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theater und medien
Theater, UA: 9.10.2009, Schauspiel Köln, Regie: Hofmann & Lindholm
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Synopsis

Unsichere Zeiten. Das Prekariat wächst, die Staatsschulden nehmen zu, die Furcht vor Kriminalität und Terrorismus steigt, die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit zu überdenken und sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege zu begeben. Gemeinsam mit Komplizen machen sich Hofmann&Lindholm auf die Suche nach potentiellen Wertdepots: In NOCH NICHT werden vermeintliche Barrieren im öffentlichen Raum durchdrungen, die Blastbarkeit von Oberflächen erprobt und tote Briefkästen zu neuem Leben erweckt. Die öffentliche Hand möchte geschüttelt werden.

 

Ein Auftragswerk für das Schauspiel Köln

Ausgezeichnet mit dem Kölner Theaterpreis 2009

Auszug
ZEIGENHofmann & Lindholm

In ihren Arbeiten untersuchen Hannah Hofmann und Sven Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Als Akteure ihrer Projekte schicken sie Komplizen in die Wildbahn des Alltäglichen und lassen sie die Probe aufs subversive Exempel machen. Doch Produktionen von Hofmann & Lindholm erschöpfen sich nicht in ihrem szenischen Substrat. Ihnen gehen umfangreiche Recherchen voraus.

Neuigkeiten
ZEIGENKölner Theaterpreis 09 für NOCH NICHT

Den Kölner Theaterpreis 2009 haben Hofmann & Lindholm für ihre Produktion NOCH NICHT. DESINFORMATIONSABEND FÜR INOFFIZIELLE MITARBEITER (Koproduktion mit dem Schauspiel Köln) erhalten. In der Laudatio, die Christoph Zimmermann hielt, hieß es u.a.: »Hofmann & Lindholm beherrschen das Jonglieren mit Fragen der Realität und Authentizität. So klug, so virtuos und so unterhaltsam wie in ‚Noch nicht’ wurde man schon lange nicht mehr in eine erkenntnisreiche Irre geführt.«

Presse
Kölnische Rundschau

»Bei der Uraufführung von NOCH NICHT von dem Künstlerpaar Hofmann & Lindholm sind es fünf Personen, in deren Auftritt Schauspiel, Aktion und Realität miteinander verschmelzen. Das Stück ist eine kunstvolle Form zivilen Ungehorsams. Zugleich liegt etwas Zartes in der Genauigkeit, mit der hier über Alltägliches gesprochen wird. Und ganz nebenbei zeigt sich, daß zur Konsistenz unseres Realitätsbewußtseins mehr als die Summe der Einzelteile unserer Welt gehört.«

Kölner Stadtanzeiger

»Die Inszenierung gibt sich angenehm nüchtern bis lässig, wie ja auch die beinahe schelmisch zu nennenden Handlungen der Darsteller im Großen und Ganzen nicht der Rede wert sind. Noch nicht, wie der Titel des Abends droht. Denn gerade in ihrer ausgestellten Harmlosigkeit sind sie doch wirkungsvolle Eingriffe in die Welt des Spektakels, wenigstens aber Versprechen derselben. Kräftiger Beifall.«

 

Ruhrnachrichten

»Ein ungewöhnlicher, dabei ungeheuer vielschichtiger Theaterabend.«

aKT

»Die Kölner Theatermacher Hofmann & Lindholm sind ausgefuchste Dialektiker und Artisten im Spiel der Wahrnehmung. Ein nachhaltiger, intelligent-unterhaltsamer, überraschender und ironisch-aufklärerischer Theaterabend.« 

Aufführungen

Uraufführung

9.10.2009, Schauspiel Köln