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9/26 – Das Oktoberfestattentat
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Rechercheprojekt
UA/DEA:
UA: 25.09.2020, Münchner Kammerspiele

Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Und erst jetzt, 40 Jahre später, rücken die Erzählungen der Betroffenen ins Zentrum. Vielstimmig erzählt »9/26 – Das Oktoberfestattentat« die Geschichten der Opfer des Anschlags vom 26.9.1980. Christine Umpfenbach erforscht unseren Umgang mit Erinnerung und Wahrnehmung von Wirklichkeit. Vor allem aber konzentriert sich das Projekt auf die persönlichen Folgen, die solche Anschläge haben – und wie wir als Gesellschaft mit den Opfern rechter Gewalt umgehen.

All right. Good night.
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 16.12.2021, Hebbel am Ufer Berlin

Das internationale Passagierflugzeug MH370 der Malaysia Airlines verschwand am 8. März 2014 mit 227 Passagieren und 12 Crewmitgliedern plötzlich vom Radar. Sein Verschwinden wurde als eines der größten Luftfahrträtsel aller Zeiten bezeichnet – denn es scheint unglaublich, daß etwas so Großes in einer Welt verloren gehen kann, in der vermutlich alles und jeder unter Überwachung steht. Kurz nach dem Verschwinden des Flugzeugs schreibt der Vater der Autorin und Regisseurin seinem Enkel vier Glückwunschbriefe zum Geburtstag

Am Ball. Wider erbliche Schwachsinnigkeit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.07.2021, Schauspielhaus Wien

Eine junge Frau besucht den freiheitlichen Akademikerball im imperialen Prunkbau der Hofburg: Sie durchschreitet sieben Räume, von der Feststiege über den Festsaal bis zur Toilette und hinab in den Rauch-Keller. Und erlebt einen Splatter-Trip. Einen gewaltvollen, orgiastischen Cut der Erbfolge der Schwachsinnigkeit. 

Dokumentation und Horror – hier wird beides real: Lydia Haider verschreibt sich rücksichtslos der größtmöglichen Transparentmachung des so streitbaren, von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerballs.

Angstbeißer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.02.2020, Schauspielhaus Wien

Wilke Weermanns Figuren beherrschen die Sprache der Einsamkeit, den Code der Zweckgemeinschaft. Zum Fixpunkt ihrer verloren gegangenen Gespräche werden die anonymen Anderen. Ein gutes Gefühl, daß da noch jemand ist, nach dem man treten kann. Jede lakonische Beleidigung, jede Aussage, die ein kleines Bißchen zu weit geht – das wird man doch wohl noch … –, erzeugt ein leichtes Kribbeln und verspricht eine kurzfristige Linderung von der Enttäuschung, die das eigene Leben bereithält. 

Anschluß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.06.2021, Staatsschauspiel Dresden

ANSCHLUß handelt von vier Männern, die warten: auf die Liebe, Vergebung, den Tod oder einen Neuanfang. In ihrer Tragik sind sie komisch und traurig zugleich und philosophieren über Grenzen, Liebesbriefe und Wildschweine aber auch über alte Werte, die nicht mehr gültig sind,  Anstand, den es nicht mehr gibt und Anschluss an etwas, das so nicht mehr existiert. 

 

Augen ohne Gesicht (Daughter´s Cut)
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.09.2021, Staatstheater Saarbrücken

In Georges Franjus surreal-poetischem Meisterwerk »Les Yeux sans visage« von 1960 verliert die junge Christiane ihr Gesicht. Ihr Vater, vielgerühmter plastischer Chirurg, raubt fortan anderen Frauen ihre Gesichter, um Christiane ein neues zu schenken. Doch ihr Körper wehrt sich, stößt wieder und wieder die fremde Haut ab. Und auch Christiane selbst sehnt sich nach der Freiheit einer eigenen Identität.

Beuys´ Küche
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Kein biographisches Stück, sondern eine Vielfalt an Stimmen: Nicht nur die Kanzlerin und Gudrun Ensslin, auch Galeristen, der Maler Felix Nussbaum, der Künstler Heinrich Vogeler, Andy Warhol - sie alle setzen sich mit Beuys´ Wirken auseinander: die Verschmelzung von Kunst und Politik, die Abwendung von der Kirche anhand des fordernden Dialogs und die ständig brennende Frage nach dem Mensch-Sein selbst.

