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theater und medien
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Synopsis

Bereits 2020 will die chinesische Regierung ein landesweites Scoring-System in Betrieb nehmen, das das Verhalten jedes Bürgers elektronisch erfaßt, analysiert und bewertet. Jede/r in China soll dann mit einem Punktestand durchs Leben gehen, der seine/ihre Reputation spiegelt und der permanent aktualisiert werden soll. Der Mensch kann Punkte und damit Privilegien gewinnen, aber auch verlieren – je nachdem, was man online oder offline so tut. Die Vision: die Schaffung eines elektronischen Gedächtnisses, mit dessen Hilfe die Bürger dazu erzogen werden sollen, bessere Menschen zu sein.

Technologisches Gedächtnis, menschliches Gedächtnis und ein Autounfall in Brüssel, der die Zeit auf den Kopf stellt: Dr. Gerd Stein, Leiter des renommierten »Instituts für Digitalität und Gedächtnis«, wird auf einer Brüsseler Straße von einem Auto zerquetscht, kurz nachdem er im Europaparlament öffentlich vor der chinesischen Super-SCHUFA gewarnt hat. Wer saß hinterm Lenkrad? Stein begibt sich auf Spurensuche rückwärts durch die Zeit. Knapp zwei Monate zuvor hatte seine Frau, die berühmte Gedächtnis-Forscherin Johanna Kleinert, mit der natürlichen Fehleranfälligkeit des menschlichen Gedächtnisses experimentiert: Im Rahmen einer epochalen False-Memory-Studie hackte Kleinert das Gedächtnis ihres Probanden Sebastian Grünfeld – und zwar so, daß dieser sich nun hochpräzise an ein Erlebnis erinnerte, welches es nie gegeben hatte. Und dann ist da noch Steins Schwester Charlotte – eine von nur 57 weltweit bekannten Menschen, die schwer vergessen können …

Das menschliche Gehirn ist die komplexeste Struktur im uns bekannten Universum. Doch wie gut und sicher kann es Erinnerungen abspeichern – und was bedeutet das für unser Gefühl von Identität und unsere Definition vom Menschsein? Und wie treffen die Fehleranfälligkeit der menschlichen Erinnerung und die ungeahnten Möglichkeiten von elektronischen Gedächtnissen aufeinander? Wird es bald eine Zeit geben, in der der Satz »Irren ist menschlich« nicht mehr gilt?

Nach DIE SCHWARZE FLOTTE schreibt Anne-Kathrin Schulz mit MEMORY ALPHA ein weiteres Stück für das Theater Dortmund.

Anne-Kathrin Schulz
Anne-Kathrin Schulz besuchte die Berliner Journalistenschule und die UdK Berlin (Szenisches Schreiben). Von 1998 bis 2000 war sie als Dramaturgieassistentin am Schauspielhaus Bochum in der Intendanz von Leander Haussmann engagiert. 2001 wurde ihr Theaterstück »Unter Land« am Jungen Theater Göttingen uraufgeführt, 2003 »Silly Songs« (Förderpreis der Freunde des Deutschen Schauspielhauses,2002) am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 2003 entstand nach ihrer Kurzgeschichte »Bericht vom Rand der Festung« der Kurzfilm »Nobody Kers« (Regie: Philipp Reuter, Ruhrgebietspreis 2003). Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Assistentin der Künstlerischen Leitung und Dramaturgin am Deutschen Theater Berlin, 2009 als Gastdramaturgin am Theater Aachen. Seit Sommer 2010 ist sie Autorin und Dramaturgin am Schauspiel Dortmund. 2012 übersetzte sie mit Jennifer Whigham »The Agony and the Ecstacy of Steve Jobs« von Mike Daisey ins Deutsche, 2015 schrieb sie mit Kay Voges und Alexander Kerlin »Die Show«.
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Uraufführung:

6.4.2018,

Theater Dortmund