Informationen über weitere Werke, Essays und Erzählungen von Maxi Obexer sind unter www.m-obexer.de auf der Website der Autorin zu finden.

»Manchmal gibt es Wunder in der Theaterwelt. Es erscheinen junge Menschen, zugleich bescheiden und furchtlos, die sich an die großen Themen der Theatergeschichte heranwagen. (...) Mit ihren Stücken zwingt Margareth Obexer die Tragödie auf die Bühne zurück und hebt dadurch deren Unmöglichkeit in der heutigen Welt auf.«
(Jean Baptiste Joly, Direktor der Akademie Solitude, Stuttgart)
Maxi Obexer studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Sie schreibt Prosa, Theaterstücke und Hörspiele und hat sich einen Namen mit politischen Stücken und Essays gemacht.
DAS GEISTERSCHIFF etwa, ihr aktuell am häufigsten gespieltes Stück, ist eine kritische Auseinandersetzung darüber, wie mit Flüchtlingskatastrophen umgegangen wird, ein modernes Requiem über die vielen gleichgültig hingenommenen Toten an den Küsten Europas. Ihre Stücke wurden u.a. am Landestheater Schwaben, an der Rampe Stuttgart, dem Staatstheater Dresden, dem Theaterhaus Jena oder dem Theater Basel aufgeführt. In den vergangenen Jahren hat Obexer zudem zahlreiche Performances mit KünstlerInnen aus der zeitgenössischen bildenden Kunst und Musik entwickelt. Für die Europäische Kunstbiennale »Manifesta 7« entstand 2008 gemeinsam mit dem Klangkünstler Hannes Hölzl die Installation »Defending Europe«.
Obexer war Stipendiatin u. a. des Literarischen Colloquiums, Berlin, der Akademie der Künste, der Stiftung Preußische Seehandlung und der Akademie Schloß Solitüde, Stuttgart. Gastprofessur für Drama am Dartmouth College, USA, derzeit Gastprofessorin für Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin. 2002 erschienen mit »Das Herz eines Bastards« Geschichten und Essays von Maxi Obexer. »Das Geisterschiff« erschien 2005 beim Verlag Merz & Solitude. Im Frühjahr 2011 wurde mit »Wenn gefährliche Hunde lachen« ihr erster Roman im Folio Verlag Wien/Bozen veröffentlicht.
Für das Theater Freiburg schrieb sie 2012 gemeinsam mit Bernadette La Hengst die Operette DIE KÄMPFE DER FRAUEN. Zur Zeit erarbeiten sie und Roberto Cavosi im Auftrag der Vereinigten Bühnen Bozen eine Neufassung von »Le Ball/Das Ballhaus« (Premiere: 11. Mai 2013, Vereinigte Bühnen Bozen).
Maxi Obexer lebt und arbeitet in Berlin und Südtirol.
Informationen über weitere Werke, Essays und Erzählungen von Maxi Obexer sind unter www.m-obexer.de auf der Website der Autorin zu finden.
Nach zwei Verfilmungen (von Wolfgang Glück im Jahre 1969 und »Eyes Wide Shut« von Stanley Kubrick 1999) wird Schnitzlers »Traumnovelle« durch den Komponisten Alex Nowitz erstmals für das Musiktheater bearbeitet. Das Libretto fü 3 Sängerinnen und 4 Sänger hat Maxi Obexer geschrieben. Die Uraufführung findet am 3. Februar 2013 am Staatstheater Braunschweig statt.
Monolog
Weihnachten 1996 ertranken 283 Flüchtlinge vor der Südküste Siziliens. Als Fischer erste Leichenteile an Land ziehen, ignorieren die Behörden den Vorfall. Das Schiff wird zum »Geisterschiff«. Obexers derzeit am häufigsten gespieltes Stück, ist eine kritische Auseinandersetzung darüber, wie mit Flüchtlingskatastrophen umgegangen wird, ein
modernes Requiem über die vielen gleichgültig hingenommenen Toten an den Küsten
Europas.
Hörspiel. WDR, 2006. R: M. Zylka
Die große Hitze vom Sommer 2003 brachte nicht nur guten Wein. Sie ließ auch die Gletscher schneller schmelzen, und manches Opfer, das sich der Gletscher vor vielen Jahren geholt hatte, wurde freigegeben. So geschah es, daß eine Frau nach 54 Jahren ihren jungen Verlobten wiedersehen durfte.
Monolog
Hörspiel. WDR, 2005. Regie: M. Obexer
Piloten streiken, Flüge fallen aus, darunter auch der Rückflug des Großunternehmers und Machtmenschen Falk, der jetzt im Hotelzimmer festsitzt und auch noch seine jährlich stattfindende Geburtstags- und Firmenparty verpassen wird. Während sich seine Frau bereits schick macht und sich weigert, die Anrufe von Falk entgegen zu nehmen, beginnt dieser, sich auf eine Frau zu fixieren, die er vom Hotelzimmer aus beobachtet.
Hörspiel. RAI 2009. Regie: A. Trocker
Womit hat Frau zu kämpfen? Die Hydra hat viele Köpfe und darunter sind nicht nur Männer auszumachen. Wofür streiten Frauen? Um die Hälfte der Fensterplätze auf der Titanic? Oder haben sie nach 4000 Jahren Männerkurs andere Visionen über das Leben zu bieten, das eigene und das mit anderen? Was macht Frauen fertig und was macht sie an?
Monolog
Hörspiel. NDR, 2008. Regie: A. Trocker
Theaterstück
Was, wenn es einen gibt, einen Identischen? Was, wenn er das Ersatzteillager sein soll für die eigene körperliche Unzulänglichkeit? Was, wenn sich der andere auch noch als das stärkere, lebenstüchtigere Modell des Selbst erweist?