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theater und medien
Theater
Zitate

»Das ist das Erstaunliche in dieser Inszenierung von Christopher Rüping: wie hier abgrundtiefe Verzweiflung und drastischer Humor, wie die humane Botschaft der Geschichte und theatralisch-filmische Verfremdung miteinander verknüpft werden, wie große Gefühle und künstlichen Distanzierung die innere Spannung diese Aufführung ausmachen.«

(Kulturspiegel zu HIOB)

Person

Christopher Rüping, geboren 1985, assistierte zunächst am Schauspiel Hannover und begann anschließend sein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste, welches er 2011 abschloss.

Während des Studiums entstanden eigene Arbeiten, unter anderem am St. Pauli Theater (HASS), auf Kampnagel (PHILOKTET - MEIN HASS GEHÖRT MIR und JEKYLL/HYDE) und am Theater Kiel (ILLEGAL). Darüber hinaus entwickelte er freie Produktionen in Hannover (DURCH DIE RASTLOSE NACHT) und Hamburg (NACHTLIED und DRAUßEN IST ES HELL ABER IN MEINER SEELE IST NACHT), wovon einige zu verschiedenen renommierten Theaterfestivals eingeladen wurden, u.a. zum Kaltstart-Festival Hamburg, DISKURS-Festival Gießen, outnow!-Festival Bremen.

Für das Schauspiel Frankfurt entstanden seit 2011 verschiedene Arbeiten, u.a. die Roman-Adaptionen DIE ANDERE SEITE (Alfred Kubin) und DER GROßE GATSBY (F. Scott Fitzgerald). Als freier Regisseur inszeniert Rüping zudem an den Staatstheatern in Braunschweig, Hannover und Stuttgart, am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Volkstheater in München und am Theaterhaus Jena.

Mit seiner Frankfurter Inszenierung von DER GROßE GATSBY wurde Christopher Rüping zum Radikal Jung-Festival 2012 des Münchner Volkstheaters eingeladen. Über WOYZECK, seine dritte Frankfurter Regie-Arbeit, schrieb die Süddeutsche Zeitung: »Ein kleines Kunstwerk aus Ruhe, Spannung und Intensität. Rüping hat eine starke, berührende Konstellation für »Woyzeck« gefunden. Irgendwann ist die Aufführung ein Bild der Vertreibung aus dem Paradies, aus der Unschuld, aus der Kindheit, aus der Poesie. Und irgendwann ist es Mord, so sanft wie die Liebe zu Beginn.«

In der Spielzeit 2013/14 inszenierte Rüping erneut am Thalia Theater (BYE BYE HAMBURG) und am Schauspiel Frankfurt (DEKALOG). In Stuttgart (DAS FEST) und Hannover (HIOB) debütierte er im Großen Haus.

2014/15 kehrte der Regisseur nach Hamburg und Stuttgart zurück. Zudem inszenierte er am Deutschen Theater in Berlin und erstmals am Schauspielhaus Zürich.

Mit seiner 2014er-Inszenierung von DAS FEST aus Stuttgart wurde Christopher Rüping zum Berliner Theatertreffen 2015 eingeladen. In der Kritikerumfrage des Magazins »Theater Heute« wurde er - wie auch schon im vergangenen Jahr - zum Nachwuchs-Regisseur des Jahres gewählt.

Seit Beginn der Spielzeit 2015/16 ist er Haus-Regisseur an den Kammerspielen in München. 2017/18 kehrte er zudem ans Thalia Theater Hamburg und ans Deutsche Theater Berlin zurück.

Nach 2015 erhielt Christopher Rüping 2018 zum zweiten Mal eine Einladung zum Berliner Theatertreffen, diesmal mit seiner Inszenierung von Brechts »Trommeln in der Nacht« (Münchner Kammerspiele).

In der Spielzeit 2018/19 arbeitet Rüping erneut am Deutschen Theater Berlin und an den Münchner Kammerspielen. Seine 10-stündige Arbeit »Dionysos Stadt« (Premiere Oktober 2018, Münchner Kammerspiele) wurde von Kritik und Publikum euphorisch aufgenommen: »Wenn es nach zehn Stunden, in denen kaum jemand gegangen ist, weitere zehn Minuten Standing Ovations gibt, dann haben Rüping und sein Team [...] sehr viel richtig gemacht. Dionysos Stadt ist nicht nur ein Stück, das man sehen sollte, sondern sich auch gut zweimal anschauen kann« (nachtkritik).

In Berlin feiert seine Inszenierung von »In der Sache Oppenheimer« im Januar 2019 Premiere. In München erarbeitet er die Uraufführung von Alexander Schimmelbusch vieldiskutiertem Roman »Hochdeutschland«. Premiere ist im Mai 2019.

