Das Portal

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Schauspiel, UA: 19.01.2024 Staatstheater Stuttgart
Inhalt

Das traditionsreiche Theater Helios pfeift aus dem letzten Loch. Generalintendant Geldoff k├Ąmpft wie ein Ertrinkender um seine Vertragsverl├Ąngerung. Nur ein gro├čer Theaterabend k├Ânnte die Zukunft der B├╝hne sichern ÔÇô und so setzt er alles auf eine Karte und engagiert einen erfolgreichen und teuren Jungregisseur, der mit dem Portal die Gunst der lokalen Kulturpolitik zur├╝ckgewinnen soll. Chefdramaturg Eisenstern hat derweil eigene Pl├Ąne. Denn er ist gerade dabei, einen Putsch zu planen, um das in seinen Augen fehlgeleitete Theater unter seine F├╝hrung zu bekommen. Und so zerren die beiden graue-Eminenz-artig an der Theaterproduktion. Aber das ist nur einer von zig kleineren, gr├Â├čeren (und allergr├Â├čten) Nebenschaupl├Ątzen in dieser schrillen Tour de Farce. In der Wimmelwelt des Theaters denkt n├Ąmlich kaum jemand an etwas anderes als an sich selbst. Und so entgeht den in Kleinkriegen verstrickten Mitarbeiter:innen auch v├Âllig, dass der immer mehr unter Druck geratende Geldoff im Kellerged├Ąrm des Theaters als letztes Mittel den ┬╗gro├čen Alten┬ź, K├Ânig Chtulu, beschw├Ârt ÔÇô und so ein Portal ├Âffnet, durch das D├Ąmonen in das Geb├Ąude str├Âmen, in die K├Ârper der Schauspieler:innen fahren und das Theater in einen wahrhaft dionysischen Ort verwandeln ÔÇŽ Diese doppelte und dreifache ├ťberdrehung aller Theaterklischees ist eine Hommage an das komplexe, oft paradoxe, sch├Âne und grausame Gebilde ┬╗Theater┬ź als einen Ort, an dem das Streben nach dem H├Âchsten manchmal krachend mit dem Streben nach dem Niedrigsten kollidiert.