Das internationale Theater- und Performancekollektiv andcompany&Co., 2003 in Frankfurt/M. gegründet, versteht sich als offenes, aber verbindliches Netzwerk. Den Kern bilden Alexander Karschnia, Autor und Theaterwissenschaftler, Nicola Nord, Sängerin und Performerin, sowie Sascha Sulimma, Musiker und DJ. Ihre Performances sind ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen, das Bruchstücke ästhetischer und philosophischer Entwürfe des 20. und 21. Jahrhunderts musikalisch verdichtet und zu einem eigenen politischen Statement neu abmischt. Das Kollektiv erweitert seinen Wirkungskreis zunehmend in Richtung Stadttheater.
Seit 2001 realisieren Auftrag: Lorey - neben anderen Arbeiten in unterschiedlichen Gruppierungen - Projekte, die sich an der Grenze zwischen Performance und installativer Kunst bewegen. Ausgangspunkt bildet ein jeweils vor Ort vorgefundenes bzw. recherchiertes Material. »Auftrag : Lorey legen die Brüche in unserer Welt offen, die wir im Alltag aus pragmatischen Gründen übersehen und überhören müssen«, so Gerald Siegmund über die beiden Künstler. Für das Schauspiel Frankfurt entstand 2010/11 die Arbeit HORROR VACUI; in der Spielzeit 12/13 setzen sie ihre Arbeit in Frankfurt mit der Produktion BOUNCING IN BAVARIA fort.
Eva-Maria Baumeister studierte Theaterwissenschaften in Amsterdam und Regie an der Folkwanghochschule Essen. Erste Regieassistenzen bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, am Schauspiel Köln und an den Münchner Kammerspielen. In den vergangenen Jahren arbeitete sie als Regisseurin u.a. am Schauspielhaus Wien, am Schauspielhaus Bochum, am Staatstheater Mainz, am Schauspiel Graz und im Rahmen der Werkststttage am Burgtheater in Wien. 2011/12 inszenierte Baumeister u.a. am Theater Koblenz, am jungen Theater in Göttingen und am Theater der Keller, Köln.
Jan-Christoph Gockel, geboren 1982 in Gießen, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/Main. Von 2005 bis 2009 studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin. Während des Regiestudiums erste Inszenierungen beim Festival de Liège, Belgien und an der Schaubühne am Lehninerplatz, Berlin. In der Spielzeit 2012/13 inszeniert Jan-Christoph Gockel u.a. am Stadttheater Bern, am Staatstheater Mainz, am Theater Heidelberg und am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
1968 in Karlsruhe geboren, war von 2004 bis 2011 künstlerischer Leiter und Geschäftsführer am Theaterhaus Jena. Darüber hinaus arbeitet er als freier Regisseur, u.a. am Theater Bremen, Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatstheater Dresden, Staatstheater Mainz, der Neuköllner Oper und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Für die Ruhrfestspiele Recklinghausen inszenierte er 2007 in Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg »Bowling Alone« von Oliver Bukowski, eingeladen zum STAGE theatre festival nach Helsinki. Mit einer weiteren Bukowski-Uraufführung - »Wenn Ihr Euch totschlagt, ist es ein Versehen« - wurde er zu den Kleist-Festtagen nach Frankfurt/Oder und zu den Autorentheatertagen Berlin eingeladen.
In ihren Arbeiten untersuchen Hannah Hofmann und Sven Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Als Akteure ihrer Projekte schicken sie Komplizen in die Wildbahn des Alltäglichen und lassen sie die Probe aufs subversive Exempel machen. Doch Produktionen von Hofmann & Lindholm erschöpfen sich nicht in ihrem szenischen Substrat. Ihnen gehen umfangreiche Recherchen voraus. 2009/10 arbeiteten sie u.a. für das Schauspiel Köln und das Theater Basel. Für Deutschlandradio Kultur und das Schauspiel Köln entstand 2011 die umfangreiche Preenactment-Arbeit Archiv der zukünftigen Ereignisse.
Juliane Kann ist Autorin und Regisseurin. Ihre Stücke wurden u.a. am Maxim Gorki Theater, am Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Frankfurt, am Düsseldorfer Schauspielhaus oder am Staatstheater Braunschweig uraufgeführt. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft hat Juliane Kann mit dem Dramatikerpreis 2009 ausgezeichnet. Ihre Bühnenadaption des Romans NO UND ICH von Delphine de Vigan inszenierte Kann, die derzeit den Studiengang Regie an der Ernst-Busch-Hochschule abschließt, bereits selbst. Weitere Regie-Arbeiten u.a. in Mainz und Göttingen sind für die Spielzeit 2012/13 verabredet.
