Das internationale Theater- und Performancekollektiv andcompany&Co., 2003 in Frankfurt/M. gegründet, versteht sich als offenes, aber verbindliches Netzwerk. Den Kern bilden Alexander Karschnia, Autor und Theaterwissenschaftler, Nicola Nord, Sängerin und Performerin, sowie Sascha Sulimma, Musiker und DJ. In den vergangenen Jahren hat die Gruppe verstärkt am Berliner HAU gearbeitet, öffnet sich aber zunehmend auch für Kollaborationen mit dem Stadttheater.
Seit 2001 realisieren Auftrag: Lorey - neben anderen Arbeiten in unterschiedlichen Gruppierungen - Projekte, die sich an der Grenze zwischen Performance und installativer Kunst bewegen. Ausgangspunkt bildet ein jeweils vor Ort vorgefundenes bzw. recherchiertes Material, das sich während der Arbeit an der Präsentation ständig verändert und zunehmend komplex erscheint.
Kai Ivo Baulitz, geboren 1971 in Düsseldorf, besuchte nach dem Abitur die Westfälische Schauspielschule in Bochum. Es folgte ein Engagement am Deutschen Theater in Göttingen. Auch in Bochum und Wuppertal stand er auf der Bühne. 1999 entdeckte Margarethe von Trotta ihn für die Arbeit vor der Kamera. Seine Theatertexte wurden u.a. am schauspielfrankfurt und am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt. Baulitz schreibt in der Saison 2010/11 im Auftrag für das Theater Magdeburg.
Von 2001-2009 war Björn Bicker Dramaturg unter Frank Baumbauer an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er u.a. gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte BUNNYHILL und ILLEGAL. Sein Stück ILLEGAL wurde vom BR als Hörspiel produziert und erschien im März 2009 als Buch im Antje Kunstmann Verlag, München. Bicker schreibt Stücke, u.a. für das Staatstheater Hannover und das Theater Freiburg.
Bereits mit 22 Jahren konnte Paul Brodowsky auf die erste Veröffentlichung bei Suhrkamp zurückblicken. 2008 ereilte ihn der Auftrag der Münchner Kammerspiele, für Luk Perceval eine Neubearbeitung von TROILUS UND CRESSIDA zu erstellen. Die Produktion wurde außerdem bei den Wiener Festwochen gezeigt. Sein vielfach ausgezeichnetes Stück REGEN IN NEUKÖLLN wird 2010 an der Schaubühne in Berlin uraufgeführt. Nach LÜG MIR IN MEIN GESICHT (UA: März 2010) schreibt Brodowsky ein weiteres Stück für das Theater Freiburg.
Castensteins »Denkmale eines delirierenden Delinquenten« erscheinen seit 2000 in deutschen und italienischen Zeitschriften. Seit 2002 ist er auch Theaterautor, hauptsächlich von Familienmelodramen und politisch-biographischen Tragödien. In der Spielzeit 2008/09 schrieb er das Libretto für das Musiktheaterstück DER WILHELMINE-CODE, das im Februar 2009 am Theater Erlangen uraufgeführt wurde.
Corraxìa Cortez, im mexikanischen Tapachula als Kind einer deutsch-mexikanischen Ehe geboren, studierte in Veracruz, Melbourne und Stockholm. Sie lebt in Schweden und Deutschland. Ihr Monolog BESESSEN wurde am schauspielfrankfurt deutschsprachig erstaufgeführt. Mit TWO (IS THE LONELIEST NUMBER) liegt ein neuer Text von Cortez zur Uraufführung vor.