Dann mach Limonade, Bitch
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Wir befinden uns in einem Dark-Room, in dunklen Eingeweiden, oder auf der Hauptbühne von Rupauls Drag Race – auf jeden Fall leuchtet eine goldene Leiter in diesem Raum, die wir erklimmen müssen. Wir, das sind neben dem Schlurz, dem Herrscher dieser Welt, die*der Verfasser*in des Textes, dessen Neffe und Martin, Zwergsepia, Birke und Kamtschatka-Knöterich. Letzterer spricht nur japanisch, kann sich aber trotzdem gut verständigen.
Alle müssen bei dem Spiel, dessen Teilnehmer*innen sie freiwillig oder unfreiwillig geworden sind, mitmachen, denn nur so können sie aus dieser unheimlichen Welt entfliehen – und aus ihren Zuschreibungen und vorgefertigten Identitäten.

Der diskrete Charme der Bourgeoisie
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.03.2022, Schauspiel Frankfurt

Einige lässig elegante und kultiviert gelangweilte Angehörige des Bürgertums laden sich gegenseitig zum Essen ein – und ständig kommen ihnen die merkwürdigsten Vorfälle dazwischen. Sie wahren indes stets die Contenance, sei es angesichts eines Truppenmanövers, der Verhaftung wegen ihrer Drogengeschäfte oder wenn die Gastgeber vor dem Dinner Sex im Gebüsch haben. In ihren Träumen grinst die Bourgeoisie in vielfacher Gestalt der Tod an, ihre Dekadenz, ihre eigene überfällige Liquidation. 

Ein Feld im Frühling
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

In einer verrückten Mischung aus Survival, Heimatfilm und unerklärlichem Delirium bewegt sich eine Gruppe auf mysteriöser Misson voran und kommt doch nicht vom Fleck. Man sucht einen geflüchteten Geflüchteten, aber dieser bleibt nicht nur physisch verschwunden, sondern auch auf andere Weise abwesend. Denn all diese vermeintlich Helfenden kreisen ausschließlich in ihrem jeweils eigenen Kosmos.

Forst der Finsternis
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.03.2022, Schauspielhaus Graz

Fast die Hälfte der Fläche Österreichs und 61 % der Steiermark sind bewaldet. In diesem Land wachsen 3,4 Milliarden Bäume, 406 pro Einwohner*in.  Aber ach, der Wald, erleidet. Durch den Klimawandel sind der Holzstandort Österreich und sein Brotbaum, die Fichte, gefährdet. Wissenschaft, Aktivismus und Politik arbeiten mit Hochdruck daran, den langsam wachsenden Wald fit zu machen für die Zukunft und streiten um die beste Strategie.

Die Geschichte einer Stunde
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
DEA: 13.01.22 Ballhaus Ost, Berlin

Die Geschichte einer Stunde erzählt von Louise Mallard, die vom plötzlichen Unfalltod ihres Mannes erfährt. Ein Zugunglück soll es gewesen sein. Sie bekommt die Nachricht von ihrer Schwester Josephine überbracht – sehr vorsichtig, leidet Louise doch angeblich an einer Herzschwäche. Sie bricht in Tränen aus und sperrt sich ins Schlafzimmer ein. Dort überkommt Louise plötzlich ein ungewohntes Gefühl.

Das Gesicht des Bösen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
03.12.2021, Schauspiel Frankfurt

Lustig, brutal und aberwitzig erzählt Nis-Momme Stockmann von einer Fahrstuhlfahrt in die oberste Etage des Kapitals. Sprachgewaltig zeigt er darin die Schrecken und Abgründe der Finanzwelt auf und erzählt von Menschen, die zwischen Vernichtung, Sehnsucht und Verzweiflung hin- und hergerissen sind.

Grief & Beauty
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.09.2021, NT Gent

In GRIEF & BEAUTY begleiten vier Schauspieler*innen eine Frau, die Sterbehilfe in Anspruch nimmt. Ihre persönlichen Geschichten über Abschied und Wiedergeburt, Kunst und Liebe, Erinnerung und Vergessen umrahmen eine radikale und zärtliche Inszenierung, die an die Grenze des Darstellbaren geht.

