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theater und medien
Theaterstück, 3D, 1. Teil der Trilogie der starken Frauen, UA: 2005, Theater unterm Dach
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Synopsis

Für ihre Riefenstahl-Subjektive hat Anja Gronau monatelang Interviews, Biografien, Memoiren und filmtheoretische Kommentare gewälzt, um hinter der vielfach ausgeleuchteten NS-Propagandafilmregisseurin den Menschen Leni Riefenstahl wiederzufinden und »zu verlebendigen«. Gronau hat sich gefragt, »wie das sein muß, wenn man sein Leben lang immer wieder auf dasselbe festgenagelt und irgendwann fast zu einem Antwortenautomaten wird«, dessen Auskünfte im Laufe der Zeit immer abstrakter scheinen. Herausgekommen ist ein Abend, der keine neuen Eindeutigkeiten behauptet, sondern den Raum vielmehr für verschiedene Perspektiven weitet.

Anja Gronau hat den Text auf drei Darstellerinnen verteilt: die Stehauffrau, die mit einer nachgerade penetranten Energie ständig vorwärts treibt; die Verträumte, die sich weltfremd in ihrer Kunst verliert; und die Reflektierende, die mit der politischen Perspektive die Schuldfrage ins Spiel bringt. Die drei Figuren überlagern, kommentieren und dekonstruieren sich gegenseitig mit einer Präzision und dramaturgischen Intelligenz, die man gerne öfters im Theater sähe.

Auszug

 

 

Anja Gronau

Regieausbildung am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg bei Jürgen Flimm und Christof Nel, Schauspiel bei Hildegard Schmahl. Gründungs-Mitglied von PNAC (Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung). Inszenierungen u. a. am HAU, Berlin, Ruhr-Triennale, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Hannover.

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Aufführungen

Uraufführung

2005

Theater unterm Dach, Berlin,

Gostner Hoftheater,

LOT, Braunschweig