Zertretung – 1. Kreuz brechen. Also alle Arschlöcher abschlachten

Autor*in(nen)
Theater, UA: 14.10.2021, Volkstheater Wien
Inhalt

Fortunas Rad des Lebens, das Schicksalsrad, dreht sich, es fĂ€hrt dahin und walzt und vernichtet einfach alle. Erbarmen gibt es nicht. Darum wird aber auch gar nicht erst gebeten. Vielleicht wollen sie ja auch sterben? Wer sagt denn, dass es nicht so ist? Es ist unerhörtes Theater: Dornen, Kreuze, Schweiß, Blut, Speichel, Exkremente in einem goldenen Raum der endlos verĂ€nderlichen, wandelbaren Dinge und Körper. Was, wenn wir nicht mehr wissen, wer jetzt die Guten und die Bösen sind, oder die SchĂŒtzenswerten, oder die, die zu vernichten sind? In diesem StĂŒck ist es so. Was passiert hier? Ist es WillkĂŒr? Darf man* das?
Die Leser*innen pendeln von de Sade zu Genet, von MallarmĂ© zu Artaud, doch am ehesten grĂŒĂŸt der große Pierre Guyotat: Es ist ein unendlicher, emotionaler, obszöner Strom der Wörter, in dem wir wie gefangen sind.