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Angstbeißer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.02.2020, Schauspielhaus Wien

Wilke Weermanns Figuren beherrschen die Sprache der Einsamkeit, den Code der Zweckgemeinschaft. Zum Fixpunkt ihrer verloren gegangenen Gespräche werden die anonymen Anderen. Ein gutes Gefühl, daß da noch jemand ist, nach dem man treten kann. Jede lakonische Beleidigung, jede Aussage, die ein kleines Bißchen zu weit geht – das wird man doch wohl noch … –, erzeugt ein leichtes Kribbeln und verspricht eine kurzfristige Linderung von der Enttäuschung, die das eigene Leben bereithält. 

Anschluß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 11.01.2020, Staatsschauspiel Dresden

Auf Anschluß kann man im Bahnhofsgasthaus Teufelsberg an der sächsisch-böhmischen Grenze schon lange nicht mehr hoffen, der letzte Zug rollte vor Jahren ins Tal, seitdem herrscht Stille. Doch große Ereignisse kündigen sich an, eine geheime Konferenz mit 200 Ehrengästen soll stattfinden. Der Anschluss von Sachsen an Böhmen steht vor der Tür.

Black Square
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Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Dick und Duck, ein distinguiert-bürgerliches Pärchen, werden umgarnt und verführt von  zwei Personen, die plötzlich auftauchen und sich einfach nur „Black Square“ nennen: zwei schwarze Racheengel, die angeblich direkt aus der Zukunft kommen, von einem Ort afrofuturistischer Utopie, angesiedelt zwischen Addis Abeba und Lagos. Es entsteht eine merkwürdige Atmosphäre, oszillierend zwischen sexuell mehrdeutiger Anziehung, freundlich-überheblicher Hilfestellung und subtiler Bedrohung.

Café Populaire
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Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.04.2018, Theater Neumarkt, Zürich

In einer Kleinstadt steht das Gasthaus zur Goldenen Möwe. Aus der guten alten Zeit hat es sich seinen Ruf als feucht-fröhliche kulturelle Zentrale der Stadt herübergerettet. Doch wer geht für ein bißchen Kultur noch vor die Tür, wenn online die Welt zu haben ist. Doch dann stilisiert sich ein unerwarteter Kampf um den zukünftigen Besitz des Gasthauses zum epischen Kampf zwischen Gut und Böse, um vielleicht in einer Vorstufe von Gerechtigkeit zu enden.

Chinchilla Arschloch waswas
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Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 11.04.2019, Schauspiel Frankfurt

Im Zentrum des Stücks steht der in Lüneburg lebende Christian Hempel, der seit seiner Jugend das Tourette-Syndrom hat. Eine Erkrankung des Nervensystems, die ihn zu unwillkürlichen Bewegungen und Äußerungen zwingt. Grenzverletzungen und Tabubrüche sind nicht universell, sondern eine aktuelle gesellschaftlich-politische Bestandsaufnahme. »Chinchilla Arschloch waswas« fragt welche Tabus in Deutschland im Jahr 2019 gelten – einem Land, das als abgeklärt gilt und in dem Redeverbote überwunden scheinen.

Coming of Rage
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Kategorie:
Theater
UA/DEA:
05.09.2019, Deutsches Theater Berlin

Schüler*innen verschwinden. In den sozialen Medien kursieren die Rekrutierungsvideos eines maskierten Mädchens. Immer mehr Jugendliche schließen sich ihrem Kollektiv der Unmündigen an. Was bedeutet Demokratie für Menschen, die nicht wählen dürfen? Welche Kompromisse soll man noch schließen, wenn das Ende naht? Ein leichtfüßig radikaler Text über das politische Lebensgefühl junger Menschen.

Dr. Alıcı
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 24.01.2019, Münchner Kammerspiele

Olga Bach greift die Konflikte und Fragen Arthur Schnitzlers auf und übersetzt sie in die Gegenwart. Wo verlaufen heute die Konfliktlinien zwischen Ethik und Politik? Das Krankenhaus wird zum Polizeipräsidium, und Professor Bernhardi zu Doktor Alıcı. Ein Mann wird zur Frau, das Judentum wird zum Islam. Kunstvoll beschreibt Bach die subtilen Mechanismen, mit denen Rassismus gesellschaftsfähig wird.

