Bondage

Autor*in(nen)
Theater, UA: Oktober 2001, TiF, Dresden
Inhalt

Ein draufgängerischer britischer Agent mit weitreichenden Befugnissen, eine Geheimdienst-Sekretärin, mütterliche Wärme verströmend, eine erregend attraktive Blondine mit Nahkampffertigkeiten und ein aalglatter Schurke, der die Weltherrschaft erringen will; dies sind die Hauptdarsteller von BONDAGE. Am Anfang, jedenfalls. Dann nimmt das Leben des Agenten alptraumhafte Züge an: Sein Geheimdienst soll privatisiert werden, sein Spesenkonto wird gesperrt, seine nächste Mission führt ihn ins ungefährliche Archiv. Doch im Verlauf der Nachforschungen kommt der Agent einem derart schwerwiegenden Geheimnis auf die Spur, daß ihm hintereinander seine moralischen und politischen Überzeugungen, sein Selbstwertgefühl (Männlichkeit) und sein Identitätsbewusstsein abhanden kommen. Am Ende wird die Welt Kopf stehen und unschuldiges Blut vergossen sein, werden waghalsige Stunts und aufregende Sex-Szenen an spektakulären Orten allen Zuschauern den Atem geraubt, und Gut und Böse mehrmals die Vorzeichen gewechselt haben. 

Was tut man, wenn sich die Grundlagen der eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen, die schon längst überholt sind? Kann man da noch unberührt weitermachen? Oder ist das Leben plötzlich ein anderes geworden?