrudel
Jörn Hintzer und Jakob Hüfner haben sich während des Regiestudiums an der Kunsthochschule für Medien in Köln kennengelernt. Datenstrudel begreifen sich als kreatives Duo, das im Spannungsfeld von Kommerz bis Kunst, von Animation bis Spielfilm, Neuen und Alten Medien arbeitet. Datenstrudel haben auch immer wieder für das Theater gearbeitet, u.a. gemeinsam mit Tom Kühnel und Jürgen Kuttner bei den Schillertagen in Mannheim und am Staatstheater Hannover. Im August 2017 entstand unter dem Titel »Bewegtes Land« auf der Zugstrecke Jena-Naumburg eine Inszenierung für vorbeifahrende Züge als einzigartige Mischform aus Musik, Kunst, Theater und Spektakel.
Daniela Dröscher
Daniela Dröscher lebt in Berlin, schreibt Prosa, Essays und Theaterstücke. Sie belegte den Studiengang Szenisches Schreiben bei UniT Graz und war 2008 Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa des LCB. Im August 2009 erschien ihr erster Roman »Die Lichter des George Psalmanazar« (Berlin Verlag). Im Herbst 2010 folgte der Erzählband »Gloria«, für den die Autorin den Bayern2-»Wortspiele«-Preis 2011 erhielt. Im Herbst 2012 erschien POLA, ihr zweiter Roman. Im Herbst 2013 wurde ihre Komödie EHELEUTE UND EHELOSE am Theater Koblenz uraufgeführt. Mit PARSIFAL und WER AUS MIR TRINKT, WIRD EIN REH folgten Libretti an der Schnittstelle zur Oper. Daniela Dröscher arbeitet an einem neuen Roman.
Matias Faldbakken
Matias Faldbakken, bildender Künstler, der 2005 sein Heimatland bei der Biennale in Venedig vertrat, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Gegenwartskünstler Skandinaviens. Seine Romane der skandinavischen Misantrophie-Trilogie THE COCKA HOLA COMPANY, MACHT UND REBEL und UNFUN wurden unter anderem von den Münchner Kammerspielen, der Berliner Volksbühne und dem Stuttgarter Staatstheater für die Bühne dramatisiert. DAS KALTE PRODUKT, seine Überarbeitung von Ibsens »Nora« wurde am Staatstheater Stuttgart deutschsprachig erstaufgeführt und liegt in der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel vor. Seine Trilogie wird seit letzter Spielzeit wieder regelmäßig am Wiener Werk-X Theater gezeigt.
Michael Fehr
Michael Fehr wuchs in Gümligen bei Bern auf. Studium am Schweizerischen Literaturinstitut und am Y Institut der Hochschule der Künste Bern. Es entstanden die Bücher ›Kurz vor der Erlösung‹, ›Der gesunde Menschenversand‹, 2013, und ›Simeliberg‹, ›Der gesunde Menschenversand‹, 2015. Michael Fehr ist Erzähler und arbeitet musikalisch mit Manuel Troller. Die »Zeit« nennt den 33-jährigen »den neuen Schweizer Literaturstar. Seine Erzählung ›Simeliberg‹ ist ein sprachlich fulminantes, sperriges und düsteres Sittenbild des Landes.« Beim Bachmann-Wettbewerb wurde Fehr mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet und überzeugte die Jury mit seiner »krassen Modernität«.
Beatrice Fleischlin
Beatrice Fleischlin ist freischaffende Performerin und Autorin. Ihre Text- und Bühnenarbeiten verfolgen konsequent die Suche nach einer zeitgenössischen Theatersprache. Mit ihren Arbeiten bewegt sie sich auf dem Grat zwischen Realität und Fiktion und irritiert damit - auf ihre ganz direkte und intime Weise - den Wahrheitsbegriff. Neben ihren Performancearbeiten schreibt Fleischlin auch Theatertexte. In der Spielzeit 2011/12 war Beatrice Fleischlin Hausautorin am Theater Basel. Ihr aktuelles Stück mit dem Titel »einem tier gibt man den gnadenstoss« steht zur Uraufführung frei. 2016 entstand die Produktion »I just wanna fucking dance. Begegnung und Protest«, mit der sie in der Schweiz und in Deutschland tourniert.