Jörn Hintzer und Jakob Hüfner haben sich während des Regiestudiums an der Kunsthochschule für Medien in Köln kennengelernt. Datenstrudel begreifen sich als kreatives Duo, das im Spannungsfeld von Kommerz bis Kunst, von Animation bis Spielfilm, Neuen und Alten Medien arbeitet. Datenstrudel haben auch immer wieder für das Theater gearbeitet, zuletzt gemeinsam mit Tom Kühnel und Jürgen Kuttner bei den Schillertagen in Mannheim 2007. In der Spielzeit 2009/10 arbeiteten sie erneut in dieser Konstellation, diesmal am Staatstheater Hannover. Unter dem Titel KUNST WIRD WOANDERS GEBRAUCHT ALS WO SIE RUMSTEHT setzen sie die Arbeit in Hannover im Herbst 2010 fort.
Daniela Dröscher wurde 1977 in München geboren. Sie lebt in Berlin, schreibt Prosa, Essays und Theaterstücke. Seit 2008 Studiengang Szenisches Schreiben bei UniT Graz und Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa 2008 des LCB. Im August 2009 erschien ihr vielgerühmter erster Roman »Die Lichter des George Psalmanazar« im Berlin Verlag. Im Herbst 2010 erscheint im Berlin Verlag ihr Erzählband »Gloria«. Dröschers neuestes Stück MARLÈNE steht frei zur Uraufführung.
Matias Faldbakken, bildender Künstler, der 2005 sein Heimatland bei der Biennale in Venedig vertrat, gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Gegenwartskünstler Skandinaviens. Seine Romane der skandinavischen Misantrophie-Trilogie wurden unter anderem von den Münchner Kammerspielen, der Berliner Volksbühne und dem Stuttgarter Staatstheater für die Bühne dramatisiert.
Regieausbildung am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg bei Jürgen Flimm und Christof Nel, Schauspiel bei Hildegard Schmahl. Gründungs-Mitglied von PNAC (Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung). Inszenierungen u.a. am HAU, Berlin, Ruhr-Triennale, Staatstheater Stuttgart, Schauspiel Hannover. Autorin der TRILOGIE DER KLASSISCHEN MÄDCHEN und TRILOGIE DER STARKEN FRAUEN.
In ihren Arbeiten untersuchen Hannah Hofmann und Sven Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Als Akteure ihrer Projekte schicken sie Komplizen in die Wildbahn des Alltäglichen und lassen sie die Probe aufs subversive Exempel machen. Doch Produktionen von Hofmann & Lindholm erschöpfen sich nicht in ihrem szenischen Substrat. Ihnen gehen umfangreiche Recherchen voraus. 2009/10 arbeiteten sie u.a. für das Schauspiel Köln und das Theater Basel. Weitere Koproduktionen mit dem Stadttheater sind in Planung.
Juliane Kann zählt zu den spannendsten und erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Ihre Stücke wurden bislang u.a. am Maxim Gorki Theater, Berlin, am Staatstheater Stuttgart, am Schauspiel Frankfurt und am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft hat Juliane Kann mit dem Dramatikerpreis 2009 ausgezeichnet. Damit verbunden ist ein Auftragswerk für das Deutsche Theater Berlin.
Hans-Werner Kroesinger gilt als einer der wesentlichsten Vertreter des dokumentarischen Theaters im deutschsprachigen Raum. Unter anderem war er künstlerischer Mitarbeiter an Heiner Müllers »Hamlet/Hamletmaschine«. Kroesinger arbeitete in der vergangenen Spielzeit am Berliner HAU und am Theater Freiburg. Im Februar 2011 folgt mit UNTERNEHMEN HUNGER sein Autoren- und Regiedebüt am Staatstheater Hannover.
Mit ihrem Debütstück SONST ALLES IST DRINNEN wurde Anne Lepper zum Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik eingeladen. In der langen Nacht der neuen Dramatik, die 2009 erstmals an den Münchner Kammerspiele stattfand, gewann sie den Publikumspreis. SONST ALLES IST DRINNEN wurde im Frühjahr 2010 von den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Derzeit schreibt Anne Lepper an zwei neuen Stücken.
