Unter dem Titel »Stockmanns Appendix« schreibt Nis-Momme Stockmann einen Blog für das Schauspiel Frankfurt. Das offene Format bietet Raum für Fotos, kurze Szenen, Prosa oder essayistische Texte. Auf jeden Fall lesenswert!

»Stockmann kann etwas Ungewöhnliches. Weil er das Gewöhnliche will. So zeigt er den Schrecken und die Abgründe ganzer Welten als Beziehung, Spannung, Anziehung, Abstoßung, Vernichtung, Sehnsucht, Verzweiflung: zwischen Menschen. Stockmann ist der Sanitäter, der schöne, durchaus poetengesalbte, manchmal leicht kitschgetränkte, immer aber menschenfreundliche Wortwundverbände anlegt. Er ist der Mann, der die Welt schmeckt. Auch wenn nirgends Hoffnung ist – wo Stockmann hintritt, wächst Gras.«
(Gerhard Stadelmaier in der FAZ)
1981 auf Föhr geboren, studierte Nis-Momme Stockmann »Sprache und Kultur Tibets« in Hamburg, Medienwissenschaften im dänischen Odense und machte eine Ausbildung zum Koch, bevor er an der Universität der Künste Berlin »Szenisches Schreiben« studierte. 2005 gewann er beim internationalen Filmfestival in Odense den 1. Preis für seinen Kurzfilm »Ignorans«.
Mit seinem Stück DER MANN DER DIE WELT ASS wurde Stockmann beim Heidelberger Stückemarkt 2009 mit dem Haupt- und Publikumspreis ausgezeichnet. Das prämierte Stück wurde am 17. Dezember 2009 in Heidelberg uraufgeführt. Es folgen Inszenierungen u.a. am Theater Magdeburg und am Theater Basel.
Gemeinsam mit vier weiteren Autoren ist Nis-Momme Stockmann ab September 2009 Stipendiat des von Thomas Jonigk geleiteten Düsseldorfer Autorenlabors. Seit Beginn der Spielzeit 2009/10 arbeitet Nis-Momme Stockmann zudem unter der Intendanz von Oliver Reese als Hausautor für das Schauspiel Frankfurt. Die erste gemeinsame Uraufführung dieser auf insgesamt drei Jahre angelegten Zusammenarbeit fand mit DAS BLAUE BLAUE MEER am 22. Januar 2010 statt.
Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa.
Unter dem Titel »Stockmanns Appendix« schreibt Nis-Momme Stockmann einen Blog für das Schauspiel Frankfurt. Das offene Format bietet Raum für Fotos, kurze Szenen, Prosa oder essayistische Texte. Auf jeden Fall lesenswert!
Seit Beginn der Spielzeit 2009/10 arbeitet Nis-Momme Stockmann unter der Intendanz von Oliver Reese als Hausautor für das Schauspiel Frankfurt. In den nächsten 3 Jahren wird Stockmann neben Auftragswerken auch verschiedene kleinere Formate für die Frankfurter entwickeln und schreiben. Am 22.1.2010 wurde sein Stück DAS BLAUE BLAUE MEER in der Regie von Marc Lunghuss in den Kammerspielen uraufgeführt.
Nach dem Gewinn des Heidelberger Stückemarkts 2009 reüssierte Stockmann auch beim Berliner Stückemarkt. Die Jury verlieh ihm den Werkauftrag des tt Stückemarkts. Es entstand sein nunmehr drittes Stück KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN, das am 19. Februar in der Regie von Annette Pullen am Staatstheater Stuttgart uraufgeführt und mit hymnischen Kritiken u.a. von Christine Dössel und Gerhard Stadelmaier bedacht wurde.
Mit urwüchsiger und anarchischer Schreibkraft erzählt Nis-Momme Stockmann von brüchiger Liebe, flüchtiger Hoffnung und tödlichem Stillstand. Seine ebenso abgründige wie berührende Geschichte vom jungen Säufer Darko und der Teenage-Prostituierten Motte verlegt er in die anonymen Wohnsilos einer Sozialsiedlung. Doch Stockmann stellt keine Menschen aus. In der grotesken Verdichtung seiner sozialen Schock-Utopie erkennen wir das Individuum und dessen lang abhanden gekommene Würde wieder.
Stockmann erzählt von den Qualen eines unfreiwilligen Heimkehrers. Ein junger Autor will über die Deutsche Einheit schreiben, weil das »karrieremäßig« bestimmt von Vorteil wäre. Sein Vater, der in der Abgeschiedenheit einer deutschen Insel lebt, dient ihm dabei als lebendiges Recherchematerial. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holt ihn die eigene Vergangenheit mit aller Wucht ein.
Einem Mann, dem immer alles gelang, weht plötzlich der kalte Wind der Existenz entgegen: Kündigung, dementer Vater, Scheitern an der eigenen Vaterrolle. Ein Stück über das Tabuthema Kapitulation in einer Gesellschaft von Turbogewinnern. Eingeladen zum Berliner Stückemarkt 2009.