1970 in München geboren. Studium der Philosophie und Gründer der freien Theatergruppe »Particular Order«, danach Assistent am Schauspiel Leipzig und Hausregisseur am Staatstheater Kassel. Inszenierungen am Staatstheater Hannover, den Münchner Kammerspielen, am Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Frankfurt und Theater Basel. Stadtprojekte an den Kammerspielen München (BUNNYHILL, ILLEGAL, HAUPTSCHULE DER FREIHEIT) und Kurator von X SCHULEN am HAU, Berlin. 2012/13 weitere Regiearbeiten am Düsseldorfer Schauspielhaus und Staatstheater Stuttgart. 2013/14 wird Peter Kastenmüller Intendant des Neumarkt Theaters in Zürich.
Hans-Werner Kroesinger gilt als einer der wesentlichsten Vertreter des dokumentarischen Theaters im deutschsprachigen Raum. Künstlerischer Mitarbeiter an Heiner Müllers »Hamlet/Hamletmaschine«. Seine Arbeit DON'T LOOK NOW war 1997 auf der documenta x in Kassel zu sehen. In den vergangenen Spielzeiten inszenierte Kroesinger am Staatstheater in Stuttgart, am Theater Freiburg, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Staatstheater Hannover. Regelmäßig entstehen eigene Arbeiten am Berliner HAU.
Thom Luz wurde in Zürich geboren. 2000 bis 2005 Schauspielstudium an der HMT Zürich. Danach Anstellungen als Schauspieler und Theatermusiker unter anderem am Schauspielhaus Zürich, Theater Neumarkt, Volkstheater Wien und an den Sophiensælen Berlin. Seit 2007 entwickelt Thom Luz Projekte in Eigenregie. Sein Debüt »Patience Camp« hatte im Rahmen des Treibstoff Theater Festivals in der Kaserne Basel Premiere und wurde 2009 zum Festival Theaterformen nach Hannover eingeladen. Mit seiner Produktion »Die verlorene Kunst ein Geheimnis zu bewahren« war er beim PAZZ Performing Arts Festival 2010 in Oldenburg zu Gast. Für das Oldenburgische Staatstheater entwickelte und inszenierte Luz die szenische Komposition »Zu zweit bin ich eine Katastrophe«. Er ist Sänger und Gitarrist der Band My Heart belongs to Cecilia Winter.
Boris Nikitins Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Theater und Wissenschaft. Zentrale Themen sind dabei die Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Dokumentarischem, Biographie und Fiktion, sowie die Beziehung zwischen Kunst und Recht. Nikitin, Absolvent des Studiums Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, erhielt zahlreiche Preise. Neben freien Produktionen, u.a. an der Kaserne in Basel, arbeitet Nikitin am Schauspielhaus Graz und am Theater Freiburg.
Ulrich Rasche hat sich mit seinen formstrengen Chorprojekten einen Namen gemacht. Nach einem Studium der Kunstgeschichte sammelte er erste Theatererfahrungen bei Jürgen Kruse in Bochum und bei Edith Clever, Dieter Sturm und Robert Wilson an der Berliner Schaubühne. Außerdem war er Stipendiat an Wilsons Watermill Center bei Southampton (USA). Rasche inszenierte u.a. für die Wiener Festwochen, an den Berliner Sophiensaelen, am Staatstheater Stuttgart, an der Volksbühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt. 2011 dramatisierte und inszenierte er am Theater Bonn Heinrich von Kleists MICHAEL KOHLHAAS. 2013 folgt seine eigene Fassung der APOKALYPSE am Staatstheater Stuttgart.
Milo Rau bewegt sich zwischen vielen Grenzen: zwischen freier Szene und Stadttheater, Wissenschaft und Fiktion, Autorenschaft und Journalismus. Seit Januar 2008 leitet er das IIPM (www.international-institute.de). Im Dezember 2009 reüssierte Raus Reenactment-Theater mit dem umfangreichen Projekt DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS, mit dem er international gastierte und heftige Diskussionen auslöste. Mit HATE RADIO tourt Rau seit Herbst 2011. Die Produktion wurde u.a. zum Berliner Theatertreffen 2012 und zum Festival Radikal Jung am Münchner Volkstheater eingeladen. Das nächste IIPM-Großprojekt DIE MOSKAUER PROZESSE beginnt im Oktober 2012 mit dem szenischen Kongress POWER AND DISSENT am Nationaltheater Weimar.