Marcel Luxinger arbeitet als Autor und Regisseur, Bearbeiter und Dramaturg in der freien Szene und an Staatstheatern u.a. in Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin. Neben eigenen Stücken schreibt er innovative Bearbeitungen moderner Klassiker sowie brisante politische Projekte. Als Dramaturg arbeitet er regelmäßig mit Friederike Heller, Tomas Schweigen und Anja Gronau. Zuletzt schrieb Marcel Luxinger mit TELL THE TRUTH ein Stück für das Theater Basel.
Thomas Melle schreibt Theaterstücke ebenso wie Prosa. Er übersetzte William T. Vollmanns Roman Huren für Gloria, Suhrkamp 2005. 2007 erschien mit dem Erzählband Raumforderung Thomas Melles Prosadebüt bei Suhrkamp. Zusammen mit Martin Heckmanns hat er das Stück 4 MILLIONEN TÜREN geschrieben. Für das Theaterhaus Jena schrieb er 2010 unter dem Titel DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER ein neues Stück. In der Spielzeit 2010/11 setzt er die Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Wuppertal fort. Eike Hannemann wird dort sein Stück TOURING uraufführen.
Sofi Oksanen, die an der Theaterakademie Helsinki studierte, schreibt Theaterstücke und Prosa. Für ihren dritten Roman FEGEFEUER (Purge), der auf ihrem gleichnamigen Theaterstück basiert, erhielt sie zahlreiche Preise, zuletzt den renommierten und mit 30.000 Euro dotierten Finlandia Award 2008. Mit ihrem Stück FEGEFEUER, das 2011 u.a. in den USA, Schweden, Dänemark, Island, Norwegen, Frankreich und den USA auf die Bühnen kommt, wurde die Autorin zum Berliner Stückemarkt eingeladen. FEGEFEUER steht noch frei zur Deutschsprachigen Erstaufführung.
Und dann kam PeterLicht und fegte mit leiser Stimme fast schon gewalttätig mitten hinein ins Hirn nicht nur der Literatur, sondern gleich des ganzen 21. Jahrhunderts. Der Musiker, Liedermacher und Poet beeindruckt in unterschiedlichsten Genres. 2011 gastiert PeterLicht mit seiner Band an ausgewählten Stadttheatern. Für das Maxim Gorki Theater überschrieb er Molières Komödie DER GEIZIGE. Mit FALLEN (Thalia Theater, Hamburg) und DAS ABHANDENKOMMEN DER STAATEN (Schauspiel Leipzig) legt der Kölner Künstler in der Spielzeit 10/11 zwei neue Arbeiten am Theater vor.
Milo Rau bewegt sich zwischen vielen Grenzen: zwischen freier Szene und Stadttheater, Wissenschaft und Fiktion, Autorenschaft und Journalismus.
Seit Januar 2008 leitet er das IIPM (www.international-institute.de) und schreibt regelmäßig auf seinem Blog Althussers-Haende.org (www.althussers-haende.org). Im Dezember 2009 wird Rau sein umfangreiches Reenactment-Projekt DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS am HAU in Berlin uraufführen.
Helgard Haug und Daniel Wetzel haben am Giessener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft studiert und arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen - oft auch mit Stefan Kaegi - unter dem Label Rimini Protokoll. Sie gelten als die »Protagonisten und Begründer eines neuen Reality Trends auf den Bühnen« (Theater der Zeit), der die junge Theaterszene geprägt hat. Seit 2000 entwickeln sie auf der Bühne und im Stadtraum ihr Experten-Theater, das Laien als Experten der Wirklichkeit ins Zentrum stellt.
Nach eigenen Inszenierungen in Graz, Bochum, Hannover und Zürich studierte Charlotte Roos am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Verschiedene Stipendien und Einladungen, u.a. zu den Wiener Werkstatttagen am Burgtheater (2007) sowie Teilnahme am Autorenprojekt stück/für/stück am Schauspielhaus Wien (2008). Mit ihrem Stück HÜHNER. HABICHTE. gewann sie den Preis der Jury sowie den Publikumspreis bei den St. Galler Autorentagen 2009.