Sascha Hargesheimer
1982 in Frankfurt am Main geboren. 2004 Gründung des freien Theaters Landungsbrücken Frankfurt. Assistenzen am TAT und Schauspiel Frankfurt, von 2006 bis 2008 Assistent am Maxim Gorki Theater Berlin. Studium Szenisches Schreiben an der UdK Berlin sowie freier Regisseur und Autor. Das Stück POLEN IST MEIN ITALIEN gewinnt bei der Langen Nacht der Neuen Dramatik 2013 den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik, 2014 wird das Nachfolgestück ARCHIV DER ERSCHÖPFUNG mit dem Osnabrücker Dramatikerpreis ausgezeichnet und 2015 im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Nach Aufträgen u.a. für das Schauspiel Frankfurt schreibt Hargesheimer für das Schauspiel Leipzig.
Hofmann & Lindholm
In ihren Arbeiten untersuchen Hofmann & Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Nach Arbeiten am Schauspiel Köln und Theater Basel entstand 2011 die Preenactment-Arbeit »Archiv der zukünftigen Ereignisse«. Mit der Video-Installation SERIE DEUTSCHLAND waren sie Teil der Frankfurter Ausstellung RAY 2012 - MAKING HISTORY. 2013 wurden sie mit NEBENSCHAUPLÄTZE NR. 1: DAS 20. JAHRHUNDERT u.a. zur Impulse Theater Biennale eingeladen. Mit URAUFFÜHRUNG und RES PUBLICA folgen 2017 und 2018 weitere Arbeiten in Stuttga
Nikolas Hoppe
Nikolas Hoppe studierte ›Literarisches Schreiben‹ in Hildesheim. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste und gehörte der künstlerischen Leitung des Literaturfestivals Prosanova 2011 an. Mit seinem Kurzstück „schwippern“ gewann er den 6. Marburger Kurzdramen-Wettbewerb. Er war Stipendiat des Autorenlabors am Düsseldorfer Schauspielhaus und erhielt den Haupt- und Publikumspreis für sein Stück NACH KORFU. Für seine Prosa erhielt Nikolas Hoppe 2009 das Bremer Autorenstipendium sowie 2013 das Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen. Nikolas Hoppe schreibt derzeit an seinem Romandebüt.
Juliane Kann
Juliane Kann ist Autorin und Regisseurin. Ihre Stücke wurden vielfach gespielt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Ihre Bühnenadaption des Romans NO UND ICH von Delphine de Vigan inszenierte Kann, die 2013 den Studiengang Regie an der Ernst-Busch-Hochschule abschloß, bereits selbst. Weitere Regie-Arbeiten u.a. in Mainz, Düsseldorf, Darmstadt und Göttingen folgten. 2015 wurde sie mit ihrer Inszenierung »Prinz Friedrich von Homburg« zum Festival »radikal jung« eingeladen. Nach Arbeiten in Oberhausen, Braunschweig und Erlangen inszeniert Kann regelmäßig an den Staatstheatern in Karlsruhe - und erstmalig - in Dresden.
Alexander Kerlin
Alexander Kerlin arbeitet seit 2010 als Dramaturg und Autor mit Kay Voges am Schauspiel Dortmund. Er schreibt Kolumnen, Essays und Mash-Up Theaterstücke. 2017 wurde er als Teil des Autorenkollektivs mit DIE BORDERLINE PROZESSION zum 54. Berliner Theatertreffen eingeladen. Kerlin übersetzte Garcia Lorca und überschrieb den ELEKTRA-Stoff neu. 2014 zeichnete ihn das Land Nordrhein-Westfalen für seine Arbeit mit dem Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler in der Sparte Theater aus. 2017 schreibt er gemeinsam mit Ersan Mondtag das Stück DAS INTERNAT, das im Februar 2018 in Dortmund uraufgeführt wird.
Anne Lepper
Mit ihrem Debütstück SONST ALLES IST DRINNEN gewann Anne Lepper beim Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik den Publikumspreis. 2011 wurde sie zum Berliner Stückemarkt eingeladen. Es folgten die Uraufführungen der Stücke SEYMOUR und KÄTHE HERMANN sowie die erste Einladung zu den Mülheimer Theatertagen 2012. Theater Heute wählte sie zur Nachwuchsdramatikerin des Jahres 2012. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft verlieh ihr 2013 den mit 10.000 EURO dotierten Dramatikerpreis. Für ihr Stück MÄDCHEN IN NOT wurde sie mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2017 ausgezeichnet.
