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theater und medien
A. ist eine Andere
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.3.2001, Städt. Bühnen Chemnitz

A. hat sich verbrannt. Auf offenem Feld, direkt neben ihrem Wagen. Die Situation ist so unfaßbar, daß sie weder Schock noch Betäubung zuläßt. Vier Menschen - ihr Vater, ihr Mann, ein Freund und die befreundete Pathologin - leben sich in einen Alltag nach dem Tod, erinnern sich an sie. Das Autorenteam Andreas Sauter und Bernhard Studlar erhielt für dieses Stück den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik.

Das Abhandenkommen der Staaten
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.10.2010, Schauspiel Leipzig

Wann verschwindet schon mal ein Staat? Oft! Die große Staatenauflösung ist zwanzig Jahre her. Gegenwärtig werden Staaten aus ganz anderen Gründen zu anachronistischen Gebilden. Und in Zukunft? Der Kampf um das Morgen ist längst entbrannt und mit ihm der Kampf darum, wie das Heute zu deuten ist. Ein Bühnentext, der versucht, für eine Generation zu sprechen; eine Generation, die durch den Zerfall der Systeme geprägt wurde und die jetzt nicht bereit ist, nun auch noch den unsystematischen Zerfall einfach hinzunehmen.

Die Ängstlichen und die Brutalen
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.11.2010, Schauspiel Frankfurt

Zwei Brüder stehen in der väterlichen Wohnung. Vor ihnen, in einem Sessel, liegt der tote Vater. Was tun? Jemanden rufen? Diesen Anblick kann man wirklich niemandem zumuten, am wenigsten dem toten Vater selbst. Also erstmal für Ordnung sorgen. Aber wo anfangen? Stockmann schreibt über die wohl extremste Erfahrung, die Söhne mit ihren Vätern machen können.

Alibis
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2004, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

Wie konstruiert man ein perfektes Alibi? Wie kann man sich ein Zeitfenster schaffen, das sich dem Zugriff durch das gesellschaftliche Protokoll entzieht - ein Fenster ins Leere? Wie wird man sich fremd?

Alice - Expedition ins Wunderland
Autor(en) Kay Voges
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.11.2008, Schloßtheater Moers

Kay Voges' Neufassung von Carrolls modernem Klassiker beschäftigt sich mit dem Verlust des Maßes aller Dinge entlang einer Dramaturgie des Traums. Der totale Wahnsinn auf der anderen Seite des Erdlochs wird zum Ausgangspunkt des Infragestellens unseres Seins.

Allergie
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.10.2008, Theaterhaus Jena

Kaum merklich dreht Charlotte Roos an den Schrauben des Dramas und erschafft ein beängstigendes und verstörendes Psychogramm zweier junger Frauen im Kampf mit der Welt und sich selbst.

Alles in Ordnung
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.6.2010, Theater Rampe, Stuttgart

Der Tag, der ihr Leben verändern könnte, beginnt am frühen Morgen auf einer Brücke. Susa steht auf der Brüstung, bereit zum Sprung, mit dem sie sich selbst den Mut zum Neuanfang beweisen will.

Als wäre ich Papier
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.3.2011, Staatstheater Mainz / Kinder- und Jugendtheater Speyer

Was passiert an diesem Tag am See? Liz hat einem Jungen das Leben gerettet. Das verändert alles, vor allem Liz. ALS WÄRE ICH PAPIER ist ein Jugendstück um ein Mädchen, das Grenzen sucht. Drogen nimmt und den Rausch liebt. »Sie haben keine Ahnung, was es heißt, jung zu sein«, sagt Liz. Daniela Dröscher skizziert mit poetischer Sprache ein starkes Jugendstück, dessen Protagonistin ihr gesamtes Umfeld in Atem hält.

An kalten Tagen bitte Türen schließen
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 4.2.2011, Theater Magdeburg

There's no place like home - ist das eigentlich ein Versprechen oder eine Drohung? Welche Erinnerungen werden freigesetzt, wenn wir an die Orte unserer Kindheit oder Jugend zurückkehren? Und kehren wir überhaupt dorthin zurück, vielleicht sogar regelmäßig an Weihnachten? Oder machen wir seit Jahren einen großen Bogen um sie? Mit Fragen dieser Art beschäftigt sich das Rechercheprojekt HEIMKOMMEN in der Abwanderungsstadt Magdeburg.

Auf verlorenen Posten
Autor(en) Chloë Cremer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.9.2012, Schauspielhaus Wuppertal

Cremers Stück beschreibt die Strukturen, die heute ganze Regionen im Würgegriff von Vetternwirschaft, Missmanagement und Klüngelei veröden lassen. Oberbürgermeister Klaassen bringt sich zur Wiederwahl in Stellung - mit einem prestigeträchtigen Großprojekt. Ein denkmalgeschützes Areal soll zur VIP-Klinik umgeklüngelt werden. Das ruft nicht nur die Opposition auf den Plan, sondern auch ein Rudel von Alt-Sozialisten, das auf dem Areal sein kommunenhaftes Dasein fristet.

Die Aufgeregtheit der Schwalbe
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Ein Dorf an Spaniens Südküste. Afrika ist nah. Isabel hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren. Rincon, örtlicher Gemüsegroßhändler mit Vermögen und Einfluß, stellt Isabel nach und wird nicht müde, ihr Anträge zu machen. Irgendwann sitzt ein Afrikaner am Strand und läßt sich nicht vertreiben, so, wie man es üblicherweise mit Fremden tut. Ein mediterranes Melodram. Ein Theaterlibretto der großen Leidenschaften und unbedingten Gefühle. Kaurismäki goes Flamenco.

Aus euren Blicken bau ich mir ein Haus
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.3.2013, Schauspielhaus Wuppertal

Birger und Kevin sind dem nervenaufreibenden Großstadtleben entflohen und haben sich in einem Neubaugebiet am urbanen Speckgürtel niedergelassen. Doch offensichtlich steckt die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft in der Krise; Hauptbeschäftigung ist das mißmutige Beobachten neuer Zuzügler. Zu den Beargwöhnten gehört auch Dorte, eine psychische Grenzgängerin, die sich nebenan ein Haus baut. Doch schon bald kommen sich Kevin und Dorte näher; so nah, daß Dorte von dem gemeinsamen Kinderwunsch des Paares erfährt. Und vor der Frage steht, ob sie nicht auch ein Kind möchte und als Mutter Teil einer Dreierbeziehung sein will.

Bartleby/Sicherheit ist nur ein Gefühl
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 10.5.2012, Schauspiel Graz

„Ich möchte lieber nicht“, sagt Bartleby der Schreiber aus Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung, wenn er zu Tätigkeiten aufgefordert wird. Zunächst fällt er noch durch stillen schweigsamen Fleiß und höfliche Zurückhaltung auf, beginnt dann, kompromißlos seiner innersten Überzeugung folgend, sich weder für noch gegen einen angebotenen Lebensentwurf zu entscheiden. Regisseur Boris Nikitin kehrt mit seinem zweiten Grazer Projekt auf der Probebühne zurück, diesmal arbeitet er zum Thema Freiheit und Sicherheit.

Basler Unruhen
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.5.2010, Theater Basel

Es werden Unruheszenarien gestiftet, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausschreitungen, Tumulte, Plünderungen und Straßenschlachten inszeniert und mit Hilfe von Augenzeugen dokumentiert. Der Erzählung im öffentlichen Raum folgt ein emotional kalkulierter Theaterabend um das Wohl und Wehe einer Stadt.

Beirut Report
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.11.2007, Hebbel am Ufer, Berlin

Auf der Grenze zwischen Dokument und Fiktion geht Hans-Werner Kroesinger zwei Reisenden und ihrer allmählichen Veränderung nach. Der eine ist Reporter, der in den 70er Jahren im Auftrag einer deutschen Illustrierten nach Beirut kommt, der andere ein UN-Sonderermittler im Jahre 2005.

Birds
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.10.2009, Städt. Bühnen Osnabrück

Ein Frühlingserwachen aus der gnadenlosen Gegenwart. Juliane Kann schreibt über die ungeschützte Zeit der großen Gefühle und Verletzungen mit einer selten gesehenen Intensität und Direktheit. BIRDS konfrontiert vier junge Menschen mit den Wunden des Erwachsenwerdens und der Gnadenlosigkeit des Schicksals, daß einem der Atem stehen bleibt.

Black Tie
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.12.2008, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum von BLACK TIE von Helgard Haug und Daniel Wetzel steht mit Miriam Yung Min Stein eine junge Frau koreanischer Herkunft, die von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Nach drei Stücken, die große Texte zum Gegenstand hatten – Schillers »Wallenstein«, den Ersten Band von Marx’ »Kapital« und den »Breaking News« der Abendnachrichten – gilt das Interesse von Haug/Wetzel nun dem mikroskopischen Blick auf die Schriftsätze eines Lebens.

Das blaue, blaue Meer
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.1.2010, Schauspiel Frankfurt

Ein Stück über das Meer, die Sterne, den Plattenbau, den Tod. Ein Stück darüber, wie Armut und Verzweiflung an die Grenze der Wahrnehmungsperipherie der Deutschen gerückt wird und warum die Hoffnung es für einige Menschen nur noch schlimmer macht. Ein sehnsüchtiges Stück voll von poetischer Kraft, verstörend, berauschend und auch irgendwie hochkomisch.

Bleib mein schlagendes Herz
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.3.2010, Schauspiel Frankfurt

Juliane Kann schreibt einen Reigen für die jungen verwirrten Großstädter zwischen Zwanzig und Dreißig. Eine Welt der großen Möglichkeiten ist gleichmals eine Welt der ewigen Adoleszenz. Was also machen mit dem Leben, mit dem Rest des Lebens, wenn es eigentlich irgendwie immer noch nicht so recht angefangen hat. Wenn die Suche nach dem eigenen ICH einen überfordert, kann man vielleicht erstmal nach einem einem Gegenüber suchen – in der Hoffnung, daß das vielleicht schon reicht.

Bondage
werkfoto
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Oktober 2001, TiF, Dresden

Was passiert, wenn ein britischer Geheimagent die Kontrolle über seine Mission verliert? Wenn sich der Schurke weigert, den gängigen Vorstellungen von Gut und Böse zu entsprechen? Wenn das Bondgirl plötzlich Schönheit und Verstand aufweist? Wie verhält sich ein Agent, wenn sein Weltbild auf den Kopf gestellt wird? Was tut man, wenn sich die Grundlagen der eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen, die schon längst überholt sind?

