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Theater, Hörspiel, Projekte
Zitate

»Bicker hat ein feines Gehör für die poetischen Untertöne der Alltagssprache.«

(Berliner Zeitung)

Person

Björn Bicker, der 1972 geboren wurde und zeitweise unter dem Pseudonym Polle Wilbert Theaterstücke schrieb, studierte Literatur, Philosophie und Allgemeine Rhetorik in Tübingen und Wien. Von 1999-2001 arbeitete er als Dramaturgieassistent und Dramaturg am Wiener Burgtheater, von 2001-2009 war er unter Frank Baumbauer Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er  gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte BUNNYHILL (2003–2006) und ILLEGAL (2007–2008). Gemeinsam mit Malte Jelden entwickelte und kuratierte er das Projekt DOING IDENTITY – BASTARD MÜNCHEN (2008) an den Kammerspielen. Sein Stück ILLEGAL, uraufgeführt an den Münchner Kammerspielen, wurde vom Bayerischen Rundfunk als Hörspiel produziert und erschien im März 2009 als Buch im Antje Kunstmann Verlag, München.

Im Auftrag des Staatstheaters Hannover schrieb Bicker an dem umfangreichen Recherche-Projekt TROLLMANNS KAMPF - MER ZIKRALES (UA: 30.4.2010, Regie: Marc Prrätsch). Die Zusammenarbeit zwischen Autor und Regisseur findet 2010/11 seine Fortsetzung mit der Arbeit DEPORTATION CAST. Für das Theater Freiburg schreibt Bicker an dem deutsch-türkischen Projekt CABINET (UA: 29.10.2010, Theater Freiburg in Kooperation mit garajstanbul, Regie: Peter Kastenmüller).

Björn Bicker arbeitet außerdem als Dozent für Dramaturgie, Theatergeschichte und Szenisches Schreiben an der Otto-Falckenberg-Schule in München.

ZEIGENWeitere Zusammenarbeit mit Schauspiel Hannover

Am 30.4.2010 wurde Bickers umfangreiches Rechercheprojekt TROLLMANNS KAMPF - MER ZIKRALES am Staatstheater Hannover uraufgeführt. Die Regie führte dabei Marc Prätsch. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Autor und Regisseur ist bereits für die Spielzeit 2010/11 unter dem Arbeitstitel DEPORTATION CAST verabredet.

ZEIGENKINGDOM OF SCHÖN: Neues Hörspiel mit BR

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Produktion ILLEGAL - die u.a. für den Deutschen Hörspielpreis 2009 nominiert wurde - haben sich Björn Bicker und der Bayerische Rundfunk für eine weitere Zusammenarbeit verabredet. Unter dem Titel KINGDOM OF SCHÖN hat Bicker jene Recherchen ausgewertet, die er im vergangenen Jahr unter Münchner Schönheitschirurgen durchgeführt hat. Die Ursendung erfolgte am 26.3.2010 auf BR 2. KINGDOM OF SCHÖN wird im Frühjahr 2011 von SWR und Deutschlandfunk übernommen.

ZEIGENHAUPTSCHULE DER FREIHEIT gewinnt Preis für kulturelle Bildung 2010

Die Münchner Kammerspiele haben den von Kulturstaatsminister Bernd Neumann verliehenen Preis für kulturelle Bildung 2010 zugesprochen bekommen. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis erhält das Theater für seine Produktion HAUPTSCHULE DER FREIHEIT. In der Jurybegründung zur Wahl des von Björn Bicker, Ruth Feindel, Peter Kastenmüller, Michael Graessner und Christine Umpfenbach geleiteten Projekts heißt es: »Das Projekt ist gleich dreimal für den Preis vorgeschlagen worden und tatsächlich erfüllt es die vom Auslober aufgestellten Bewertungskriterien in herausragender Weise. Es zeigt, was der Eigensinn von Kunst bewirken kann. Allerbeste Unterhaltung neben Aufklärung und großem sozialem Engagement.« Das für die Vorgängerprojekte BUNNYHILL und ILLEGAL immer wieder gerühmte Team aus Bicker, Graessner und Kastenmüller setzt derzeit seine Zusammenarbeit am Theater Freiburg fort.

