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1994 – Futuro al dente
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, StĂŒckentwicklung
UA/DEA:
UA: 06.12.2019, Schauspiel Frankfurt

Alexander Wolkows Roman »1994« erschien 1949. Darin fliegen fĂŒnf Kosmonaut*innen und ein Hund ins Weltall. Das Nicht-Eintreten von Wolkows Zukunftsvision ist bereits seit 25 Jahren Geschichte. Die Menschen existieren zwar noch, die Geschichte ihrer glorreichen Zukunft ist aber lĂ€ngst Vergangenheit. Unerschrocken senden Stuhler und Koslowski die Spieler*innen auf alter neuer Mission in's All. Was sie dort finden, bleibt ungewiss.

9/26 – Das Oktoberfestattentat
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Rechercheprojekt
UA/DEA:
UA: 25.09.2020, MĂŒnchner Kammerspiele

Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Und erst jetzt, 40 Jahre spĂ€ter, rĂŒcken die ErzĂ€hlungen der Betroffenen ins Zentrum. Vielstimmig erzĂ€hlt »9/26 – Das Oktoberfestattentat« die Geschichten der Opfer des Anschlags vom 26.9.1980. Christine Umpfenbach erforscht unseren Umgang mit Erinnerung und Wahrnehmung von Wirklichkeit. Vor allem aber konzentriert sich das Projekt auf die persönlichen Folgen, die solche AnschlĂ€ge haben – und wie wir als Gesellschaft mit den Opfern rechter Gewalt umgehen.

A. ist eine andere
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
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UA: 9.3.2001, StĂ€dtische BĂŒhnen Chemnitz, Regie: Bettina Jahnke

A. hat sich verbrannt. Auf offenem Feld, direkt neben ihrem Wagen. Die Situation ist so unfaßbar, daß sie weder Schock noch BetĂ€ubung zulĂ€ĂŸt. Vier Menschen - ihr Vater, ihr Mann, ein Freund und die befreundete Pathologin - leben sich in einen Alltag nach dem Tod, erinnern sich an sie. Das Autorenteam Andreas Sauter und Bernhard Studlar erhielt fĂŒr dieses StĂŒck den Kleist-Förderpreis fĂŒr junge Dramatik.

Das Abhandenkommen der Staaten
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
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UA: 30.10.2010, Schauspiel Leipzig

Wann verschwindet schon mal ein Staat? Oft! GegenwĂ€rtig werden Staaten aus ganz anderen GrĂŒnden zu anachronistischen Gebilden. Und in Zukunft? Der Kampf um das Morgen ist entbrannt und mit ihm der Kampf darum, wie das Heute zu deuten ist. Ein BĂŒhnentext, der versucht, fĂŒr eine Generation zu sprechen, die durch den Zerfall der Systeme geprĂ€gt wurde.

Abraum
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 31.03.2017, MĂŒnchner Kammerspiele

In ABRAUM konfrontiert Weermann das Publikum mit der grausamen Gegenwart einer ausweglosen Situation. Eine Gruppe Hoffnungsloser hat sich in einem Steinbruch ein Leben am Abgrund eingerichtet. Als die Gewalt im trostlosen Dasein der Gruppe Überhand nimmt, wird der Versuch der Emanzipation zum Kampf ums Überleben. Aber wer kennt schon den Weg in die Stadt?

Ach je die Welt
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.05.2015, Theater Dortmund

Christopher, Tobias und Marc arbeiten an einem neuen Fall: Der Hund ist verschwunden. Verantwortlich scheinen Alfried Krupp und seinesgleichen zu sein. Marie-Ann, das einzige MĂ€dchen im StĂŒck, sucht die Liebe und prallt brutal an allem ab. Um es frei nach Fassbinder zu formulieren: »Die Jugend ist kĂ€lter als der Tod«.

Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 03.09.2015, Kunstfest Weimar

Rimini Protokoll nimmt die Spur von Adolf Hitlers Hetzschrift auf und versucht zu ergrĂŒnden, worauf der Mythos von „Mein Kampf“ eigentlich beruht. Helgard Haug und Daniel Wetzel haben sie die Spur eines Buches aufgenommen, das seine geschichtspolitische Brisanz bis heute nicht verloren hat.

Die Ängstlichen und die Brutalen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.11.2010, Schauspiel Frankfurt

Zwei BrĂŒder stehen in der vĂ€terlichen Wohnung. Vor ihnen, in einem Sessel, liegt der tote Vater. Was tun? Jemanden rufen? Diesen Anblick kann man wirklich niemandem zumuten, am wenigsten dem toten Vater selbst. Also erstmal fĂŒr Ordnung sorgen. Aber wo anfangen? Stockmann schreibt ĂŒber die wohl extremste Erfahrung, die Söhne mit ihren VĂ€tern machen können.

Alibis
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
2004, Produktion: BĂŒro fĂŒr Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT DĂŒsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee, ZĂŒrich

Wie konstruiert man ein perfektes Alibi? Wie kann man sich ein Zeitfenster schaffen, das sich dem Zugriff durch das gesellschaftliche Protokoll entzieht - ein Fenster ins Leere? Wie wird man sich fremd?

Alice – Expedition ins Wunderland
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.11.2008, Schloßtheater Moers

Kay Voges' Neufassung von Carrolls modernem Klassiker beschĂ€ftigt sich mit dem Verlust des Maßes aller Dinge entlang einer Dramaturgie des Traums. Der totale Wahnsinn auf der anderen Seite des Erdlochs wird zum Ausgangspunkt des Infragestellens unseres Seins.

All right. Good night.
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 16.12.2021, Hebbel am Ufer Berlin

Das internationale Passagierflugzeug MH370 der Malaysia Airlines verschwand am 8. MĂ€rz 2014 mit 227 Passagieren und 12 Crewmitgliedern plötzlich vom Radar. Sein Verschwinden wurde als eines der grĂ¶ĂŸten LuftfahrtrĂ€tsel aller Zeiten bezeichnet – denn es scheint unglaublich, daß etwas so Großes in einer Welt verloren gehen kann, in der vermutlich alles und jeder unter Überwachung steht. Kurz nach dem Verschwinden des Flugzeugs schreibt der Vater der Autorin und Regisseurin seinem Enkel vier GlĂŒckwunschbriefe zum Geburtstag

Alles in Ordnung
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
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UA: 18.06.2010, Theater Rampe, Stuttgart

Der Tag, der ihr Leben verĂ€ndern könnte, beginnt am frĂŒhen Morgen auf einer BrĂŒcke. Susa steht auf der BrĂŒstung, bereit zum Sprung, mit dem sie sich selbst den Mut zum Neuanfang beweisen will. Doch sie wird aufgehalten und es beginnt ein turbulenter Reigen, der nicht nur Susas Welt aus den Angeln hebt.

Als die Tauben verschwanden
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
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UA: 27.11.2013, National Theatre Helsinki, Finnland

Das StĂŒck folgt dem Schicksal dreier Esten wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs und danach: Roland, einem estnischen FreiheitskĂ€mpfer, seinem Cousin, dem machthungrigen, skrupellosen Edgar und dessen Frau Juudit, die sich in einen deutschen Offizier verliebt. Ein meisterhaft komponiertes Werk ĂŒber Machtstreben, Liebe und Verrat.

Der alte Schinken
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.04.2018, Schauspiel Frankfurt

Das BĂŒrgertum ist so etwas wie der Schinken der Demokratie. Ein nahrhaftes und lange gereiftes StĂŒck unserer heutigen Gesellschaft. Ein alter Schinken eben. Aber warum will den niemand mehr essen? Jedenfalls ist es tot, das BĂŒrgertum. Niemand weiß, warum wie lange schon. Neulich wurde es noch lebend gesehen. Vielleicht hat es sich selbst umgebracht oder ist eines natĂŒrlichen Todes gestorben. Viel wahrscheinlicher ist, daß das BĂŒrgertum hinterrĂŒcks ermordet wurde.

