Abraum

Autor*in(nen)
Theater, UA: 31.03.2017, M├╝nchner Kammerspiele
Inhalt

Im Off der St├Ądte haben sich f├╝nf junge Menschen und ein alter Mann am Rande eines verlassenen Steinbruchs eingerichtet. Dort drau├čen, abseits aller Wege, ist blo├č der Abraum ├╝brig geblieben, der nutzlose Auswurf, der unverwertbare Rest. Die sechs vegetieren dahin, immer am Rand der Aufl├Âsung, w├Ąhrend sich auf verbla├čten Erinnerungsfetzen Szenen eines Lebens abspielen, das anders sein k├Ânnte. Sie verbindet die Einsamkeit, die K├Ąlte, die Angst und - kaum zu glauben - so etwas wie Liebe.

Weermann entwickelt in ABRAUM keine Erz├Ąhlung eines steten Niedergangs, sondern konfrontiert das Publikum mit der grausamen Gegenwart einer ausweglosen Situation, deren Ger├╝st aus Abh├Ąngigkeit besteht. Schlie├člich nimmt die Gewalt im trostlosen Dasein der Gruppe ├ťberhand. Der Versuch der Emanzipation wird zum Kampf ums ├ťberleben. Aber wer kennt schon den Weg in die Stadt?

Ausgezeichnet mit dem M├╝nchner F├Ârderpreis f├╝r Deutschsprachige Dramatik 2016.