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theater und medien
Theater
Zitate

»Das Meer ist zum Pool einer Hotelanlage verkommen. Und so kleingehalten wird auch die Wahrnehmung eines Urlaubers, dem nirgendwo die Erfahrung von Fremdheit zugestanden wird. Neben dieses Kleinhalten der Vorstellungskraft setzt der Text eine zweite Stimme, die mit der Kalkulation ganz realer Grenzen beauftragt ist. Gerade im gegenseitigen Ausschluss der beiden Perspektiven liegt ja ein Teil des Problems des die eigenen Interessen nie verlassenden Denkens, aber ebenso auch ein Teil des absurden Witzes des Stücks.«

(taz über DIE UNMÖGLICHKEIT EINER INSEL)

Person

Charlotte Roos wurde 1974 in Düsseldorf geboren und lebt in Berlin. Nach dem Magisterabschluss in den Fächern Germanistik und Romanistik folgten erste  Regieassistenzen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, beim Steirischen Herbst in Graz und am Staatstheater Hannover. Eigene Inszenierungen seit 2001 in Graz, Bochum, Hannover und Zürich. Künstlerisches Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Theatertexte und Prosa. Einladung zu den Wiener Werkstatttagen im Oktober 2007. Aufenthaltsstipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2008/09. Teilnahme am Autorenprojekt stück/für/stück des Schauspielhaus’ Wien seit März 2008 und am Forum Junger Autoren Europas im Rahmen des Festivals Neue Stücke aus Europa am Staatstheater Wiesbaden im Juni 08.
Die Uraufführung ihres Stückes DIE UNMÖGLICHKEIT EINER INSEL fand in der Spielzeit 07/08 am Theaterhaus Jena statt.  Ebenfalls in Jena wurde im Oktober 2008 ihr zweites Theaterstück ALLERGIE uraufgeführt. Mit HÜHNER. HABICHTE. wurde die Autorin 2009 zum Berliner Stückemarkt, zu den St. Galler Autorentagen und zum Autorenwochenende am Staatstheater Stuttgart eingeladen. Der Text reüssierte in St. Gallen und gewann sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis  des Wettbewerbes, der neben einem Preisgeld auch die Uraufführung des Stückes inkludiert (8.1.2010, Theater St. Gallen). Mit BRILLEN (AT) liegt nun das inzwischen vierte Theaterstück der Autorin vor. Charlotte Roos arbeitet zudem an einem längeren Prosaprojekt mit dem Arbeitstitel »865«.

ZEIGENJury- und Publikumspreis bei Autorentagen in St. Gallen

HÜHNER. HABICHTE. begeistert: Nach Einladungen zum Berliner Stückemarkt  und zu den St. Galler Autorentagen wurde der Text von Charlotte Roos in St. Gallen mit dem Preis der Jury und dem Publikumspreis ausgezeichnet. In der Inszenierung von Teresa Kolbe wurde HÜHNER. HABICHTE. nun am 8. Januar 2010 am Theater in St. Gallen zur Uraufführung gebracht.

Werke
ZEIGENAllergie

Kaum merklich dreht Charlotte Roos an den Schrauben des Dramas und erschafft ein beängstigendes und verstörendes Psychogramm zweier junger Frauen im Kampf mit der Welt und sich selbst. ALLERGIE wirft unter somnambuler Oberfläche Fragen auf, die uns ins Mark treffen. Wie können wir uns abgrenzen von dem, was ungebeten in unser Leben dringt? 

ZEIGENBrillen (AT)

Umrahmt von einer Rede des venezulanischen Präsidenten Hugo Chávez strampeln fünf höchst unterschiedliche Charaktere durch das Räderwerk der Welt im 3. Jahrtausend. Ein manisch leidenschaftliches Plädoyer für die Schärfung des politischen Blicks im Alltag.

ZEIGENHühner. Habichte.

Charlotte Roos hat in ihrem neuen Stück eine schräge Hausgemeinschaft versammelt. Der Vater hat inmitten des großstädtischen Wohnkomplexes einen Hühnerstall errichtet, der für die Urlaubszeit von seiner Tochter zu hüten ist. In Zeiten, in denen der Euro-Lohn keine müde Mark mehr wert ist, kokettieren die Nachbarn mit dem Mundraub. Doch auch ein Habicht hat die wehrlosen Hühner entdeckt. Die unerwartete Rückkehr animalischer Instinkte in die sogenannte Zivilisation macht auch vor dem Familienleben nicht halt.