Das Herz der Krake
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 2021/22, Deutsches Theater Berlin

DAS HERZ DER KRAKE ist mehr als ein engagierter Schlagabtausch eingespielter Positionen. Mit geradezu furchteinflößender Gelassenheit dringt Stockmanns Text in die Widersprüchlichkeit und die Scham der Geschichte und seiner Figuren und zeichnet ein häßliches, ein bisweilen angstmachendes Bild deutscher Gegenwart, heimgesucht von einem Haß ohne Erinnerung, der laut tönt und doch keine Worte findet.

Der Hund
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Der Hund ist ein Ausnahmetalent. Ein Waisenjunge, halb verhungert aus einem Kellerloch gekrochen, der kochen kann, daß es einem das Herz zerreißt. Als er im Restaurant El Cion anfängt, steigt der Hund in den Olymp der Sterneküche auf. Akiz erzählt die Geschichte zweier Underdogs, ohne Luft zu holen, in überschäumendem Sound. Ein brachiales, unvergeßliches Debüt, das mit voller Wucht auf die Explosion zusteuert. Ein großartiger Stoff für einen dialogstarken Theaterabend in kleiner Besetzung.

Hund wohin gehen wir
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 20.10.2021, Staatstheater Darmstadt

Das »Haus für Kinder« ist eine autoritär geführte Einrichtung. Hier leben Karl, Christopher, Alma und Johanna schon seit einer Ewigkeit. Bald sollen sie hinaus in die fremde »moderne Welt«, die sich angeblich schon irrsinnig auf ihre Ankunft freut und eine rosige Zukunft für sie bereithält. Doch die Ankunft des Neuen - Simon - ändert die Dynamik in diesem merkwürdigen Waisenhaus nachhaltig...

Hypnos
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Im Zugabteil, Rauschen. Und da ist diese Stimme, schlecht zu hören durch das Bordradio. »Bitte, wachen Sie auf«. Immer wieder wird die Stimme durch die Mitreisenden oder das Bordpersonal unterbrochen, verschwimmt wie die Landschaft hinter den Fenstern. »Warum wollen sie dich davon abhalten, mehr zu erfahren? Warum halten sie dich davon ab, aufzuwachen?« Hypnos heißt die Stimme. Eine neue Technologie, welche mit im Koma liegenden Menschen kommunizieren kann. Seit Jahren liegt die Frau hier schon, dies ist die letzte Möglichkeit, sie zu erreichen, sie zurückzuholen.

Ja okay, aber
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Ein Mann mittleren Alters mietet sich in einem Co-Working-Space ein. Er will endlich vorankommen. Womit ist noch unklar, doch er spürt, es geht ums Ganze. So scheint es allen in diesem kargen wie fantastischen Co-Working-Space zu gehen. Flexible Selbstoptimierer*innen, erfahrene Förderantragsschreiber, sprachlose Call-Center-Agenten, wortgewandte Prokrastinierer und andere frei flottierende Büroexistenzen – sie alle haben viel vor und stehen doch die meiste Zeit im Pausenraum und trinken Kaffee, viel Kaffee. Denn es gilt: kein Kapitalismus ohne Kaffee.  

Jeder Tag ein Vollmond
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.11.2021, Schauspielhaus Bochum

Die COVID-19-Pandemie, gedanklicher Resonanzraum des Projektes, ist nach wie vor akut, die mit ihr einsetzende Zeitenwende – ist es eine? – in ihren sozialen und ökonomischen, privaten und gesellschaftlichen Implikationen ist noch lange nicht zu überschauen. Am Ende steht eine hybride Momentaufnahme aus Worten, Körper(bilder)n und Bewegung, zeugend von einer Krise, die die Ordnung des BISHER außer Kraft gesetzt hat und von dem DANACH nur weiß, dass es kommen wird.

Jeeps
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.11.2021, Münchner Kammerspiele

Mit ihrem Text JEEPS setzt die Autorin und Regisseurin Nora Abdel-Maksoud an einem tiefen sozialen Sicherheitsbedürfnis an. Sie verhandelt die strukturellen Bedingungen einer Gesellschaft, in der Klassenunterschiede gleichzeitig wirken und negiert werden. Mit satirischer Zuspitzung und Präzision seziert Abdel-Maksoud unser Denken und Handeln auf Basis von Kontoständen, Testamentseröffnungen und gefühlten Bedrohungen.

