Tina Lanik

Inszenierungen
Theater
Zitate

»Tina Lanik inszeniert präzise, schnörkellos und mit großer Menschenbeobachtung.« (FAZ)

Person

Tina Lanik, 1974 in Paderborn geboren, studierte Politikwissenschaften, bevor sie 2000 ihre Theaterlaufbahn begann. Seitdem inszeniert sie an zentralen deutschsprachigen Bühnen, u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Schauspielhaus Zürich, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Wiener Burgtheater und Schauspiel Stuttgart.

Besonders prägend war ihre kontinuierliche Arbeit am Bayerischen Staatsschauspiel (2002–2018): Ab 2005 als Hausregisseurin, später von 2015 bis 2018 als Mitglied der künstlerischen Leitung.

Für ihre Inszenierung von Rainer Werner Fassbinders »Tropfen auf heiße Steine« erhielt sie 2002 den Kurt-Hübner-Regiepreis, 2003 wählte sie die Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zur Nachwuchsregisseurin des Jahres. Seit 2014 arbeitet Tina Lanik zudem als Opernregisseurin, u. a. an der Oper Frankfurt, der Oper Dortmund und der Staatsoper Nürnberg.

Ihre künstlerische Handschrift ist geprägt von zeitgenössischer Dramatik, gesellschaftspolitischen Themen und präzisen psychologischen Beziehungsstudien. Ihr besonderes Interesse gilt weiblichen Perspektiven und feministischen Narrativen. Dazu passend engagiert sie sich seit über zwei Jahrzehnten für die Gleichberechtigung und Sichtbarkeit von Regisseurinnen, gegen den Gender Pay Gap und für bessere Vereinbarkeit von Familie und Theater.

Seit 2010 lehrt Tina Lanik regelmäßig als Gastdozentin für Regie und Schauspiel, u. a. an der Akademie August Everding München und am Mozarteum Salzburg.