Am Ball. Wider erbliche Schwachsinnigkeit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.07.2021, Schauspielhaus Wien

Eine junge Frau besucht den freiheitlichen Akademikerball im imperialen Prunkbau der Hofburg: Sie durchschreitet sieben RĂ€ume, von der Feststiege ĂŒber den Festsaal bis zur Toilette und hinab in den Rauch-Keller. Und erlebt einen Splatter-Trip. Einen gewaltvollen, orgiastischen Cut der Erbfolge der Schwachsinnigkeit. 

Dokumentation und Horror – hier wird beides real: Lydia Haider verschreibt sich rĂŒcksichtslos der grĂ¶ĂŸtmöglichen Transparentmachung des so streitbaren, von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerballs.

America First
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 02.12.2017, Deutsches Theater, Göttingen

Filmikone und Femme fatale: Marilyn Monroe ist bis heute der grĂ¶ĂŸte Star Hollywoods. Christoph Klimkes Monroe blickt heute auf ihr Leben zurĂŒck und wie in einem Tagebuch kommen Erinnerungen, Triumphe, Niederlagen, TrĂ€ume, Geliebte, Feinde, die GrĂ¶ĂŸen Hollywoods und der Politik der USA ein letztes Mal auf sie zu. Und mit ihrer ganzen Kraft stellt sie sich ihnen.

Amerikanisches Detektivinstitut Lasso
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.02.2016, Staatstheater Hannover

Bereits im vergangenen Jahr wurde der in Formalin eingelegte Kopf des Serienmörders Fritz Haarmann von der Göttinger Gerichtsmedizin heimlich eingeÀschert. Grund genug, um dem Werwolf von Hannover, seiner Zeit, seiner Stadt und den soziokulturellen Strukturen, in denen er morden, stehlen, hehlen konnte, ein Musical zu schenken.

Amok
Autor*innen:
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Theater
UA/DEA:
mit Emmanuel CarrĂšre/Patricia Nickel-Dönicke, UA: 03.04.2011, Theater OsnabrĂŒck

Eine versĂ€umte Medizin-Klausur, eine kleine LĂŒge, die grĂ¶ĂŸere nach sich zieht, und der Student Jean-Claude Romand entwickelt ein perfektes Scheinleben, um seine Erfolglosigkeit zu kaschieren.  Nach siebzehn Jahren fliegt der Bluff auf, der Hochstapler tötet Frau, Kinder, Eltern, schluckt Tabletten und ĂŒberlebt. Emmanuel CarrĂšre befasste sich ĂŒber sechs Jahre mit dem authentischen Fall.

An kalten Tagen bitte TĂŒren schließen
Autor*innen:
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Theater
UA/DEA:
UA: 04.02.2011, Theater Magdeburg

There's no place like home – ist das eigentlich ein Versprechen oder eine Drohung? Welche Erinnerungen werden freigesetzt, wenn wir an die Orte unserer Kindheit oder Jugend zurĂŒckkehren? Und kehren wir ĂŒberhaupt dorthin zurĂŒck, vielleicht sogar regelmĂ€ĂŸig an Weihnachten? Oder machen wir seit Jahren einen großen Bogen um sie? Mit Fragen dieser Art beschĂ€ftigt sich dieses Rechercheprojekt in der Abwanderungsstadt Magdeburg.

Die andere Seite
Autor*innen:
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Theater
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nach Alfred Kubin, UA: 16.09.2011, Schauspiel Frankfurt

Die Biografie des österreichischen Zeichners Alfred Kubin ist geprĂ€gt von Verlust und Einsamkeit. In Christopher RĂŒpings Dramatisierung verschmelzen Biografie des Autors und Roman zu einer Geschichte ĂŒber Macht und Ohnmacht, (Todes-)Sehnsucht und Wahnsinn, Kontrolle und Verlust.

Angstbeißer
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Theater
UA/DEA:
UA: 27.02.2020, Schauspielhaus Wien

Wilke Weermanns Figuren beherrschen die Sprache der Einsamkeit, den Code der Zweckgemeinschaft. Zum Fixpunkt ihrer verloren gegangenen GesprĂ€che werden die anonymen Anderen. Ein gutes GefĂŒhl, daß da noch jemand ist, nach dem man treten kann. Jede lakonische Beleidigung, jede Aussage, die ein kleines Bißchen zu weit geht – das wird man doch wohl noch 
 –, erzeugt ein leichtes Kribbeln und verspricht eine kurzfristige Linderung von der EnttĂ€uschung, die das eigene Leben bereithĂ€lt. 

Anschluß
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Theater
UA/DEA:
UA: 25.06.2021, Staatsschauspiel Dresden

ANSCHLUß handelt von vier MĂ€nnern, die warten: auf die Liebe, Vergebung, den Tod oder einen Neuanfang. In ihrer Tragik sind sie komisch und traurig zugleich und philosophieren ĂŒber Grenzen, Liebesbriefe und Wildschweine aber auch ĂŒber alte Werte, die nicht mehr gĂŒltig sind,  Anstand, den es nicht mehr gibt und Anschluss an etwas, das so nicht mehr existiert. 

 

Archiv der Erschöpfung
Autor*innen:
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Theater
UA/DEA:
UA: 27.06.2015, Deutsches Theater, Berlin

Daß man eigentlich nur das Beste wollte in der Stadt: geschenkt. Nun wird auf das Beste gehofft, wĂ€hrend man das Schlimmste erwartet. Sascha Hargesheimer schreibt ĂŒber Verrat und Tristesse, ĂŒber Verantwortung, Flucht, Heimkehr und die Frage nach Determination. Es beginnt, wo es immer beginnt: im Schoß - oder besser - am Tisch der Familie. Es endet: im Abgrund, der einmal eine Stadt war.

Arrivals
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 03.10.2013, Theater Neumarkt, ZĂŒrich

In bewegten Zeiten, in denen immer mehr Menschen aufbrechen, um das, was sie Heimat nennen, gegen ein neues Leben einzutauschen, ist Ankommen zu einer Existenzform geworden. Ankommen hat nur scheinbar eine Richtung und ein Ziel, denn eigentlich bringt der Ankommende alles noch einmal in Bewegung: sich selbst, seine NĂ€chsten und eine ganze Gesellschaft.

Auf verlorenen Posten
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 21.09.2012, Schauspielhaus Wuppertal

Cremers StĂŒck beschreibt die Strukturen, die heute ganze Regionen im WĂŒrgegriff von Vetternwirschaft, Missmanagement und KlĂŒngelei veröden lassen. OberbĂŒrgermeister Klaassen bringt sich zur Wiederwahl in Stellung - mit einem prestigetrĂ€chtigen Großprojekt. Ein denkmalgeschĂŒtzes Areal soll zur VIP-Klinik umgeklĂŒngelt werden. Das ruft nicht nur die Opposition auf den Plan, sondern auch ein Rudel von Alt-Sozialisten.

Die Aufgeregtheit der Schwalbe
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Ein Dorf an Spaniens SĂŒdkĂŒste. Afrika ist nah. Isabel hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren. Rincon, örtlicher GemĂŒsegroßhĂ€ndler mit Vermögen und Einfluß, stellt Isabel nach. Irgendwann sitzt ein Afrikaner am Strand und lĂ€ĂŸt sich nicht vertreiben, so, wie man es ĂŒblicherweise mit Fremden tut. Ein mediterranes Melodram. Ein Theaterlibretto der großen Leidenschaften und unbedingten GefĂŒhle.

Auftauchen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
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UA: 03.03.2013, Theater Kiel

In AUFTAUCHEN taucht eine illustre Runde aus Marketingexperten, Marinevertetern, OperettenkapitĂ€nen und Öko-Aktivisten ab und begibt sich auf eine submarine Geisterbahnfahrt, die die so ungleiche Gruppe erst in eine dĂŒstere Kriegsvergangenheit und schließlich in eine apokalyptisch-utopische Zukunft fĂŒhrt.