Bouncing in Bavaria
werkfoto
Autor(en) Auftrag : Lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 23.8.2012, Schauspiel Frankfurt

In ihrem neuen Projekt, das die beiden zusammen mit den Ensemblemitgliedern Traute Hoess und Felix von Manteuffel entwickeln, geht es um kollektive und persönliche Erinnerung, um Erlebtes, Erfundenes und den vagen Raum, der dazwischen liegt. Um Momente, die dem Leben eine unerwartete Wendung geben, um Augenblicke des Kontrollverlusts und des Glücks, um kleine Begebenheiten, die manchmal genügen, plötzlich die Welt ganz anders zu begreifen als zuvor, um die eigene Vergänglichkeit, das Vergessen und das Verschwinden.

Cabinet
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 29.10.2010

Deutsche Künstler erkunden die türkische Realität in Istanbul, türkische Künstler erforschen Deutschland und entwickeln aus Begegnungen und Mißverständnissen eigene Texte. In diesem Cabinet, in dem Deutsche Türken und die Türken Deutsche sind, versuchen alle, eine gemeinsame Tagesordnung zu finden. Björn Bicker hat Fragen gestellt, die aufzeigen, wie schlecht es um die Kenntnis der jeweilig anderen Kultur bestellt ist.

Café Haertel
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.3.2011, Theater Osnabrück

Die Geschichten erzählende Großmutter am Ofen ist längst vom Aussterben bedroht, romantisch und gemütlich ist der Lebensabend für die wenigsten. »Von früher« erfahren Kinder heute im Fernsehen, und wer erwachsen, aber noch nicht alt ist, versucht diesen Zustand auch in Zukunft zu vermeiden. Juliane Kann sucht nach Orten, an denen Begegnungen stattfinden, und nach Lebenserfahrungen von Menschen, die mit dem Älterwerden, dem Einsamsein, dem Kontaktverlieren und –suchen konfrontiert sind.

Come on Baby
Autor(en) Beatrice Fleischlin / Anja Meser
   
Kategorie Performance
   
UA/DEA 07.01.2011, Südpol, Luzern

Anja Meser und Beatrice Fleischlin machten sich auf den Weg, die Codes zu knacken, mittels derer der Mann sich im Alltag darstellt. COME ON BABY hätte ein Stück über die Inszenierung von Männlichkeit werden können. Es ist ein Bühnenflirt geworden. Ein Abend über Identität und Behauptung.

Coming Home
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.12.2006, Hebbel am Ufer, Berlin

Nach Maßgabe der Politik wird die Freiheit Deutschlands auch am Hindukusch verteidigt. Was Anfang der neunziger Jahre undenkbar schien, ist heute betriebsreiche Realität: die Bundeswehr ist weltweit aktiv. Was aber genau tun deutsche Soldaten im Krisengebiet? Und vor allem: was tun sie, wenn sie mit all ihren Erlebnissen wieder in die Heimat zurückkehren?

Deportation Cast
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA September 2011, Staatstheater Hannover

Noch vor ein paar Wochen ging Elvira auf eine Schule in Deutschland. Jetzt wohnt sie auf einer Müllkippe im Kosovo. Ihre Familie wurde nach vielen Jahren plötzlich aus Deutschland ausgewiesen. Zurück im Kosovo, sind sie als Roma von Armut und Diskriminierung bedroht. Elviras Eltern streiten, ihr großer Bruder ist ständig unterwegs, der kleine weicht ihr nicht von der Seite: Egzon. Seit er mit vier Jahren in einer brennenden Siedlung zurückgelassen wurde, spricht er nicht mehr. Niemand weiß, was er gesehen oder erlebt hat. In Deutschland findet Elviras Freund Bruno heraus, daß sein eigener Vater als Pilot einen Abschiebeflug gesteuert hat. Ist er schuld, daß Elvira nicht mehr in Deutschland ist? Bickers Text verwebt die Geschichten zweier Familien zu einem bewegenden und vielschichtigen Spiel um Verantwortung und Schuld.

Der Ghetto Swinger
werkfoto
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.9.2013, Kammerspiele Hamburg

Kai Ivo Baulitz beginnt seine Erzählung über das Leben der Jazz-Legende Coco Schumann im Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt, Coco gehört zu den von den Nazis verbotenen Swing-Kids. Plötzlich findet er sich in Theresienstadt wieder. Die Musik wird für ihn zum Rettungsanker. Chuzpe, Glück, Zufälle, Musik, Überlebenskampf? Vielleicht hatte Coco Schumann von allem etwas, denn er überlebt. Kai Ivo Baulitz hat diesem ungewöhnlichen Musiker mit seinem Theatertext ein weiteres Denkmal gesetzt.

Don Quixote
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 8.4.2009, Schauspielhaus Graz

Christian Winkler stellt in seiner Adaption von »Don Quixote« die Frage nach der Möglichkeit von Heldentum in einer von Krisen besetzten Realität. Wie kann man heute noch ideologisch sein in unserer unwirklich gewordenen Welt, die sich vor allem durch das Fehlen gültiger Ideen kennzeichnet? Cervantes’ Geschichte vom Kampf gegen Windmühlen ist aktueller denn je.

Ein Fuchs reißt Kaninchen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 15.5.2009, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Thalia Theater

Ein Mann erkrankt an Krebs. Nach einem Selbstmordversuch wird er nicht mehr aus dem Koma erwachen. Schmerz, Trauer und Verzweiflung entrücken Frau Ina und Sohn Nico in eine Zwischenwelt, fernab von Alltag und Normalität. Weiterleben, wie geht das?

Eine Billion Dollar
Autor(en) Thomas Melle / Andreas Eschbach
   
Kategorie Bühnenadaption
   
UA/DEA UA: 25.9.2009, Wuppertaler Bühnen

Seinem Roman EINE BILLION DOLLAR legt Andreas Eschbach ein faszinierendes Gedankenspiel mit der Erbschaft eines phantastischen Vermögens zugrunde, das den New Yorker Gelegenheitsjobber John Fontanelli mit einem Schlag zum reichsten Mann der Welt macht. Thomas Melle hat den Bestseller nun exklusiv für die Bühne bearbeitet.

Ende einer Nacht
Autor(en) Olaf Kraemer
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA Noch frei zur Adaption für Bühne und Hörfunk

Ein literarisches Porträt einer zerbrechlichen Diva, die sich kurz vor ihrem Tod mit entscheidenden Momenten ihres Lebens auseinandersetzt – weil sie für einen großen Verlag ihre Memoiren schreiben soll. Ein berauschendes und berührendes Buch – und der erste Romy-Roman in deutscher Sprache.

Expedition und Psychiatrie
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 4.3.2011, Theater Heidelberg

»Es ist eine Welt, die nur mit einem Bein in der Wirklichkeit steht«, beschreibt Stockmann die Atmosphäre seines Stückes. An einem phantastischen Ort am Meer herrscht Endzeitstimmung. Die Worte haben ihre Bedeutung, die Menschen ihren Sinn verloren. Zauberer Dariusz, Außenseiter und Sonderling, gerät an Bord der letzten großen Expedition, deren Ziel es ist, den Untergang abzuwenden.

F wie Fälschung
Autor(en) Boris Nikitin / Malte Scholz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Diplominszenierung Gießen, 2008

Boris Nikitins Inszenierung und Malte Scholz Performance fragen nach der Zuverlässigkeit dessen, was wir auf der Bühne sehen. Ist nicht die Lüge gerade im Theater immer schon Teil einer stetig ‚Wirklichkeit’ produzierenden Maschine? Das Publikum kann sich trotz seiner Kenntnisse um die Codes des Theaters und trotz seines Wissens um die Mechanismen und Techniken der Wahrnehmung nur auf seine Zweifel verlassen.

Faites vos jeux!
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 28.5.2008, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln, PACT Zollverein, Essen, HAU, Berlin, FFT, Düsseldorf

Tag X. Die Mitarbeiter diverser Unternehmen in Deutschland erklären ihre Unabhängigkeit. Sie verschanzen sich in Geschäftsräumen und Filialen, besetzen ihre eigenen Arbeitsplätze und widmen sich uneingeschränkt dem Ziel, betriebsinterne Ressourcen nachhaltig zu erschöpfen.

Der Fall Dorfrichter Adam
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.11.2010, Schauspielhaus Graz

Dorfrichter Adam ist nachts in Eves Haus geschlichen. Vom Verlobten des Mädchens überrascht, schwer verprügelt, aber unerkannt in die Flucht geschlagen, muss er anderen Tags sprachgewandt über seine eigene Untat Gerichtstag halten. Lügt er oder sagt er die Wahrheit? Boris Nikitin unternimmt mit einem Schauspieler – anhand des Kleistschen Textes – eine Berufsbefragung: zum Verhältnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Fassade und Innerlichkeit. 

Fanny und Schraube
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 27.8.2009, Neuköllner Oper

Fanny ist weltfremd und Malerin, Schraube ein mäßig erfolgreicher Hamburger Reeder. Wie kommen die beiden auf die Idee, den Berliner Landwehrkanal in Richtung Meer zu besegeln? Eine lebensbejahende, wundersam romantische und verschrobene Bohemian-Spinnerei, der sich hinzugeben äußerst ratsam ist.

FatzerBraz
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 27.10.2010, HAU, Berlin

Die Fragen nach Desertion, revolutionärem Defätismus und Guerillakampf stehen im Zentrum des »Fatzer«-Fragments von Bertolt Brecht. Diese Texte bilden den Ausgangspunkt für »FatzerBraz«. andcompany&Co. inszenierte das Stück vor der deutschsprachigen Erstaufführung zunächst in São Paulo gemeinsam mit brasilianischen Künstlern. Diese Zusammenarbeit bietet die Chance einer gegenseitigen Verfremdung: von São Paulo und dem Ruhrgebiet, Erstem Weltkrieg und Stadtguerilla, revolutionärer Bewegung und Reformregierung.

Fegefeuer
Autor(en) Sofi Oksanen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA DEA: 15.10.2011, Theater Osnabrück

FEGEFEUER beschreibt das packende Drama zweier osteuropäischer Frauengenerationen. Zwischen Sowjetbesatzung und den Realitäten eines neuen Europas dekonstruiert Oksanen virtuos die europäische Geschichte am Beispiel Estlands und portraitiert dabei mit großer psychologischer Sensibilität zwei ganz unterschiedliche Frauenschicksale. Eindringlich beschreibt sie, was der Verlust der individuellen Freiheit aus der weiblichen Perspektive bedeutet.

