Eheleute und Ehelose

Autor*in(nen)
Theater, UA: 26.10.2013, Theater Koblenz
Inhalt

Marilyn ist die Hauptdarstellerin in einer mittelmäßigen TV-Krimi-Serie. Sie ist weder dem übermäßigen Genuß von Essen noch von Alkohol abgeneigt. Die Ehe mit ihrem Mann Arthur läuft nicht besser und nicht schlechter als die Ehe anderer Menschen – mit dem Unterschied, daß sie mit ihrem Mann nicht nur das Bett, sondern auch den Berufsalltag teilt. Arthur spielt in der gleichen Fernsehserie wie sie selbst – nur mit weniger Erfolg.

Der tägliche Streit mit Arthur, dem ewig nörgelnden Möchtegern-Drehbuch-Autor und Hobby-Boxer, ist Marilyn zur zweiten Natur geworden. Trotz allem aber liebt sie, die abgebrühte Romantikerin, diesen Mann, diese Ehe, dieses Leben und nicht zuletzt den Streit mit ihm, und so bedeutet Ehe für sie: unbedingte Loyalität. Nicht einmal Marilyns Vater, Produktionschef der Serie, der von Anfang an gegen die Heirat war, hat einen Keil zwischen die beiden treiben können.

Dann aber taucht eines Nachts ein junges Paar bei ihnen auf. Louis, ein überaus attraktiver, rätselhafter Dandy, der es auf Arthurs Rolle abgesehen hat, begleitet von seiner zukünftigen Frau Netty, die in jeder Hinsicht das Gegenteil von Marilyn ist: jung, schlank, naiv und fürchterlich blaß. Das ungleiche Paar enthüllt Geheimnisse, die Marilyns Glauben an die Ehe gleich in mehrfacher Hinsicht in die Krise bringen – und Arthur in große Erklärungsnöte.