Philipp Stadelmaier

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Person

Philipp Stadelmaier, geboren 1984 in Stuttgart, ist freier Autor, Filmkritiker und Filmwissenschaftler. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Romanistik in Frankfurt, unter anderem bei Werner Hamacher. GegenwÀrtig promoviert er in Frankfurt und der Université Paris 8 Vincennes-Saint-Denis in Filmwissenschaft zu Jean-Luc Godards »Histoire(s) du cinéma« und dem französischen Filmkritiker Serge Daney.

Seit 2012 schreibt Stadelmaier regelmĂ€ĂŸig Kritiken und Essays ĂŒber Kino fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung, seit 2015 auch fĂŒr das Schweizer Filmbulletin. Weitere Texte erschienen unter anderem in der deutschen Vogue, auf dem Blog des Merkur und in der Literaturzeitschrift Metamorphosen. Seine Arbeit, die von der französischen Filmkritik in der Tradition der »Cahiers du CinĂ©ma« beeinflußt ist, kreist um das VerhĂ€ltnis von klassischem, modernem und zeitgenössischem Kino, um Kino als Mittel der Herstellung von DiversitĂ€t und um die Auseinandersetzung mit Filmkritik im digitalen Zeitalter.

Sein Tagebuch-Essay »Die mittleren Regionen. Über Terror und Meinung« entstand 2015 wĂ€hrend eines lĂ€ngeren Aufenthaltes in Paris nach den dortigen AnschlĂ€gen vom Januar und November und erschien 2016 im Verbrecher Verlag. Ausgehend von Pier Paolo Pasolini, einem Seminar bei HĂ©lĂšne Cixous, Mails von Freunden und Artikeln in deutschen und französischen Medien verhandelt der Text die Frage, wie man die Reaktionsmuster auflösen kann, die der Terror in Form einer inhaltslosen und rassistischen »Meinung« im öffentlichen Diskurs verankert hat. Der Text prĂ€sentiert weniger Thesen, als daß er eine Schreibszene entwirft, in der die Meinung selbst zu Wort kommt und sich dabei in die eigenen Aporien verstrickt.

2017 hat er mit der grotesken Komödie VANISHING POINTS sein DebĂŒtstĂŒck geschrieben.

2018 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Preis fĂŒr Literatur, der von der Stadt Heidelberg vergeben wird.

2020 erschien sein Roman Queen July, der von zwei jungen, dunkelhÀutigen Frauen, mit afrikanischen Wurzeln handelt, die international Karriere machen. Nun treffen sie sich in ihrer Heimatstadt Paris und erzÀhlen einander: von der Arbeit, Liebe und dem Leben.

2021 schrieb Philipp Stadelmaier sein neues TheaterstĂŒck BLACK SQUARE.

Derzeit arbeitet er an einem neuen Roman.