Nach dem Studium im Zürich und Berlin arbeitet Andreas Sauter als Autor und Regisseur für Theater, Hörspiel und Film. Gemeinsam mit Bernhard Studlar gewann er 2000 den Kleist-Förderpreis für das Stück A. IST EINE ANDERE. Andreas Sauter ist Mitbegründer der Autoreninitative »Uns pflegen - heisst euch pflegen; 10 Wünsche für ein künftiges Autorentheater«, sowie des Berliner DramaTischs.
Andreas Sauter und Bernhard Studlar haben sich während des Studiums an der Berliner UdK kennengelernt und seitdem eine Vielzahl gemeinsamer Theaterstücke zusammen verfaßt. Ihr Theaterstück A. IST EINE ANDERE wurde 2000 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet und mehrfach im In- und Ausland inszeniert. Die kontinuierliche Zusammenarbeit schließt auch gemeinsame Regiearbeiten ein. In der Spielzeit 2009/10 werden ihre Werke GELD - HER DAMIT und ALLES IN ORDNUNG uraufgeführt.
sputnic ist ein Zusammenschluß der drei Filmemacher und Designer Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik und Nils Voges. Zusammen realisieren sie zahlreiche Projekte im Bereich Kultur, Musik und Theater. Neben diesen Tätigkeiten arbeiten sie in den Bereichen Grafik-Design, Illustration, Corporate Design und Motion Graphics. Diese Erfahrungen bringen sie seit einigen Jahren äußerst erfolgreich in den Kontext des Theaters ein, indem sie mithilfe analoger und digitaler Techniken an Stadttheatern außergewöhnliche Bühnenbilder und -welten entstehen lassen.
1981 auf Föhr geboren, studierte Nis-Momme Stockmann in Hamburg und im dänischen Odense, bevor er im Sommersemester 2008 an der Universität der Künste in Berlin mit dem Studium »Szenisches Schreiben« begann. Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. Mit seinem Stück DER MANN DER DIE WELT ASS gewann er beim Heidelberger Stückemarkt 2009 Haupt- und Publikumspreis. Mit KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN ist er für den Mülheimer Dramatikerpreis 2010 nominiert. Unter der Intendanz von Oliver Reese ist Stockmann außerdem Hausautor am Schauspiel Frankfurt.
Anne Tismer, 1963 in Versailles geboren, ist Performancekünstlerin, Autorin und bildende Künstlerin und eine große Ausnahmeerscheinung des deutschen Theaters. Seit 2005 trat Tismer in Aktionen von John Bock auf und entwickelte eigene Kunstaktionen. Im gleichen Jahr gründete sie mit der Performerin Rahel Savoldelli das Kollektiv gutestun und war 2006 Mitbegründerin des Kunstortes Ballhaus Ost in Berlin. Mit ihren Aktionen tourt Anne Tismer weltweit. Zuletzt entwickelte Tismer an der Berliner Volksbühne HITLERINE, dem weitere Projekte wie »Woyzeckine« und »Schweinsteigerine« folgen werden.
Kay Voges arbeitet als Autor und Regisseur an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern. Seit 2005 leitet er die Neue Bühne Krefeld und übernimmt diverse Dozententätigkeiten im Auftrag der Bundesakademie für Politische Bildung in Wolfenbüttel. In der Spielzeit 2010/11 wird er Schauspieldirektor am Theater Dortmund.
Geboren 1981 in Graz, studierte Christian Winkler Germanistik in Graz und Regie und Kulturmanagement in London am Goldsmiths College. 2007 erhielt er den Retzhofer Literaturpreises für sein Stück OPERATION KURCZAK AND THE ART OF CAMOUFLAGE, 2008 das Dramatikerstipendium der Republik Österreich sowie das Stipendium der Literar Mechana. Er arbeitet als freier Regisseur und Autor in Österreich, Deutschland und England und ist Teilnehmer des Szenischen Schreiben Lehrganges bei uniT. Winkler lebt und arbeitet in Hamburg.