Augen ohne Gesicht (DaughterÂŽs Cut)
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.09.2021, Staatstheater SaarbrĂŒcken

In Georges Franjus surreal-poetischem Meisterwerk »Les Yeux sans visage« von 1960 verliert die junge Christiane ihr Gesicht. Ihr Vater, vielgerĂŒhmter plastischer Chirurg, raubt fortan anderen Frauen ihre Gesichter, um Christiane ein neues zu schenken. Doch ihr Körper wehrt sich, stĂ¶ĂŸt wieder und wieder die fremde Haut ab. Und auch Christiane selbst sehnt sich nach der Freiheit einer eigenen IdentitĂ€t.

Back to Black
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.09.2015, Deutsches Theater, Berlin

»Der Tod ist das Einfache. Sterben kann ein Idiot«, so Heiner MĂŒller. Ausgehend von dieser Behauptung entwickeln Stefanie Lorey und Bjoern Auftrag unter dem Titel Back to Black zusammen mit drei Ensemblemitgliedern eine Inszenierung, die sich den Konstruktionen von Todes- und Sterbedarstellungen in Literatur, auf der BĂŒhne und Leinwand widmet.

Der BĂ€r, der nicht da war
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Oren Lavie, Deutsch Harry Rowohlt, UA: 22.11.2015, Theater der jungen Welt, Leipzig

Wer sagt, daß Philosophie nur etwas fĂŒr Erwachsene ist? Poetisch und eigenwillig skurril wirft der israelische Autor Oren Lavie in seinem Kinderbuch »Der BĂ€r, der nicht da war« große Fragen mit ausgesprochener Gelassenheit auf und erweitert dabei spielerisch Denk-Klassiker der Philosophie.

Bartleby/Sicherheit ist nur ein GefĂŒhl
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.05.2012, Schauspiel Graz, Regie: Boris Nikitin

»Ich möchte lieber nicht«, sagt Bartleby, wenn er zu TĂ€tigkeiten aufgefordert wird. ZunĂ€chst fĂ€llt er noch durch stillen schweigsamen Fleiß und höfliche ZurĂŒckhaltung auf, beginnt dann, kompromißlos seiner innersten Überzeugung folgend, sich weder fĂŒr noch gegen einen angebotenen Lebensentwurf zu entscheiden. 

Basler Unruhen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.05.2010, Theater Basel

Es werden Unruheszenarien gestiftet, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausschreitungen, Tumulte, PlĂŒnderungen und Straßenschlachten inszeniert und mit Hilfe von Augenzeugen dokumentiert. Der ErzĂ€hlung im öffentlichen Raum folgt ein emotional kalkulierter Theaterabend um das Wohl und Wehe einer Stadt.

BeuysÂŽ KĂŒche
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Kein biographisches StĂŒck, sondern eine Vielfalt an Stimmen: Nicht nur die Kanzlerin und Gudrun Ensslin, auch Galeristen, der Maler Felix Nussbaum, der KĂŒnstler Heinrich Vogeler, Andy Warhol - sie alle setzen sich mit BeuysÂŽ Wirken auseinander: die Verschmelzung von Kunst und Politik, die Abwendung von der Kirche anhand des fordernden Dialogs und die stĂ€ndig brennende Frage nach dem Mensch-Sein selbst.

Birds
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.10.2009, StĂ€dt. BĂŒhnen OsnabrĂŒck

Ein FrĂŒhlingserwachen aus der gnadenlosen Gegenwart. Juliane Kann schreibt ĂŒber die ungeschĂŒtzte Zeit der großen GefĂŒhle und Verletzungen mit einer selten gesehenen IntensitĂ€t und Direktheit. BIRDS konfrontiert vier junge Menschen mit den Wunden des Erwachsenwerdens und der Gnadenlosigkeit des Schicksals, daß einem der Atem stehen bleibt.

Black Bismarck
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.99.2013, Hebbel-am-Ufer, Berlin

andcompany&Co. haben sich auf die Suche nach Kolonialgeistern begeben: eine Schrebergartensiedlung, ja ein ganzes Stadtviertel werden auch heute noch von ihnen heimgesucht. Eine U-Bahnstation scheint das Tor zur Unterwelt zu sein: FĂŒrst Bismarck geht dort um als »weißer Mann«: ein Untoter mit unstillbaren Hunger auf Hirn, der versucht, die deutsche Literatur vor den Tollheiten der politischen Korrektheit zu bewahren.

Black Square
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Dick und Duck, ein distinguiert-bĂŒrgerliches PĂ€rchen, werden umgarnt und verfĂŒhrt von  zwei Personen, die plötzlich auftauchen und sich einfach nur »Black Square« nennen: zwei schwarze Racheengel, die angeblich direkt aus der Zukunft kommen, von einem Ort afrofuturistischer Utopie, angesiedelt zwischen Addis Abeba und Lagos. Es entsteht eine merkwĂŒrdige AtmosphĂ€re, oszillierend zwischen sexuell mehrdeutiger Anziehung, freundlich-ĂŒberheblicher Hilfestellung und subtiler Bedrohung.

Black Tie
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 11.12.2008, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum von BLACK TIE steht mit Miriam Yung Min Stein eine junge Frau koreanischer Herkunft, die von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Nach drei StĂŒcken, die große Texte zum Gegenstand hatten – Schillers »Wallenstein«, den Ersten Band von Marx’ »Kapital« und den »Breaking News« der Abendnachrichten – gilt das Interesse von Haug/Wetzel nun dem mikroskopischen Blick auf die SchriftsĂ€tze eines Lebens.

Das blaue, blaue Meer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.01.2010, Schauspiel Frankfurt

Ein StĂŒck ĂŒber das Meer, die Sterne, den Plattenbau, den Tod. Ein StĂŒck darĂŒber, wie Armut und Verzweiflung an die Grenze der Wahrnehmungsperipherie der Deutschen gerĂŒckt wird und warum die Hoffnung es fĂŒr einige Menschen nur noch schlimmer macht. Ein sehnsĂŒchtiges StĂŒck voll von poetischer Kraft, verstörend, berauschend und auch irgendwie hochkomisch.

Bleib mein schlagendes Herz
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.03.2010, Schauspiel Frankfurt

Eine Welt der großen Möglichkeiten ist gleichsam eine Welt der ewigen Adoleszenz. Was also machen mit dem Leben, mit dem Rest des Lebens, wenn es eigentlich irgendwie immer noch nicht so recht angefangen hat. Wenn die Suche nach dem eigenen ICH einen ĂŒberfordert, kann man vielleicht erstmal nach einem einem GegenĂŒber suchen – in der Hoffnung, daß das vielleicht schon reicht.

Böhmisches Paradies
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
DEA: 15.02.2019, Theater Bautzen

Eine Milieustudie im wahrsten Sinne des Wortes ĂŒber den Niedergang eines testosterongetrĂ€nkten Feuchtgebiets, randvoll mit Geschichten aus dem Alltag und Dialogen aus einer MĂ€nnerwelt, die es eigentlich gar nicht mehr geben sollte und auf deren Verschwinden ihre Bewohner nicht vorbereitet sind – MĂ€nner, die sehenden Auges auf das Ende der Welt, die sie zu kennen meinen, warten.

Bondage
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: Oktober 2001, TiF, Dresden

Was passiert, wenn ein britischer Geheimagent die Kontrolle ĂŒber seine Mission verliert? Wenn sich der Schurke weigert, den gĂ€ngigen Vorstellungen von Gut und Böse zu entsprechen? Wenn das Bondgirl plötzlich Schönheit und Verstand aufweist? Wie verhĂ€lt sich ein Agent, wenn sein Weltbild auf den Kopf gestellt wird? Was tut man, wenn sich die eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen?

Bouncing in Bavaria
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 23.08.2012, Schauspiel Frankfurt

Auftrag : Lorey, Traute Hoess und Felix von Manteuffel beschĂ€ftigen sich mit kollektiver und persönlicher Erinnerung. Es geht um Erlebtes, Erfundenes und den vagen Raum, der dazwischen liegt. Um Momente, die dem Leben eine unerwartete Wendung geben, um Augenblicke des Kontrollverlusts und des GlĂŒcks, um die eigene VergĂ€nglichkeit, das Vergessen und das Verschwinden.

