Marie Schleef

Inszenierungen
Theater
Zitate

Leider beschränkt sich der Feminismus im Theater oft auf das Anprangern kanonischer Frauenrollen, über deren Vorsintflutlichkeit sich sowie alle längst einig sind. Hier dagegen rücken die Frauen wirklich ins Zentrum, krampffrei und ohne Agenda-Last. Schleefs Arbeiten markieren sozusagen den Unterscheid zwischen proklamierter und angewandter Emanzipation.

(Christine Wahl, Theater der Zeit)

Person

Marie Schleef schloss 2014 ihren Bachelor of Arts in »Theater und Performance« am Bard College in New York ab. Anschließend studierte sie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin.

Während der Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 arbeitete sie als Regieassistentin an der Volksbühne Berlin, darunter bei Susanne Kennedy. 2017/2018 tanzte sie in Jérôme Bels »The Show Must Go On« an der Volksbühne Berlin.

Ihre Diplominszenierung »Die Fahrt zum Leuchtturm« nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf feierte im Oktober 2018 an der Volksbühne Berlin Premiere. Die Inszenierung wurde nach Hamburg zum Körber Studio für Junge Regie 2019 eingeladen. Im Herbst 2019 erschien ihre Lecture Performance »There have always been kings AND queens«, basierend auf dem schriftlichen Teil ihrer Diplomarbeit über »Die Abwesenheit des weiblichen Kanons in der deutschsprachigen Theaterlandschaft«. In der Spielzeit 2020/2021 realisierte sie ihre erste Freie Produktion, die Long Durational Performance »NAME HER. Eine Suche nach den Frauen+«, in Kooperation mit dem Ballhaus Ost, dem Kosmos Theater und den Münchner Kammerspielen. Die Performance wurde 2021 zum 58. Theatertreffen eingeladen.

Marie Schleef interessiert sich besonders für Texte von Autorinnen, die bislang kaum oder gar nicht auf deutschsprachigen Bühnen gespielt wurden. Sie lebt in Berlin.