Benedikt Brachtel

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Bühnenmusik, Komposition
Person

Benedikt Brachtel studierte Jazzgitarre und Jazzkomposition an der Anton Bruckner Universität in Linz und der HMT Leipzig u.a. bei Prof. Christoph Cech und Prof. Peter O’Mara. Parallel zu seiner akademischen Musikerlaufbahn entwickelte sich Brachtels Hingabe zur elektronischen Musik. Bereits während des Studiums verbrachte er viel Zeit im Studio und auf der Bühne. Mit Auftritten u.a. in New York, Mexico City, Bukarest, London, Paris, Madrid und Moskau machte er sich einen Namen als Komponist, Arrangeur, Musiker, DJ und Musikproduzent.

Seit 2012 komponiert Brachtel regelmäßig für Theater und Musiktheater. Er arbeitete beispielsweise mit den Regisseur*innen Ersan Mondtag, Malte Jelden, Marie Bues und Alexander Eisenach an verschiedenen Theatern im  deutschsprachigen Raum.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Bayerischen Staatsoper. Hier arbeitete er zuletzt mit der Regisseurin Jessica Glause. Gemeinsam mit geflüchteten und Münchner Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund komponierte und dirigierte Brachtel das Musiktheater »Moses«. Am selben Haus wurde er für die Spielzeit 2016/17 mit dem Kollektiv Agora zu einer Recherchephase zum Spielzeitmotto »Was folgt« eingeladen, die nach drei Rechercheabenden in der Auftragskomposition »Catarsi« zu den Opernfestspielen mündete und im Münchner Postpalast mit ihm als musikalischem Leiter uraufgeführt wurde.

Brachtel arbeitet genre- und institutionenübergreifend, komponiert für Ausstellungen und Performances. So initiierte er beispielsweise im Sommer 2014 gemeinsam mit Claudia Irro und Stefan Britze das Musikperformance-Festival »Mycel« im MaximiliansForum München. An vier Abenden performten Musiker*innen und Tänzer*innen für den Anlass geschriebene Auftragskompositionen u.a. von Lukas Rabe und Elsa Gregoire in einer begehbaren Multikanalinstallation, deren Spatialisierung von 4DSOUND entwickelt wurde. 2015 komponierte er die Musik für eine 24-stündige Audioperformance im Rahmen einer Ausstellung der Künstlerin Louisa Abdelkader in der Akademiegalerie München

Seine Klanginstallationen brachten ihn u.a. für Vitra zum Designers‘ Saturday (Langenthal, CH), zum Springhouse Festival (Dresden), und nach Ahmedabad, Indien, wo er im Januar 2016 mit Lukas Rabe und Elsa Gregoire eine Multikanal-Audioinstallation für Le Corbusiers »Mill Owners Building« entwarf.

2018 komponierte er für Produktionen von Karen Breece und Jessica Glause an den Münchner Kammerspielen sowie für die Uraufführung »Wonderland Avenue« (Sibylle Berg) von Ersan Mondtag am Schauspiel Köln. 2019 setzt er seine Zusammenarbeit mit Alexander Eisenach am Theater Neumarkt in Zürich und Karen Breece (am Berliner Ensemble) fort.