KontaktImpressum
theater und medien
Theater, Performance
Zitate

»Bei Nikitin wird die Ästhetik der Laien, Experten, Komplizen oder auch der Profis noch einmal weitergedacht. Kaum eine Regiegruppe, die den Status dessen, wovon sie erzählen und berichten lässt, den Status des Dokuments also, so sehr in Frage stellt wie Nikitin.« (taz)

Person

Boris Nikitin, 1979 in Basel geboren, ist Theaterautor und -regisseur, Bühnenbildner, Installationskünstler und Leiter des Basler Festivals „It’s the real thing - Basler Dokumentartage“. Nikitin hat Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen studiert und erarbeitet Projekte in der freien Szene, für Festivals und im Stadttheater. Nikitins Arbeiten spielen mit den Grenzen zwischen Performance und Theater, Illusion und Dokumentarischem, offensivem Dilettantismus und schauspielerischer Virtuosität. So erzählten z.B. in dem pseudo-dokumentarischen Opernprojekt „Sänger ohne Schatten“ (Ruhrtriennale 2014) gestandene OpernsängerInnen (ua. internationale Stars wie der Tenor Christoph Homberger oder die Sopranistin Karan Armstrong) über ihren Beruf und sangen Auszüge aus ihren Rollen.

Nikitins Projekte haben oftmals den Charakter von gefakten Ready-Mades. Nicht selten ist die Rahmung verschwommen und verschoben. So inszenierte er eine Messe in einer Mormonen-Kirche („how to win friends & influence people“, Theater Freiburg, 2013) oder setzte das Intendantenvorsprechen der Otto-Falkenberg-Schauspielschule München ins Programm der Münchner Kammerspiele („Das Vorsprechen“, Münchner Kammerspiele 15/16). Für die internationale Ausstellung „insert14“ am Indira Gandhi National Centre for the Arts in Delhi entwickelte er zusammen mit der indischen Künstlerin Zuleikha Chaudhari die Casting-Installation „Also the real thing“, in der sich SchauspielerInnen auf Jobsuche in einer einwöchigen Durationalperformance im Loop vorstellten.

Nikitins künstlerische Auseinandersetzung mit der Darstellung und Konstruktion von Wirklichkeit und Identität führte 2013 zur ersten Ausgabe des Festivals „It’s the real thing - Basler Dokumentartage“. Die kommende Ausgabe folgt im April 2017. Das letzte Stück geschrieben und inszeniert von Boris Nikitin, „Martin Luther Propagandastück“, wurde im März 2016 im HAU im Rahmen des Festivals „Heiner Müller!" uraufgeführt und zum Festival „Impulse“ eingeladen. In der Spielzeit 2016/17 gastiert die Produktion u.a. am Thalia Theater Hamburg.

ZEIGENWebsite Boris Nikitin

Mehr Informationen zu den Arbeiten und laufenden Gastspielen von Boris Nikitin finden Sie hier

Werke
Hamlet

Kaserne Basel, 2016

Das Vorsprechen

Münchner Kammerspiele, 2015

Sonnett 20

Gessnerallee, Zürich, 2015

Sänger ohne Schatten

Ruhr-Triennale, 2014

ZEIGENSei nicht du selbst

Eine Produktion von Boris Nikitin Koproduktion mit dem Steirischen Herbst/Schauspielhaus Graz Kaserne Basel, Ringlokschuppen Mülheim a. d. Ruhr, 2013

ZEIGENHow to win friends & influence people

Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage / Theater Freiburg, 2013

ZEIGENBartleby/Sicherheit ist nur ein Gefühl

Uraufführung,

10.5.2012, Schauspielhaus Graz

ZEIGENDas Grundgesetz

Uraufführung,

20.10.2011, Hebbel-am-Ufer, Berlin

ZEIGENDiese Kinder sind in Ordnung

Theater Freiburg (2011)

ZEIGENUniversal Export

Eine Produktion von Boris Nikitin in Koproduktion mit der Kaserne Basel, Theater Hebbel am Ufer Berlin, FFT Düsseldorf, Schlachthaus Bern, Suedpol Luzern und PRAIRIE/Migros Kulturprozent (2011)

ZEIGENDer Fall Dorfrichter Adam

Schauspielhaus Graz (2010)

ZEIGENImitation of Life / Boris Nikitin / Beatrice Fleischlin / Malte Scholz

Koproduktion der Kaserne Basel und HAU Berlin (2009)

 

Talking Car

Installation zur Spielzeiteröffnung der Kaserne Basel, 2008.

ZEIGENF wie Fälschung / Orson Welles / Boris Nikitin / Malte Scholz

Diplominszenierung Gießen (2008)

ZEIGENWoyzeck

Institut für Angewandte Theaterwissenschaften, Universität Gießen (2007)

Welcome to Pleasure Island

Teatro due Parma, Teatro Stabile Turin, Mousonturm Frankfurt, 2006.

Neverland

A discussionperformance. Parnassos Utrecht, Festival »Wunder der Prärie«, 2006.

Future 2

(Stück, Schauspielhaus Bochum, 2005). Zusammen mit Jan Philipp Gloger.

Alain Delon

(Stück) Probebühne Angewandte Theaterwissenschaften Gießen, 2004. Zusammen mit Marcel Schwald.

Afanassijs Fahrten

(Stück) Probebühne Angewandte Theaterwissenschaft Gießen, 2003. Zusammen mit Jan Philipp Gloger. 

The fucking beginning of audio slavery

(Performance) Festival der Jungen Talente Offenbach, 2003.