Kassandras Baby
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
mit Martina Clavadetscher

KASSANDRAS BABY versucht, sich vorzustellen, wer wir alle hätten sein können, wenn wir alle schonmal alles gewesen wären. Versucht, den Ort zu finden, an welchem wir alle wissender sind, als wir es gerne hätten. KASSANDRAS BABY seziert den Kassandramythos, indem es die normative Kraft von Elternschaft befragt. Was ist mit denen und wie geschieht jenen Kassandren, die mehr sehen können und die Verantwortung darüber – entgegen des Kassandrafluchs – zu tragen versuchen? 

König Korczak
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.04.2022 Theater Göttingen

Janusz Korczak gilt als einer der wichtigsten Pädagogen des 20. Jahrhunderts. Unter den lebensfeindlichen Bedingungen des Nationalsozialismus leitete er im Warschauer Ghetto ein Waisenhaus und setzte sich unermüdlich für die Rechte von Kindern ein. Bis in den Tod.
Kurz vor dem Abtransport im August 1942: Janusz Korczak spielt sein Leben noch einmal durch. Erinnert sich. Träumt. Seine Kindheit, seine Eltern, seine Freunde. Wird wieder zum Kind von einst. Als diese Welt noch heil schien.

Die Kunst der Wunde
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.11.2021, Schauspiel Leipzig

Katja Brunner geht es diesmal um Würde und Ethik, um Identität und Politik. Sieben Mediziner*innen, Mütter*, Marius I und II, Kevin, ein Chor, ein Klappergestell: das Inventar des Stücks, das sich um einen Felsen, der atmet und also irgendwie lebt, bewegt. Das Erziehen und Anpassen, das Vergleichen und Perfektionieren, die Konstruktion der Identität beginnen direkt mit der Geburt – doch Katja Brunner liefert Gebrauchsanweisungen für das richtige Leben im Falschen, für Wundpflege, Staatspflege, Felswerdung und Selbstwerdung.

Monster
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.04.2022, Schauspiel Köln

Svenja ist weiß, aber in ihrem Innern fühlt sie sich Schwarz. Sie schwärmt voller Hingabe von »anderen Kulturen«, und ihre blonden Dreadlocks können mit denen der Rastafaris locker mithalten. Auch in der Familienplanung soll Svenjas Weltoffenheit zum Aus- druck kommen, für sie stehen »gemischte« Kinder für die Zukunft in einer post-rassistischen Gesellschaft.

möwe.live
Autor*innen:
Kategorie:
Live-Stream
UA/DEA:
UA: 11.12.2021

Ein Sommer voller unbeschwerter Tage am See: alle Wege stehen offen und man träumt sich eine Zukunft. Der junge Kostja, Nina, Mascha und Kostjas Mutter Arkadina mit ihrem neuen Liebhaber Trigorin haben den Sommer gemeinsam im Ferienhaus in Frankreich verbracht. Die Erlebnisse von damals sind nunmehr Erinnerungen. Festgehalten nur in Aufnahmen aus Trigorins Video Tagebuch und zahlreichen Fotos. Verbunden über soziale Medien verfolgen die Figuren, was aus den anderen geworden ist.

Power
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.05.2022, Schauspiel Frankfurt

Mit außergewöhnlicher Sprachmacht, Scharfsinn und mit enormem Einfühlungsvermögen erzählt Verena Güntner davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert. ›Power‹ führt hinein in den Schmerz derer, die zurückbleiben, und zeigt mit großer Kraft, was es braucht, um durchzuhalten, weiterzumachen und Sinn zu finden in einer haltlos gewordenen Welt.

R-Faktor. Das Unfassbare
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.05.2021, Münchner Kammerspiele

"Erlebst du das tatsächlich so? Das kann doch nicht sein!" Dieser Unglaube schlägt rassismuserfahrenen Menschen regelmäßig entgegen. Die Deutungshoheit über den Wahrheitsgehalt ihrer Berichte beansprucht die weiße Mehrheitsgesellschaft in der Regel für sich. So auch im weiß dominierten Kunst- und Kulturbetrieb. "R- Faktor. Das Unfassbare“ ist eine politische Late Night Show auf dokumentarischer Basis, in der BIPoC Kunst- und Kulturschaffende diesmal selbstermächtigend dazu einladen, über ihre Erfahrungswerte zu urteilen. Sie entscheiden: Wahrheit oder Fiktion? Was meinen Sie?

