Kein Schiff wird kommen

Autor*in(nen)
Theater, UA: 19.02.2010, Staatstheater Stuttgart
Inhalt

Ein junger Autor hat den Auftrag, ein StĂŒck ĂŒber die Wende zu schreiben. Aber er war ein Kind, als die Mauer fiel, und wuchs fern von Berlin auf: auf der Nordseeinsel Föhr. Kein innerer Bezug verbindet ihn mit dem Thema, außer der an ihn gestellten Forderung von Dramaturgen, Intendanten und Lektoren, daß sein StĂŒck »welthaltig« und »nachhaltig« zu sein habe.  Nun erhofft er sich Aufschluß von seinem Vater, den er auf der heimatlichen Insel aufsucht. Mit diesem begibt er sich in GesprĂ€che ĂŒber die damalige Zeit, die er als Material aufzeichnet, ohne recht davon ĂŒberzeugt zu sein. Statt allerdings wie geplant leicht und schnell die Vergangenheit zu boulevardisieren, erntet das Graben in der Vergangenheit unerwartet dunkle FrĂŒchte. Seine Recherche fĂŒhrt in die Krise: Was an ihm ist noch echt und empfunden, was poetisiert und stilisiert? KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet.

Ein Werkauftrag des tt StĂŒckemarktes 09

Eingeladen zu den MĂŒlheimer Theatertagen 2010 und ins Rahmenprogramm des Berliner Theatertreffens 2010