Fieber
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 3.6.2010, Maxim Gorki Theater

Das Leben ist ein Umbruch. Auch für Städte. Diese Stadt hat Fieber, schwitzt, schämt sich und hat Angst. Wie einsam man sein kann, wenn sich alle abwenden. Aber selbst mit Schrott läßt sich gutes Geld machen. Diejenigen, die zwischen Rost und Verlassenheit herumkriechen, könnten endlich mal gehen. Aber sie bleiben. Warum eigentlich auch nicht? Gehen kann jeder. Dazubleiben ist die wahre Herausforderung.

Fiege - Ein Stück ohne Geilheit
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.3.2004, Theater Bielefeld

Sensationslos reihen sich Herrn Fieges Tage aneinander. Ein durchschnittlich graues Leben, könnte man vermuten. Doch die Haushälterin Erna Wiskowiak hat sich in ihn verliebt. Fieges Herz probt den Aufstand. Zum ersten Mal in seinem Leben ergreift er die Initiative. Das liebenswürdige Porträt eines spießigen Zauderers, dem im Moment seiner späten Revolte das Schicksal ein Schnippchen schlägt.

Fluktus
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

FLUKTUS schildert eine Welt, die durchzogen ist von schwerem Staub und Zerfall. Ganze Stadtteile sind eingestürzt, Förderbänder biegen sich unter Tonnen von Bauschutt, der einmal urbanes Leben darstellte. Aber die Geröllhalde des einen ist immer die Sprungschanze für den anderen. Und die Firma der Galovics recycelt sich durch die Berge des Verfalls hindurch an die Spitze der Gesellschaft. In Gesprächen, Therapiesitzungen, Comic-Intermezzi oder zeitungsartigen Passagen durchstreifen wir diese besondere, schön-deprimierende Winkler-Welt und sind erstaunt.

for ever and ever. and forever!
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein groteskes »Werbegeschenk« verbindet den kaufsüchtigen Adam und das Punkmädchen Anna schicksalhaft. Mr. Gold, schurkenhafte Werbe-Ikone der Goldmarkt GmbH, will sich per Implantat die ultimative Kundentreue sichern. Doch in der Nacht des Eingriffs brennen die Einkaufspassagen samt Goldmarkt bis auf die Grundmauern nieder. War es der Blitzeinschlag? Oder Sabotage? Anna und Adam jedenfalls überleben - und nicht nur das: bald stellen sie fest, daß sie unsterblich geworden sind. Eine fabelhaft bitterböse Reise weit über die Grenzen dessen hinaus, was wir einst Kapitalismus nannten, beginnt.

Fragment '45
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Mai 2005, Landestheater Tübingen

Constantin von Castenstein erzählt in diesem Monolog von seinem aristokratischen Großvater, der sowohl Gegner der Nationalsozialisten als auch der Besatzungsmächte war. Aus selten eingenommener Perspektive wird unser Geschichtsverhältnis radikal auf den Prüfstand gestellt

Die Fraktion
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.1.2013, Theater Magdeburg

Die Arbeit in der Stadtratsfraktion läuft wie geschmiert: Die Hierarchien sind klar, die Aufgaben verteilt. Die Maschinerie gerät ins Stocken, als sich der Politik-Novize Martin in die Abläufe einschaltet. Wer beim Zusammenprall von Idealismus und Pragmatismus die Oberhand behält, scheint schnell klar. Doch dann bietet sich die ungewohnte Chance zu einer Debatte jenseits der Routine. Und es wird deutlich, daß am Ende dieser langen Nacht nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Kai Ivo Baulitz hat eine Polit-Komödie geschrieben, die mit Witz und Schärfe danach fragt, was wir vom politischen System der Demokratie überhaupt noch erwarten.

Der Freund krank
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.4.12, Schauspiel Frankfurt

Ein Mann in den Dreißigern kehrt zurück in seinen ›unglamourösen‹ Heimatort. Sein Jugendfreund Mirko ist verrückt geworden. Mirkos Frau Nora, in die der Heimkehrende einst verliebt war, pflegt den Kranken, von dem sie ein Kind erwartet. Der Ort selbst krankt am Strukturwandel. Das Aroma-Werk wird abgebaut. Stattdessen kommt die Autobahn. Der Mann bleibt trotz allem da. Ihn hält eine Mischung aus Sehnsucht und Schuldgefühl - denn auch er profitiert vom Ausverkauf des Ortes.

Frida
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.4.2008, Theater unterm Dach, Berlin, Societätstheater Dresden, FFT Düsseldorf

Im zweiten Teil der TRILOGIE DER STARKEN FRAUEN setzt sich Anja Gronau mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo auseinander und wagt einen ganz eigenen Blick auf die vielfach zur Legende verklärte Künstlerin. Eine Annäherung wider das Coffeetablebook.

Geisterschiff
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, November 2007, Theaterhaus Jena

Weihnachten 1996 ertranken 283 Flüchtlinge vor der Südküste Siziliens. Als Fischer erste Leichenteile an Land ziehen, ignorieren die Behörden den Vorfall. Das Schiff wird zum »Geisterschiff«. Obexers derzeit am häufigsten gespieltes Stück, ist eine kritische Auseinandersetzung darüber, wie mit Flüchtlingskatastrophen umgegangen wird, ein modernes Requiem über die vielen gleichgültig hingenommenen Toten an den Küsten Europas.

Der Geizige
Autor(en) PeterLicht (nach Molière)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.2.2010, Maxim Gorki Theater, Berlin

Welchen Zündstoff bietet Molières Komödie in Zeiten, in denen kein Kind mehr nach irgendwelchen Einwilligungen der Eltern fragt? Worin besteht heute die Drangsalierung zwischen den Generationen? Diesen und vielen anderen Fragen an den Klassiker widmet sich PeterLicht in einer sprachmächtigen, versponnen-klugen und hochamüsanten Theaterfassung. Und nicht zuletzt erfährt man nur bei ihm, warum Harpagon sich nicht so recht damit anfreunden kann, mehr als nur eine Zahnpastatube im Leben zu verwenden ...

Geld - her damit
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.11.2009, Oldenburgisches Staatstheater

Willkommen in der Krise. In der dauerhaften Krise! Denn was bleibt einem anderes übrig, als einfach weiterzumachen? Immer weiter. Die Blumen zu gießen, das Kind zur Schule zu bringen, zur Arbeit zu fahren, auch wenn es schon längst keine Arbeit mehr gibt. Mit großem Gespür für die vermeintlich kleinen Geschichten schreiten Sauter & Studlar souverän und mit spielfreudiger Komik das Minenfeld der sogenannten globalen Krise ab.

Die Geschichte des Publikums
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT Düsseldorf/HAU, Berlin || Ursendung: 11.2.2008, Deutschlandradio

Erst die Betrachtung macht eine Situation zur Szene. Voyeure sind heimliche Komplizen und Trittbrettfahrer in Geschichten, die nur selten die ihren sind. Mit einer Gruppe von Beobachtern und Zeitzeugen beziehen Hofmann & Lindholm Stellung im toten Winkel ...

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Theater Basel

Nach seinem Bestseller »Wir werden siegen!« - jenem Büchlein, das man »immer dabeihaben und zwischen zwei Küssen lesen möchte« (Die Zeit) –, legt PeterLicht ein modernes Märchen vor. Es ist die Geschichte eines Sofas und seines Besitzers. Das Sofa ist nahezu perfekt. Dem Besitzer geht es gut. Er hat Geld. Er ist gesund. Er hat eine Frau, die er über alles liebt. Und ja, die Sonne scheint. Doch irgendetwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerät ins Schlingern …

Gletscher
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 21.2.2008, Theater Rampe

Die große Hitze vom Sommer 2003 brachte nicht nur guten Wein. Sie ließ auch die Gletscher schneller schmelzen, und manches Opfer, das sich der Gletscher vor vielen Jahren geholt hatte, wurde freigegeben. So geschah es, daß eine Frau nach 54 Jahren ihren jungen Verlobten wiedersehen durfte.

Graben
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Haus irgendwo auf dem Land. Karl kehrt in Begleitung des jungen Harald zurück, um seinen Jugendfreund Gotfried zu besuchen. Doch wahre Wiedersehensfreude sieht anders aus. Zwischen Karl und Gotfried, einst unzertrennbar, klafft eine deutliche Lücke aus Unausgesprochenem und Verdrängtem. Ein Stück über die Vergangenheit und die Gegenwart, vor allem aber über die Freundschaft mit ihren ureigenen Gesetzen.

Der große Gatsby
Autor(en) F. Scott Fitzgerald/Christopher Rüping
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 10.11.2011

Christopher Rüping hat Fitzgeralds Vorlage für die Bühne bearbeitet und die Rolle des Romanhelden Jay Gatsby auf vier Männer verteilt. Die Deutsche Bühne kommentiert: »Die derzeit überzeugendste Begegnung mit dem ›Gatsby‹-Material. Ohne Dramatiker an der Seite hat der junge Regisseur Christopher Rüping eine Fassung erarbeitet, die zugleich ganz nah an Fitzgeralds Roman bleibt und dabei so weit über ihn hinaus weist wie keine andere. Nick, Erzähler des Romans, bleibt auch hier Erzähler des Stücks – wird aber auf der Bühne vervierfacht. Rüping gelingt eine Mischung, die dem Roman ganz ohne jede realistische Behauptung besonders gerecht wird.«

Hate Radio
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater, Reenactment
   
UA/DEA 2.11.11, Kunsthaus Bregenz

Hätte man ein einfaches und wirkungsvolles Ziel gesucht, den Genozid in Ruanda zu verhindern, wäre der Radiosender RTLM (›Radio- Télévision Libre des Mille Collines‹) ein guter Anfang gewesen. Mit unbeschreiblichem Zynismus hatten die Mitarbeiter des populären Senders den Völkermord seit Monaten wie eine Werbekampagne vorbereitet. Das Projekt HATE RADIO läßt RTLM in originalgetreu nachgebauten Kulissen wieder live auf Sendung gehen - auf der Bühne stehen Überlebende des Genozids.

