Schwemmholz

Autor*in(nen)
Theater,
Inhalt

Eine weite Landschaft.
Eine Lichtung. Ein Wald. Eine Wiese. Eine ferne Zukunft?
Eine Frau zwischen den Zeiten, im Davor und im Jetzt.
Bilder eingebrannt auf ihrer Netzhaut.┬áIn sie hinein fallen Erinnerungen, Bilder, Fragmente. Ein Revue-Passieren ihres Lebens vor dem Tod, w├Ąhrend sie hofft, endlich aufzuwachen und den tropfenden Wasserhahn in ihrer K├╝che zu h├Âren.
Irgendwoher h├Ârt sie einen Vogel und wei├č, da├č das nicht sein kann, w├Ąhrend sie da liegt in der Dunkelheit, in etwas, das einmal Landschaft war. Bilder der v├Âlligen Zerst├Ârung und des nackten ├ťberlebens ÔÇô doch die Erinnerung h├Ąlt sie noch.
Sie sieht eine junge Frau, zum Tode verurteilt, und die H├Ąnde ihres Henkers. Sie sieht die H├Ąnde einer Gefl├╝chteten, die sich in den Stoff ihrer Bluse krallen, eine letzte Kraftanstrengung, bevor sie in den schlammigen Graben des Feldwegs fallen wird.
Sie sieht die H├Ąnde ihres Geliebten. Sie sieht das Kind, das sie nicht haben konnte.
Es ist Nacht. Drau├čen schl├Ągt kein Fensterladen in der Halterung. In der Ferne keine Autobahn.
Ein toter Ast knackt im Gerippe.┬áSie versucht sich aufzusetzen, f├Ąllt zur├╝ck.┬áSie versucht sich zu erinnern an ein l├Ąngst vergangenes Gl├╝ck und f├Ąllt in tiefe Trauer ├╝ber Verpa├čtes.

SCHWEMMHOLZ ist eine m├Ąandrierende Ann├Ąherung an die Welt, an ihre Sch├Ânheit und unseren Umgang mit ihr. Ist ein Aufschrei, ein Versuch, die Male der Zeit in Bildern zu fassen. Ein Nachdenken ├╝ber Vergangenes und Nicht-Getanes, ├╝ber Hoffnung und Illusion.