Fluktus

Autor*in(nen)
Theater, noch frei zur UA
Inhalt

2052. Emil Galovic hat Besuch von Journalisten, die in portr├Ątieren wollen. Es soll das Bildes jenes Mannes gezeichnet werden, der nach dem Totalzusammenbruch von Sankt F├Ânix im Jahrhundertsommer 2013 den Schutt beseitigte und aus den Ruinen monumental Neues entstehen lie├č. Doch Emils Geschichte taugt nicht als Heldenepos. Gezwungenerma├čen begann er, auf dem Recyclinghof des Onkels zu arbeiten, die Produktivit├Ąt des Zerfalls und der Zerst├Ârung waren ihm fremd. Doch das F├Ârderband l├Ąuft ohne Unterla├č, das Leben transportiert uns an die seltsamsten Orte. Emil verschuldet auf groteske Weise den Tod des treuen Mitarbeiters Heinrich, dessen bizarre M├╝llkunst er f├Ârdern wollte. Er lernt Tanja kennen. Onkel Keyzer stirbt, und Emil mu├č seine Lethargie hinter sich lassen und die Arme hochkrempeln. Die Lawine des Niedergangs sp├╝lt ihn an die forderste Front. Doch Erfolg ist nicht immer ein Gl├╝ck. Und am Ende des steten Auf- und Niedergangs steht ein gebrochener, beinahe verr├╝ckter Emil Galovic.

FLUKTUS schildert eine Welt, die durchzogen ist von schwerem Staub und Zerfall. Ganze Stadtteile sind eingest├╝rzt, F├Ârderb├Ąnder biegen sich unter Tonnen von Bauschutt, der einmal urbanes Leben darstellte. Aber die Ger├Âllhalde des einen ist immer die Sprungschanze f├╝r den anderen. Und die Firma der Galovics recycelt sich durch die Berge des Verfalls hindurch an die Spitze der Gesellschaft. In Gespr├Ąchen, Therapiesitzungen, Comic-Intermezzi oder zeitungsartigen Passagen durchstreifen wir diese besondere, sch├Ân-deprimierende Winkler-Welt und sind erstaunt.