Haut
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.4.2011, Staatstheater Braunschweig

Daniel hat sich in eine Klinik eingewiesen. Nico ist schwul. Seine Zwillingsschwester Janet muß sich ständig übergeben. Bozi, der beste Freund von Nico, ist in Janet verliebt. Cynthia ist auch in der Klinik in Therapie und verliebt sich in Daniel. – Daniel, Nico, Cynthia, Janet und Bozi sind fünf Jugendliche, fünf ganz »normale« Jugendliche. Aber was ist schon normal?

Herero 100
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2005, Hebbel am Ufer, Berlin

HERERO 100 ist ein Stück über einen mehr als 100 Jahre zurückliegenden Kolonialkrieg, der in Berlin eine besonders makabre Spur hinterläßt, welche in die medizinisch-historische Abteilung der Charité führt. Dort befindet sich eine beachtliche Sammlung von Herero-Schädeln.

Herr Dağaçar und die goldene Tektonik des Mülls
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 15.10.2010, garajistanbul

Jede Nacht strömen unzählige junge Männer durch Istanbul und sammeln vom Boden und vor den Geschäften das auf, was anderen zur Last gefallen ist und verwandeln es immerhin in kleines Geld für sich und die Familien in Ost-Anatolien. Helgard Haug und Daniel Wetzel folgten ihnen auf ihren Routen durch die Stadt und ihrem mikroskopischen Blick auf den Müll, dessen Wert an den Weltmarkt gekoppelt ist - an die Kurse für Kupfer, Stahl, Gold.

Herrmann's Battle
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 20.10.11, Kleistforum, Frankfurt (Oder)

Ein Text, der den Freiheitskampf als Ziel formuliert, dem alles andere und alle Anderen untergeordnet werden muss. Helgard Haug und Daniel Wetzel unternehmen nach „Wallenstein“, „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“, „Breaking News“ und „Prometheus in Athen“ ein weiteres Theater-Abenteuer, bei dem sie die Arbeit mit Experten ihrer eigenen Biografie in Kollisionskurs bringen mit einem Text, dessen Radikalität die Belange des Individuums überrennt, und die große Bewegung durchspielt, die es in ihren Bann ziehen will.

Das Herz ist ein lausiger Stricher
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.2.2010, Thetaerhaus Jena

Ein Food-Company-Manager mit neobürgerlichem Lifestyle zieht im Rahmen eines Näher-am-Kunden-Programms für einen Tag bei einer Unterschichtsfamilie ein. Am Geburtstag der Tochter kommt es zum Showdown mit Fehlzündungen. Ihre Mutter, die vor zwanzig Jahren die Familie verlassen hat, steht vor der Tür. Und dem Manager kommt sein schickes Leben plötzlich sehr weit weg vor. Zwei Familienkonzepte prallen aufeinander und lösen sich auf. Und zwischen den Welten irrt ein gefallener Engel, ein »lausiger Stricher«.

Herzblut
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Die Chronik einer angekündigten Katastrophe. Ein junger Lehrer gerät mit einer Schülerin aneinander. Beide sind überfordert. Die Situation eskaliert. Ein hintergründiger und vielschichtiger Beitrag zur oft oberflächlich geführten Debatte über die Zustände an unseren Schulen.

Himmelangst
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2009, Schauspiel Bochum

Ein junger Afroamerikaner mit Baseball und Hund will eines Tages Präsident seines Landes werden. Gemeinsam mit drei iranischen Stewardessen endet seine Flugreise mit einer Landung in den Wolken. Und dort herrschen - wenn überhaupt - andere Gesetze.

History Tilt
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2005, Hebbel am Ufer, Berlin

Brillant recherchiert montiert Hans-Werner Kroesinger Dokumente aus dem politischen Archiv des Auswertigen Amtes zum türkischen Völkermord an den Armeniern mit der Geschichte eines jungen Mannes, der im Jahre 1921 den ehemaligen türkischen Innenminister in Berlin-Charlottenburg erschoß. Kroesingers höchst aufschlußreiche Arbeit rekonstruiert bislang wenig bekannte geschichtliche Zusammenhänge.

hitlerine
Autor(en) Anne Tismer
   
Kategorie Performance
   
UA/DEA UA: Januar 2010, Volksbühne Berlin

Hitlerine ist eine radikalmilitante, eitle Egoistin, ausgestattet mit einem beinahe postmodernen Bewusstsein. Irgendwo in Afrika steckt sie fest in einer parallelen Geschichte, in der Adolf nicht vorkommt, aber anderes Schlimmes schon, etwa die Völkermorde zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf dem schwarzen Kontinent. Ihre Anhänger sind die kakka-produzierende Ameise Angelika, der sexy Schwarzafrikaner Marcel, das Bonobo Felix.

Horror Vacui
Autor(en) Auftrag : Lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: März 2011, Schauspiel Frankfurt

»Horror Vacui« ist eine Sammlung von allem, was unsere Sinne anspricht oder beansprucht. Die Symphonie eines ganz gewöhnlichen Tages, Mitteleuropa, Anfang des 21. Jahrhunderts - mit einer Schauspielerin, die über die erstaunliche Fähigkeit verfügt, willentlich die Frequenz ihres Herzschlags zu beeinflussen.

Hühner. Habichte
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.2010, Theater St. Gallen

Charlotte Roos hat eine schräge Hausgemeinschaft versammelt. Der Vater hat inmitten des großstädtischen Wohnkomplexes einen Hühnerstall errichtet, der für die Urlaubszeit von seiner Tochter zu hüten ist. In Zeiten, in denen der Euro-Lohn keine müde Mark mehr wert ist, kokettieren die Nachbarn mit dem Mundraub. Doch auch ein Habicht hat die wehrlosen Hühner entdeckt. Die unerwartete Rückkehr animalischer Instinkte in die sogenannte Zivilisation macht auch vor dem Familienleben nicht halt.

Hundert Blumen
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Staatstheater Mainz

HUNDERT BLUMEN ist ein modernes Sozialdrama, das weder larmoyant noch einseitig das krisengeschüttelte Prekariat beschreibt, vielmehr stellt es beherzt die Frage nach Wert und Würde des Menschen. Mit ihrer poetisch-heiteren, melancholisch-trotzigen Sprache und einem zutiefst empathischen Blick auf die Verlierer unserer Zeit schildert die Berliner Autorin die Welt der ›kleinen Männer und Frauen‹.

Ich wünsch mir eins
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 7.12.2012, Theater Osnabrück

Leila lebt als Fremde in diesem Land. Sie lebt alleine, ein junges Mädchen, das eines Tages einen Mann kennen lernt. George, der in der Kneipe vor seinem Bierglas sitzt und in Leila die Prinzessin seines Lebens erkennt. Leila ist für George, der in seiner Wohnung versauert, seine Miete nicht mehr zahlt und nur noch für Bier das Haus verläßt, das Rückfahrtticket in die Jugend. Und George ist für Leila das, was sie zu kennen scheint. Die ewige Enttäuschung. Sie schlafen miteinander und irgendwann schickt George Leila weg. Bis eines Tages Leilas Vater vor der Tür steht.

Illegal
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 20.6.2008, Münchner Kammerspiele || Ursendung: 27.6.2008, Bayerischer Rundfunk

Nach Adorno gibt es »kein richtiges Leben im falschen«, und so fragt man, wie illegalisierte Menschen und ihre Familien eigentlich ihren Alltag organisieren können. Wie sie arbeiten, wohnen, sich ärztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Björn Bicker hat dieser Unmöglichkeit des Seins nachgespürt.

Imitation of Life
Autor(en) Boris Nikitin / Beatrice Fleischlin / Malte Scholz
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, Kaserne Basel 2009

Gefälschte Biographien, gefälschte Dokumente, gefälschte Dokumentationen - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: daß die Wirklichkeit fingiert sein könnte. IMITATION OF LIFE widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends über Betrug, Manipulation und die Macht der Behauptung.

In den Arkaden
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA noch frei zur UA

Ein gigantischer Themenpark - die ARKADEN - sind das ideale Terrain für Tagträume. Eric sucht hier nach Inspiration. Und vielleicht auch nach einer verlorenen Liebe. Mit dem Kassenmädchen hat er 15 Jahre zusammengelebt. Oder kennt er sie gar nicht? Realität und Fiktion gehen Hand in Hand und steigen auf den Skymaster, das Gerät der Superlative, das fantastische Erfahrungen verspricht. Christian Winkler beschreibt in seiner schwarzen Komödie eine Suche nach Sinn und Identität, die scheinbar leicht auf der Oberfläche der zeitgenössischen Vergnügungsindustrie surft und Abgründe nicht ausläßt.

Inga und Lutz
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.10.2010, Staatstheater Braunschweig

Beim nächsten Job wird alles anders. Lutz will sich selbständig machen. Mit Manni, seinem besten Freund. Beide haben ihren Job verloren, die Firma wird wohl bald dicht gemacht. Jetzt wird es ernst: Lutz und Manni brauchen Geld für ihre Geschäftsidee. Und dieses Geld hat Inga, die Freundin von Lutz, bzw. ihre Eltern. Stockmanns erstes Theaterstück bewegt sich rasant zwischen schwarzer Komödie und Sozialdrama. 

Jiggy Porsche taucht ab
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.4.2012, Münchner Kammerspiele

In einem weit entfernten Hafen findet ein Gespräch statt zwischen einem Touristen und dem einheimischen Fischer. Gewinnmaximierung versus Demut und Bescheidenheit. Schwenk auf ein groteskes Kreuzfahrtschiff namens Jiggy3000, das eine illustre Gemeinschaft verwirrter Wohlstandsbürger an Deck versammelt. Und dann ist da noch eine vom Vater verlassene Familie, und ich, ich bin das Kind einer überforderten Mutter.

Die Kämpfe der Frauen
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 23.3.12, Theater Freiburg

Womit hat Frau zu kämpfen? Die Hydra hat viele Köpfe und darunter sind nicht nur Männer auszumachen. Wofür streiten Frauen? Um die Hälfte der Fensterplätze auf der Titanic? Oder haben sie nach 4000 Jahren Männerkurs andere Visionen über das Leben zu bieten, das eigene und das mit anderen? Was macht Frauen fertig und was macht sie an?

 

Käthe Hermann
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 8.1.2012, Theater Bielefeld

Käthe hat auf vieles verzichten müssen. Als die Kinder kamen war's vorbei mit der großen Karriere als Tänzerin. Nun, da die Brut bereits ergraut, ist sie an der Reihe. Überhaupt: der Käthe stellt sich niemand in den Weg. Weder die widerborstige Tochter, noch der verkrüppelte Sohn. Und erst recht nicht die Bagger, die das Haus abreißen sollen. Zwangsumsiedlung kommt nicht in Frage. Im Gegenteil, jetzt wird renoviert. Anne Leppers Bühnenfiguren sind sensationell widerborstig, verstörend störrisch, spröde und weltfremd.

