Willkommen, Constanza Macras!

Wir sind glücklich, stolz und hocherfreut, ab sofort Constanza Macras zu vertreten.

Die in Buenos Aires geborene Künstlerin mit Wahlheimat Berlin studierte Tanz und Modedesign und gründete 2003 gemeinsam mit der Dramaturgin  Carmen Mehnert mit DorkyPark ihre eigene Kompanie. DorkyPark versteht sich als interdisziplinäres Ensemble, das mit Tanz, Text, Live-Musik und Film arbeitet. Die Kompanie arbeitet eng mit verschiedenen Staatstheatern wie der Schaubühne Berlin (2004- 2015) und aktuell der Volksbühne Berlin und dem Düsseldorfer Schauspielhaus sowie Theatern der Freien Szene wie dem HAU zusammen.

Seit 2003 hat Constanza Macras | DorkyPark mehr als 25 Stücke kreiert, die weltweit getourt sind und auf Festivals wie dem Festival d’Avignon, den Wiener Festwochen, dem Seoul Performing Arts Festival, dem Buenos Aires International Festival, der Attakalari–India Biennial und dem Dance UmbrellaFestival in Johannesburg gespielt wurden. 2008 wurde Constanza Macras für ihr Stück »Hell on Earth« mit dem Preis des Goethe-Instituts als beste Inszenierung aus Deutschland ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt sie ebenfalls den deutschen Theaterpreis ‘Der Faust’  für ihre herausragende Choreographie in »Megalopolis«.

Nachdem sie bereits 2010 die »Arts at MIT William L. Abramowitz Residency« am Massachusetts Institute of Technology (MIT) erhielt, wird sie in 2020 erneut ein Stück am Massachusetts Institute of Technology entwickeln. 2018 entwickelte Macras die Choreographie für den Film »The Favorite«.

Ihre aktuelle Produktion »Hyperreal« ist im Auftrag des Düsseldorfer Schauspielhauses entstanden und dort weiterhin im Spielplan zu sehen. Für 2021 ist ein weiteres neues Stück in Koproduktion mit dem HAU in Berlin geplant.

Lily Sykes und »Meine geniale Freundin«

Nach ihrem erfoglreichen Spielzeitstart am Wiener Burgtheater konnte Lily Sykes sowohl Publikum als auch Kritiker*innen am Luzerner Theater mit ihrer Dramatisierung des Bestsellers »Meine geniale Freundin« von Elena Fernantes begeistern. Immerhin konnte die Schweizer Erstaufführung des 2000 Seiten starken Werkes stattfinden - wenn auch nur vor 50 Menschen. Doch die Leere des Zuschauerraums wird beeindruckend rasant ausgefüllt mit dem Leben der Erzählerin Lenù und ihrer Entourage. Regina Grüter von der Luzerner Zeitung sieht einen »gleichwohl inspirierenden und intelligenten wie auch unterhaltsamen Theaterabend« und ist begeistert von der Adaption des 4-bändigen Werkes mit Gesang und Sinfonieorchester: »Man könnte es schon fast als genial bezeichnen.« Die Süddeutsche Zeitung freut sich, dass in der Schweiz noch Theater gespielt wird und fasst den »opulenten« Abend zusammen: »Manchmal fast surreal, aber immer faszinierend. [...] Ein überbordender Stoff, den Sykes als Meisterwerk der überbordenden Theatermittel umsetzt.« 
Mit der Stückentwicklung PAINOCCHIO am Staatstheater Kassel geht es weiter im Frühjahr 2021. Am Staatstheater Hannover wird ihre Erfolgsproduktion »Orlando« mit Corinna Harfouch und Oscar Olivo wieder aufgenommen.

Jan-Christoph Gockel in München und Wien

Nachdem die Münchner Kammerspiele am 8. Oktober mit Falk Richters »Touch«die Spielzeit eröffneten (ein »fulminanter Auftakt« laut Bayrischem Rundfunk), schließt sich Jan-Christoph Gockel mit seinem Stück für Schauspieler*innen und Puppen nach dem Roman von Ernst Toller »Eine Jugend in Deutschland« an. Jan Christoph Gockel, ab der Spielzeit 2020/21 Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen, spürt im Prinzip einer sechsteiligen Serie Tollers rastlosem Künstlerleben nach und wirft mit einem Mashup aus Puppenspiel, Film, Schauspiel und Musik einen Blick auf Tollers vergessenes Gesamtwerk: »ein melancholisches, fast zärtliches Porträt ... ein kluger Abend« schreibt die Süddeutsche Zeitung. Nur ein paar Tage später wird Jan-Christoph Gockels Film »Die Revolution frisst ihre Kinder« seine Kinopremiere an der Viennale feiern. Für den Film reiste Gockel mit Schauspieler*innen des Grazer Schauspielhauses im Herbst 2018 nach Burkina Faso. Entstanden ist ein Stück über Europäische und Afrikanische Geschichte aus Gesprächen mit Menschen vor Ort, über die Aporien der Aufklärung und den Geltungsanspruch humanistischer Ideale, über Rassismus, über Erfolg und Niederlage politischer Kämpfe. Mit »Wir Schwarten müssen zusammenhalten - eine Erwiderung!« entsteht im Frühjahr 2021 eine weitere Arbeit für die Münchner Kammerspiele.

