Svenja

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Theater, UA: 29.04.2022, Schauspiel Köln
Inhalt

Svenja ist weiß, aber in ihrem Innern fühlt sie sich Schwarz. Sie schwärmt voller Hingabe von »anderen Kulturen«, und ihre blonden Dreadlocks können mit denen der Rastafaris locker mithalten. Auch in der Familienplanung soll Svenjas Weltoffenheit zum Aus- druck kommen, für sie stehen »gemischte« Kinder für die Zukunft in einer post-rassistischen Gesellschaft.

In ihrer ersten Arbeit fürs Schauspiel Köln begibt sich die Regisseurin Anta Helena Recke auf eine visuelle Recherche zu weißer Weiblichkeit und Familiendynamiken im Kontext von White Supremacy und kultureller Aneignung. Sie entwirft Bilder von alltäglichen Grenzüberschreitungen und sucht nach Bewältigung in den kollektiven Rachefantasien der Kinder, die sich gegen die Exotisierung durch ihre weißen Mütter zur Wehr setzen.