Kaltes Produkt
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2006, Nationaltheater Oslo

Matias Faldbakken gelingt mit KALTES PRODUKT eine drastische und überzeugende Aktualisierung von Ibsens Klassiker. Faldbakkens Nora ist eine ehrgeizige und erfolgreiche Anwältin, die ihren drögen Ehemann und dessen Skateboard-Magazin ›Nobored‹ mitfinanziert. Ein dunkles Geheimnis jedoch macht sie erpressbar. Schließlich bleibt ihr nur noch die radikale Flucht nach vorn.

Kein Schiff wird kommen
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 19.2.2010, Staatstheater Stuttgart

Stockmann erzählt von den Qualen eines unfreiwilligen Heimkehrers. Ein junger Autor will über die Deutsche Einheit schreiben, weil das »karrieremäßig« bestimmt von Vorteil wäre. Sein Vater, der in der Abgeschiedenheit einer deutschen Insel lebt, dient ihm dabei als lebendiges Recherchematerial. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holt ihn die eigene Vergangenheit mit aller Wucht ein.

Das Kettenblattmassaker. Warum Herr Scharping den Berg nicht schafft
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.11.2006, Pathos Transport Theater, München

Zwei Männer, zwei Räder. Eine Parabel über den Zwang zu Leistung und Funktionieren, auf die bigotte Sehnsucht einer ganzen Gesellschaft nach einem reinen strahlenden Helden.

Kindersoldaten
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Jugendtheater
   
UA/DEA UA: 20.5.2008, Theater an der Parkaue, Berlin

KINDERSOLDATEN ist eine schockierende Arbeit, die die Zusammenhänge zwischen Macht, Mißbrauch, der Logik des Krieges und internationalem Waffenhandel aufzeigt. Gleichzeitig läßt Kroesinger in seinem Text Kinder zu Wort kommen, die weltweit als Soldaten in Kriegshandlungen verwickelt sind.

Klangwandler
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA 4.11.2010, Neuköllner Oper, Berlin

Man könnte sagen, Jonathan hat sich in letzter Zeit etwas zurückgezogen. In seine Welt, in die Welt der Klänge. Jonathan kann Dinge hören, darin ist er ziemlich gut. Und er hat den Klangwandler gebaut, der alles in Frequenzen übertragen kann – die Gebäude der Schule, das Gekläff vor dem Haus, die Predigten seines Vaters. Dumm nur, daß unvermutet Mimi auftaucht, die zwar nicht so gut hört, aber da draußen wohnt und alles durcheinander bringt... 

Kohlhaas
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.10.2008, Staatsschauspiel Dresden

Ein braver Bürger wird Opfer von Willkür. Alle Versuche, sich Recht zu verschaffen, scheitern. Also greift er zur Selbstjustiz. Kai Ivo Baulitz hat im Auftrag des Staatsschauspiels Dresden einen modernen Kohlhaas verfaßt.

Der kommende Aufstand
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 23.3.12, Oldenburgisches Staatstheater

Ein Jahr vor der Französischen Revolution verfasste Friedrich Schiller die historische Studie ›Der Abfall der Niederlande‹. Der achtzigjährige Unabhängigkeitskrieg markierte für ihn den Beginn einer Epoche: die Ära freier Bürger, Märkte und Staaten. Während Niederländer, Engländer und Franzosen eine Revolution durchführten, schrieben die Deutschen Theaterstücke darüber. Doch der kommende Aufstand wird sich nicht länger gegen eine Macht richten, die von außen kommt, sondern von innen, wie es in der vor kurzem anonym in Frankreich erschienen und auch hierzulande viel diskutierten politischen Kampfschrift ›Der kommende Aufstand‹beschrieben wird.

Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompaß
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.06.2005, Theater unterm Dach, Berlin

Drei Menschen haben im Namen der Firma, im Namen der Menschenrechte, im Namen der freien Welt gehandelt. Ein Erlebnisbericht aus den dunkelsten Herzen unserer westlichen Gesellschaft.

Leni - Eine Riefenstahl-Subjektive
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2005, Theater unterm Dach Berlin, Gostner

Wie muß das sein, wenn man im Laufe seines Lebens zu einem Antwortautomaten wird? Anja Gronau läßt drei Schauspielerinnen den Versuch unternehmen, sich an die große Umstrittene anzunähern.

Die letzten Tage der Ceausescus
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.12.2009, HAU 2, Berlin

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung des Diktatorenehepaars Elena und Nicolae Ceausescu am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1989 gruben sich ins kollektive Bewußtsein mehrerer Generationen westlicher Fernsehzuschauer. DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS erzählt das historische Geschehen zum ersten Mal vollständig in der Form einer fiktionalen Echtzeit-Dokumentation.

Die letzten Tage der Menschheit
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.11.2008, Staatstheater Stuttgart

Hans-Werner Kroesinger bearbeitet und inszeniert das einzige Bühnenwerk des österreichischen Publizisten und Satirikers Karl Kraus. Bis heute gilt das Werk als die umfassendste und nach wie vor gültige literarische Auseinandersetzung mit jener Katastrophe, die endgültig die Ankunft Europas im 20. Jahrhundert markiert.

little red (play): 'herstory'
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Theater Gasthuis (NL) || Ursendung: 17.3.2008, Deutschlandradio

Was macht der gemeine Kommunist am Ende der Geschichte? Andcompany&Co. fragen sich, was passiert, wenn einem die Utopie abhanden gekommen ist. Mit ihrer Trilogie zum »kurzen 20. Jahrhundert« bereiste das internationale Performance-Kollektiv die europäische Festivalszene von Brüssel bis Wien.

Liza - Am letzten Abend bauchfrei
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.10.2002, Staatstheater Nürnberg

Scheinbar eine alltägliche Geschichte: Liza, eine junge Frau, wird schwanger, kurz nachdem sie ihre Ausbildung geschmissen hat. Der Vater kommt mit dem plötzlichen Zuwachs nicht zurecht, und so beenden beide die Beziehung. Keine unlösbaren Lebensprobleme bislang. Bis das Kleinkind eines Tages zu schreien beginnt und nicht mehr aufhört damit. Es gibt medizinische Erklärungen. Unerklärlich bleibt die Sehnsucht Lizas, einfach zu springen. Ohne die Leine zu ziehen. In die Freiheit. Ins Unglück.

Lüg mir in mein Gesicht
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.3.2010, Theater Freiburg

Sveta die Weißrussin braucht eine Aufenthaltsgenehmigung. Ihr Freund Tilman erklärt sich bereit, sie zu heiraten, will die Hochzeit aber nicht feiern. So sitzen sie gemeinsam mit seiner Mutter Erika und Svetas bester Freundin Luisa in der Wohnung. Dann kommt Svetas Bruder vorbei, betrunkener Jungspediteur auf Durchreise. Alle haben sich das ganz anders vorgestellt. Lüg mir in mein Gesicht, sag mir, was ich hören will, auch wenn es nicht die Wahrheit ist.

Macht und Rebel
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 18.11.2006, Münchner Kammerspiele

Mit radikalem Humor beschreibt Faldbakkens Roman einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß, Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke sind sich zum Verwechseln ähnlich geworden.

Madame Bovary. Ein Sittenbild aus der Provinz
Autor(en) Daniela Dröscher/Christian Weise
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 7.9.11, Ballhaus Ost, Berlin

Emma Bovary hat vor allem eines: Sehnsucht. Sie träumt von erfüllten Leidenschaften und dem, was sie für das ›echte‹ Leben hält. Das Phänomen des Bovarismus jedoch ist keinesfalls nur schwindsüchtigen Damen des 19. Jahrhunderts vorbehalten. Es ist gut möglich, daß Emma Bovary heute in Detmold lebt, im Berliner Prenzlauer Berg oder in Stuttgart Sindelfingen. Daniela Dröscher und Christian Weise interessiert vor allem die komödiantische Potenz des Stoffes, die sie zum Entwurf eines entlarvenden Sittenbildes unserer Zeit anstiftet.

Der Mann der die Welt aß
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Theater der Stadt Heidelberg

Einem Mann, dem immer alles gelang, weht plötzlich der kalte Wind der Existenz entgegen: Kündigung, dementer Vater, Scheitern an der eigenen Vaterrolle. Ein Stück über das Tabuthema Kapitulation in einer Gesellschaft von Turbogewinnern. Eingeladen zum Berliner Stückemarkt 2009.

Der Mann im Turm oder das Geheimnis der Zeit
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Monolog
   
UA/DEA UA: 5.12.2008, Stadttheater Gießen

Eine dramatische Erzählung über den Verlust einer Liebe und die Kraft kindlicher Phantasie: Aus dem Zwiegespräch eines einsamen Kindes mit einem herbeigeträumten »Wächter der Zeit« entwickelt Sauter eine berührende Auseinandersetzung mit der Welt der Erwachsenen und dem ewigen Rätsel der Zeit.

Marilu
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein flirrend träger Sommertag. Leises Vogelgezwitscher, das Geräusch eines Rasensprengers, die Kühle des Pools. Ein alter Mann mit Kopfhörern vor dem Fenseher. Endlose Ballwechsel, Aufschlag, Schnitt, Gegenschnitt. Eine alte Dame und die Nachbarin. Ein kleiner Skandal um den schwarzen Tennislehrer. Ein schönes Mädchen und ein Junge auf der Suche nach Godard.

Marlène
Autor(en) Daniele Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Marlene D. in ihrem Pariser Zimmer, das sie seit Jahren nicht mehr verlassen hat. Sie lebt von der Welt zurückgezogen, mit ihren Vögeln, Büchern und einem Sekretär. Einzig ein Regisseur darf sie besuchen und ihre Stimme aufzeichnen. In MARLÈNE entwirft Daniela Dröscher eine Welt, in der ungleiche Paare ungewöhnlichen, poetischen Lügen gegenüber gewöhnlichen Wahrheiten den Vorzug geben.

Maß für Maß
werkfoto
Autor(en) William Shakespeare / Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.11.11, Staatstheater Stuttgart

Nach seiner Fassung von TROILUS UND CRESSIDA, die er für Luk Perceval bearbeitete, nimmt sich Paul Brodowsky mit MASS FÜR MASS ein weiteres Shakespeare-Werk zur Neuübersetzung und Bühnenbearbeitung vor. Christian Weise führt Regie.

