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Theater
Zitate

»Thomas Melle ist ein Autor, von dem man noch einiges wird erwarten dürfen. Sprachlich hochambitioniert, ist Melle gerade in seinen stilistischen Überdrehtheiten ein spannender Manierist, der seine sprachlichen Mittel überaus überzeugend in den Dienst einer psychologisch aufregenden, viele Binnendramen umfassenden Erzählung stellt.«
(Ijoma Mangold)

Person

1975 in Bonn geboren, lebt in Berlin. Studium der Komparatistik und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Melle schreibt Theaterstücke ebenso wie Prosa. Er übersetzte William T. Vollmanns Roman Huren für Gloria, Suhrkamp 2005. 2007 erschien mit dem Erzählband Raumforderung Thomas Melles Prosadebüt bei Suhrkamp, für das er 2008 den Bremer Literaturpreis erhielt. Zusammen mit Martin Heckmanns hat er das Stück 4 Millionen Türen geschrieben (UA: Oktober 2004, Deutsches Theater, Berlin). Mit HAUS ZUR SONNE (UA: Theater Erlangen) und LICHT FREI HAUS (UA: 24.6.2007, Badisches Staatstheater, Karlsruhe) folgten eigene Theaterstücke. Im Autorenlabor 2007/08 des Düsseldorfer Schauspielhauses entstand PARTNER [AT], wofür er beim Autorenfestival »Gimme Shelter« im Juni 2008 den Publikumspreis gewann. PARTNER wurde zudem zum Heidelberger Stückemarkt 2009 eingeladen. Das Theaterhaus Jena beauftragte Thomas Melle, mit SCHMUTZIGE SCHÖPFUNG eine neue Theaterfassung von »Frankenstein« (UA: 16.10.2008, Theaterhaus Jena) zu schreiben. In der Saison 2009/10 setzt das Theaterhaus Jena die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem weiteren Stückauftrag unter dem Titel DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER (UA: 25.2.2010, Theaterhaus Jena) fort. Zudem bearbeitete Melle für das Wuppertaler Schauspielhaus den Roman EINE BILLION DOLLAR (UA: 25.9.2009, Schauspielhaus Wuppertal) von Andreas Eschbach für die Bühne.

ZEIGENMelle schreibt erneut für Jena

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit SCHMUTZIGE SCHÖPFUNG hat das Theaterhaus Jena Thomas Melle für die Spielzeit 209/10 erneut einen Stückauftrag erteilt. Die Uraufführung des Werkes DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER fand am 25. Februar 2010 in der Regie von Ronny Jakubaschk statt.

Werke
4 Millionen Türen

gemeinsam mit Martin Heckmanns

(Rechte beim Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M.)

ZEIGENEine Billion Dollar

Was würden Sie machen, wenn Sie morgens aufwachten und überraschend Erbe von einer Billion Dollar wären? Würden Sie einfach reich sein wollen oder würden Sie versuchen, mit Ihrem Reichtum die Welt zu verändern? Seinem Roman EINE BILLION DOLLAR legt Andreas Eschbach ein faszinierendes Gedankenspiel mit der Erbschaft eines phantastischen Vermögens zugrunde, das den New Yorker Gelegenheitsjobber John Fontanelli mit einem Schlag zum reichsten Mann der Welt macht.

ZEIGENDas Herz ist ein lausiger Stricher - Ein Boulevardmelodram aus der Gegenwart

Ein Food-Company-Manager mit neobürgerlichem Lifestyle zieht im Rahmen eines Näher-am-Kunden-Programms für einen Tag bei einer Unterschichtsfamilie ein. Dieser Endverbraucher-Haushalt, bestehend aus einem alleinerziehenden Vater und seiner siebzehnjährigen Tochter, lebt in einem tristen Wohnblock irgendwo im Osten. Zwei Familienkonzepte prallen aufeinander und lösen sich auf. Und zwischen den Welten irrt ein Ex-Popstar, ein gefallener Engel, ein »lausiger Stricher«. 

ZEIGENRaumforderung

Prosa

Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., 2007

ZEIGENSchmutzige Schöpfung - Making of Frankenstein

Viktor F. hat quer durch die Fächer studiert: Gentechnologie, Eugenik, Historik, Bionik. Nun will er seinen Studien die Krone der Schöpfung aufsetzen: er schafft aus totem Material, aus »Lehm, Zeugs, Fleisch«, ein neues Lebewesen. Ausgehend von Mary Shelleys Roman schreibt Thomas Melle ein Stück, das mit Unsicherheiten und Realitätsmöglichkeiten spielt.