Brain Projects
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.09.2016, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Was geschieht, wenn ich »Ich« sage? Was geschieht dabei im Gehirn? Mit dem Ausgesprochenen haben sich Sprecher und Adressaten darauf verstĂ€ndigt, daß der Sprechende »sich« meint. BRAIN PROJECTS erarbeitet theatrale Spielanordnungen zur Modellierung des Gehirns. Das Sich-Denken als ein beobachtender und hilflos ahnungsloser Prozeß.

Cabinet
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.10.2010, Theater Freiburg

Deutsche KĂŒnstler erkunden die tĂŒrkische RealitĂ€t in Istanbul, tĂŒrkische KĂŒnstler erforschen Deutschland und entwickeln aus Begegnungen und MißverstĂ€ndnissen eigene Texte. In diesem Cabinet, in dem Deutsche TĂŒrken und die TĂŒrken Deutsche sind, versuchen alle, eine gemeinsame Tagesordnung zu finden. Björn Bicker hat Fragen gestellt, die aufzeigen, wie schlecht es um die Kenntnis der jeweilig anderen Kultur bestellt ist.

Café Haertel
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 26.03.2011, Theater OsnabrĂŒck

Die Geschichten erzĂ€hlende Großmutter am Ofen ist vom Aussterben bedroht, romantisch und gemĂŒtlich ist der Lebensabend fĂŒr die wenigsten. »Von frĂŒher« erfahren Kinder heute im Fernsehen, und wer erwachsen, aber noch nicht alt ist, versucht diesen Zustand in Zukunft zu vermeiden. Juliane Kann sucht nach Lebenserfahrungen von Menschen, die mit dem Älterwerden konfrontiert sind.

Café Populaire
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.04.2018, Theater Neumarkt, ZĂŒrich

In einer Kleinstadt steht das Gasthaus zur Goldenen Möwe. Aus der guten alten Zeit hat es sich seinen Ruf als feucht-fröhliche kulturelle Zentrale der Stadt herĂŒbergerettet. Doch wer geht fĂŒr ein bißchen Kultur noch vor die TĂŒr, wenn online die Welt zu haben ist. Doch dann stilisiert sich ein unerwarteter Kampf um den zukĂŒnftigen Besitz des Gasthauses zum epischen Kampf zwischen Gut und Böse, um vielleicht in einer Vorstufe von Gerechtigkeit zu enden.

Chinchilla Arschloch waswas
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 11.04.2019, Schauspiel Frankfurt

Im Zentrum des StĂŒcks steht der in LĂŒneburg lebende Christian Hempel, der seit seiner Jugend das Tourette-Syndrom hat. Eine Erkrankung des Nervensystems, die ihn zu unwillkĂŒrlichen Bewegungen und Äußerungen zwingt. Grenzverletzungen und TabubrĂŒche sind nicht universell, sondern eine aktuelle gesellschaftlich-politische Bestandsaufnahme. »Chinchilla Arschloch waswas« fragt welche Tabus in Deutschland im Jahr 2019 gelten – einem Land, das als abgeklĂ€rt gilt und in dem Redeverbote ĂŒberwunden scheinen.

Choreographien der Arbeit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.11.2017, Schauspiel Leipzig

Back to the Future, mitten in die Welt der 80er Jahre: mitten hinein in den Siegeszug des Neoliberalismus, in die Zeit der Entwicklung des Fernsehens zum Massenmedium und zur Manipulationsmaschine, in die Ära der konspirativen Theorien und UFO-Sichtungen, in die Regierungszeit Ronald Reagans. Der damalige gesellschaftspolitische Zustand, der Reagans Wahlerfolg ermöglichte, lĂ€ĂŸt Parallelen zur heutigen Situation zu.

Come on Baby
Autor*innen:
Kategorie:
Performance
UA/DEA:
mit Anja Meser, UA: 07.01.2011, SĂŒdpol, Luzern

Anja Meser und Beatrice Fleischlin machten sich auf den Weg, die Codes zu knacken, mittels derer der Mann sich im Alltag darstellt. COME ON BABY hĂ€tte ein StĂŒck ĂŒber die Inszenierung von MĂ€nnlichkeit werden können. Es ist ein BĂŒhnenflirt geworden. Ein Abend ĂŒber IdentitĂ€t und Behauptung.

Coming of Rage
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 05.09.2019, Deutsches Theater Berlin

SchĂŒler*innen verschwinden. In den sozialen Medien kursieren die Rekrutierungsvideos eines maskierten MĂ€dchens. Immer mehr Jugendliche schließen sich ihrem Kollektiv der UnmĂŒndigen an. Was bedeutet Demokratie fĂŒr Menschen, die nicht wĂ€hlen dĂŒrfen? Welche Kompromisse soll man noch schließen, wenn das Ende naht? Ein leichtfĂŒĂŸig radikaler Text ĂŒber das politische LebensgefĂŒhl junger Menschen.

Dann mach Limonade, Bitch
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Wir befinden uns in einem Dark-Room, in dunklen Eingeweiden, oder auf der HauptbĂŒhne von Rupauls Drag Race – auf jeden Fall leuchtet eine goldene Leiter in diesem Raum, die wir erklimmen mĂŒssen. Wir, das sind neben dem Schlurz, dem Herrscher dieser Welt, die*der Verfasser*in des Textes, dessen Neffe und Martin, Zwergsepia, Birke und Kamtschatka-Knöterich. Letzterer spricht nur japanisch, kann sich aber trotzdem gut verstĂ€ndigen.
Alle mĂŒssen bei dem Spiel, dessen Teilnehmer*innen sie freiwillig oder unfreiwillig geworden sind, mitmachen, denn nur so können sie aus dieser unheimlichen Welt entfliehen – und aus ihren Zuschreibungen und vorgefertigten IdentitĂ€ten.

De Living
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.05.2019, NTGent

Die letzte Szene vor dem Selbstmord einer Frau: Wir sehen ihre letzten Gesten, den Versuch, NormalitĂ€t aufrechtzuerhalten, einen Moment der Entschlossenheit, dann Zögern, Überlebenswille, der betĂ€ubt werden muss, und plötzliche Panik vor einem unkontrollierten Tod. Im Gegensatz zu den klassischen Tragödien wissen die Zuschauer beim Betrachten dieser letzten Szene nicht, was die Frau in den Selbstmord treibt. Sie können nur ĂŒber ihre Vergangenheit spekulieren. Eine unglĂŒckliche Liebe wĂ€re naheliegend. HĂ€lt sie dem dauerhaften Druck der Gesellschaft nicht stand? Oder erzĂ€hlt die letzte Szene im Leben einer Frau weniger ĂŒber ihr individuelles Schicksal als ĂŒber eine tragische Erfahrung.

Den SchlÀchtern ist kalt Oder OhlalaHelvetia
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.12.2017, Schauspielhaus ZĂŒrich

Die Schweiz: das Wohnzimmer Europas. Katja Brunner beruft sich auf das Recht, im Theater das Unaussprechliche und Unausgesprochene zu berĂŒhren, das Außergewöhnliche zu beschwören, das AlltĂ€gliche mit schriller Klage zu zerbrechen. DafĂŒr zitiert sie in DEN SCHLÄCHTERN IST KALT eine außergewöhnliche, ja, eine unmögliche Besetzung herbei, entreißt historisches Material und Sichergeglaubtes den grimmig verwahrenden Schubladen. Ein radikales Sprachspiel, ein Tanz des Zufalls mit der Wirklichkeit, eine verzweifelt lustvolle Eingabe in einer fremden Sprache.

Deportation Cast
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.9.2011, Staatstheater Hannover, Regie: Peter KastenmĂŒller

Noch vor ein paar Wochen ging Elvira auf eine Schule in Deutschland. Jetzt wohnt sie auf einer MĂŒllkippe im Kosovo. Ihre Familie wurde ausgewiesen. In Deutschland findet Elviras Freund Bruno heraus, daß sein eigener Vater als Pilot einen Abschiebeflug gesteuert hat. Bickers Text verwebt die Geschichten zweier Familien zu einem bewegenden und vielschichtigen Spiel um Verantwortung und Schuld.

