Tyrannis

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Theater, UA: 10.12.2015, Staatstheater Kassel
Inhalt

Im dunklen Wald ruft der Muezzin, der Vater kehrt mit der Axt nach Hause und geht in den Keller, ein sehr dickes MĂ€dchen erschĂŒttert das Haus mit trotzigem Aufstampfen.

In „Tyrannis“ von Ersan Mondtag ist stĂ€ndig MĂ€rchenstimmung, aber von der unheimlichen Art. Die rothaarige Familie mit ihren Avatar-Bewegungen, die man per Überwachungskameras in ihren Zimmern und live in einer sonderlichen WohnkĂŒche beobachtet wie im Menschenzoo, spricht nicht, lebt nach festen Ritualen und verbirgt Geheimnisse. Sind schreckliche Dinge in der Vergangenheit geschehen oder erwarten die zombiehaften Einfamilienhausseelen sie erst? Assoziationen an Horrorfilme und Computerspiele, David Lynch und BrĂŒder Grimm, aber auch an KleinbĂŒrgerenge Ă  la Fassbinder und das verschĂ€mte Personal von Christoph Marthaler stellen sich bei der geduldigen Betrachtung von Mondtags ZimmerwelttrĂ€umen ein.

In der bildmĂ€chtigen Verdichtung, die der 28-jĂ€hrige Performer und Regisseur aus diesen EinflĂŒssen komponiert, entsteht ein intimer Grusel des Alltags in berĂŒckend eigensinniger AtmosphĂ€re.

Im dunklen Wald ruft der Muezzin, der Vater kehrt mit der Axt nach Hause und geht in den Keller, ein sehr dickes MĂ€dchen erschĂŒttert das Haus mit trotzigem Aufstampfen.

In „Tyrannis“ von Ersan Mondtag ist stĂ€ndig MĂ€rchenstimmung, aber von der unheimlichen Art. Die rothaarige Familie mit ihren Avatar-Bewegungen, die man per Überwachungskameras in ihren Zimmern und live in einer sonderlichen WohnkĂŒche beobachtet wie im Menschenzoo, spricht nicht, lebt nach festen Ritualen und verbirgt Geheimnisse. Sind schreckliche Dinge in der Vergangenheit geschehen oder erwarten die zombiehaften Einfamilienhausseelen sie erst? Assoziationen an Horrorfilme und Computerspiele, David Lynch und BrĂŒder Grimm, aber auch an KleinbĂŒrgerenge Ă  la Fassbinder und das verschĂ€mte Personal von Christoph Marthaler stellen sich bei der geduldigen Betrachtung von Mondtags ZimmerwelttrĂ€umen ein.

In der bildmĂ€chtigen Verdichtung, die der 28-jĂ€hrige Performer und Regisseur aus diesen EinflĂŒssen komponiert, entsteht ein intimer Grusel des Alltags in berĂŒckend eigensinniger AtmosphĂ€re.

Hier geht es zum Trailer zu TYRANNIS. Viel Spaß!

 

Eingeladen zum Theatertreffen Berlin, 2016

Eingeladen zum Festival Radikal Jung, MĂŒnchen, 2016