Bleib mein schlagendes Herz

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Theater, UA: 13.03.2010, Schauspiel Frankfurt
Inhalt

Das mu├č die zweite Phase der Adoleszenz sein, die┬ádie┬áinsgesamt neun┬áProtagonisten - alle┬ázwischen zwanzig und drei├čig - in BLEIB MEIN SCHLAGENDES HERZ durchleben.┬áTeenager sind sie seit einiger Zeit nicht mehr, trotzdem wirken sie noch orientierungslos und oft┬áerstaunlich mutlos und resigniert. Wer ist man? Mit wem? Alleine, zusammen? Und wohin gehen, wenn einem die westliche Welt oder das Elternhaus┬ávermeintlich alle M├Âglichkeiten geben.

Einigen Protagonisten allerdings stehen bereits nicht mehr alle T├╝ren himmelweit┬áoffen. Lucy hat Krebs und noch tausend andere Krankheiten, zudem ist sie an eine Sauerstoffflasche gefesselt, die ihre Bewegungsfreiheit einschr├Ąnkt. Danka mu├č heiraten, das allerdings weniger aus romantischen, sondern aus pragmatischen Gr├╝nden: Sie braucht eine┬áAufenthaltsgenehmigung.┬áEine gr├╝belnde, um sich selbst kreisende, hochsensible Generation, der die Naivit├Ąt fr├╝herer Generationen abhanden gekommen ist.

Also geht es nat├╝rlich um Liebe, ums┬á├ťberleben, darum, da├č das Leben nun endlich mal anfangen m├╝sste, schlie├člich k├Ânnte es ja gut und gerne noch 50 Jahre dauern. Man schl├Ągt sich durch, als Telefonistin, als Modell, als Prostituierte, pragmatisch, oft ohne die gro├če Utopie. Die Sehnsucht ÔÇô und sei es nur die, nicht mehr alleine zu sein ÔÇô bleibt. Also versucht┬áman sich in der Entzifferung des Gegen├╝bers, ├╝bersensible Jungs, vermeintlich harte M├Ądchen, die gerne angreifen, um zu verteidigen.┬áMenschen verstehen, um sich selbst zu verstehen. Eine Welt der gro├čen M├Âglichkeiten ist gleichmals eine Welt der ewigen Adoleszenz. Was also machen mit dem Leben, mit dem Rest des Lebens, wenn es immer noch nicht so recht angefangen hat? Wenn die Suche nach dem eigenen Ich einen ├╝berfordert, kann man erstmal nach einem anderen Ich, nach einem Gegen├╝ber suchen ÔÇô die Hoffnung, da├č dies vielleicht schon reicht, stirbt zuletzt ...

Auszug

┬╗Die ├ärzte haben gesagt, willkommen im Leben, aber ich riech nach Verwesung.┬ź