Werke
Bunnyhill

Münchner Kammerspiele, 2003 - 2006

ZEIGENCabinet

Deutsche Künstler erkunden die türkische Realität in Istanbul, türkische Künstler erforschen Freiburg und Deutschland und entwickeln aus abenteuerlichen Begegnungen und Missverständnissen ein gemeinsames Stück. In diesem Cabinet, in dem türkische Countertenöre gegen deutsche Popsängerinnen antreten, Tänzer, Musiker und Schauspieler sich präsentieren, die Deutsche Türken und die Türken Deutsche sind, versuchen alle, eine gemeinsame Tagesordnung zu finden: Wer weist den Weg in eine (europäische?) Zukunft? Wer bringt die Menge zum Kochen?

ZEIGENDeportation Cast

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Menschen aus allen Teilen dieser Erde haben hier ihre Heimat gefunden. Aber nach wie vor gibt es Regeln, die festlegen, wer dazu gehören darf und wer nicht. Es könnte sein, dass diese Kriterien mehr über uns selbst aussagen als über die, die sie ausschließen. Trotz der wachsenden Bereitschaft, sich für Globalisierung und Multikulturalismus zu öffnen, werden jährlich viele tausend Menschen aus Europa abgeschoben. Aber was unterscheidet diese Menschen wirklich von uns? Warum müssen sie gehen? Wie fühlt es sich an, wenn man alle drei Monate damit rechnen muß, in der Nacht von der Polizei abgeholt zu werden? Wer entscheidet eigentlich, wer hier bleiben darf und wer nicht?

Doing Identity - Bastard München

Münchner Kammerspiele, 2008

ZEIGENIllegal

Nach Adorno gibt es »kein richtiges Leben im falschen«, und so fragt man, wie illegalisierte Menschen und ihre Familien eigentlich ihren Alltag organisieren können. Wie sie arbeiten, wohnen, sich ärztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Björn Bicker hat dieser Unmöglichkeit des Seins nachgespürt.

ZEIGENIllegal

Hörspiel,

Bayerischer Rundfunk, 2008

ZEIGENDas Kettenblattmassaker. Warum Herr Scharping den Berg nicht schafft

Zwei Männer, zwei Räder. Eine Parabel über den Zwang zu Leistung und Funktionieren, auf die bigotte Sehnsucht einer ganzen Gesellschaft nach einem reinen strahlenden Helden.

ZEIGENMein Teppich ist mein Orient

Von der Unausweichlichkeit eines bürgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen, Privates und Politisches - alles scheint heillos miteinander verbunden. Gut, daß es Herrn Yildiz gibt: der hat zwar keinen Orientteppich, dafür aber den nötigen Sachverstand, das Familienunternehmen schnurstracks abzuwickeln.

ZEIGENSieben Monde

Judiths Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten«. Wäre da nicht diese eine Lüge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklärt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

ZEIGENTrollmanns Kampf - Mer Zikrales

Johann Trollmann war berühmt – ein Publikumsliebling des Boxsports. Aufgewachsen in den 20er und 30er Jahren rund um den Ballhof, im Armenviertel Hannovers, kämpfte er sich bis zum Meistertitel im Mittelschwergewicht. Doch er war Sinto. Und man schrieb das Jahr 1933. Die Nationalsozialisten sprachen ihm nach nur acht Tagen den Titel ab. 1943 wurde Johann ›Rukelie‹ Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Diese Hannoveraner Biografie verweist auf ein Stück Stadtgeschichte, der Regisseur Marc Prätsch und Autor Björn Bicker in einem gemeinsamen Theaterprojekt nachgehen werden. 

ZEIGENWarum mich ein Happy End traurig macht

Nach SIEBEN MONDE Björn Bickers zweiter Frauenmonolog. Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde. Das Geburtstagsvideo wird zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.