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theater und medien
America First
Autor(en) Christoph Klimke
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.12.2017, Deutsches Theater, Göttingen

Filmikone und Femme fatale: Marilyn Monroe ist bis heute der größte Star Hollywoods. Christoph Klimkes Monroe blickt heute auf ihr Leben zurück und wie in einem Tagebuch kommen Erinnerungen, Triumphe, Niederlagen, Träume, Geliebte, Feinde, die Größen Hollywoods und der Politik der USA ein letztes Mal auf sie zu. Und mit ihrer ganzen Kraft stellt sie sich ihnen.

Choreographien der Arbeit
Autor(en) Sascha Hargesheimer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.11.2017, Schauspiel Leipzig

Back to the Future, mitten in die Welt der 80er Jahre: mitten hinein in den Siegeszug des Neoliberalismus, in die Zeit der Entwicklung des Fernsehens zum Massenmedium und zur Manipulationsmaschine, in die Ära der konspirativen Theorien und UFO-Sichtungen, in die Regierungszeit Ronald Reagans. Der damalige gesellschaftspolitische Zustand, der Reagans Wahlerfolg ermöglichte, läßt Parallelen zur heutigen Situation zu.

 

 

Das Erbe
Autor(en) Olga Bach
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.6.2017, Münchner Kammerspiele

Könnte die Verurteilung der Schuldigen im NSU-Prozess eine Art kathartische Reinigung der Gesellschaft herbeiführen? Olga Bach assoziiert frei von diesem Thema der Schuld eine Gemeinschaft, die der Gegenwart entfremdet ist und die alle Antworten immer in der Vergangenheit sucht. Diese Gemeinschaft verständigt sich ausschließlich über ihr gemeinsames kulturelles Erbe, über das Archiv der deutschen Kulturgeschichte.

Im Eis
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.3.2018, Theater St. Gallen

Was die Schweizer Fichen-Affäre - die in den 80er Jahren die Überwachung von etwa 800.000 Bürgern nach sich zog - mit unserer Gegenwart verbindet und was amerikanische Bunkerruinen im ewigen Eis Grönlands damit zu tun haben, ist Gegenstand des Stückes, dasAndreas Sauter für das Theater St. Gallen schreibt.

Das Internat
Autor(en) Ersan Montag / Alexander Kerlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.2.2018, Schauspiel Dortmund

Kann es ein Internat geben, das alle anderen Internate enthält? Wo die Lehrer schlafend herumliegen wie tote Fliegen? Während die Mädchen in Uniform die Liebe lernen und die Kinder des Monsieur Mathieu ihre Choräle singen? Wo die jungen Genies in den Katakomben ihre Drogenexzesse feiern - mit Unendlichem Spaß? Und der Zögling Törleß seinen Mitschüler erotisch quält, während Jakob von Gunten sein Tagebuch schreibt?

Jeanne d'Arc
werkfoto
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.2.2018, Residenztheater München

Milo Rau erarbeitet eine Jeanne d’Arc für unsere Zeit. Wo sind sie zu finden, wogegen kämpfen, woran scheitern sie? Wie tickt jemand, der sich hinreißen läßt vom Elend der Welt – nur um am Ende vielleicht selbst zum Täter zu werden? Der Versuch zur Weltrettung wird mit »Jeanne d’Arc« ins Poetische transformiert: eine Anklage starker Frauen, die kämpfen und scheitern, ein zorniges Live-Poem über den Zustand unserer Gesellschaft.

Lauf und bring uns dein nacktes Leben
Autor(en) Rainer Merkel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

»Every Day Ghandi« – eine von unzähligen NGOs, die versuchen, dem afrikanischen Kontinent Gutes zu tun. Rainer Merkel hat einen ungewöhnlich dichten Text geschrieben zu einem Thema, das er durch eigene Erfahrungen genauestens kennt. Seine Aufmerksamkeit gilt dabei den westlichen Entsandten, die, vermutlich mit bestem Wollen gestartet, allesamt gefangen scheinen in einem beinahe unheimlichen Netz an Kausalitäten. Doch die afrikanische Realität bleibt ein Außen, eine Fläche, eine fiebrige Projektion euphorischer Überhöhung oder dumpfer Panik.

Lenin
werkfoto
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 19.10.2017, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Milo Rau blickt durch Lenins Hirn auf die wohl folgenreichste Revolution der Menschheitsgeschichte: in eine Gesellschaft zwischen Aufbruch und Apathie, Revolutionssehnsucht und reaktionären Widerständen – ein Labyrinth der Hoffnungen und Ängste, der politischen Ideale und kollektiven Gewalterfahrung.