Marcel Luxinger
Marcel Luxinger arbeitet als Autor, Regisseur, Bearbeiter und Dramaturg in der freien Szene und an Staatstheatern u.a. in Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin. Neben eigenen Stücken schreibt er Bearbeitungen moderner Klassiker und inszeniert brisante politische Projekte. Sein Stück KRIECH ODER: ORIENTIERUNGSHILFE FÜR DEN WERTEKOMPASS (UA: Schauspiel Frankfurt, 2005) wurde u.a. am Theater Erlangen nachgespielt. 2016 entstand in Zusammenarbeit mit PNAC (Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung) und dem collective yemina (yemina gharbi & mehdi younes) das aktuelle Stück GUTMENSCHENDÄMMERUNG.
Thomas Melle
Thomas Melle schreibt Theaterstücke und Prosa. 2007 erschien sein erster Erzählband bei Suhrkamp. U.a. entstanden die Theaterstücke DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER, AUS EUREN BLICKEN BAU ICH MIR EIN HAUS oder NICHT NICHTS. Sein Roman »Sickster« erschien im Herbst 2011 bei Rowohlt Berlin. Der Nachfolger »3000 EURO« landete auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2014 und wurde 15/16 an diversen Theatern aufgeführt. Mit dem Stück BILDER VON UNS (UA, Theater Bonn) wurde er 2016 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Derzeit entstehen neue Stücke, u.a. für die Theater in Bonn und das DT in Berlin. Mit seinem Buch »Die Welt im Rücken« stand Melle erstmals auf der Bestseller-Liste.
Rainer Merkel
Rainer Merkel wurde 1964 in Köln geboren, studierte Psychologie und Kunstgeschichte und lebt in Berlin. Von 2008 bis 2009 arbeitete er für Cap Anamur im einzigen psychiatrischen Krankenhaus Liberias. Es erschienen die Romane ›Das Jahr der Wunder‹, für den er den Preis der Jürgen Ponto-Stiftung erhielt, ›Das Gefühl am Morgen‹, ›Lichtjahre entfernt‹, der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, ›Bo‹ und die Reportagen ›Das Unglück der anderen. Kosovo, Liberia, Afghanistan‹ und ›Go Ebola Go. Eine Reise nach Liberia‹. 2013 wurde Rainer Merkel mit dem Erich Fried-Preis ausgezeichnet. »Lauf und bring uns dein nacktes Leben«,  Merkels Debüt als Theaterautor, wurde 2017 zum Stückemarkt Berlin eingeladen.
Azar Mortazavi
Azar Mortazavi, geboren 1984, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Für ihr Stück »Todesnachricht« wurde sie mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. 2011 erhielt sie den Exil-Dramatikerinnen-Preis der "Wiener Wortstaetten". Mit ihrem zweiten Stück ICH WÜNSCH MIR EINS wurde Mortazavi u.a. zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Autorentheatertagen Berlin und zu den Mülheimer Theatertagen 2013 eingeladen. Für das Theater Osnabrück entstand das Auftragswerk SAMMY UND DIE NACHT, für die "Wiener Wortstaetten" schrieb sie das Stück ZWISCHENZEIT. Mortazavi arbeitet an ihrem Romandebüt. Mit UNTER DEUTSCHEN liegt ein neues Stück der Autorin vor.
Boris Nikitin
Boris Nikitins Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Theater und Wissenschaft. Zentrale Themen sind dabei die Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Dokumentarischem, Biographie und Fiktion, sowie die Beziehung zwischen Kunst und Recht. Nikitin, Absolvent des Studiums Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, erhielt zahlreiche Preise. Neben freien Produktionen, u.a. an der Kaserne in Basel, arbeitet Nikitin immer wieder am Stadttheater, z.B. am Schauspielhaus Graz oder am Theater Freiburg. 2013/14 entstanden zudem Produktionen für den steirischen herbst und die Ruhr-Triennale. Es folgten weitere freie Arbeiten, u.a. MARTIN LUTHER PROPAGANDASTÜCK (Eingeladen zu IMPULSE 2016) und das neue Stück HAMLET.