Mausoleum Buffo
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.1.2009, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum dieses letzten Teils einer Trilogie stehen wie schon bei TIME REPUBLIC die Toten Lenin und Lennon. Die Geschichte der eingefrorenen Revolution in der ehemaligen Sowjetunion - Lenis hundertjähriger Schlaf - wird konfrontiert mit der im Westen aufkommenden Gegenkultur. Nur im Rückblick auf die fatalen Fehler in der Geschichte kann eine andere, mögliche Geschichte aufblitzen: Imagine …

Me, Cyborg
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.11.2009, Theater Freiburg

Im kollektiven Bewußtsein hat sich der »Cyborg« einen prominenten Platz erobert, ein Mensch-Maschine-Mischwesen, das uns herausfordert, über die conditio humana unter den Bedingungen ihrer technischen Optimierbarkeit zu reflektieren. Stellt dieser technoide Hybrid ein realistisches Szenario unserer näheren Zukunft dar? Die Auseinandersetzung mit dem »Cyborg« bietet somit die Gelegenheit, die Frage nach dem Menschen auf der Höhe der Zeit zu diskutieren.

Mein Teppich ist mein Orient
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.9.2010, Theater Bielefeld

Von der Unausweichlichkeit eines bürgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen, Privates und Politisches - alles scheint heillos miteinander verbunden. Gut, daß es Herrn Yildiz gibt: der hat zwar keinen Orientteppich, dafür aber den nötigen Sachverstand, das Familienunternehmen schnurstracks abzuwickeln.

Mein törichter Beweis von Leidenschaft
Autor(en) Beatrice Fleischlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.1.2012, Theater Tuchlaube, Aarau (CH)

Eine junge Frau begibt sich auf die Reise in ihre Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof. Der Duft von frischem Brot und Gülle; der Zorn des Vaters, das Schweigen der Mutter, ein fliegender Milchkrug, suizidale Hühner, eine Hundehütte als Zufluchtsort. Mittels der Sprache versucht die junge Frau, der Enge zu entfliehen. Eine Ode an die Kraft die das Unmögliche schafft: die Gesetz der Schwerkraft aushebeln und Schweineställe in Paläste verwandeln.

Montana
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.10.2007, Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

MONTANA entwickelt, inspiriert von Euripides Weltuntergangstragödie »Die Bakchen«, die mögliche Allegorie einer Gesellschaft, der mit der Arbeit und dem sozialen Zusammenhalt auch das Bewußtsein ihrer humanen Möglichkeiten abhanden zu kommen droht. So ensteht ein vielschichtiges Porträt zeitgenössischer Befindlichkeiten, eine soziale Utopie mit schlimmstmöglichem Ausgang.

Die Moskauer Prozesse
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 1.3.2013, Sacharow-Zentrum, Moskau

Die Bilder des Schauprozesses gegen »Pussy Riot« gingen im Sommer 2012 durch alle Medien. Wegen eines 5-minütigen Auftritts in der Moskauer Erlöserkathedrale wurden drei Aktivistinnen zu 2 Jahren Haft verurteilt. Ein absurdes Urteil, das im Westen Entsetzen hervorrief. Doch was als plötzliche Offenbarung eines autoritären Gottesstaats erscheint, hat eine lange Vorgeschichte. Im Winter 2003 wurde im Sacharow-Zentrum Moskau die Kunstausstellung »Vorsicht! Religion« vier Tage nach der Eröffnung von radikalen orthodoxen Christen zerstört. Kurze Zeit darauf forderte das russische Parlament die Generalstaatsanwaltschaft mit nur zwei Gegenstimmen auf, gegen die Organisatoren der Ausstellung wegen »Erregung religiösen Hasses« zu ermitteln. Es folgte ein Schauprozess nach dem Vorbild der Moskauer Prozesse der 30er Jahre.

No und Ich
Autor(en) Juliane Kann/Delphine de Vigan
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.4.2012, Staatstheater Braunschweig

Vielen in der Schule erscheint Lou merkwürdig, sie hat bereits zwei Klassen übersprungen und einen IQ von 160. Plötzlich kommt No in Lous Leben. No ist 18 Jahre alt und lebt auf den Straßen von Paris. Lou startet ein Projekt: »No und Ich«. Delphine de Vigan schrieb 2008 ihren Roman über Obdachlosigkeit, Freundschaft, alltägliche Menschen; und landete eine Buchsensation in Frankreich. Diese Geschichte voller Poesie, Sprachverliebtheit und großem Ernst kommt in einer Fassung von Juliane Kann und in ihrer Regie nun endlich auf die Bühne.

Noch nicht - Desinformationsabend für Inoffizielle Mitarbeiter
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Schauspiel Köln

Unsichere Zeiten. Das Prekariat wächst, die Staatsschulden nehmen zu, die Furcht vor Kriminalität und Terrorismus steigt, die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit zu überdenken und sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege zu begeben. Gemeinsam mit Komplizen machen sich Hofmann&Lindholm auf die Suche nach potentiellen Wertdepots.

Pandämonicum Germanicum
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 6.1.2011

andcompany&Co. bearbeiten Lenz' geniale Genie-Parodie Pandämonium Germanicum: Lenz ist der Archetyp des wahnsinnigen Genies, aber auch der Verzweiflung an den deutschen Verhältnissen. So spiegelt sich im Scheitern von Sturm & Drang das Scheitern der ersten Nachkriegsgeneration: Auf Sturm & Drang folgte die Weimarer Klassik, auf APO & RAF dann 200 Jahre später Punk & Postfordismus. Womit wir es jedoch heute zu tun haben ist das Scheitern der business punks, der postfordistischen Konterrevolutionäre. Und der Kulturnation, die sich auf ihre Klassiker beruft als würde sie Geister beschwören. Oder Dämonen. Goethe? Nein, Lenz!

Piaf. Keine Tränen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.12.2008, Düsseldorfer Schauspielhaus

Wie nähert man sich einem Mythos, ohne daß dieser ständig entwischt und einen auf die Allgemeinplätze verweist? Was und wer war Edith Piaf jenseits einer verramschten Best-Of-CD im Wohnzimmerregal? PIAF. KEINE TRÄNEN ist das etwas andere theatralische Bio-Pic.

Pornografia
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.10.2006, Staatsschauspiel Dresden

Milo Rau wirft einen satirischen Blick auf unsere westliche, bis in den letzten Winkel sexualisierte Gesellschaft und fragt nach ihrer Liebesfähigkeit. Erzählt wird die Geschichte eines gealterten Sexmaniacs, der - durch einen Unfall ans Bett gefesselt - nicht weiß, wohin mit seiner Libido.

Prometheus in Athen
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Lecture-Performance
   
UA/DEA Athen, 2010

Im Mai 2010 ging die griechische Krise in eine entscheidende Phase. Die Bedingungen für EU - und IWF-Hilfen waren akzeptiert, doch weiterhin prägten Generalstreiks und aggressive Proteste die Straßen Athens. In Athen wählten Helgard Haug und Daniel Wezel zehn Athener danach aus, mit welchen Figuren aus Aischylos’ ›Der gefesselte Prometheus‹ sie sich identifizieren würden. Diese zehn bestimmten den jeweils nächsten Mitspieler aus der Bevölkerung, bis ein Ensemble aus 103 Athenern zusammengestellt worden war. An einem einzigen Abend, im rund 4000 Zuschauer fassenden Amphitheater Herodion, gaben sie mit ihren Antworten die Stimmung des Landes wieder, zwischen Verunsicherung, Stolz und Solidarität.

Qualitätskontrolle
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 7.6.2013, Staatstheater Stuttgart

»Ich falle – ICH« sind die letzten drei Worte, die in BLACK TIE gesprochen werden, dem Stück, das um das ›schwarze Loch der Identität‹ kreist, dem Stück in dem anfangs versprochen wird, daß das Wort ICH 273 mal gesagt werden wird, dem Stück in dem dieses Versprechen nicht gehalten wird, dem Stück in dem sich eine junge Frau, die Anfang der 70er Jahre aus Korea nach Deutschland adoptiert wurde, auf die biographische und genetische Suche ihrer Wurzeln macht. Mit QUALITÄTSKONTROLLE wird dieser Text fortgeschrieben, die Schattenjagd fortgesetzt.

Räuberzelle
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Theaterhaus Jena, 30.10.2010

»Mit 14 hat es angefangen, und jetzt bin ich 51 und habe knapp 30 Jahre Haft hinter mir.« Das Räuberprojekt erzählt die Lebensgeschichte des ehemaligen Berufseinbrechers Karl H. Christian Winkler hat dafür Gespräche mit einem realen Einbrecher geführt. Die Interviews, die der Autor in dem Stück zu Erzählungen und Dialogen verdichtet, geben einen irritierenden und faszinierenden Einblick in eine Welt, die einem sonst verschlossen bleibt. Das Stück irritiert vor allem deshalb, weil dieses Lebenskonzept an den Festen einer demokratischen Gesellschaft rüttelt.

Regen in Neukölln
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2011, Schaubühne, Berlin

Sieben Figuren in einer Neuköllner Nacht. Auf der Suche nach Glück, nach einer Berührung, getrieben von der Sehnsucht, die sie alle verbindet. Paul Brodowsky verfolgt ihre Wege durch den Kiez. Eine ganz eigene Welt ist das, die hier entsteht, eine Welt, die brüchig ist, undurchschaubar, flüchtig, gefährlich. Eine Welt, die bei aller Verdichtung und Poesie, tatsächlich existiert.

Road to Baghdad
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.5.2004, Sophiensaele, Berlin

Der britische Kommandeur Tim Collins glänzt wenige Stunden vor Beginn des 3. Golfkriegs mit einer sprachlichen Mobilmachung: »We go to liberate, not to conquer. We are entering Iraq to free people./The ones who wish to fight, well, we aim to please./ I expect you to rock their world.« ROAD TO BAGHDAD untersucht die Rückgriffe der Politik auf die rhetorischen Techniken von Abendland und Morgenland sowie deren Bastardisierungen.

Rote Kometen
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Weihnachten steht vor der Tür, und jedes Jahr ist es das Gleiche. Keiner hat Lust - aber Weihnachten muß sein! Wirklich? Nein. Schluß mit den Zwängen! Die Schwestern Bibi und Lilli Kroll haben die Nase voll und beschließen den aktiven Widerstand. Wenig später versetzt eine politische Gruppe mit dem Namen die »Roten Kometen« die weihnachtsselige Stadt in Unruhe.

