Hundert Blumen

Autor*in(nen)
Theater, UA: 18.09.2009, Staatstheater Mainz
Inhalt

Der Schauplatz ist eine westliche Großstadt. Alles ist schnell, das Licht ist grell und die Straßen sind dreckig und laut. Hier sitzt ein alterndes einstiges Staatsoberhaupt rauchend in einem Sessel und kommentiert die Entwicklungen der Welt. Dort treibt es den Arbeitslosen Gunther aus der Gosse zurück ins Leben und unter die Menschen. Er wünscht sich Arbeit, ›schöne Arbeit‹, anständige Arbeit. Aber es fällt ihm schwer, in der schneller gewordenen Welt zu bestehen. Um ihn herum bewegen sich andere Figuren geschickt und wendig in einer Arbeitswelt, die die permanente Demütigung des Menschen längst zur Normalität erklärt hat. Unempfindlich muß man sein, zäh und dschungelfähig … Trotzdem: Gunther will kämpfen. Er hat Glück und findet Arbeit, tut sie nun einfach blind, solange sie gut ist und man ihn gut behandelt. Wird er es schaffen? HUNDERT BLUMEN ist ein modernes Sozialdrama, das weder larmoyant noch einseitig das krisengeschüttelte Prekariat beschreibt, vielmehr stellt es beherzt die Frage nach Wert und Würde des Menschen. Mit ihrer poetisch-heiteren, melancholisch-trotzigen Sprache und einem zutiefst empathischen Blick auf die Verlierer unserer Zeit schildert die junge Berliner Autorin die Welt der ›kleinen Männer und Frauen‹.