Rabatt
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.03.2022, Maxim Gorki Theater, Berlin

Was passiert eigentlich, wenn man in diesem Land stirbt und kein Geld für die Beerdigung da ist? Klar, niemand will sich wirklich darüber Gedanken machen. Aber was für Möglichkeiten bleiben denn für diese letzte Reise? Stichwort: Sozialbestattung.

Der Reaktor
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 21.05.2022, Staatstheater Nürnberg

Fukushima beschreibt einen Wendepunkt deutscher Energiepolitik. Die Fakten scheinen klar, am Atomausstieg wird nichts rütteln. Doch das ist eine sehr deutsche Perspektive auf ein globales Politikum. Nis-Momme Stockmann recherchierte seit der Katastrophe mehrmals vor Ort und blickt neu dorthin, wo kleinste Teilchen unvorstellbare Energie ebenso in sich tragen, wie sich eine lokale Katastrophe in der Vielzahl globaler Perspektiven zu verflüchtigen droht.

Richard III.
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
23.04.2022, Schauspielhaus Köln

Richard ist unzufrieden. Sie paßt nicht in die Zeit, sie paßt nicht in die Gesellschaft, ihr paßt der regierende König nicht – also entschließt sie sich – »Schurkin« zu werden und das Drama nimmt seinen Lauf. Auf in den Kampf um die Krone!

Tell - Eine wahre Geschichte
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.05.2021, Theater Luzern

Im Sommer 2020 reist der Regisseur Franz von Strolchen in einem alten weißen Postbus um den Vierwaldstättersee, um jene Orte zu besuchen, die in der Sage von Wilhelm Tell Erwähnung finden. Die gesammelten Berichte und Interviews sind Grundlage einer «Tell»-Adaption, die den Schweizer Gründungsmythos als eine moderne Vater-Sohn Beziehung erzählt. Der berühmte Apfelschuss wird zum Sinnbild für eine archaische Herausforderung, die der Held der Geschichte alleine gar nicht bewältigen kann.

The Future
Autor*innen:
Kategorie:
Tanz
UA/DEA:
UA: 04.12.2021, Volksbühne Berlin

In der Zukunft untersuchen wir die Zukunft in der Vergangenheit und verschiedene Theorien der Zeit, Orakel und Rätsel sowie, den Gedanken von Karen Barad folgend,   die Möglichkeit, dass die Vergangenheit noch nicht angekommen ist. Vielleicht hat sich die Zukunft langsam immer wieder abgeschafft und alles, was uns bleibt, ist die endlose und zeitlose Reproduktion von Anachronismen.

Tuntschi. Eine Häutung
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.09.2021, Bühnen Bern

Seit Urzeiten erzählen sich die Menschen in den Bergen die Geschichte vom Sennentuntschi. Von vier Sennen aus Langeweile erschaffen, soll es zum Leben erwacht sein und sich blutig an seinen Schöpfern gerächt haben. Bis heute treibt es sein Unwesen in Filmen, Erzählungen und Büchern. Vier Wiener Schriftstellerinnen haben sich auf Forschungsreise begeben: mit einem klapprigen Bus durch einsame Täler und verschneite Berge, auf den Spuren der Schweizer Sage. Was als harmloser Roadtrip beginnt, wird bald zu einer Fahrt in mythische Abgründe und reale Albträume, die buchstäblich unter die Haut gehen: Der Geist des Sennentuntschi erwacht und ruft gemeinsam mit allen Tuntschis, Sexpuppen und Avataren dieser Welt zur Rache auf.

Unheim
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.04.2022, Schauspiel Frankfurt

Widergänger, Nachrichten aus dem Jenseits, Erscheinungen – Wilke Weermann überträgt die Topoi der schwarzen Romantik in eine Zeit der nahen Zukunft, spielt mit den Genres und Ästhetiken von Science Fiction, Manga und frühen Videospielen. Dabei beschäftigt ihn zentral die Frage nach dem negativen Zeichen schlechthin: dem Monstrum.