Der diskrete Charme der Bourgeoisie
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.03.2022, Schauspiel Frankfurt

Einige lĂ€ssig elegante und kultiviert gelangweilte Angehörige des BĂŒrgertums laden sich gegenseitig zum Essen ein – und stĂ€ndig kommen ihnen die merkwĂŒrdigsten VorfĂ€lle dazwischen. Sie wahren indes stets die Contenance, sei es angesichts eines Truppenmanövers, der Verhaftung wegen ihrer DrogengeschĂ€fte oder wenn die Gastgeber vor dem Dinner Sex im GebĂŒsch haben. In ihren TrĂ€umen grinst die Bourgeoisie in vielfacher Gestalt der Tod an, ihre Dekadenz, ihre eigene ĂŒberfĂ€llige Liquidation. 

Don Quixote
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.04.2009, Schauspielhaus Graz

Christian Winkler stellt in seiner Adaption von »Don Quixote« die Frage nach der Möglichkeit von Heldentum in einer von Krisen besetzten RealitĂ€t. Wie kann man heute noch ideologisch sein in unserer unwirklich gewordenen Welt, die sich vor allem durch das Fehlen gĂŒltiger Ideen kennzeichnet? Cervantes’ Geschichte vom Kampf gegen WindmĂŒhlen ist aktueller denn je.

Dr. Alıcı
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 24.01.2019, MĂŒnchner Kammerspiele

Olga Bach greift die Konflikte und Fragen Arthur Schnitzlers auf und ĂŒbersetzt sie in die Gegenwart. Wo verlaufen heute die Konfliktlinien zwischen Ethik und Politik? Das Krankenhaus wird zum PolizeiprĂ€sidium, und Professor Bernhardi zu Doktor Alıcı. Ein Mann wird zur Frau, das Judentum wird zum Islam. Kunstvoll beschreibt Bach die subtilen Mechanismen, mit denen Rassismus gesellschaftsfĂ€hig wird.

Die Edda
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.03.2018, Staatstheater Hannover

In einer Zeit, in der wir allerorten nach Orientierung suchen und gleichzeitig den großen allgemeingĂŒltigen ErzĂ€hlungen und Ideologien mißtrauen, bekommen die alten Mythen in ihrer HeterogenitĂ€t, ihrer tiefen WidersprĂŒchlichkeit, ihrem zuweilen derben Humor eine ganz existentielle Bedeutung. Mikael Torfason ĂŒberfĂŒhrt in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson die Edda bildgewaltig und ĂŒberbordend ins Heute und erzĂ€hlt eine zeitgenössische Ur-Geschichte.

Ein Feld im FrĂŒhling
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

In einer verrĂŒckten Mischung aus Survival, Heimatfilm und unerklĂ€rlichem Delirium bewegt sich eine Gruppe auf mysteriöser Misson voran und kommt doch nicht vom Fleck. Man sucht einen geflĂŒchteten GeflĂŒchteten, aber dieser bleibt nicht nur physisch verschwunden, sondern auch auf andere Weise abwesend. Denn all diese vermeintlich Helfenden kreisen ausschließlich in ihrem jeweils eigenen Kosmos.

Ein Fuchs reißt Kaninchen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.05.2009, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Thalia Theater

Ein Mann erkrankt an Krebs. Nach einem Selbstmordversuch wird er nicht mehr aus dem Koma erwachen. Schmerz, Trauer und Verzweiflung entrĂŒcken Frau Ina und Sohn Nico in eine Zwischenwelt, fernab von Alltag und NormalitĂ€t. Weiterleben, wie geht das? FĂŒr Nico öffnet die allumfassende Trauer plötzlich neue TĂŒren.

Ein Hund namens Dollar
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 05.05.2018, Schauspiel Frankfurt

Nicht alles ist Gold fĂŒr diesen modernen Hans im GlĂŒck und seinen »Hund namens Dollar«: Hauptsache, es glĂ€nzt. Denn wer nach den Regeln von Geld und Aufmerksamkeit zu spielen weiß, hat nichts zu verlieren, sondern steigt stets ins nĂ€chste Level auf, hoch zu den oberen Zehntausend. Melancholisch verspielte Kapriolen schlĂ€gt dieser Text, der vor der hell erleuchteten Skyline aberwitzig-spekulative GeschĂ€ftsideen in den Wind reimt.

Eine Odyssee
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.09.2019, VolksbĂŒhne Berlin, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson

Hat die Wirklichkeit den Mythos in seiner nicht linearen KomplexitĂ€t lĂ€ngst eingeholt? Homers Odyssee (8. Jh. v. Chr.) beginnt zehn Jahre nach der Niederlage Trojas und ist ohne den Krieg nicht zu denken. Zehn Jahre irrt Odysseus auf dem Meer. LĂ€sst sich das Leben nach Stationen in der Ferne und allein auf dem Meer nahtlos fortsetzen? Was bedeutet RealitĂ€t, wenn der Mythos um die trojanische Schlacht diese lĂ€ngst ersetzt hat? Eine NeuerzĂ€hlung der antiken ÜberwĂ€ltigung ĂŒber Projektionen, Heldenkult und die geschichtliche Gewalt des Krieges.

Der eingebildete Kranke
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 20.12.2019, Residenztheater MĂŒnchen, Regie: Claudia Bauer

Mit der DER EINGEBILDETE KRANKE setzt PeterLicht seine sprachverspielten Überschreibungen des MoliĂšre-Kosmos fort. Er seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierung: das der Sterblichkeit.

Empire
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: September 2016, Theaterspektakel ZĂŒrich, Regie: Milo Rau

Mit EMPIRE bringt Milo Rau seine gefeierte Europa-Trilogie zum Abschluß. Als Endpunkt einer dreijĂ€hrigen intensiven Auseinandersetzung mit Mythos und RealitĂ€t Europas prĂ€sentiert EMPIRE biographische Close-Ups von Menschen, die nach Europa kommen oder an dessen RĂ€ndern leben: FlĂŒchtlinge, Migranten, Wanderer. Liegt das »eigentliche« Europa nicht in Nordafrika und im Nahen Osten?

Entwurf fĂŒr ein Totaltheater
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Eine grĂ¶ĂŸere Einsamkeit hat es selten gegeben. Bonnies Drama beginnt mit der Flucht aus einer Ehe, in der sie scheinbar alles hat. Im Leben muß es mehr als alles geben. Doch die Ordnung ist totalitĂ€r. Wie kaum eine Autorin ihrer Generation vermag es Anne Lepper, unsere trostlose und oft scheinbar ausweglose Existenz mit ungewöhnlichen Bildern zu beschreiben, die einen tiefen literarischen Sog entwickeln.

Das Erbe
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.6.2017, MĂŒnchner Kammerspiele

Könnte die Verurteilung der Schuldigen im NSU-Prozess eine Art kathartische Reinigung der Gesellschaft herbeifĂŒhren? Olga Bach assoziiert frei von diesem Thema der Schuld eine Gemeinschaft, die der Gegenwart entfremdet ist und die alle Antworten immer in der Vergangenheit sucht. Diese Gemeinschaft verstĂ€ndigt sich ausschließlich ĂŒber ihr gemeinsames kulturelles Erbe, ĂŒber das Archiv der deutschen Kulturgeschichte.

Die europĂ€ische Wildnis – eine Odyssee
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 11.05.2016, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Schauspiel Frankfurt

In einem Konvolut aus Bildern und Szenen lotet Sascha Hargesheimer den immer kleiner werdenden Handlungsspielraum aus, der zwischen Political Correctness, GefĂŒhlskĂ€lte, sogenannten »Sprachverboten« und Tabus vermeintlich bleibt. Uns begegnen Menschen irrlichternd an modernen Nicht-Orten. Die Heimat ist verloren, umso mehr gilt es einen Rest von Territorium zu verteidigen und Grenzen zu ziehen.

