»Diese Seelen« erzählt Geschichten aus der neoliberalen Wirklichkeit. Der realitätsferne Soziologe Robert rutscht in die Arbeitslosigkeit. Seine Ex-Freundin, die TV-Journalistin Tess, scheitert an ihrer Skrupellosigkeit. Jürgen, ein Junge aus dem Kölner Kleinbürgertum, träumt von der großen Karriere als Tänzer in der Show von Tess, versagt aber auf ganzer Linie. Seine Schwester Mika, Arbeitsvermittlerin, sucht ordentliche Verhältnisse und stürzt in die Katastrophe...
»Enno Stahls soziologisch angehauchter Realismus erinnert entfernt an den frühen Houellebecq, unter Abzug von dessen intellektuellem Zynismus. (...) Stahls kritisches Gesellschaftspanorama reicht historisch von Atari-Spielen über Techno, BigBrother bis zu Hartz IV. Diesen Zeitgeist-Begriffen haucht er unterhaltsames Leben ein. Seine schnörkellose Prosa ist sensibel Milieuslangs abgelauscht, die Dramaturgie stimmig, sozusagen kinotauglich.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)