Maxi Obexer
Maxi Obexer studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Sie hat sich einen Namen mit politischen Stücken, Hörspielen und Essays gemacht. Ihre Stücke wurden u.a. an den Staatstheatern in Braunschweig und Dresden, am Theater Freiburg, am Theater Basel und am Theaterhaus Jena aufgeführt. Obexer lehrte Drama am Dartmouth College, USA, und ist Gastprofessorin für Szenisches Schreiben an der Berliner UdK. 2012 erschien ihr erster Roman »Wenn gefährliche Hunde lachen«. Das Stück ILLEGALE HELFER, vom WDR als Hörspiel produziert, wurde 2016 unter großer Beachtung in Salzburg und Potsdam aufgeführt. 2017 folgte mit GEHEN UND BLEIBEN ein Auftragswerk für das Hans Otto Theater in Potsdam. Ihr Text »Europas längster Sommer« (erschienen im Verbrecher Verlag, Berlin) wurde für den Bachmannpreis 2017 nominiert.
Sofi Oksanen
Sofi Oksanen schreibt Theaterstücke und Prosa. Für ihren Roman FEGEFEUER, der auf dem gleichnamigen Theaterstück basiert, erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den renommierten Finlandia Award. Mit FEGEFEUER avancierte sie zur weltweit beachteten Autorin. Nach Premieren u. a. in Schweden, Frankreich und den USA folgten 2012 weitere Premieren u.a. in England, Litauen und Spanien. In Deutschland wurde FEGEFEUER beim Berliner Stückemarkt 2010 vorgestellt. Es folgten Produktionen an den Theatern in Kiel und Osnabrück sowie am Staatstheater Hannover. Zuletzt erschien der Roman ALS DIE TAUBEN VERSCHWANDEN, der in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Für das Burgtheater entstand das Kurzstück ICH LIEBE DICH SCHON JETZT. Derzeit entsteht eine neue Oper nach ihrem Libretto mit Premieren u.a. in England, Österreich und den USA.
PeterLicht
Der Musiker, Liedermacher und Poet beeindruckt in unterschiedlichen Genres. Mit dem vielfach nachgespielten Text DIE GESCHICHTE MEINER EINSCHÄTZUNG AM ANFANG DES DRITTEN JAHRTAUSENDS war Licht viele Spielzeiten am Theater präsent. Für das Düsseldorfer Schauspielhaus schrieb er das Kinderstück WUNDER DES ALLTAGS, mit dem er zu den Mülheimer Theatertagen 2013 eingeladen wurde. Gemeinsam mit dem Regie-Kollektiv SEE! entstand für das Schauspiel Köln DAS SAUSEN DER WELT. 2014 veröffentlichte er unter dem Titel LOB DER REALITÄT ein Live-Album und ein gleichnamiges Buch. Nach der Überschreibung von Molières DER GEIZIGE folgte 2016 die Adaption vom MENSCHEN FEIND in Basel. Der BR bezeichnet den Autor als »Lichtblick für das deutsche Stadttheater«. Licht setzt seine Zusammenarbeit mit dem Theater Basel fort.
Teresa Präauer
Teresa Präauer ist Autorin und bildende Künstlerin und lebt in Wien. Ihr Roman »Für den Herrscher aus Übersee« wurde 2012 mit dem aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt ausgezeichnet. Im Herbst 2014 erschien der Künstlerroman »Johnny und Jean«, ausgezeichnet mit dem Droste-Literaturförderpreis und dem Förderpreis zum Hölderlinpreis 2015 und nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015. Im Herbst 2016 erschien »Oh Schimmi«. Teresa Präauer war als Gastprofessorin am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin und am Grinnell College in den USA. Sie schreibt regelmäßig für Zeitungen und Magazine zu Theater, Kunst, Literatur, Mode und Pop. Teresa Präauer schreibt 2017/18 im Auftrag für das Schauspiel Frankfurt. Ihr aktueller Roman »Oh Schimmi« (Wallstein Verlag, Göttingen) ist eine ›buchgewordene‹ Performance, wie gemacht für eine Umsetzung auf der Bühne.
Milo Rau
Milo Rau gründete 2007 die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM. Seine Produktionen wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen, u. a. zum »Berliner Theatertreffen«, zu den »Wiener Festwochen«, zum »Kunstenfestival« und zum Festival »Radikal Jung«. Seine Inszenierungen, Aktionen und Filme wurden u. a. ans Festival d’Avignon eingeladen, zum Prix de Soleure nominiert und touren durch die ganze Welt. Der Schweizer Tagesanzeiger nannte ihn den »meistbegehrten Regisseur dieser Tage«, das deutsche Wochenmagazin ›Der Freitag‹ den »umstrittensten Theaterregisseur seiner Generation«. Nach THE CIVIL WARS und THE DARK AGES folgte im Sommer 2016 mit EMPIRE der letzte Teil der gefeierten Europa-Trilogie. Mit FIVE EASY PIECES reiste Rau erneut zum Berliner Theatertreffen. Ab der Spielzeit 2018/19 wird Rau Künstlerischer Direktor des NT Gent. Zuvor entstehen mit LENIN und JEANNE D'ARC zwei neue Produktionen.
Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
Helgard Haug und Daniel Wetzel haben in Giessen Angewandte Theaterwissenschaft studiert und arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen - oft mit Stefan Kaegi - unter dem Label Rimini Protokoll. Sie gelten als die »Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen« (Theater der Zeit). Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne und im Stadtraum ihr Experten-Theater, das Laien als Experten der Wirklichkeit ins Zentrum stellt. Ihre Produktionen gastieren weltweit. 2006 gewannen sie mit der Produktion DAS KAPITAL den Mülheimer Dramatikerpreis, 2014 wurden sie mit ihrem Stück QUALITÄTSKONTROLLE erneut nominiert. Das gleichnamige Hörspiel wurde mit dem Deutschen Hörspielpreis 2014 ausgezeichnet. In der Saison 2015/16 entstand ADOLF HITLER: MEIN KAMPF, BAND 1 & 2. Für das Deutsche Schauspielhaus Hamburg folgte 2016 die Arbeit BRAIN PROJECTS.
Jaroslav Rudiš
Jaroslav Rudiš wurde 1972 in Turnov in der Tschechoslowakei geboren. Er ist Schriftsteller, Drehbuch- und Hörspielautor sowie Dramatiker und Musiker. Seine preisgekrönten Romane »Der Himmel unter Berlin«, »Grandhotel«, »Die Stille in Prag« oder »Vom Ende des Punks in Helsinki« wurden in viele Sprachen übersetzt und erscheinen auf Deutsch bei Luchterhand, München. Die Graphic Novel „Alois Nebel“, die gemeinsam mit dem Illustrator Jarolim 99 entstand, wurde verfilmt und 2012 mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Jaroslav Rudiš lebt und arbeitet zwischen Tschechien und Deutschland und beschäftigt sich in seinen Werken mit der Geschichte und den Geistern Mitteleuropas. 2014 erhielt er den Usedomer Literaturpreis für seine ›wichtige tschechische Stimme im Konzert der europäischen Gegenwartsliteratur‹. Nach »Alois Nebel« ist nun auch sein kurzer Roman »Nationalstraße« auf der Bühne zu sehen (derzeit in Bremen und Dresden).
Andreas Sauter
Nach dem Studium im Zürich und Berlin arbeitet Andreas Sauter als Autor und Regisseur für Theater, Hörspiel und Film. Gemeinsam mit Bernhard Studlar gewann er den Kleist-Förderpreis für das Stück A. IST EINE ANDERE. Für die Westfälischen Kammerspiele in Kooperation mit dem Huajuyuan Theater Qingdao in China hat Sauter das Stück DAS WEISSE ZIMMER geschrieben, das 2011 in China uraufgeführt wurde. Die Premiere in Paderborn erfolgte im November 2011. 2015 bearbeitete Andreas Sauter im Auftrag des SWR die »Ismael«-Trilogie nach den Büchern von Michael Gerard Bauer als Hörspiel. Gemeinsam mit anderen Autoren, u.a. Maxi Obexer, schrieb Andreas Sauter im Auftrag des Theaters St. Gallen an der Gemeinschaftsarbeit »Das Schweigen der Schweiz« (UA: Dezember 2016). 2017/18 setzt er die Zusammenarbeit mit dem Theater St. Gallen fort; dort wird sein Stück IM EIS in der Regie von Jonas Knecht uraufgeführt.
Sauter & Studlar
Andreas Sauter und Bernhard Studlar haben sich während des Studiums an der Berliner UdK kennengelernt und seitdem eine Vielzahl gemeinsamer Theaterstücke zusammen verfaßt. Ihr Theaterstück A. IST EINE ANDERE wurde 2000 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet und mehrfach im In- und Ausland inszeniert. Die kontinuierliche Zusammenarbeit schließt auch gemeinsame Regiearbeiten ein. In der Spielzeit 2009/10 reüssierten sie mit ihren Werken GELD - HER DAMIT und ALLES IN ORDNUNG in Oldenburg und Stuttgart. 2012 produzierten und sendeten DRS und SWR das Sauter & Studlar-Hörspiel DIE WUNDERSAME REISE DES ROMAN HORN. 16 Jahre nach der Uraufführung wurde das gemeinsame Erfolgsstück A. IST EINE ANDERE 2016 in Istanbul inszeniert.
