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theater und medien
Theaterstück, UA: 13.12.2008, Ein Auftrag des Düsseldorfer Schauspielhauses, Regie: Daniela Löffner
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Synopsis

Es ist kein gewöhnlicher Liederabend geworden, den Juliane Kann über Edith Piaf geschrieben hat: eine Prise Biographisches, ein wenig allgemein verträglicher Humor, ein ordentlicher Schuß Tragik und viele, viele Chansons – für einen solchen Abend bräuchte man wohl keine so besondere Autorin zu beauftragen. Für Juliane Kann steht vielmehr die Frage im Vordergrund, was sie eigentlich – jenseits des allgemeinen populären Halbwissens – wirklich an der Piaf interessiert. Ob sie überhaupt etwas an ihr interessiert. 

Ein Abend über eine derart prominente Figur des Zeitgeschehens wie Edith Piaf kann natürlich nur entstehen, wenn man die Unmöglichkeit eines solchen Unterfangens von Anfang an mit einbezieht. Theater sollte mehr leisten als eine Best Of-CD oder eine x-beliebige Biographie und es sollte eine andere Art der Auseinandersetzung anbieten als die einschlägigen Hollywoodverfilmungen oder Stadttheaterliederabende. 

Juliane Kann setzt an verschiedenen Punkten und von vielen Perspektiven aus an, um den Mythos Piaf auch für ihre ganz eigene Gegenwart als Autorin greifbar zu machen. Weil kaum eine junge Autorin so schutzlos, direkt und emotional schreibt wie Juliane Kann, entsteht dabei ein kongenialer Text.

Auszug

»Haben sie einem Penner schon mal mehr als ein paar Cent geben? Sogar mehr als einen Euro? Und haben sies bereut oder nicht? Haben sies bereut oder haben sies nicht bereut daß sie sich plötzlich keinen Coffeee to go mehr leisten konnten oder haben sies nicht bereut weil sie dachten: dem geht’s schlechter als mir.«

ZEIGENJuliane Kann
Juliane Kann ist Autorin und Regisseurin. Ihre Stücke wurden vielfach gespielt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Ihre Bühnenadaption des Romans NO UND ICH von Delphine de Vigan inszenierte Kann, die 2013 den Studiengang Regie an der Ernst-Busch-Hochschule abschloß, bereits selbst. Weitere Regie-Arbeiten u.a. in Mainz, Düsseldorf, Darmstadt und Göttingen folgten. 2015 wurde sie mit ihrer Inszenierung »Prinz Friedrich von Homburg« zum Festival »radikal jung« eingeladen. Nach Arbeiten in Oberhausen, Braunschweig und Erlangen inszeniert Kann regelmäßig an den Staatstheatern in Karlsruhe - und erstmalig - in Dresden.
Neuigkeiten
Presse
Westfälisches Volksblatt

»Theater kann grandios sein. Anne Bontemps ist grandios als Edith Piaf in »Piaf. Keine Tränen«. Standing Ovation, das Publikum wollte Anne Bontemps nach 220 Minuten gar nicht von der Bühne lassen. Juliane Kanns Stück PIAF. KEINE TRÄNEN ist nicht das wohlgemeinte Abspulen eines Best-Ofs, sondern der Versuch sich einem Mythos zu nähern, der - wie alle Mythen - nicht zu greifen ist.«

Neue Westfälische

»Wie lässt sich das überdimensionale Thema Piaf bloß in einen Theaterabend fassen? Das Theater Paderborn wagte es mir der Premiere »Piaf. Keine Tränen« von Juliane Kann und landete beim Publikum einen derartigen Treffer, dass das Highlight selbst nach zwei hochkarätigen Gesangszugaben noch mit Applaus bedacht wurde. Es gibt sie wieder, die Sternstunde am Paderborner Theater. Wo alles stimmt: Das Stück: es ist ein unsentimentaler Versuch, den Mythos Piaf auf den Menschen Edith herunter zu brechen, ohne den Mythos dabei zu verraten.«

Aufführungen

Uraufführung

13.12.2008

Düsseldorfer Schauspielhaus

Aufführung

14.12.14

Westfälische Kammerspiele, Paderborn