Das rote Schaf
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.11.2008, Landestheater Neuss

Der Königstochter Kunigunde ist trotz massiver Therapieversuche kein Lachen zu entlocken. Dabei erzählen König und Königin einen Kalauer nach dem anderen. Letztlich entschließt man sich, staatlicherseits eine Belohnung auszusetzen. Reicher Lohn winkt dem, der die Prinzessin endlich zum Lachen bringt. Schäfer Leo bekommt von einem geheimnisvollen Fremden ein rotes Schaf geschenkt. Leo macht sich auf in die Welt, an seiner Seite das neidvoll beäugte rote Schaf. Wird er die Prinzessin zum Lachen bringen können?

Ruanda Revisited
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.2009, Hebbel am Ufer, Berlin

In knapp 100 Tagen wurden mehr als 800.000 Männer, Frauen und Kinder in Ruanda abgeschlachtet. Welche Rolle spielte der UN-Sicherheitsrat dabei? RUANDA REVSISITED beschäftigt sich mit dem Fall des kanadischen Generals Romeo Dallaire. Er war Kommandant der UN-Blauhelm-Mission UNAMIR in Ruanda 1994. Dallaire musste den Völkermord geschehen lassen ohne intervenieren zu können.

Das Sausen der Welt
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.2.13, Schauspiel Köln

PeterLicht kehrt zum Theater zurück und fragt: »Warum Oje statt OK« und bietet dabei »ein Espressöchen« an. Im SAUSEN DER WELT folgen wir Krisenkinder einem Rattenbündel im Kreisgang, wir verzinsen uns in Richtung der Zukunft (einer fernen Erscheinung), während uns das Eigentliche entgleitet. DAS SAUSEN DER WELT ist ein Tinnitus, ein Exerzitium, eine Wahrnehmbarmachung der dunklen Melodien, ein Kreisel aus bösen Geistern, Endkunden und einem Tässchen Kaffee.

Das Schloß
Autor(en) Marcel Luxinger/Tomas Schweigen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 6.3.2008, schauspielfrankfurt

Gemeinsam mit Regisseur Tomas Schweigen hat Marcel Luxinger Kafkas »Schloß« neu gelesen und bearbeitet. Für beide nähert sich Kafka in seinem Roman geradezu visionär den Phänomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen für jeden Einzelnen hat, ohne daß er deren Ursache wirklich erkennen könnte.

Schmutzige Schöpfung - Making of Frankenstein
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.10.2008, Theaterhaus Jena

Viktor F. hat quer durch die Fächer studiert: Gentechnologie, Eugenik, Historik, Bionik. Nun will er seinen Studien die Krone der Schöpfung aufsetzen: er schafft aus totem Material, aus »Lehm, Zeugs, Fleisch«, ein neues Lebewesen. Ausgehend von Mary Shelleys Roman schreibt Thomas Melle ein Stück, das mit Unsicherheiten und Realitätsmöglichkeiten spielt.

Die Sekunde dazwischen
werkfoto
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.9.2005, Theater Osnabrück

Ein Dreißigjähriger begleitet seine Großmutter beim Sterben. Im Nebeneinander von Banalität und Existentialität der Todeserfahrung kommt er seinem eigenen Leben wieder näher. Andreas Sauters lakonischer Bühnenerzähler ist ein Schwimmer, der für einen Moment jede Bewegung unterläßt, das Sinken in jedem Detail registriert - bevor er wieder auftaucht und weiteratmet.

Seymour
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.12, Staatstheater Hannover

Fünf dicke Kinder in einem Heim in den Bergen. Der abwesende Dr. Bärfuss hat akribische Regeln aufgestellt für die »Kur«, mit deren Hilfe die Kleinen abspecken und vielleicht wieder zu richtigen Menschen werden sollen. Alle Hoffnungen richten sich auf die Ankunft des Doktors, der den erzielten Kurerfolg bescheinigen wird und so endlich die Heimkehr ermöglichen soll. Anne Lepper hat mit SEYMOUR eine schräge Parabel geschrieben. Diese fetten Kinder, mit denen wir vordergründig nichts gemein haben, wachsen sich aus zu prototypischen Leidensgestalten modernen Seins.

Showtime - trial & terror
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 11.4.2008, Staatstheater Stuttgart

Die Performancegruppe andcompany&Co. gehört mit ihrer sinnlichen Theatersprache und spielerischen Herangehensweise zu den Shooting-Stars und Geheimtipps auf vielen internationalen Festivals. Zum ersten Mal greifen andcompany&Co. mit SHOWTIME bei einer ihrer Arbeiten auf einen Fremdtext zurück: Heiner Müllers »Hamletmaschine« wird im theatralen Selbstversuch zum Spiel.

Sieben Monde
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.7.2004, Ferienlager 2004, Köln

Judiths Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten.« Wäre da nicht diese eine Lüge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklärt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

Sonst alles ist drinnen
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 29.5.2010, Münchner Kammerspiele

Eine junge Frau lebt mit ihrem Vater und dem gemeinsamen Kind zurückgezogen in der Wohnung, in der sie aufgewachsen ist. Draußen ist eine andere Welt. Bis eines Tages eine alte Schulfreundin an der Tür klingelt und ihr dieses schräge Idyll überraschenderweise neidet. Anne Lepper hat die Abgründigkeit einer Vater-Tochter-Konstellation beschrieben, ohne dabei eindeutige Opferrollen und naheliegende Deutungsmuster zu bedienen. Es ist die verstörende Normalität, die die Autorin in doppelbödiger und attitüdenloser Kunstsprache verdichtet und das Stück zu einem bemerkenswerten Debüt macht.

Tell the Truth
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.9.2009, Theater Basel

Was wäre, wenn plötzlich dieser Mensch erscheinen würde? Dieser Mensch, den wir erwarten und ersehnen, würde endlich zu uns kommen und uns verkünden, woran zu glauben wir schon beinahe aufgegeben haben: »Alles ist gut. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen.« Dieser Mensch ist Stella von Willen, und sie wird zu Ihnen kommen! Seien Sie ein Teil ihrer Kraft! Denn das Glück ist keine Wissenschaft ... es ist eine Machenschaft!

The Cocka Hola Company
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 31.1.2008, Staatstheater Stuttgart

Die COCKA HOLA COMPANY produziert Pornofilme und ist zugleich das letzte Refugium all jener, die der blanke Ekel packt, wenn es um die Wahrung »der gemeinsamen Werte« wie Nächstenliebe, Vernunft, Liebe, Sittlichkeit und Treue geht. Faldbakkens Roman, der als »libertäres Gegenbuch zu Houellebecqs konservativen Beziehungsfibeln« gefeiert wurde, ist eine bitterböse und gleichwohl äußerst komische Satire auf unsere Konsensgesellschaft.

Time Republic
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 2007, steirischerherbst, Graz

TIME REPUBLIC ist ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen. Juri Gagarin, die Kuba-Krise, der Mord an John Lennon - Bezugspunkte einer scheinbar längst vergangenen Epoche tauchen aus den Unendlichkeiten des Weltalls auf und erinnern uns an die Zeit, in der wir den atomaren Erstschlag fürchteten.

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.09.2012, Staatstheater Hannover

Ein Mann. Der einen Koffer zieht. Ein Mann, der einen 2.000 Euro teuren Samsonite-Koffer hinter sich her zieht, der in seinem Zustand weniger als sein Material wert ist. An einer Stelle ist der Koffer aufgeflext. Und an dieser Stelle flattern 5-Euro-Banknoten heraus. Sie tanzen im Wind davon. Und ja, es ist wirklich unglaublich, unglaublich schön: Hinter ihm laufen Kinder und greifen in den Wind.

Ein Stück über Demut, Lust, Dressur und Macht, vor allem aber über Angst und Geld. Ein Sittenbild. Eine Kakophonie. Ein Stimmteppich. Ein Chor durchschnittlich informierter EU-Bürger.

Trilogie der klassischen Mädchen
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 

Drei Monologe: Käthe, Johanna, Grete. Drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. »Das ist eines der waghalsigsten, schönsten und anrührendsten Projekte der Freien Szene, das zugleich zentrale Fragen unseres gegenwärtigen Theaters berührt und nach seiner Identität, Glaubwürdigkeit und Haltung zum Zuschauer befragt.« (Theater der Zeit)

 

Triptychon eines seltsamen Gefühls
Autor(en) Beatrice Fleischlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.6.2012, Theater Basel, Regie: Elias Perrig und Antje Schupp

Was ist es eigentlich, das uns dazu treibt, einander immer wieder zu suchen und in die Aufregung einer Begegnung hineinzugehen? Was ist diese Not und diese Lust, sich mit etwas, was nicht man selbst ist auseinanderzusetzen? Das ist eben das seltsame Gefühl. Wer es wagt mitzutaumeln - in diesem Reigen der nachtschwarzen Verzweiflung und des himmelhohen Jauchzens - der kann so etwas wie Existenz erfahren.

Troilus und Cressida
Autor(en) William Shakespeare, Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.5.2008, Wiener Festwochen, 30.5.2008, Münchner Kammerspiele

Paul Brodowsky hat die schlanke und schnelle Fassung von Luk Perceval virtuos und erfrischend neu übersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine glänzend spielbare, poetisch-heutige Fassung, die das Publikum bei den Wiener Festwochen und an den Münchner Kammerspielen begeisterte.

Trollmanns Kampf - Mer Zikrales
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.4.2010, Staatstheater Hannover

Aufgewachsen in den 20er und 30er Jahren im Armenviertel Hannovers, kämpfte sich Johann Trollmann bis zum Meistertitel im Mittelschwergewicht. Doch er war Sinto. Die Nazis sprachen ihm nach acht Tagen den Titel ab. 1943 wurde Johann Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Diese Hannoveraner Biografie verweist auf ein Stück Stadtgeschichte, der Regisseur Marc Prätsch und Autor Björn Bicker in einem Theaterprojekt nachgehen.

Two is the loneliest number
werkfoto
Autor(en) Corraxia Cortez
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Paar siamesischer Zwillinge teilt sich ein lebenswichtiges Organ, aber nur vorübergehend, denn aneinander gewachsen können sie nicht weiterleben. Die Ärzte geben ihnen ein paar Monate, Vertreter von Forschung und Wissenschaft fordern, die beiden zu trennen. Die religiösen Eltern stimmen einem Eingriff zu, allerdings nur, wenn beide Kinder am Leben bleiben. Welches Leben ist mehr wert? Und wer hat die Entscheidungsgewalt darüber?