Everywoman
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 19.08.2020, Salzburger Festspiele

Was bleibt, was zĂ€hlt am Ende des Lebens? In »Everywoman« begegnet eine erfolgreiche Schauspielerin einer Frau mit der Diagnose einer tödlichen Krankheit, deren letzter Wunsch es ist, noch einmal in einem TheaterstĂŒck mitzuspielen. Ausgehend vom allegorischen LehrstĂŒck »Jedermann« ĂŒber das richtige Leben und die Erlösung im Glauben entsteht ein intimes GesprĂ€ch ĂŒber das Vergangene und das Bevorstehende – ĂŒber das Leben, den Tod, die Einsamkeit, die Gemeinschaft.

Expedition und Psychiatrie
Autor*innen:
Kategorie:
Theaterperformance
UA/DEA:
UA: 04.03.2011, Theater Heidelberg

»Es ist eine Welt, die nur mit einem Bein in der Wirklichkeit steht«, beschreibt Stockmann die AtmosphĂ€re seines StĂŒckes. An einem phantastischen Ort am Meer herrscht Endzeitstimmung. Die Worte haben ihre Bedeutung, die Menschen ihren Sinn verloren. Zauberer Dariusz, Außenseiter und Sonderling, gerĂ€t an Bord der letzten großen Expedition, deren Ziel es ist, den Untergang abzuwenden.

F wie FĂ€lschung
Autor*innen:
Kategorie:
Theaterperformance
UA/DEA:
UA: 20.7.2008 ProbebĂŒhne ATW Giessen

Boris Nikitins Inszenierung und Malte Scholz Performance fragen nach der ZuverlĂ€ssigkeit dessen, was wir auf der BĂŒhne sehen. Ist nicht die LĂŒge gerade im Theater immer schon Teil einer stetig ‚Wirklichkeit’ produzierenden Maschine? Das Publikum kann sich trotz seiner Kenntnisse um die Codes des Theaters und trotz seines Wissens um die Mechanismen und Techniken der Wahrnehmung nur auf seine Zweifel verlassen.

Faites vos jeux!
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.05.2008, BĂŒro fĂŒr Angewandte Kulturvermittlung, Köln, PACT Zollverein, Essen, HAU, Berlin, FFT, DĂŒsseldorf

Tag X. Die Mitarbeiter diverser Unternehmen in Deutschland erklÀren ihre UnabhÀngigkeit. Sie verschanzen sich in GeschÀftsrÀumen und Filialen, besetzen ihre eigenen ArbeitsplÀtze und widmen sich uneingeschrÀnkt dem Ziel, betriebsinterne Ressourcen nachhaltig zu erschöpfen.

Der Fall Dorfrichter Adam
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.11.2010, Schauspielhaus Graz

Dorfrichter Adam ist nachts in Eves Haus geschlichen. Vom Verlobten des MĂ€dchens ĂŒberrascht, schwer verprĂŒgelt, aber unerkannt in die Flucht geschlagen, muss er anderen Tags sprachgewandt ĂŒber seine eigene Untat Gerichtstag halten. LĂŒgt er oder sagt er die Wahrheit? Boris Nikitin unternimmt mit einem Schauspieler – anhand des Kleistschen Textes – eine Berufsbefragung: zum VerhĂ€ltnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Fassade und Innerlichkeit. 

Familie
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 04.01.2020, NT Gent; Regie: Milo Rau

Milo Rau vollendet seine Trilogie ĂŒber moderne Verbrechen mit einem Familiendrama: Im Jahr 2007 erhĂ€ngte sich in Calais eine ganze Familie, die Eltern und ihre beiden Kinder. Es wurde nie ein Motiv gefunden. Im Abschiedsbrief hieß es nur: »Wir sind zu weit gegangen, sorry.« Welche GrĂŒnde, welche Verletzungen liegen einem solchen Selbstmord zugrunde?

Familie Weiß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Stadtraumintervention
UA/DEA:
UA: 03.10.2015, Staatstheater Stuttgart

Familie Weiß wohnt im ersten Stock eines Mehrparteienhauses. Da die Wohneinheiten hellhörig sind, meinen die Nachbarn den Tagesablauf der Familie zu kennen. Was sie nicht wissen: daß die Existenz der Familie Weiß auf einem groß angelegten TĂ€uschungsmanöver beruht. Ein flexibles Einsatzkommando, bestehend aus eingeweihten BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, deckt mit subversiver Tatkraft das grĂ¶ĂŸte Geheimnis der Familie Weiß - daß es sie nicht gibt.

Fanny und Schraube
Autor*innen:
Kategorie:
Musiktheater
UA/DEA:
UA: 27.08.2009, Neuköllner Oper

Fanny ist weltfremd und Malerin, Schraube ein mĂ€ĂŸig erfolgreicher Hamburger Reeder. Wie kommen die beiden auf die Idee, den Berliner Landwehrkanal in Richtung Meer zu besegeln? Eine lebensbejahende, wundersam romantische und verschrobene Bohemian-Spinnerei, der sich hinzugeben Ă€ußerst ratsam ist.

Fegefeuer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
DEA: 15.10.2011, Theater OsnabrĂŒck

FEGEFEUER beschreibt das packende Drama zweier osteuropĂ€ischer Frauengenerationen. Zwischen Sowjetbesatzung und den RealitĂ€ten eines neuen Europas dekonstruiert Oksanen virtuos die europĂ€ische Geschichte am Beispiel Estlands und portraitiert dabei mit großer psychologischer SensibilitĂ€t zwei ganz unterschiedliche Frauenschicksale. Eindringlich beschreibt sie, was der Verlust der individuellen Freiheit aus der weiblichen Perspektive bedeutet.

Fieber
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 03.06.2010, Maxim Gorki Theater

Das Leben ist ein Umbruch. Auch fĂŒr StĂ€dte. Diese Stadt hat Fieber, schwitzt, schĂ€mt sich und hat Angst. Wie einsam man sein kann, wenn sich alle abwenden. Aber selbst mit Schrott lĂ€ĂŸt sich gutes Geld machen. Diejenigen, die zwischen Rost und Verlassenheit herumkriechen, könnten endlich mal gehen. Aber sie bleiben. Warum eigentlich auch nicht? Gehen kann jeder. Dazubleiben ist die wahre Herausforderung.

Fiege – ein StĂŒck ohne Geilheit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.03.2004, Theater Bielefeld

Sensationslos reihen sich Herrn Fieges Tage aneinander. Ein durchschnittlich graues Leben, könnte man vermuten. Doch die HaushĂ€lterin Erna Wiskowiak hat sich in ihn verliebt. Fieges Herz probt den Aufstand. Zum ersten Mal in seinem Leben ergreift er die Initiative. Das liebenswĂŒrdige PortrĂ€t eines spießigen Zauderers, dem im Moment seiner spĂ€ten Revolte das Schicksal ein Schnippchen schlĂ€gt.

Five Easy Pieces
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 11.05.2016, kunstenfestivaldesarts, BrĂŒssel

Kann man mit Kindern das Leben und Wirken des Kindermörders Marc Dutroux darstellen? Mit FIVE EASY PIECES entwickeln Milo Rau und das IIPM in Koproduktion mit dem Genter Art Center CAMPO entlang der Biografie des zu trauriger BerĂŒhmtheit gelangten belgischen Verbrechers Dutroux eine kurze Geschichte Belgiens. Auf der BĂŒhne: Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 13 Jahren.

Die Fliegenden HollÀnder
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Ein Historiker und ein Bestattungsunternehmer treffen auf Deck eines Kreuzfahrtschiffes aufeinander. Man befindet sich auf dem Weg zu dem internationalen Kongress »Europaweites Unbehagen zu den Erscheinungen an den europĂ€ischen RĂ€ndern«. Die Zeit der Theorie ist vorbei, als dem Kreuzfahrtschiff ein FlĂŒchtlingsboot vor den Bug gerĂ€t. Und plötzlich befinden sich die feinen Herren in einer Situation, die man bestenfalls als irrwitzig bezeichnen könnte.