Christopher Rüping assistierte zunächst am Schauspiel Hannover und begann anschließend sein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste. Während des Studiums entstanden eigene Arbeiten, unter anderem am St. Pauli Theater, auf Kampnagel und am Theater Kiel. Seit der Spielzeit 2011/2012 arbeitet er als freier Regisseur am Schauspiel Frankfurt, dem Staatstheater Braunschweig, dem Thalia Theater Hamburg, dem Volkstheater München und dem Theaterhaus Jena. Seine Frankfurter Inszenierung von DER GROßE GATSBY wurde zum Radikal Jung-Festival 2012 des Münchner Volkstheaters eingeladen.
1985 in Berlin geboren. 2004 bis 2007 Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft. 2008 bis 2013 folgte das Studium für Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin. Seit Studienbeginn Tätigkeit als freie Regisseurin u.a. für das Maxim Gorki Theater, Berlin, das Staatstheater Wiesbaden, das Landestheater Marburg, die Neuköllner Oper und das Schauspiel Frankfurt. 2011 Gründung des Cross-Over Puppenspielkollektivs »Die Retrofuturisten«. Ihre Drittjahres-Studieninszenierung »Helden« wurde beim 22. Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielschulen in Hamburg 2011 mit dem Vontobel-Preis ausgezeichnet. In der Spielzeit 2012/13 inszenierte Säidow »Genannt Gospodin« für das Schauspiel Frankfurt und »Endstation Sehnsucht« am Landestheater Marburg. Ihre Diplominszenierung (»Die Altruisten«) wird im April 2013 im Studio des Maxim-Gorki Theater Premiere feiern.
1977 in Wien geboren, lebt in Zürich. Studium der Theaterwissenschaft, Dt. Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte sowie Schauspielstudium in Wien. Regiestudium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich, Gründung der freien Theaterkompagnie »FAR A DAY CAGE« (FADC), die zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen wurde. Tomas Schweigen arbeitet sowohl in der Freien Szene als auch an Stadt- und Staatstheatern, u.a. am Theater Basel und am Staatstheater in Karlsruhe. Ab der Spielzeit 2012/13 ist Schweigen Co-Schauspieldirektor am Theater Basel. Seine Gruppe FADC ist als group in residence Teil des Ensembles.
Kay Voges arbeitet als Regisseur an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern, u.a. am Staatsschauspiel Dresden, Theater Bonn, Staatstheater Darmstadt und Staatstheater Kassel. Diverse Dozententätigkeiten im Auftrag der Bundesakademie für Politische Bildung in Wolfenbüttel. Seit Sommer 2010 ist Kay Voges Schauspieldirektor des Theater Dortmund. Dort inszenierte er u.a. Büchners »Woyzeck«, Dennis Kellys »Waisen« und Hitchcocks »Die 39 Stufen«. In der vergangenen Spielzeit sorgte er mit der Doppel-Inszenierung der Ibsen-Klassiker NORA und GESPENSTER für überregionales Aufsehen.
Christian Weise, 1973 in Lutherstadt Eisleben geboren, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und arbeitete als Schauspieler und Puppenspieler u.a. am Schauspiel Frankfurt und am TaT Frankfurt. Ab 2002 folgten erste eigene Inszenierungen, u.a. am Nationaltheater Mannheim, am Schauspiel Köln, am Neuen Theater Halle, am Deutschen Theater Berlin, am Staatstheater Stuttgart und am Schauspielhaus Zürich. Gemeinsam mit Daniela Dröscher hat er eine eigene Fassung von MADAME BOVARY geschrieben, die im Herbst 2011 in eigener Regie am Berliner Ballhaus Ost und am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt wurde. Er schrieb und inszenierte das Kinderstück MAX UND DIE MONSTER (Puppentheater Halle). 2012/13 führt er Regie u.a. am Staatstheater Schwerin (DER IDEALE MANN) und am Staatstheater Stuttgart (WAS GESCHAH MIT BABY JANE?).
Geboren 1981 im historischen Bukowina, studierte von Strolchen Schauspielregie am Goldsmiths College in London und gründete 2005 seine eigene Theatergruppe Lonely Project. Es folgten eigene Produktionen in England, Norwegen, Rumänien, Österreich und Deutschland. In der Spielzeit 2010/11 inszenierte er RÄUBERZELLE am Theaterhaus Jena. Seine Inszenierung wurde u.a. zum Festival BestOFFstyria 2011 eingeladen.