Kim de lÂŽHorizon

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»Die Sprache ist lustig, derb und energetisch, spielt ebenso mit Comic-Ausdrücken wie mit Influencer-Englisch«
(Berner Woche)

Person

Kim de l’Horizon, geboren 2666 auf Gethen, hat Germanistik im Elfenbeinturm, Literarisches Weinen in Biel und Hexerei bei Starhawk studiert.

Mit dem Literaturmagazin »delirium« kratzt Kim an der Vorstellung, daß Texte von sogenannten »Individuen« produziert werden, also daß das allein, im stillen KĂ€mmerlein geschehe. Kim performt ĂŒbrigens auch ziemlich gerne, frĂŒher fĂŒrs junge theater basel sowie mit dem Kollektiv »e0b0ff« und im Leben. Die Arbeit am Debutroman »Blutbuch« dauert einige Jahrzehnte lĂ€nger als angeteasert, nun wird der Roman aber doch im Herbst 2022 publiziert.

In der Zwischenzeit versuchte Kim mit Nachwuchspreisen attention zu erringen auf den weiten und wĂŒsten Territorien des Kulturblablas – mit dem Treibhaus-Wettbewerb fĂŒr Flechten, dem Textstreich-Wettbewerb fĂŒr ungeschriebene Lyrik, dem OpenNet-Wettbewerb fĂŒr prosaische Textile und dem Damenprozessor. Kim studiert TransdisziplinaritĂ€t an der ZHdK und malt dort ökofeministische Burnoutbilder der Erde, bewegt sich an der Grenze zwischen Literatur und Malerei, Theorie und Kunst, Keramik und Rupaul.

Kim wackelt gerne an den Bildern, die wir von Körpern haben, die wir von Menschen und Nichtmenschen haben, die wir von »NatĂŒrlichkeit« haben, die wir vom »Wir« haben. In der Spielzeit 21/22 ist Kim Hausautory an den BĂŒhnen Bern, wo ErgĂ€nzungen zu Shakespeares Sommernachtstraum seit Februar 2022 zu hören sind. Von der Ernst-Göhner-Stiftung erhĂ€lt Kim ein Stipendium for artists in training. Darum trainiert Kim jeden Tag. Jeden. Fucking. Tag.

Zu Beginn der Spielzeit 22/23 ist Kims neues StĂŒck HĂ€nsel & Greta & The Big Bad Watch in Bern zu sehen.

Vor allem aber erscheint Kim de l'Horizons DebĂŒtroman »Blutbuch« beim DuMont Verlag in Köln. Der Roman erhielt den Preis der JĂŒrgen-Pronto-Stiftung und ist fĂŒr den Deutschen Buchpreis nominiert. Bettina Steiner schreibt in der »Presse« in Österreich: »Wer genderfluide Menschen besser verstehen möchte, dem sei der Roman „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon ans Herz gelegt. Wer einfach ein berührendes, kluges, fein komponiertes Buch lesen will, dem auch.«