Unfun
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 12.12.09, Theater Basel

Fünf Jahre nach MACHT UND REBEL beschließt Matias Faldbakken seine aufsehenerregende Trilogie, die skandinavische Misanthropie. Er ist ein Meister, wenn es darum geht, Trash und Popkultur mit den drängenden und unbeantworteten Fragen der Moderne unentwirrbar zu verknüpfen und daraus ein Netz zu spinnen, in dem sich der Leser mit seiner postmodernen Moral aufs Köstlichste und Widersprüchlichste verfangen wird.

Universal Export
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA Kaserne Basel, Februar 2011

Mit den Waffen der Gehirnforschung und des Theaters ausgerüstet, hacken sich drei Schauspieler und ein Hirnforscher unter ihre Schädeldecken und suchen dort nach dem authentischen Gefühl. UNIVERSAL ist ein Stück über die Steuerzentrale des Menschen und dessen Erforschung durch die Wissenschaften und das Theater.

Unternehmen Hunger
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2011, Staatstheater Hannover

Wieso können wir zum Mond fliegen, sind aber unfähig, Lebensmittel gerecht zu verteilen? Wieso verschlingen Agrarsubventionen über 40 Prozent des Gesamthaushalts der EU? Und warum werden sie dafür benutzt, Geflügelteile nach Afrika zu exportieren? Wie entstand eigentlich die Dritte Welt und die Erste, ihr Elend und unser Wohlstand? Unternehmen Hunger – ein Projekt mit Zukunft!

Urban Prayers
werkfoto
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 1.6.13

Woran glauben die Menschen in München? Welche Gebete sprechen sie? Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Lieder stimmen sie an? Welche Kirchen, Gebetsräume, Tempel besuchen sie? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube Privatsache ist? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube politisch ist? Glauben die Menschen an die Freiheit der Anderen? Glauben die Menschen an eine bessere Welt? An Befreiung? An sich selbst? Diese Fragen stehen am Anfang der Recherche. Aus der Recherche entsteht ein Stück: URBAN PRAYERS. Das neue Stadtraumprojekt der Münchner Kammerspiele sucht nach dem Wesen des Religiösen im sozialen und politischen Kontext der Stadt.

 

Vùng biên gió’i
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Staatsschauspiel Dresden

Im Frühjahr 2008 brach Rimini Protokoll auf, um sich mit dem Verhältnis zwischen Deutschland und Tschechien zu befassen – an der Grenze fanden sie schließlich tatsächlich etwas, das beide Länder verbinden könnte. Hier hoffen vietnamesische Händler heute auf ihr Glück. Sie kamen aus dem asiatischen Bruderland nach Tschechien und in die DDR. Jetzt bilden sie sowohl in Dresden als auch in Prag die stärkste Migrantengruppe.

Warum mich ein Happy End traurig macht
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.5.2005, Landestheater Tübingen

Nach SIEBEN MONDE Björn Bickers zweiter Frauenmonolog. Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde. Das Geburtstagsvideo wird zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Das weiße Zimmer
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 3.11.11, Westfälische Kammerspiele, Paderborn

Qingdao. Eine Stadt in den Nachkriegswirren. Ein junger Deutscher muß seine chinesische Heimat verlassen, zurück läßt er seine große Liebe. Mit im Gepäck: Ein sprechender Drachenzahn. 60 Jahre später macht sich seine Enkeltochter auf den Weg zurück nach Qingdao, auf den Spuren des Großvaters und seiner verlorenen Heimat. Andreas Sauter erzählt eine deutsch-chinesische Liebesgeschichte mit märchenhaften Zügen.

West in Peace - der letzte Sommer der Indianer
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Hebbel-am-Ufer, Berlin

EL DORADO, die goldene Stadt, ist eine östliche Westernstadt bei Templin oder bei Mrawogo, die Abenteuer verspricht »wie im Film«. In dem neuesten Stück von andcompany&Co. bedeutet die Stadt das Versprechen von Sesshaftigkeit für eine Handvoll Dauercamper, die auf der Bühne ihre Zelte aufgeschlagen haben, um sich an einem elektrischen Lagerfeuer die Zeit zu vertreiben oder am Marterpfahl.

Der Wilhelmine-Code
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 29.1.2009, Theater Erlangen

Wilhelmine: eine moderne Frau in einer konservativen Welt? Pionierin in Sachen Gender-Bewußtsein oder privilegierte Adlige, die nur ihre eigenen Träume verwirklicht? Begabte Künstlerin oder kulturbegeisterte Konsumentin, die ihre Position nutzt, um mit Voltaire Theater zu spielen? Von Castenstein ist ihr auf der Spur.

Wir schweben wieder
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: September 2013, Theater Bielefeld

Von einer Rede des venezolanischen Präsidenten Chávez wie in einen politischen Bilderrahmen gesetzt, schrauben sich die Figuren in WIR SCHWEBEN WIEDER immer weiter rein in ihre Existenzkämpfe, ihre Wünsche, Ängste, Neurosen, Überlebensstrategien. Mal resigniert, mal verzweifelt-aggressiv, mal mit freudiger Kampfeslust schauen sie sich um in ihren Welten, suchen neue Blickwinkel, verrücken wie manisch die Perspektiven.

Woyzeck
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 2007, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen

Scheinwerfer liegen verstreut auf dem Boden, eine Nebelmaschine sprotzt leise vor sich hin, Kabel und Mikrofone hängen von der Decke. WOYZECK verwandelt den Theaterraum in ein Radio-Labor: alles, was sich darin abspielt, wird in einen Live-Stream eingespeist. Zuhörer zuhause vor den Computern können sich das Stück als experimentelles Live-Hörspiel anhören.

woyzickine
Autor(en) Anne Tismer
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: Oktober 2010, theaterdiscounter Berlin

»es gibt kein liebe – es gibt nur die begierde und den hunger und die abhängigkeit und den haß – und die leidenschaft – und sexsucht und die sucht und die eifersucht und die macht – und die machtgier«, sagt der Wildhund, der den Einrufer macht bei dem Technounglück im Duisburger Tunnel. Es ist das Umfeld, in dem woyzickine / franzi sich bewegen. In dem ein Animateur von der Liebe des Spießbürgers spricht. Und Franzi untersucht die Liebesformen, pragma, mania, eros. Am Ende ist sie durcheinander und kann nicht mehr schlafen. Deshalb könnte sie ein Überlebensprogramm starten, mit einem Buch von der US-Army. Und während Franzi überlebt, steigt Marcel vielleicht als riesiger Schmetterling in die Luft.

WOYZICKINE ist ein Monolog mit vielen Stimmen, entstanden im Kopf von Büchner und Anne Tismer.

Wunder des Alltags (AT)
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.9.2012

Ein Text, der den Zuschauer, ob jung oder alt, verführt, in die eigene Weltverdrehung abzutauchen. Im Zweifel hat alles miteinander zu tun: Die Welt ist verbunden. Eine Trennung gibt es nicht. Wenn die Welt schon so ist, wie sie ist, dann sollte man vielleicht besser fröhlich dabei sein. Wir gehen aus von einem Recht der Kinder auf eine heile Welt. Auf Lichts Welterklärungsreise jenseits der Begriffshoheitsgewässer der erwachsenen Logik werden Alltäglichkeiten zu Wundern – eine fantastische Collage mit den Mitteln des Theaters und der Musik.

Wunderkinder
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 12. März 2011, Deutsches Theater Göttingen

»Wir Wunderkinder« von Kurt Hoffmann ist einer der ersten Nachkriegsfilme, der sich mit dem Mittel der Satire der deutschen Geschichte und vor allem der Nazizeit widmet. Während man dem Film im Inland seinerzeit vorwarf, Geschichte zu verharmlosen, verkannte man dabei, daß sich der eigentliche Fokus der Kritik des Films auf die Gegenwart, nämlich das bruchlose »Weiter so« vieler Kriegsprofiteure unter falschem Namen, bezog. andcompany&Co. denken den Film inhaltlich ins Heute weiter und bringen zugleich die Umstände seiner Entstehung und die kontroverse Rezeption des Films in Form eines außergewöhnlichen Theaterabends auf die Bühne.

Der Zauberlehrling
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.5.2009, Düsseldorfer Schauspielhaus

DER ZAUBERLEHRLING nimmt einen Text zum Ausgangspunkt der Suche nach den großen Illusionisten der Gegenwart und ihren magischen Momenten. Wo schlagen die Funken zwischen Goethes Ballade und dem Wehrstrafgesetz, zwischen Weltpolitik, Geschichte und Zauberei?

Zur Sache!
werkfoto
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.2.2013, Deutsches Theater, Göttingen

Inspiriert von dem legendärsten »jungen deutschen Film« ZUR SACHE, SCHÄTZCHEN wendet sich andcompany&Co. dem Gären der vorrevolutionären Phase zu, die noch nicht von radikalem Aktivismus und gesellschaftlichem Aufbruch geprägt ist, sondern von Gammlern und Taugenichtsen wie Martin, dem (Anti-)Helden des Films, der sorglos in den Tag hinein lebt und sich seinen Lebensunterhalt mit Schlagertexten verdient. Selbst ein Einbruch, den er beobachtet, interessiert ihn nicht sonderlich. Als er ihn schließlich doch bei der Polizei meldet, verhält er sich so merkwürdig, daß er selbst in Verdacht gerät.

Zwilling
werkfoto
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 15.12.2006, Staatsschauspiel Dresden

Im ZWILLING gibt es einen jungen Menschen namens Adrian einfach noch ein zweites Mal: Adrian 2. Aber dieser Adrian 2 ist geklont, und er ist das Ersatzteillager für den ersten, natürlichen Zwilling, falls dieser krank werden wollte. Allerdings geht diese theoretische Idee nicht auf. Denn Zwilling eins, auf dem alle Hoffnungen ruhen, versagt im Leben auf ganzer Linie.»Wir haben euch halt ein bisschen vervielfältigt, na und? Die Welt macht das ständig. Alles ist Vervielfältigung, wenn du so willst, die Welt ist eine reine Kopiermaschine! oder kennst du ein Tier, ein Wesen, das es nur ein Mal, ein einziges Mal nur gibt?«