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»Die Walküre« von T.B. Nilsson & Julian Wolf Eicke

Frei nach Wagners zweitem Teil des »Ring des Nibelungen« haben T. B. Nilsson, Julian Wolf Eicke und ihr Team eine großformatige installative Arbeit am Offenbachplatz erschaffen. Seit März wurde die Spielstätte umgebaut und transformiert – die Räumlichkeiten sind nicht wiederzuerkennen und nur für alle Zuschauenden exklusiv im Oktober und November erlebbar. Eingebettet in die Sagen der nordischen Mythologie werden die Besucher*innen in die Wagner-Welt hineingesogen: ein Kosmos voller Verführung, inzestuöser Liebschaften und göttlichem Zorn. Hier werden Götter, Halbgötter und die einfachen Sterblichen von den stechenden Augen der Walküren auf ewig verfolgt. Mit Gedärm als Garn, den Köpfen der Krieger als Gewichte und Schwertern und Pfeilen als Weblade wird Schicksal und Zukunft gewoben.Die FAZ sieht »ein immersives Gesamtkunstwerk, [...] interaktives Opus Magnum, bahnbrechend für künftige Hinführungen zum Wagnerschen Œuvre«. Auf Nachtkritik landet der Abend in den Charts: »Es sind viele schwer beeindruckende, extrem detailreich ausgestattete Räume, durch die sehr wenige Zuschauer*innen nach Corona-Regeln schleichen und ihre Einrichtung und sie bevölkernde Menschen betrachten wie Walter Benjamins Engel die Trümmer der Geschichte«.

Neuigkeiten
Webserie "Die Johns Briefe" von T.B. Nilsson und Julian Wolf Eicke

Nach Verkündung der Theaterschließung ab November haben T.B. Nilsson und Julian Wolf Eicke sich zusammen mit dem Filmemacher Moritz Wimmer und ihrem Ensemble eine dreiteilige Online-Serie ausgedacht, die auf der Seite des Schauspiel Köln bereitstehen wird, wo in den nächsten Wochen auch die weiteren Folgen herauskommen.

Trailer - Das neue Evangelium

Trailer zum neuen Film von Milo Rau: »Das neue Evangelium«. Was würde Jesus tun, wenn er heute lebte?

Trailer zu Gockels »Revolution«

Trailer zu Jan-Christoph Gockels Film »Die Revolution frißt ihre Kinder«. Die Premiere erfolgte Ende Oktober bei der Viennale!

Stockmann und Les Trucs mit gemeinsamen Hörspiel

Im Hörspiel »Der sich langsam WIRKLICH etwas seltsam entwickelnde Kongress der Thanatologen« wenden sich Nis-Momme Stockmann und Les Trucs unter anderem dem Jubiläumsthema ›Die Zukunft der Trauermusik‹ zu. Eine Satire über den Tod und den Wissenschaftsbetrieb, produziert vom NDR (Ursendung am 30. September um 20:00 Uhr, NDR).

Neues Hörspiel von Andreas Sauter

DER MANN IM TURM ODER DAS GEHEIMNIS DER ZEIT ist ein Stück über die Zeit und was sie mit der Liebe macht. Die Liebe ist zwei Menschen abhanden gekommen und eine Familie droht zu zerfallen. Nun suchen das Kind, die Frau und der Mann einen Weg, damit umzugehen. Doch dann kommt die Zeit – drängt sich dazwischen –, und plötzlich sieht man nicht mehr, was eben noch so selbstverständlich wie lebensnotwendig war. In seinem neuesten Hörspiel zeichnet Andreas Sauter eine berührende Auseinandersetzung mit der Welt der Erwachsenen, dem Rätsel der Veränderung und dem Geheimnis der Zeit.

Hörspiel-Premiere „Der Mann im Turm oder das Geheimnis der Zeit“ am Freitag, 4. September 2020, 20:03 Uhr, Radio SRF 1 oder hier.

Bicker erhält Arbeitsstipendium der Stadt München

Für sein nächstes Prosaprojekt Boutheinas Lächeln« erhält der Autor Björn Bicker das Arbeitsstipendium der Stadt München. In der Jury-Begründung heißt es dazu: »Bicker ist ein genauer Rechercheur randständiger Lebenswelten. Das hat er schon mit seinem 2016 mit dem Tukan-Preis bedachten Buch »Was glaubt ihr denn. Urban Prayers« (Verlag Antje Kunstmann) unter Beweis gestellt. Daß er die Marginalisierten unserer Gesellschaft nicht aus dem Blick verliert, zeigt sein jüngstes Projekt, das man durchaus als Fortsetzung des preisgekrönten Buches verstehen kann: In »Boutheinas Lächeln« erzählt Bicker in zehn Geschichten von Menschen aus der Gegend des Münchner Bahnhofsviertels – Stories, denen Nachforschungen des Autors in Hinterhofmoscheen, Flüchtlingsunterkünften und an anderen Orten der Stadt zugrunde liegen. Sein Mittel ist dabei das der Dokufiktion – basierend auf Begegnungen und „wahren Begebenheiten“ entspinnt sich ein literarischer Reigen besonderer Art. Sein soziologisch neugieriger Blick und seine empathische Gabe verleihen auch denen eine Stimme, denen wir vielleicht immer noch zu wenig zuhören und über die wir oft vorurteilsbeladen vorschnell urteilen.«


Außerdem erhält Björn Bicker im Jahr 2020 das Arbeitsstipendium für Schriftsteller des bayerischen Staatsministeriums für Kunst und Wissenschaft als »Zeichen der hohen Wertschätzung für wichtige Kulturleistung der Literatur für unsere Gesellschaft«.