KontaktImpressum
theater und medien
Theater, UA: 12.3.2011, Staatstheater Mainz / Kinder- und Jugendtheater Speyer
Bild1 Bild2 Bild3 Bild4 Bild5 Bild6 Bild7 Bild8
Synopsis

Liz ist das kleinste von vier Geschwistern, die ihre Kindheit miteinander verbringen. Spielen, ein altes Haus entdecken, Pfannkuchen backen, einen Wohnwagen haben, in dem die Waschbecken den Erwachsenen an die Knie reichen. Irgendwann sind die Betten und Waschbecken zu klein, die Kinder sind herausgewachsen. Und Liz, die Kleinste, tobt, daß sie nicht groß werden will. Sie wird immer 15 bleiben. Oder nicht?

Was passiert an diesem Tag am See? Liz ist alleine dort hingegangen, wollte eislaufen und hat einem Jungen das Leben gerettet. Dieser Junge wird sich später eine Kugel in den Kopf schießen. Er bringt sich um: »Das Leben ist schön«, schreibt er zum Schluß, »aber die Welt ist schlecht«. Liz verinnerlicht den Satz und zieht ihre Schlüsse. Sie nimmt ihrer Schwester Ruby zwar nicht den Freund weg, so wie Ruby das fürchtet. Aber sie nimmt alle anderen Jungen.

Als Liz noch kleiner ist, da spielt sie in der Schule »Pünktchen und Anton«. Sie ist das Pünktchen, Bruder Vinc ihr Anton. Liz ist wunderschön, sie strahlt, scheint leicht wie Papier. Später wird die Mutter sagen: »Es hätte der Himmel werden sollen, aber es ist die Hölle geworden.« Der Vater hat die Familie verlassen, und keiner hat es richtig gemerkt. Liz nimmt Drogen, klaut, braucht Geld, verschwindet nächtelang, da hilft kein Hausarrest mehr. »Was ist mit dir?« fragt Vinc. »Nichts«, sagt Liz, »ich bin nur jung, das ist alles.«

ALS WÄRE ICH PAPIER ist ein Jugendstück um ein Mädchen, das Grenzen sucht. Drogen nimmt und den Rausch liebt. »Sie haben keine Ahnung, was es heißt, jung zu sein«, sagt Liz. Daniela Dröscher skizziert mit poetischer Sprache ein schnelles, starkes Jugendstück, dessen Protagonistin ihr gesamtes Umfeld in Atem hält. Liz will, daß die Dinge für immer sind. Und sie hat die trotzige Kraft, sich dem Erwachsenwerden zu entziehen. Oder nicht?

ZEIGENDaniela Dröscher
Daniela Dröscher lebt in Berlin, schreibt Prosa, Essays und Theaterstücke. Sie belegte den Studiengang Szenisches Schreiben bei UniT Graz und war 2008 Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa des LCB. Im August 2009 erschien ihr erster Roman »Die Lichter des George Psalmanazar« (Berlin Verlag). Im Herbst 2010 folgte der Erzählband »Gloria«, für den die Autorin den Bayern2-»Wortspiele«-Preis 2011 erhielt. Im Herbst 2012 erschien POLA, ihr zweiter Roman. Im Herbst 2013 wurde ihre Komödie EHELEUTE UND EHELOSE am Theater Koblenz uraufgeführt. Mit PARSIFAL und WER AUS MIR TRINKT, WIRD EIN REH folgten Libretti an der Schnittstelle zur Oper. Daniela Dröscher arbeitet an einem neuen Roman.
Neuigkeiten
ZEIGENAufführungen in Speyer und Frankfurt

Mit ihrem ersten Jugendstück ALS WÄRE ICH PAPIER hat Daniela Dröscher sogleich den Autorenwettbewerb "Wortschatz Rheinland-Pfalz gewonnen. Das Stück beurteilte die Jury wie folgt: »Mit ihrem Stück hebt sich Daniela Dröscher von den Sehgewohnheiten im Jugendtheater überraschend hervor«. Teil des Preises war die Inszenierung des Stückes am Kinder- und Jugendtheater Speyer. Es folgte eine Nachspielproduktion am Theaterhaus Frankfurt. Im September 2013 wird das Stück im italienischen Brixen inszeniert (Rotierendes Theater, Brixen).

 

Presse
Aufführungen

Aufführung

Kinder- und Jugendtheater Speyer, 2011

Aufführung

Theaterhaus Frankfurt/M., 2012

Aufführung

Rotierendes Theater, Brixen (I), 2013