MIAU!

Autor*in(nen)
Schauspiel, UA: 18.09.2026, Theater Dortmund
Inhalt

Die Tiere haben Angst, dass die Menschen ihre Welt zerstören. Letzte Chance der Menschheit: Ein Kind soll beweisen, dass Menschen auch anders können. Eine Geschichte über Verantwortung, Verwandtschaft und die Frage, wie wir zusammenleben wollen.

Wie in Kästners Konferenz der Tiere begegnen wir den Gesandten der Tier- und Pflanzenwelt in einem Zustand heller Aufregung: Man habe allerorten von der Unvernunft der Menschen gehört und dass die Menschheit an einer Weltvernichtungsbombe arbeite. Giraffe, Hamster, Löwe und Pflanze sind außer sich. Die Gesandten zermartern sich die Köpfe und Stängel: Was kann man tun, um die drohende Zerstörung der Welt durch diese elektrisch beleuchteten Barbaren aufzuhalten? In ihrer Aufregung fassen sie einen überstürzten Beschluss: Die Welt muss gerettet werden, die Menschheit muss weg! Dann aber kommt als letzte (und sehr langsam) die Schnecke zur Konferenz, die Kindchen dabeihat. Auf ihren Antrag hin wird der Beschluss noch einmal ausgesetzt: Das Kind soll beweisen, dass Menschen auch anders handeln können, als man es überall hört. Gelingt ihm das nicht, soll eine Maschine in Gang gesetzt werden, die das Ende der Menschheit bedeuten würde… 

Das Stück nimmt die Sorgen und Nöte der Pflanzen- und Tierwelt in den Blick, die unsere Sorgen sind. Miau! zeigt, wie unerwartet das Glück entstehen kann, wenn man sich auf Unbekanntes einlässt. Dass Verwandtschaft größer gedacht werden kann, und dass man wählen kann, mit wem man verwandt sein will. Es ist an den Menschen, diese Verwandtschaft anzunehmen und sich mit allem, was lebt, verwandt zu machen. Am Ende steht die Hoffnung auf Zusammenleben ohne Unterdrückung, Kriege und Raubbau, auf einen neuen Anfang jenseits des Anthropozäns.

Das neue Auftragswerk der vielfach preisgekrönten Dramatikerin beginnt mit einer Tier- und Pflanzenkonferenz. Mit poetischer Kraft, Ironie und großer Freude an grotesken Charakteren befragt die Autorin in ihren Stücken Machtstrukturen und gesellschaftliche Verhältnisse. Ihre Texte erzählen von Mut, Widerstand und Fantasie und immer wieder von Kindern und Jugendlichen, die um Selbstbestimmung ringen. 

Die Uraufführung verbindet Ernst mit Humor und ferne und nähere Weltpolitik mit dem Hier und Jetzt. Erzählt wird eine Geschichte voller Hoffnung und mit Blick auf die, um die es geht – die Tiere, Pflanzen und Menschenkinde.