Ich bereue nichts

Autor*in(nen)
Theater, mit Thomas Halle, UA: 11.10.2014, Staatstheater Karlsruhe
Inhalt

Edward Snowden ist ein ehemaliger Soldat und Wachmann, der ohne Hochschulabschluss, nur durch Talent, schnell Karriere bei der CIA machen konnte. Er lebte den amerikanischen Traum. Allerdings stand dem jungen Computerspezialisten bald etwas Entscheidendes im Weg, das sich nicht gut mit seiner T├Ątigkeit vertrug: sein Gewissen. So stahl und ver├Âffentlichte Edward Snowden 1,7 Millionen Dateien, die gr├Â├čtenteils geheime ├ťberwachungs- und Spionageprogramme der USA und ihrer Verb├╝ndeten betreffen. Seither sind Prism, Tempora und das Kanzlerinnenhandy in der ├Âffentlichen Diskussion ÔÇô und Edward Snowden auf der Flucht. In Europa wird er als Symbol der Aufkl├Ąrung und der Emanzipation gefeiert, in seiner Heimat als Hochverr├Ąter verachtet. Enth├╝llt sich das Internet als ├ťberwachungsmaschine, mit der wir nebenbei Fl├╝ge buchen und B├╝cher bestellen k├Ânnen? Tr├Ąume und Leidenschaften sind privat; der Schutz der Privatheit ist Grundprinzip moderner Demokratien im Unterschied zu totalit├Ąren Staaten, die ihre B├╝rger ├╝berwachen.

Jan-Christoph Gockel inszenierte in Karlsruhe zuletzt das NSU-Projekt RECHTSMATERIAL in Zusammenarbeit mit dem Autor und Dramaturgen Konstantin K├╝spert. Das Team hat Kontakt zu Publizisten aus dem Umfeld des Whistleblowers aufgenommen und n├Ąhert sich diesem Helden wider Willen mit einem fiktiven Monolog, der seinen Zwiespalt zwischen Patriotismus und Gerechtigkeitssinn behandelt.