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theater und medien
Theaterstück und Hörspiel, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln, 2006
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Synopsis

GESCHICHTE DES PUBLIKUMS handelt von mutwilligen Zaungästen, von originären Kopisten, von Entdeckern und Mitwissern öffentlicher Geheimnisse und solchen, die ihre Handlungsspielräume aus den Aktivitäten der anderen schöpfen. Roland Görschen präpariert. Marcus Zilz übt sich in vorauseilendem Gehorsam. Uta Wallstab setzt um. David Prosenc zieht sich zurück – ins öffentliche Leben. Sein linkes Bein ist zwei Zentimeter kürzer als das andere und er weiß, was er tut. 

Erst die Betrachtung macht eine Situation zur Szene. Voyeure sind heimliche Komplizen und Trittbrettfahrer in Geschichten, die nur selten die ihren sind. In GESCHICHTE DES PUBLIKUMS kommen die diskreten Aneignungsstrategien einer aktiven Zuschauerschaft zur Sprache. Mit einer Gruppe von Beobachtern und Zeitzeugen bezieht das Regieteam Stellung im toten Winkel, um Öffentlichkeit zu privatisieren und die jeweils eigenen Anteile an Waren, Gütern, Dienstleistungen, Meinungen, Situationen, Ereignissen und Geschichte einzufordern.

 

Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln

Koproduktion: FFT Düsseldorf und Theater Hebbel am Ufer, Berlin 


Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück.

Produktion: Deutschland Radio Kultur 2008. 

ZEIGENHofmann & Lindholm
In ihren Arbeiten untersuchen Hofmann & Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Nach Arbeiten am Schauspiel Köln und Theater Basel entstand 2011 die Preenactment-Arbeit »Archiv der zukünftigen Ereignisse«. Mit der Video-Installation SERIE DEUTSCHLAND waren sie Teil der Frankfurter Ausstellung RAY 2012 - MAKING HISTORY. 2013 wurden sie mit NEBENSCHAUPLÄTZE NR. 1: DAS 20. JAHRHUNDERT u.a. zur Impulse Theater Biennale eingeladen. Mit URAUFFÜHRUNG und RES PUBLICA folgen 2017 und 2018 weitere Arbeiten in Stuttga
Neuigkeiten
Presse
Westdeutsche Zeitung

»Das neue Stück des Kölner Regieduos Hofmann & Lindholm spürt dem prekären Verhältnis von Wirklichkeit und Kopie sowie von Öffentlichkeit und Privatem nach. Ein gedanklich anregendes Experiment. Drei Männer und eine Frau erzählen vom 1784 erfolgten Nachweis des Mesmerismus, der vor allem zeigte, wie sehr die Erwartungshaltung des Publikums Forschungsergebnisse beeinflussen kann. Damit ist der Rahmen für Uta Wallstabs Bericht von ihrer Expedition in den Stadtraum gesetzt, bei der sie an einer Verkehrsinsel die Bepflanzung komplett ersetzt hat. Roland Görschen hat sich ein Buch in der Unibibliothek ausgeliehen, alle Gebrauchsspuren bis zum Barcode in sein privates Exemplar kopiert und dieses nun als vermeintliches Original in den Leihverkehr eingespeist. Die entscheidende Erkenntnis: daß Öffentlichkeit und ihre Ordnung von ihrer Ungenauigkeit, vom Zufall und ihrer Übertretung lebt.«

Aufführungen

Uraufführung

FFT, Düsseldorf

Hebbel am Ufer, Berlin