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theater und medien
Theaterperformance, UA: 4.3.2011, Theater Heidelberg, Regie: Nis-Momme Stockmann
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Synopsis

»Es ist eine Welt, die nur mit einem Bein in der Wirklichkeit steht«, beschreibt Stockmann die Atmosphäre seines Stückes. An einem phantastischen Ort am Meer herrscht Endzeitstimmung. Die Worte haben ihre Bedeutung, die Menschen ihren Sinn verloren. Zauberer Dariusz, Außenseiter und Sonderling, gerät an Bord der letzten großen Expedition, deren Ziel es ist, den Untergang abzuwenden.

Auszug

Dariusz: Erzählst du mir eine Geschichte?

Mutter: Immer wollt ihr Geschichten. Warum wollt ihr immer Geschichten?

Dariusz: Ich weiß nicht …

Mutter: Das sind immer wieder dieselben Geschichten. Das müsst ihr doch merken. Und das muss euch doch irgendwann stören. (Pause) Und ihr müsst doch auch irgendwann was daraus lernen. Aus den ewig gleichen Geschichten. Oder es ist was falsch mit den Geschichten!
Oder den Worten. (Pause) Was willst du denn hören?

Dariusz: Über die Könige.

Mutter: Über die Könige …

Gut …

Die erste Generation der Könige starb so schnell wie sie lebte. Und es war gut und niemand wunderte sich oder dachte, es könne anders sein. Leben, sterben, alles das gleiche, alles voll mit Qualen und König oder Untertan hatte eher was mit der Physiognomie und der Eignung zu tun – das war sehr pragmatisch.

ZEIGENNis-Momme Stockmann
Nis-Momme Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. Für das Stück DER MANN DER DIE WELT ASS erhielt er beim Heidelberger Stückemarkt 2009 Haupt- und Publikumspreis. KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN wurde 2010 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, »Theater Heute« wählte ihn zum Nachwuchsdramatiker des Jahres. 2011 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 inszenierte Lars-Ole Walburg die Uraufführung TOD UND WIEDERAUFERSTEHUNG DER WELT MEINER ELTERN IN MIR, die zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und mehrfach nachgespielt wurde. 2016 erschien Stockmanns Debütroman DER FUCHS (nominiert für den Leipziger Buchpreis). Die Zeit nennt ihn »ein echtes Sprachgenie«.
Neuigkeiten
Presse
Rhein-Neckar-Zeitung

»Das heillose Durcheinander entwickelt eine sprachmusikalische Kraft« (...) Der Text bekommt eine meditative Sogwirkung. (...) Mal wirkt die Performance wie eine Sprechoper, mal wie ein absurdes Oratorium. Wer ein Faible für den Dadaismus hat, wird an dem Spektakel seine Freude haben.«

(Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung)

Aufführungen

Uraufführung

04.02.2011

Theater Heidelberg