Inszenierungen
Hochdeutschland

nach dem Roman von Alexander Schimmelbusch

Münchner Kammerspiele, 2019 

In der Sache Oppenheimer

von Heinar Kipphardt

Deutsches Theater Berlin, 2019

Dionysos Stadt

Münchner Kammerspiele 2018

Panikherz

nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre

Thalia Theater Hamburg, 2018

Trommeln in der Nacht

nach Bertolt Brecht

Münchner Kammerspiele, 2017

Eingeladen zum Theatertreffen 2018

It can't happen here

Nach dem Roman von Sinclair Lewis

Deutsches Theater, Berlin, 2017

Der erste fiese Typ

nach dem Roman von Miranda July

Münchner Kammerspiele, 2017

Hamlet

von William Shakespeare

Münchner Kammerspiele, 2017

Lolita

nach Wladimir Nabokow

Staatstheater Stuttgart, 2016

Clockwork Orange

nach dem Roman von Anthony Burgess

Schauspiel Frankfurt, 2016

23 - Nichts ist so wie es scheint

nach dem Film von Hans-Christian Schmid

Staatstheater Hannover, 2016

Der Spieler

nach Fjodor M. Dostojewski

Münchner Kammerspiele, 2016

100 Sekunden (wofür leben)

von Christopher Rüping, John von Düffel und Ensemble

Deutsches Theater, Berlin, 2015

Peer Gynt

von Henrik Ibsen

Staatstheater Stuttgart, 2015

Romeo & Julia

von William Shakespeare

Deutsches Theater Berlin, 2015

Frühstück bei Tiffany

nach Truman Capote

Schauspielhaus Zürich, 2015

Die lächerliche Finsternis

von Wolfram Lotz

Deutsche Erstaufführung

Thalia Theater, Hamburg, 2014

Das Fest

nach dem Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov Staatstheater Stuttgart, 2014 Eingeladen zum Theatertreffen 2015

Hiob

nach dem Roman von Joseph Roth

Staatstheater Hannover, 2014

Dekalog

nach Krzysztof Kieslowski

Schauspiel Frankfurt, 2013

Bye Bye Hamburg

Thalia Theater Hamburg, 2013

Brandung

von Maria Milisavljevic

Ruhrfestspiele Recklinghausen, Deutsches Theater Berlin, 2013

Titus Andronikus - Brief an den Vater

nach Shakespeare, Müller und Kafka

Theaterhaus Jena, 2013

Woyzeck. Als ging die Welt in Feuer auf

nach Georg Büchner

Schauspiel Frankfurt, 2013

Das Leben ein Traum

von Pedro Calderón de la Barca

Münchner Volkstheater, 2012

Tschick

von Wolfgang Herrndorf

Thalia Theater, Hamburg 2012

von drinnen - ein moratorium in vierzehn bildern

Freie Produktion, Berlin, 2012

Freund Till, genannt Eulenspiegel

von Katrin Lange

Staatstheater Braunschweig, 2012

ZEIGENDer große Gatsby

F. Scott Fitzgerald

Schauspiel Frankfurt, 2011

ZEIGENDie andere Seite

nach dem Roman Alfred Kubin

Schauspiel Frankfurt, 2011

Illegal

von Björn Bicker

Theater Kiel, 2011

JEKYLL/HYDE

nach Robert Louis Stevenson

kampnagel Hamburg, 2011

HASS

St.-Pauli-Theater, Hamburg, 2010

draußen ist es hell aber in meiner seele ist es nacht - kein ort. nirgends

Texte von Karoline von Günderrode

Theaterakademie Hamburg, 2010

Gastspiele u.a. am Schauspiel Hannover, kaltstart, Körber Studio, UNITHEA-Festival, DISKURS-Festival

PHILOKTET - Mein Hass gehört mir

nach Heiner Müller

kampnagel, Hamburg, 2010

Haariger Affe

von Eugene O'Neill

Theaterakademie Hamburg, 2009

Afterdark

nach Haruki Murakami

Theaterakademie Hamburg, 2009

SCHUTT UND ASCHE

Shakespeare bis Disney

Zürcher Hochschule der Künste, 2009

pent#[e$il]ea - auf der suche nach dem punkt

nach Heinrich von Kleist

Theaterakedemie Hamburg, 2008

Gastspiele bei outnow!-Festival Bremen, Osterfestival Maxim Gorki-Theater, Körber Studio

Nachtlied

Eigenkomposition, Kaltstart-Festival Hamburg, 2007/2009