Der letzte Bürger
werkfoto
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.1.2018, Theater Bonn

Leo Clarenbach liegt im Sterben. Ein letztes Mal findet er sich im Kreise seiner Familie wieder, ein letztes Mal werden die Erinnerungen an früher wach. Erinnerungen an ein perfektes Leben, eine perfekte Familie: wohlhabend, aber mit sozialem Gewissen, geschmackvoll, stilsicher, hochbürgerlich. Doch dann zerspringt 1990 mit dem Mauerfall auch das Familienglück, als bekannt wird, daß hinter dem scheinbaren Idyll in Wahrheit Lüge und Verrat stecken. Denn Familienvater Leo hat jahrelang für die DDR spioniert. Die bürgerliche Fassade zerbricht, und mit ihr auch die Familie.

Die letzte Station
Autor(en) Ersan Mondtag
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.12.2017, Berliner Ensemble

Eine Seniorenresidenz und deren Bewohner – deren Erlebnisse, Bedürfnisse, Nöte und Freuden – werden im Zentrum stehen. Ein (auch) humorvoller Abend über das Alter und dessen Folgen für das Individuum, der aber außerdem einen kritischen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Altern werfen will. Die Arbeit wird in Kooperation mit der DANCE ON - Company entstehen. Die DANCE ON, eine Initiative von DIEHL+RITTER, richtet den Fokus auf die künstlerische Exzellenz von Tänzerinnen und Tänzern über 40.

Nationalstraße
Autor(en) Jaroslav Rudiš
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA DEA: 29.1.2017, Theater Bremen

Er nennt sich Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Er ist ein Held. Ein Krieger. Ein Europäer. Mit Schlachten kennt er sich aus. Mit denen aus dem Geschichtsbuch und denen im Leben. Er weiß Bescheid. Über Fremde. Über Frauen. Und er hat für alles einen Spruch parat. Rudiš hat einen großartigen Roman eines Verlierers geschrieben, der wie für eine Theaterinszenierung gemacht ist.

Oh Schimmi
Autor(en) Teresa Präauer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA noch frei zur UA

Teresa Präauer hat ein sexuell aufgeladenes, extrem komisches und brutal hartes Buch geschrieben, das unbedingt laut gelesen werden sollte mit viel buntem Kaugummi im Mund, weil hier Sprache performt und zeigt, daß Anbaggern oder Aufreißen noch immer eine sportliche Disziplin ist, die aus kopulierenden Wörtern gemacht ist. Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.

Unter Deutschen
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein fremder bärtiger Mann. Eine junge dunkelhaarige Frau mit deutschem Paß. Eine einsame Nachbarin, die es nur gut meint. Eine traurige Alte, die ihre Lebensangst noch ein letztes Mal in Wut verwandelt. Azar Mortazavi trifft mit UNTER DEUTSCHEN das Jetzt einer Gesellschaft ins populistische Herz, die sich überfordert von der Komplexität des Weltgeschehens wegduckt und mit Hilfe vorgefundener Kategorien zu bestimmen versucht, was ihr fremd ist.

Vanishing Points
Autor(en) Philipp Stadelmaier
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Philipp Stadelmaier schickt sich an, eine neue Gattung zu etablieren: den grotesken Edelboulevard – vielleicht die einzige Form, mit der der Wirklichkeit noch beizukommen ist, in welcher die Clowns längst übernommen haben. Die Dekonstruktion der bürgerlichen Großstädteridylle läßt in dieser stilbewußten Groteske nicht lange auf sich warten: Sie steckt bereits in jedem Winkel der nach der Maßgabe gehaltvoller Unterhaltung eingerichteten Wohnzimmerbühnen der Wohlfühlbürger und wartet darauf, ihnen ins Gesicht zu springen.

Versetzung
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.11.2017, Deutsches Theater, Berlin

Ronald ist ein Lehrer, wie man ihn sich wünscht: authentische Respektsperson und bewunderter Kumpeltyp in einem. Und auch privat scheint alles zu stimmen, Ehefrau Kathleen ist schwanger. Aber Ronald trägt ein Geheimnis in sich. Eine Krankheit, die seine Vergangenheit bestimmt hat und seine Zukunft bedroht. Ein Beben kündigt sich an und dessen Erschütterungen versetzen Ronald urplötzlich vor das Nichts.