Fluktus
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Ganze Stadtteile sind eingestĂŒrzt, FörderbĂ€nder biegen sich unter Tonnen von Bauschutt. Aber die Geröllhalde des einen ist immer die Sprungschanze fĂŒr den anderen. Und die Firma der Galovics recycelt sich durch die Berge des Verfalls hindurch an die Spitze der Gesellschaft. In GesprĂ€chen, Therapiesitzungen, Comic-Intermezzi oder zeitungsartigen Passagen durchstreifen wir diese besondere, schön-deprimierende Welt und sind erstaunt.

Forst der Finsternis
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.03.2022, Schauspielhaus Graz

Fast die HĂ€lfte der FlĂ€che Österreichs und 61 % der Steiermark sind bewaldet. In diesem Land wachsen 3,4 Milliarden BĂ€ume, 406 pro Einwohner*in.  Aber ach, der Wald, erleidet. Durch den Klimawandel sind der Holzstandort Österreich und sein Brotbaum, die Fichte, gefĂ€hrdet. Wissenschaft, Aktivismus und Politik arbeiten mit Hochdruck daran, den langsam wachsenden Wald fit zu machen fĂŒr die Zukunft und streiten um die beste Strategie.

Fragment '45
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: Mai 2005, Landestheater TĂŒbingen

Constantin von Castenstein erzĂ€hlt in diesem Monolog von seinem aristokratischen Großvater, der sowohl Gegner der Nationalsozialisten als auch der BesatzungsmĂ€chte war. Aus selten eingenommener Perspektive wird unser GeschichtsverhĂ€ltnis radikal auf den PrĂŒfstand gestellt.

Die Fraktion
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.01.2013, Theater Magdeburg

Die Arbeit in der Stadtratsfraktion lĂ€uft wie geschmiert. Die Maschinerie gerĂ€t ins Stocken, als sich der Politik-Novize Martin in die AblĂ€ufe einschaltet. Wer beim Zusammenprall von Idealismus und Pragmatismus die Oberhand behĂ€lt, scheint schnell klar. Doch dann bietet sich die ungewohnte Chance zu einer Debatte jenseits der Routine. Und es wird deutlich, daß am Ende dieser langen Nacht nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.

Die Frauen vom Meer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 16.02.2018, Theater RambaZamba Berlin

In intensiver Auseinandersetzung mit den Charakteristika der Sprache und Figuren Ibsens verhandelt der Text (Un)möglichkeiten weiblicher Selbstbestimmung. Neben ihrer VielfĂ€ltigkeit als Autorin beweist Bach mit diesem Text, ĂŒber welches Potential die dramatische Form verfĂŒgt, aktuelle Problematiken zu verhandeln – vielleicht gerade weil die Stimmen ihrer Akteur*innen aus einer anderen Zeit zu sprechen scheinen.

Der Freund krank
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.04.2012, Schauspiel Frankfurt

Ein Mann in den Dreißigern kehrt zurĂŒck in seinen â€șunglamourösenâ€č Heimatort. Sein Jugendfreund Mirko ist verrĂŒckt geworden. Mirkos Frau Nora, in die der Heimkehrende einst verliebt war, pflegt den Kranken, von dem sie ein Kind erwartet. Der Ort selbst krankt am Strukturwandel. Das Aroma-Werk wird abgebaut. Stattdessen kommt die Autobahn. Der Mann bleibt trotz allem da. Ihn hĂ€lt eine Mischung aus Sehnsucht und SchuldgefĂŒhl - denn auch er profitiert vom Ausverkauf.

Gehen und Bleiben
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.03.2017, Hans Otto Theater, Potsdam

Die Entscheidung zwischen Gehen und Bleiben markiert die Grundspannung in den hier versammelten persönlichen Geschichten von GeflĂŒchteten, die gegenwĂ€rtig in Potsdam leben. Jenseits der Statistiken und Klischees entwickelte Maxi Obexer in Zusammenarbeit mit den Akteur*innen auf der BĂŒhne ein StĂŒck, das sich sensibel aber direkt mit deren Fluchterfahrungen auseinandersetzt. Das StĂŒck interessiert sich fĂŒr die persönlichen Geschichten jenseits der Statistiken und Klischees, fĂŒr das Überraschende, Irritierende, Heitere oder Traurige, von dem sie erzĂ€hlen.

Das Geisterschiff
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: November 2007, Theaterhaus Jena

Weihnachten 1996 ertranken 283 FlĂŒchtlinge vor der SĂŒdkĂŒste Siziliens. Als Fischer erste Leichenteile an Land ziehen, ignorieren die Behörden den Vorfall. Das Schiff wird zum »Geisterschiff«. Obexers StĂŒck ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie mit FlĂŒchtlingskatastrophen umgegangen wird, ein modernes Requiem ĂŒber die vielen gleichgĂŒltig hingenommenen Toten an den KĂŒsten Europas.

Der Geizige
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
nach MoliĂšre, UA: 20.02.2010, Maxim Gorki Theater, Berlin

Welchen ZĂŒndstoff bietet MoliĂšres Komödie in Zeiten, in denen kein Kind mehr nach irgendwelchen Einwilligungen der Eltern fragt? Worin besteht heute die Drangsalierung zwischen den Generationen? Diesen und vielen anderen Fragen an den Klassiker widmet sich PeterLicht in einer sprachmĂ€chtigen, versponnen-klugen und hochamĂŒsanten Theaterfassung. Und nicht zuletzt erfĂ€hrt man nur bei ihm, warum Harpagon sich nicht so recht damit anfreunden kann, mehr als nur eine Zahnpastatube im Leben zu verwenden ...

Geld – her damit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.11.2009, Oldenburgisches Staatstheater

Willkommen in der Krise. In der dauerhaften Krise! Denn was bleibt einem anderes ĂŒbrig, als einfach weiterzumachen? Immer weiter. Die Blumen zu gießen, das Kind zur Schule zu bringen, zur Arbeit zu fahren, auch wenn es schon lĂ€ngst keine Arbeit mehr gibt. Mit großem GespĂŒr fĂŒr die vermeintlich kleinen Geschichten schreiten Sauter & Studlar souverĂ€n und mit spielfreudiger Komik das Minenfeld der sogenannten globalen Krise ab.

Die Geschichte des Publikums
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 2006, BĂŒro fĂŒr Angewandte Kulturvermittlung, Köln

Erst die Betrachtung macht eine Situation zur Szene. Voyeure sind heimliche Komplizen und Trittbrettfahrer in Geschichten, die nur selten die ihren sind. Mit einer Gruppe von Beobachtern und Zeitzeugen beziehen Hofmann & Lindholm Stellung im toten Winkel, um Öffentlichkeit zu privatisieren und die jeweils eigenen Anteile an Waren, GĂŒtern, Dienstleistungen, Meinungen, Situationen, Ereignissen und Geschichte einzufordern.

Die Geschichte einer Stunde
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
DEA: 13.01.22 Ballhaus Ost, Berlin

Die Geschichte einer Stunde erzĂ€hlt von Louise Mallard, die vom plötzlichen Unfalltod ihres Mannes erfĂ€hrt. Ein ZugunglĂŒck soll es gewesen sein. Sie bekommt die Nachricht von ihrer Schwester Josephine ĂŒberbracht – sehr vorsichtig, leidet Louise doch angeblich an einer HerzschwĂ€che. Sie bricht in TrĂ€nen aus und sperrt sich ins Schlafzimmer ein. Dort ĂŒberkommt Louise plötzlich ein ungewohntes GefĂŒhl.

