
Kaum ein Stück wurde im vergangenen Jahr so viel beachtet wie Stockmanns Debüt DER MANN DER DIE WELT ASS.
Nach der Uraufführung am Theater Heidelberg zeigte sich die Presse tief beeindruckt von Text und Inszenierung. (Lesen Sie hier mehr). nachtkritik schrieb: "Schon lange galt Stockmann als Nachwuchsdramatiker der Stunde. Jetzt läßt sich sagen: Bitte mehr!".
Am Schauspiel Frankfurt kam nun mit DAS BLAUE BLAUE MEER ein weiteres Stück von Stockmann heraus.
Aus diesem Anlaß schreibt Gerhard Stadelmaier in der FAZ über den jungen Autor: "Stockmann kann etwas Ungewöhnliches. Weil er das Gewöhnliche will. So zeigt er den Schrecken und die Abgründe ganzer Welten als Beziehung, Spannung, Anziehung, Abstoßung, Vernichtung, Sehnsucht, Verzweiflung: zwischen Menschen. Er ist nicht der Richter einer verkommenen Welt, nicht der Schuldsprecher und Ankläger der Theorien und Diskurse, mehr der beobachtende Verteidiger der Opfer, der Verständnis zu bieten hat. Sein Terrain: die Familie als Schlachtfeld; die Wohnsiedlung als Kriegsschauplatz. Und Stockmann ist der Sanitäter, der schöne, durchaus poetengesalbte, manchmal leicht kitschgetränkte, immer aber menschenfreundliche Wortwundverbände anlegt. Er ist der Mann, der die Welt schmeckt. Auch wenn nirgends Hoffnung ist – wo Stockmann hintritt, wächst Gras."
Für den 19.2. bereitet Annette Pullen die Uraufführung von Stockmanns neuestem Stück KEIN SCHIFF WIRD KOMMEN am Staatstheater Stuttgart vor.
Für Jan Bosse und das Maxim Gorki Theater hat PeterLicht Molières Komödie DER GEIZIGE überschrieben und reanimiert. Lichts Theatertext bezieht sich auf ein Land, in dem es zu viel von allem gibt, nur schlecht verteilt. Die Alten haben das Geld und die Jungen wollen es haben. Es spielen Peter Kurth, Hilke Altefrohne, Robert Kuchenbuch, Johann Jürgens, Matti Krause und Sabine Waibel. Jan Bosse führt Regie. Die Premiere erfolgt am 20. Februar 2010 im Großen Haus des Maxim Gorki Theaters. Der Text kann zur Lektüre bestellt werden.
Thomas Melle hat nach einer ersten Zusammenarbeit in der Spielzeit 2008/09 (SCHMUTZIGE SCHÖPFUNG in der Regie von Alice Buddeberg) auch in dieser Spielzeit wieder im Auftrag für das Theaterhaus Jena geschrieben. Das Boulevardmelodram DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER wird in der Regie von Ronny Jakubaschk am 26. Februar 2010 uraufgeführt. Zu Beginn der Spielzeit hatte Melle zur Eröffnung von Christian von Treskows Wuppertaler Intendanz den Roman EINE BILLION DOLLAR für die Bühne bearbeitet. Derzeit arbeitet Melle an einem neuen Roman sowie an einem neuen Bühnenstück.
Zu Beginn des Jahres hat Juliane Kann die Arbeit an ihrer »Cats and Dogs«-Trilogie abgeschlossen, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit deutschen Lebensrealitäten der Generation der heute 20 bis 30-jährigen auseinandersetzt. Die Serie umfasst die Stücke FIEBER (UA: Frühjahr 2010, Maxim Gorki Theater, Berlin), BLEIB MEIN SCHLAGENDES HERZ (UA: März 2010, Schauspiel Frankfurt) und WIR WERDEN SEHEN (UA: März 2010, Staatstheater Stuttgart). Kanns Stück BIRDS, mit dem sie ihre Jugendtrilogie abgeschlossen hat, ist derzeit in der Uraufführungs-Inszenierung am Theater Osnabrück zu sehen.