Die Hand ist ein einsamer Jäger
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 23.05.2019, Volksbühne, Berlin

Ein Text über »Frauenkörper«: über weiblich identifizierte Existenzen als Anschauungsmaterial und Ausstellungsobjekte, Projektionsflächen und Kampfplätze. In enge Räume und Kleider gezwängt, drängen sich junge und alte, allzu zarte und überbordende, sich krümmende und ausdehnende Leiber, die es der Sprache nicht recht machen können und über die trotzdem alle reden. Ein drängender poetischer Appell für Solidarität, eine vielstimmige Kampfansage an Deutungshoheiten, Vermessungsstrategien und Weiblichkeitsideale.

Das Herz der Krake
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.04.2020

DAS HERZ DER KRAKE ist mehr als ein engagierter Schlagabtausch eingespielter Positionen. Mit geradezu furchteinflößender Gelassenheit dringt Stockmanns Text in die Widersprüchlichkeit und die Scham der Geschichte und seiner Figuren und zeichnet ein häßliches, ein bisweilen angstmachendes Bild deutscher Gegenwart, heimgesucht von einem Haß ohne Erinnerung, der laut tönt und doch keine Worte findet.

Hundert Jahre weinen oder hundert Bomben werfen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.10.2019, Theater Basel

Inspiriert von Gesprächen mit einem ehemaligen »Verdingbub« und Fremdenlegionär verbindet Darja Stocker zwei große Kapitel der Schweizer Geschichte und zeigt, wie Opfer zu Tätern werden können und die Spirale der Gewalt kein Ende findet. 

Das Imperium des Schönen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 31.01.2019, Schauspiel Stuttgart

Zwei ungleiche Brüder – erfolgreicher Intellektueller der eine, Lebenskünstler der andere – reisen mit ihren Partnerinnen nach Japan. Vier unterschiedliche Lebensentwürfe prallen aufeinander, und wieder einmal zeigt sich, dass der Kampf um das eigene Wertesystem im Privaten mit der gleichen Unbarmherzigkeit ausgetragen wird wie im globalen Maßstab.

Das innere Jahrhundert
Autor*innen:
Kategorie:
Schauspiel
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Paul Brodowsky tritt mit seiner fiktiven und gender-verdrehten Wedekind-Biographie in eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit einem Teil des dramatischen Erbes. Vor dem Hintergrund des zertrümmerten Europas rekonstruiert er eine Gesellschaft in Bewegung. Während Franka und Till versuchen, Familie, Erotik und die schöne Kunst unter einen Hut zu bekommen, tobt um sie herum ein erbitterter Kampf um die Deutungshoheit – ein Kampf, der 100 Jahre später umso heftiger entbrannt zu sein scheint.

Oh Schimmi
Autor*innen:
Kategorie:
Roman
UA/DEA:
UA: 20.09.2018, Theater Kosmos, Bregenz

Teresa Präauer hat ein sexuell aufgeladenes, extrem komisches und brutal hartes Buch geschrieben, das unbedingt laut gelesen werden sollte mit viel buntem Kaugummi im Mund, weil hier Sprache performt und zeigt, daß Anbaggern oder Aufreißen noch immer eine sportliche Disziplin ist, die aus kopulierenden Wörtern gemacht ist. Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.

Stille Nachbarn
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.01.2019, Residenztheater München

Von dem, was uns auseinandertreibt, aber ebenso von der Sehnsucht, die uns wieder zueinander hinführt, spricht Azar Mortazavis neues Stück STILLE NACHBARN. Von Einzelschicksalen, die sich partout nicht in Statistiken einfangen lassen wollen. Von der großen Welt, die in die kleinste eindringt, und umgekehrt von dem Persönlichsten, aus dem Gesellschaft, Politik und Zeitgeschichte erst erwachsen.

Warten auf Tränengas
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.02.2020, Theater Kosmos, Bregenz

WARTEN AUF TRÄNENGAS reflektiert die Instabilität, die Langeweile und die Unattraktivität institutioneller Demokratie und deren Herausforderung durch allzu vitale, populistisch effekthaschende Gemeinschaftsversprechen. Dabei setzen die Autoren nicht auf moralische Urteile, vielmehr verfolgen sie die Zersetzung der Strukturen politischer Auseinandersetzung zugunsten einer emotionalisierten, von sich selbst überzeugten Politik im Namen einer selbsternannten Mehrheit. Mit einem kleinen Cast gelingt es Sauter und Studlar, das komplexe Spannungsgeflecht eines gesellschaftlichen Umbruchs zu skizzieren.