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theater und medien
Performance
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Synopsis

Anja Meser und Beatrice Fleischlin machten sich auf den Weg, die Codes zu knacken, mittels derer der Mann sich im Alltag darstellt. COME ON BABY hätte ein Stück über die Inszenierung von Männlichkeit werden können. Es ist ein Bühnenflirt geworden - ein Abend über Identität und Behauptung. COME ON BABY, das sind Anja, Beatrice, Klaus/Klaudia, Ringo und ihr lustvolles Plädoyer für ein Dasein zwischen den Kategorien. COME ON BABY meint es ernst. Aber nicht nur!

»Wir gehen von der Annahme aus, daß Männer im Alltag ständig ›Männerdarsteller‹ und Frauen dementsprechend ›Frauendarstellerinnen‹ sind. Zu Beginn unserer ›performativen Untersuchung‹ wollten wir erforschen, mit welchen kulturell kodierten Mitteln sich ein Mann als Mann, eine Frau als Frau darstellt. Vor allem aber waren wir neugierig auf die Möglichkeiten der Verfremdung, die wir durch Vermischung der jeweiligen geschlechterspezifischen Codes erzeugen können. Können wir die männlichen und weiblichen Zuschreibungen derart in ein verwirrendes Spiel versetzen, daß eine lustvoll irritierende Uneindeutigkeit entsteht? Entstanden ist COME ON BABY – so wie das Leben in seinen besten Momenten: Eine kleine Show mit Musik und Tanz und ein paar tollen handgemachten Effekten und etwas Kitsch und Verzauberung.« (Anja Meser und Beatrice Fleischlin)

ZEIGENBeatrice Fleischlin
Beatrice Fleischlin ist freischaffende Performerin und Autorin. Ihre Text- und Bühnenarbeiten verfolgen konsequent die Suche nach einer zeitgenössischen Theatersprache. Mit ihren Arbeiten bewegt sie sich auf dem Grat zwischen Realität und Fiktion und irritiert damit - auf ihre ganz direkte und intime Weise - den Wahrheitsbegriff. Neben ihren Performancearbeiten schreibt Fleischlin auch Theatertexte. In der Spielzeit 2011/12 war Beatrice Fleischlin Hausautorin am Theater Basel. Ihr aktuelles Stück mit dem Titel »einem tier gibt man den gnadenstoss« steht zur Uraufführung frei. 2016 entstand die Produktion »I just wanna fucking dance. Begegnung und Protest«, mit der sie in der Schweiz und in Deutschland tourniert.
Neuigkeiten
Presse
Tagesanzeiger

»Am Ende gipfelt das Unternehmen in einer richtig schön kitschigen Tanzshow. Aus dem Bühnenhimmel ergießt sich Goldregen auf die Köpfe des Duos sowie auf acht Freiwillige aus dem Publikum. Dazu wedeln diese, Frauen wie Männer, nach einem choreografischen Crashkurs, fröhlich mit ihren langen Abendroben, hüpfen und führen ein Hundeballett an der Leine. Fleischlin und Meser erzählen von jenen männlichen Helden, die Bomben bauen und Menschen retten. Mit Pokerface oder verlegenem Grinsen schreiten sie, typisch Mann, den Catwalk entlang. Kein Held sei ohne ein Alter Ego, mit dem er sich verbrüdern, mit dem er raufen könne. Was die Performerinnen auf offener Bühne gleich selber gnadenlos testen: Sie prügeln sich, kunstvoll abgestimmt, ganz unweiblich und doch unvergleichlich als Frauen. Dazwischen tanzen die beiden mit sich selbst und gemeinsam; spricht eine mit tiefer Stimme und trägt dabei ein schillerndes Cocktailkleid. Und was lernen wir daraus, bis zum lustvollen, leicht verrückten Höhepunkt des Abends? Daß alles mehr und anders ist - und das Männliche in der Frau ganz schön stark.«

Neues Deutschland

»Zwischen Pankow und Neukölln haben sie ›Jungs und Kerlen, Boys und Mackern‹ auf Maul und Geste geschaut und daraus eine lose Folge von Verhaltensminiaturen gebastelt. Etwa wie der Halbwüchsige der Neuzeit betont lässig geht: im Passgang, breitbeinig, mit aufgeblasenen Schultern oder vor Kraft verkrampften Armen. Daß sich mit all der Coolness die Hilflosigkeit des noch ungefundenen starken Geschlechts tarnt, machen die beiden auf amüsante Weise deutlich. Präzise bis in die Mimik sind die Beobachtungen: angewidertes Abstreifen von Fusseln, Glätten des gegelten Haars, Straffziehen der Hosen.«

 

Basellandschaftliche Zeitung

»Mischwesen werden sichtbar: die Diva mit der Männerstimme, ihr femininer Partner Ringo mit aufblasbaren Möpsen an der Leine, und schließlich Doppelwesen: beide Darstellerinnen stecken in einem Kostüm, dessen eine Hälfte ein schwarzer Anzug ist und die andere eine rote lange Abendrobe – und wenn sie miteinander tanzen, sehen wir zwei Paare oder eins, das die Identität von Mann und Frau zusammenzwingt. Das ist präzise gemacht und kommt sehr unterhaltend daher. Ist grosses Spiel. Denn (auch) mit Geschlechter-Identitäten lässt sich spielen, sehen wir; ganz leicht und fröhlich.«

Aufführungen