K├Ąthe Hermann

Autor*in(nen)
Theater, UA, 08.01.2012, Theater Bielefeld
Inhalt

K├Ąthe Hermann lebt mit ihrer Tochter Irmi und dem gel├Ąhmten Sohn Martin zusammen und wei├č sich und die Familie zu besch├Ąftigen. Sie sieht sich als B├╝hnenk├╝nstlerin, als T├Ąnzerin. Weil sie von Hans, ihrem verstorbenen Mann, zweimal geschw├Ąngert und gleich anschlie├čend verwitwet wurde, brachte ihr Talent weder Ruhm noch Geld. Nun, da die Brut bereits ergraut, ist sie an der Reihe. So mu├č das Wohnzimmer allabendlich als B├╝hne, m├╝ssen ihre Kinder als Techniker und vor allem als Publikum dienen. Irmi und Martin m├╝ssen die Mutter nicht nur umjubeln, sie sollen genau darin auch ihr eigenes Gl├╝ck finden. Denn K├Ąthe Hermann, die gute Mutter, will, da├č die Familie gl├╝cklich ist. ├ťberhaupt: Der K├Ąthe stellt sich niemand in den Weg. Weder die widerborstige Tochter, noch der verkr├╝ppelte Sohn. Und erst recht nicht die Bagger, die das Haus abrei├čen sollen. Zwangsumsiedlung kommt nicht in Frage. Im Gegenteil, jetzt wird renoviert.

K├äTHE HERMANN zeigt, wie die Mitglieder einer Familie llusionen ├╝ber die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft produzieren, um sich als gesellschaftlich handlungsf├Ąhige Individuen und als wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft sehen zu k├Ânnen. Und es zeigt den Wahn, der entsteht, wenn diese Illusionsproduktion durch die gesellschaftlichen Bedingungen bedroht wird.

Eingeladen zu den M├╝lheimer Theatertagen 2012

Eingeladen zu den Autorentheatertagen 2012 am Deutschen Theater, Berlin