Christine Umpfenbach

Werke
Theater
Zitate

┬╗Christine Umpfenbach ist es tats├Ąchlich gelungen zu zeigen, wozu Theater in der Lage sein kann: Einer wahren Geschichte durch Verdichtung eine weitere Ebene hinzuzuf├╝gen.┬ź
(Tagesanzeiger)

Person

CHRISTINE UMPFENBACH studierte B├╝hnenbild an der Kunsthochschule Berlin Wei├čensee und Regie am Goldsmiths College London. Sie leitete das Obdachlosentheater RATTEN 07 (2000 - 2002) an der Volksb├╝hne Berlin. Seit 2003 arbeitet sie als freiberufliche Regisseurin in verschiedenen St├Ądten u.a. in M├╝nchen, Freiburg, Riga, Tel Aviv, Taipei.┬á Ihre Theaterprojekte sind dokumentarisch und werden h├Ąufig zusammen mit den Darsteller*innen entwickelt. Sie realisierte u.a. ┬╗Let's go West 2003┬ź mit Bewohnern aus Wismar, die durch die Wende ihre Arbeit verloren haben, gef├Ârdert vom Kulturreferat M├╝nchen die theatrale Busfahrt ┬╗Endstation West┬ź, die ┬╗Win-Place-Show┬ź sowie ┬╗3 Jahre Musterehe┬ź. Seit 2006 arbeitete sie kontinuierlich an den M├╝nchner Kammerspielen:┬á als Regisseurin inszenierte sie u.a. ┬╗Old Stars┬ź, ┬╗Besser Rauskommen┬ź, ┬╗Fluchten 1-4┬ź, ┬╗M├╝nchen /Diyarbakir┬ź und ┬╗Win Place Show 2018┬ź. Neben ihrer Regiet├Ątigkeit war sie im Leitungsteam der Stadtprojekte ┬╗Hauptschule der Freiheit┬ź (zusammen mit Bj├Ârn Bicker, Ruth Feindel, Michael Graessner, Peter Kastenm├╝ller) und ┬╗Munich Central┬ź (zusammen mit Malte Jelden und Julia Reichert).

Im Rahmen von ┬╗Munich Central┬ź entstand das Theaterprojekt ┬╗Gleis 11┬ź (Co-Autor: Paul Brodowsky), in dem die Ankunft der ausl├Ąndischen Arbeitskr├Ąfte am Originalschauplatz im Bunker von Zeitzeugen nachgestellt und nacherz├Ąhlt wurde. (2010-2012) ┬╗Christine Umpfenbach ist mit ihren umwerfend pr├Ąsenten Laien-Akteuren ein Theaterwunder gelungen: Wann geht man so begl├╝ckt raus und m├Âchte sofort wieder rein?┬ź (Abendzeitung)

Am Theater Freiburg erarbeitete sie ┬╗Ich will mal reich sein, aber das ist halt kein Beruf┬ź als Parcours durch eine Gesamtschule und ┬╗Ich glaub schon┬ź. ┬áF├╝r das von dem M├╝nchner Festival SPIELART initiierten europ├Ąischen Projekts ┬╗Global City ÔÇô Local City┬ź entwickelte sie in Riga f├╝r das Homo Novus Festival ┬╗Lost Gardens┬ź (2013).┬á

URTEILE, eine Arbeit zum NSU-Skandal wurde 2014 im Residenztheater M├╝nchen uraufgef├╝hrt und war das erste St├╝ck im deutschsprachigen Raum, das sich mit der Perspektive der Opfer des NSU besch├Ąftigte. Der Text von Christine Umpfenbach entstand in Zusammenarbeit mit der Autorin Azar Mortazavi und wurde zusammen mit Tunay ├ľnder im Unrast Verlag herausgegeben.

2014 erhielt sie den Theaterf├Ârderpreis der Landeshauptstadt M├╝nchen, da ihre ┬╗Projekte, die (identit├Ąts-) politischen und sozialen Themen in dieser Stadt sehr direkt, pr├Ązise und ├Ąsthetisch ├╝berzeugend ansprechen. Ihre Arbeiten sind daher nicht nur 'mit dem Kulturleben M├╝nchens eng verkn├╝pft', sondern ganz konkret mit dem Leben in dieser Stadt.┬ź

2015 entwickelte sie das St├╝ck ┬╗Camp Herzl┬ź mit Student*innen des Mozarteum Salzburg und der Universit├Ąt Tel Aviv. 2018/ 2019 gef├Ârdert von der Heinrich-B├Âll-Stiftung arbeitete sie mit Student*innen in Charlottesville, USA, zu den neonazistischen ├ťbergriffen 2017.

40 Jahre nach dem Attentat erarbeitet Christine Umpfenbach im Oktober 2020 das Rechercheprojekt 9/26 - DAS OKTOBERFESTATTENTAT an den Münchner Kammerspielen und würde mit ihrem Stück zu den 46. Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Sieben Jahre nach der Urauff├╝hrung zeigt das Residenztheater M├╝nchen im Herbst 2021 URTEILE REVISITED - NACH DEM PROZESS.