Nis-Momme Stockmann
Nis-Momme Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. Für das Stück DER MANN DER DIE WELT ASS erhielt er beim Heidelberger Stückemarkt 2009 Haupt- und Publikumspreis. KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN wurde 2010 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, »Theater Heute« wählte ihn zum Nachwuchsdramatiker des Jahres. 2011 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 inszenierte Lars-Ole Walburg die Uraufführung TOD UND WIEDERAUFERSTEHUNG DER WELT MEINER ELTERN IN MIR, die zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und mehrfach nachgespielt wurde. 2016 erschien Stockmanns Debütroman DER FUCHS (nominiert für den Leipziger Buchpreis). Die Zeit nennt ihn »ein echtes Sprachgenie«.
Anne Tismer
Anne Tismer ist als Performancekünstlerin, Autorin und bildende Künstlerin eine Ausnahmeerscheinung des deutschen Theaters. Seit 2005 tritt sie in Aktionen von John Bock auf und entwickelte eigene Kunstaktionen. Im gleichen Jahr gründete sie mit der Performerin Rahel Savoldelli das Kollektiv gutestun und war 2006 Mitbegründerin des Kunstortes Ballhaus Ost in Berlin. Es entstanden die Produktionen HITLERINE und WOYZICKINE. Seit 2010 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit den Togoer Künstlern Joel Ajavon und Jean-Frederic Batassé. Mit der Produktion NON TUTTA, für die Tismer alle Texte schrieb und selber performt, wurde sie zum Festival d'Avignon 2013 eingeladen. Anne Tismer lebt in Lomé und Berlin.
Kay Voges
Kay Voges arbeitete als Autor und Regisseur u.a. am Staatsschauspiel Dresden, Theater Bonn, Staatstheater Darmstadt und Staatstheater Kassel, bevor er 2010 als Schauspieldirektor ans Theater Dortmund berufen wurde. Seitdem machen er und sein Team dort furios erfolgreiches und innovatives Theater. Voges inszeniert Klassiker wie Büchner und Ibsen neben Zeitgenossen wie Dennis Kelly oder Wolfram Lotz. Unter seiner Leitung entstehen am Theater Dortmund einzigartige und ungewöhnliche Formate wie DAS GOLDENE ZEITALTER oder DIE SHOW. Über DIE BORDERLINE PROZESSION schrieb die SZ: »Größenwahnsinnig, grandios, inspirierend und erschlagend zugleich.« Die Produktion wurde 2017 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Voges inszeniert auch an der Oper Hannover und am Schauspiel Stuttgart.
Olivia Wenzel
Olivia Wenzel wurde 1985 in Weimar geboren und lebt in Berlin. 2004-2010 Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim. Wenzel schreibt Theatertexte und Prosa und ist Sängerin & Songwriterin. Für ihr Theaterstück JIGGY PORSCHE TAUCHT AB erhielt Olivia Wenzel den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik 2011. JIGGY PORSCHE wurde an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Ihr Stück EXZESS, MEIN LIEBLING wurde 2013 zur »Langen Nacht der Autoren« am Deutschen Theater eingeladen. Es folgten Arbeiten u.a. für den steirischen herbst, das Ballhaus Ost in Berlin und das Hamburger Thalia Theater.
Christian Winkler
Geboren 1981 in Graz, studierte Winkler Germanistik in Graz und Regie und Kulturmanagement in London. 2007 erhielt er den Retzhofer Literaturpreis, 2008 das Dramatikerstipendium der Republik Österreich und das Stipendium der Literar Mechana. Er arbeitet als freier Regisseur und Autor in Österreich, Deutschland und England und war Teilnehmer des Szenischen Schreiben Lehrganges bei uniT. Mit seinem Stück IN DEN ARKADEN gewann er 2010 den Stückwettbewerb der Schaubühne Berlin. Es folgte das dokufiktionale Stück RÄUBERZELLE, 2010 in Jena uraufgeführt und zu zahlreichen Gastspielen eingeladen. Für den ORF entstand das gleichnamige Hörspiel.