Der gro├če Gatsby

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Theater, UA dieser Fassung: 10.11.2011, Schauspiel Frankfurt
Inhalt

F. Scott Fitzgerald z├Ąhlt zu den herausragendsten Vertretern der modernen amerikanischen Erz├Ąhlliteratur. Er gilt als Sprachrohr der so genannten ┬╗Lost Generation┬ź, jener desillusionierten Generation von Schriftstellern, die sich zwischen Erstem Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise entt├Ąuscht von Amerika abwandten. ┬╗Der gro├če Gatsby┬ź kritisiert die Pervertierung des American Dream, durch die sich das Streben nach Gl├╝ck und Freiheit auf das Erreichen von Reichtum und Macht reduziert, sowie die Oberfl├Ąchlichkeit einer ausschweifenden Konsumgesellschaft kurz vor ihrem wirtschaftlichen Niedergang. Aus mittellosen Verh├Ąltnissen stammend, hat es Jay Gatsby mit undurchsichtigen Gesch├Ąften zu immensem Reichtum gebracht. Damit hofft er, seine Jugendliebe Daisy, eine junge Frau aus verm├Âgender Familie, zur├╝ckzugewinnen. Diese hat w├Ąhrend seiner Abwesenheit trotz ihres Versprechens, auf ihn zu warten, den steinreichen, aber untreuen Footballspieler Tom Buchanan geheiratet und sich l├Ąngst ihrer zynischen und korrupten Umgebung angepasst. Beeindruckt von Gatsbys sagenhaften Partys, seinem luxuri├Âsen Lebensstil, beginnt Daisy erneut eine Liebesaff├Ąre, jedoch mit katastrophalem Ausgang.

Christopher R├╝ping hat Fitzgeralds Vorlage f├╝r die B├╝hne bearbeitet und die Rolle des Romanhelden Jay Gatsby auf vier M├Ąnner verteilt. Die Deutsche B├╝hne kommentierte: ┬╗Die derzeit ├╝berzeugendste Begegnung mit dem ÔÇ║GatsbyÔÇ╣-Material findet in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt statt. Ohne Dramatiker an der Seite hat der junge Regisseur Christopher R├╝ping eine Fassung erarbeitet, die zugleich ganz nah an Fitzgeralds Roman bleibt und dabei so weit ├╝ber ihn hinaus weist wie keine andere. Nick, Erz├Ąhler des Romans, bleibt auch hier Erz├Ąhler des St├╝cks ÔÇô wird aber auf der B├╝hne vervierfacht. Benedikt Greiner und Nils Kahnwald, Oliver Kraushaar und Viktor Tremmel, das herausragende ÔÇ║GatsbyÔÇ╣-Ensemble dieser Tage, dr├Ąngeln sich immer mal wieder darum, zu wem gerade welche Rolle am besten passt.┬áR├╝ping gelingt eine Mischung, die dem Roman ganz ohne jede realistische Behauptung besonders gerecht wird.┬ź