KontaktImpressum
theater und medien
Theaterstück, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln
Bild1 Bild2 Bild3 Bild4 Bild5 Bild6 Bild7 Bild8
Synopsis

Dienstantritt der Selbstversorger, Tag X. Die Mitarbeiter diverser Unternehmen in Deutschland erklären ihre Unabhängigkeit. Sie verschanzen sich in Geschäftsräumen und Filialen, besetzen ihre eigenen Arbeitsplätze und widmen sich uneingeschränkt dem Ziel, betriebsinterne Ressourcen nachhaltig zu erschöpfen.

Hofmann & Lindholm proben den Aufstand. Mit Hilfe fachkundiger Komplizen drehen sie das Rad im Getriebe gegen den Uhrzeigersinn und konstruieren in einem surreal anmutenden Planspiel Robinsonaden des Marktes. Sie entwickeln Bilder konkreter Utopien, in denen Menschen gegen Waren antreten, in deren Dienst sie stehen. Nach dem Motto surviving the supermarket! wird aus dem Vollen geschöpft, bis sich Tausch- und Gebrauchswerte aufzulösen scheinen und Kaufkraft an Bedeutung verliert. Aus Arbeitsplätzen werden Biosphären. Der Kunde ist tot. Es lebe der Kunde!

 

Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln

Koproduktion: PACT Zollverein, Essen, Hebbel am Ufer, Berlin, FFT, Düsseldorf, 2008

ZEIGENHofmann & Lindholm
In ihren Arbeiten untersuchen Hofmann & Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Nach Arbeiten am Schauspiel Köln und Theater Basel entstand 2011 die Preenactment-Arbeit »Archiv der zukünftigen Ereignisse«. Mit der Video-Installation SERIE DEUTSCHLAND waren sie Teil der Frankfurter Ausstellung RAY 2012 - MAKING HISTORY. 2013 wurden sie mit NEBENSCHAUPLÄTZE NR. 1: DAS 20. JAHRHUNDERT u.a. zur Impulse Theater Biennale eingeladen. Mit URAUFFÜHRUNG und RES PUBLICA folgen 2017 und 2018 weitere Arbeiten in Stuttga
Neuigkeiten
Presse
taz

»In ihren Arbeiten untersuchen Hannah Hofmann und Sven Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Als Akteure ihrer Projekte schicken sie nur Laien in die Wildbahn des Alltäglichen und lassen sie die Probe aufs subversive Exempel machen. Doch Produktionen von Hofmann & Lindholm erschöpfen sich nicht in ihrem szenischen Substrat. Ihnen gehen umfangreiche Recherchen voraus. Zudem hofft das Regieduo auf Nachwirkungen. Ihre Produktionen verstehen sie als ›Gebrauchsanweisung‹ fürs Publikum, bei der es nicht darum geht, ›die Regeln, nach denen gesellschaftliches Leben funktioniert, zu sprengen, sondern beweglich zu machen.‹ Utopie verdichtet sich im Ausprobieren von Möglichkeiten, die lebhaft zwischen subversiver Beweglichkeit und neoliberaler Flexibilität changieren

Kölner Stadtanzeiger

»Mit wunderbarer Präzision schnurrt in […] ›Faites vos jeux« der Theater-Mechanismus. Exakt getaktet sind die Texte der sechs Performer. Eine Sprech-Choreografie, bei der nur ganz selten mal ein Satz darstellerisch illustriert wird. Statt nachzuspielen, rekonstruieren die Performer den Ablauf ihrer Rebellion verbal mit der Sachlichkeit von Polizeiprotokollen - aber mit dem Lächeln des Triumphs.«

Aufführungen

Uraufführung

28.5.2008, FFT Düsseldorf

Aufführung

25.10.2008, Theater im Depot, Dortmund

Aufführung

6.-8.3.2009, HAU 3, Berlin

Aufführung

21.3.2009, PACT Zollverein, Essen

Aufführung

26.-27.3.2009, FFT JUTA, Düsseldorf