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theater und medien
Theater, UA: 5.3.2011, Staatstheater Hannover, Regie: Hans-Werner Kroesinger
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Synopsis

Wieso haben die meisten Menschen nicht genug zu essen? Wieso können wir zum Mond fliegen, sind aber unfähig, Lebensmittel gerecht zu verteilen? Wieso verschlingen Agrarsubventionen über 40 Prozent des Gesamthaushalts der EU? Und warum werden sie dafür benutzt, Geflügelteile nach Afrika zu exportieren? Warum soll man keinen Victoriabarsch essen? Warum haben 50 Jahre Entwicklungshilfe die Lage nur noch verschlimmert? Hat die Überfischung der afrikanischen Küsten zur modernen Piraterie geführt? Warum kaufen deutsche Lebensmittelfirmen ganze Landstriche in Afrika auf? Und warum wird Getreide zu Biosprit verarbeitet, wenn man zur Erzeugung von nur einem Liter mehr als 4000 Liter Wasser aufwenden muss? Entstehen Hungersnöte aus Mangel an Lebensmitteln oder durch ihre planvoll gesteuerte Fehlverteilung? Organisieren wir den Hunger zu unseren Gunsten? Wie entstand eigentlich die Dritte Welt und die Erste, ihr Elend und unser Wohlstand? Unternehmen Hunger – ein Projekt mit Zukunft!

In einer Faktenrecherche nähert sich Hans-Werner Kroesinger der Misslage der Ernährungsungerechtigkeit und ihrer historischen Entwicklung. Bereits seit 1993 realisiert er Projekte dokumentarischen Theaters, unter anderem am ZKM Karlsruhe, für die documenta X in Kassel, am Hebbel am Ufer, am Theater Freiburg und am Theater an der Parkaue. Dabei liegen seinen Arbeiten immer umfangreiche Recherchen zugrunde, aus denen er anschließend mit den Schauspielern ein sinnlich erfahrbares Lehrtheater entwickelt.

Auszug
ZEIGENHans-Werner Kroesinger
Hans-Werner Kroesinger gilt als einer der wesentlichsten Vertreter des dokumentarischen Theaters im deutschsprachigen Raum. Unter anderem war er künstlerischer Mitarbeiter an Heiner Müllers »Hamlet/Hamletmaschine«. Kroesinger zeigte seine Arbeiten, die sich thematisch mit globalen Kriegen, Rüstungsgeschäften, der deutschen NS-Vergangenheit beschäftigten, in den vergangenen Jahren am Berliner Hebbel am Ufer. Der Künstler arbeitet aber auch an Stadt- und Staatstheatern, z.B. am Staatstheater Hannover, am Theater Bonn und am Staatstheater Karlsruhe.
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Uraufführung

5.3.2011

Staatstheater Hannover