Warten auf Tränengas
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.02.2020, Theater Kosmos, Bregenz

WARTEN AUF TRÄNENGAS reflektiert die Instabilität, die Langeweile und die Unattraktivität institutioneller Demokratie und deren Herausforderung durch allzu vitale, populistisch effekthaschende Gemeinschaftsversprechen. Dabei setzen die Autoren nicht auf moralische Urteile, vielmehr verfolgen sie die Zersetzung der Strukturen politischer Auseinandersetzung zugunsten einer emotionalisierten, von sich selbst überzeugten Politik im Namen einer selbsternannten Mehrheit. Mit einem kleinen Cast gelingt es Sauter und Studlar, das komplexe Spannungsgeflecht eines gesellschaftlichen Umbruchs zu skizzieren.

Wilhelm Tell
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
23.04.2022, Schauspielhaus Zürich

Die Strassen der Welt sind voll von ihnen: Protestierende, Feminist*innen, Trumpist*innen, Wissenschaftler*innen, Kapitalismuskritiker*innen – Menschen, die Gewehre, Transparente oder Masken schwenken und verbunden sind durch ein einziges, aber nicht gemeinsames Ziel: das Einstehen für ihre Freiheit. Zeit für Milo Rau, einen so genannten «Freiheitshelden» zu befragen: Befreien wovon? Befreien wohin?

Zertretung - 1. Kreuz brechen. Also alle Arschlöcher abschlachten
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.10.2021, Volkstheater Wien

Was, wenn wir nicht mehr wissen, wer jetzt die Guten und die Bösen sind, oder die Schützenswerten, oder die, die zu vernichten sind? In diesem Stück ist es so. Was passiert hier? Ist es Willkür? Darf man* das?
Haben Sie nicht auch manchmal daran gedacht, irgendjemandem, von dem Sie so richtig entnervt waren, einfach mal die Fresse zu polieren, oder einen Spritzer ins Gesicht zu schütten, oder halt schlicht, wie es in diesem Stück gewünscht wird, das Kreuz zu brechen?

Zertretung - 2. Sprache essen Abgott auf oder Du arme Drecksfutmetzger
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: März 2022, Volkstheater Wien

Als zweiten großen Teil des Romans ZERTRETUNG wird dieses neue Stück von Lydia Haider als die ultimative Abrechnung mit allem, mit jedem und der Sprache selbst zu sehen sein. In 14 Runden und 14 Sätzen ist dieses epische, brachiale Stück geschrieben, in Anlehnung an die 14 Kreuzwegstationen Christi.
Doch was wird gekreuzigt? Gott, die »arme Drecksfut Metzger«, das »philosophische Gesindel«, die Liebe? Oder gar die Sprache selbst? Doch wie bringt man* die Sprache um die Ecke?

Die Zukünftige
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Eine Normalfamilie, irgendwo im ländlichen Raum. Die Eltern Zahnärzt:innen von unsicherem Wohlstand und einem Familienglück, das alsbald bröckeln wird: Erst fällt der Vater aus, »Nervenzusammenbruch«, sagt die Mutter. Dann geht die Praxis pleite – und die Ehe in die Brüche. Die Zwillingstöchter teilen sich mit den Eltern auf, verbringen fortan ungleiche Leben. Und in diese private Katastrophe schwappt, wie beiläufig, ständig die Erderwämung hinein.

Die zweite Sonne
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
14.05.2022, Stadttheater Ingolstadt

1999 irgendwo in einer Wohnhaussiedlung: Das Medium einer Sekte hat für die letzte Sonnenfinsternis des 20. Jahrhunderts die Apokalypse vorhergesagt. Eine Familie steht in ihrem Garten in Erwartung auf die große Katastrophe und eine junge Reporterin berichtet direkt vom Geschehen. Doch anstelle des Weltuntergangs kommt es zu einem ganz anderen Unglück. Aus mysteriösen Gründen verschwinden überall die Mütter und lassen ihre Angehörigen zurück. 2010 steht die Welt wieder kurz vor dem Abgrund. Die alleinerziehenden Väter versuchen verzweifelt mit ihrer Situation umzugehen, während eine Krise nach der anderen die Gesellschaft erschüttert.