Die Geschichte meiner EinschÀtzung am Anfang des dritten Jahrtausends
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, ErzÀhlung
UA/DEA:
UA: 18.09.2009, Theater Basel

Nach seinem Bestseller »Wir werden siegen!« - jenem BĂŒchlein, das man »immer dabeihaben und zwischen zwei KĂŒssen lesen möchte« (Die Zeit) –, legt PeterLicht ein modernes MĂ€rchen vor. Es ist die Geschichte eines Sofas und seines Besitzers. Das Sofa ist nahezu perfekt. Dem Besitzer geht es gut. Er hat Geld. Er ist gesund. Er hat eine Frau, die er ĂŒber alles liebt. Und ja, die Sonne scheint. Doch irgendetwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerĂ€t ins Schlingern 


Das Gesicht des Bösen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
03.12.2021, Schauspiel Frankfurt

Lustig, brutal und aberwitzig erzĂ€hlt Nis-Momme Stockmann von einer Fahrstuhlfahrt in die oberste Etage des Kapitals. Sprachgewaltig zeigt er darin die Schrecken und AbgrĂŒnde der Finanzwelt auf und erzĂ€hlt von Menschen, die zwischen Vernichtung, Sehnsucht und Verzweiflung hin- und hergerissen sind.

Der Ghetto Swinger
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 02.09.2013, Kammerspiele Hamburg

Kai Ivo Baulitz beginnt seine ErzĂ€hlung ĂŒber das Leben von Coco Schumann im Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt, Coco gehört zu den verbotenen Swing-Kids. 1943 wird er nach Theresienstadt deportiert. Chuzpe, GlĂŒck, ZufĂ€lle, Musik, Überlebenskampf? Vielleicht hatte Schumann von allem etwas, denn er ĂŒberlebt. Kai Ivo Baulitz hat diesem ungewöhnlichen Musiker mit seinem Theatertext ein weiteres Denkmal gesetzt.

Girl from the Fog Machine Factory
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.05.2018, Theaterhaus Gessnerallee, ZĂŒrich

Die GeschĂ€fte laufen schlecht in der kleinen Nebelmaschinenfabrik. Niemand möchte mehr Maschinen kaufen, die im Kern nichts produzieren. Neue Ideen sind gefragt, neue Bilder, neue Lösungen. Die Belegschaft beginnt zu experimentieren: WasserfĂ€lle, Planetenringe, leuchtende Nebelmeere, Skulpturen von Rodin und Giacometti, Böcklins Toteninsel mit Ruderboot – alles aus Nebel. So entstehen Bilder von flĂŒchtiger Opulenz und handwerklich-praktischer Sinnfreiheit. Eine zeitgenössische Geschichte mit magischem Ende.

Gletscher
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 21.02.2008, Theater Rampe

Die große Hitze vom Sommer 2003 brachte nicht nur guten Wein. Sie ließ auch die Gletscher schneller schmelzen, und manches Opfer, das sich der Gletscher vor vielen Jahren geholt hatte, wurde freigegeben. So geschah es, daß eine Frau nach 54 Jahren ihren jungen Verlobten wiedersehen durfte. Die Geschichte erinnert an ein romantisches MĂ€rchenmotiv, an »Unverhofftes Wiedersehen« oder an »Bergwerk zu Falun«.

Graben
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Ein Haus irgendwo auf dem Land. Karl kehrt in Begleitung des jungen Harald zurĂŒck, um seinen Jugendfreund Gotfried zu besuchen. Doch wahre Wiedersehensfreude sieht anders aus. Zwischen Karl und Gotfried, einst unzertrennbar, klafft eine deutliche LĂŒcke aus Unausgesprochenem und VerdrĂ€ngtem. Ein StĂŒck ĂŒber die Vergangenheit und die Gegenwart, vor allem aber ĂŒber die Freundschaft mit ihren ureigenen Gesetzen.

Grief & Beauty
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.09.2021, NT Gent

In GRIEF & BEAUTY begleiten vier Schauspieler*innen eine Frau, die Sterbehilfe in Anspruch nimmt. Ihre persönlichen Geschichten ĂŒber Abschied und Wiedergeburt, Kunst und Liebe, Erinnerung und Vergessen umrahmen eine radikale und zĂ€rtliche Inszenierung, die an die Grenze des Darstellbaren geht.

Der große Gatsby
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA dieser Fassung: 10.11.2011, Schauspiel Frankfurt

RĂŒping hat Fitzgerald fĂŒr die BĂŒhne bearbeitet. Die Deutsche BĂŒhne kommentiert: »Die derzeit ĂŒberzeugendste Begegnung mit dem â€șGatsbyâ€č-Material. Ohne Dramatiker an der Seite hat Christopher RĂŒping eine Fassung erarbeitet, die zugleich ganz nah an Fitzgeralds Roman bleibt und dabei so weit ĂŒber ihn hinaus weist wie keine andere. RĂŒping gelingt eine Mischung, die dem Roman ganz ohne jede realistische Behauptung besonders gerecht wird.«

Die Hand ist ein einsamer JĂ€ger
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 23.05.2019, VolksbĂŒhne, Berlin

Ein Text ĂŒber »Frauenkörper«: ĂŒber weiblich identifizierte Existenzen als Anschauungsmaterial und Ausstellungsobjekte, ProjektionsflĂ€chen und KampfplĂ€tze. In enge RĂ€ume und Kleider gezwĂ€ngt, drĂ€ngen sich junge und alte, allzu zarte und ĂŒberbordende, sich krĂŒmmende und ausdehnende Leiber, die es der Sprache nicht recht machen können und ĂŒber die trotzdem alle reden. Ein drĂ€ngender poetischer Appell fĂŒr SolidaritĂ€t, eine vielstimmige Kampfansage an Deutungshoheiten, Vermessungsstrategien und Weiblichkeitsideale.

HĂ€nsel & Greta & The Big Bad Witch
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.09.2022, BĂŒhnen Bern

Damals, im MĂ€rchen, wurden Kinder in den Wald geschickt, wenn es kein Brot mehr gab. Und Kinder, die in den Wald geschickt werden, gibt es heute noch, aber den Wald nicht. Der ist jetzt eine planetare Monokultur, um VITALIN anzubauen, was alle schlĂŒrfen, um juicyer zu werden. Greta möchte aber lieber die Welt retten und erhĂ€lt unerwartet Hilfe von der Hexe, die gar nicht böse ist, sondern «bad-ass». Aber was heisst das eigentlich, «die Welt retten»? Welche Teile der Welt wollen wir denn retten? Und wer ist dieses WIR? DĂŒrfen die Nichtmenschen auch mitreden, also Flechten, Pilze, Cyanobakterien, die Welt selbst?

Hate Radio
Autor*innen:
Kategorie:
Performance, Ausstellung, Film und Buch
UA/DEA:
UA: 02.11.2011, Kunsthaus Bregenz

HĂ€tte man ein einfaches und wirkungsvolles Ziel gesucht, den Genozid in Ruanda zu verhindern, wĂ€re der Radiosender RTLM (â€șRadio- TĂ©lĂ©vision Libre des Mille Collinesâ€č) ein guter Anfang gewesen. Mit unbeschreiblichem Zynismus hatten die Mitarbeiter des populĂ€ren Senders den Völkermord seit Monaten wie eine Werbekampagne vorbereitet. Das Projekt HATE RADIO lĂ€ĂŸt RTLM in originalgetreu nachgebauten Kulissen wieder live auf Sendung gehen - auf der BĂŒhne stehen Überlebende.

Haut
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 01.04.2011, Staatstheater Braunschweig

Daniel hat sich in eine Klinik eingewiesen. Nico ist schwul. Seine Zwillingsschwester Janet muß sich stĂ€ndig ĂŒbergeben. Bozi, der beste Freund von Nico, ist in Janet verliebt. Cynthia ist auch in der Klinik in Therapie und verliebt sich in Daniel. – Daniel, Nico, Cynthia, Janet und Bozi sind fĂŒnf Jugendliche, fĂŒnf ganz »normale« Jugendliche. Aber was ist schon normal?

Herr Dağaçar und die goldene Tektonik des MĂŒlls
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.10.2010, garajistanbul

Jede Nacht strömen unzĂ€hlige junge MĂ€nner durch Istanbul und sammeln vom Boden und vor den GeschĂ€ften das auf, was anderen zur Last gefallen ist und verwandeln es immerhin in kleines Geld fĂŒr sich und die Familien in Ost-Anatolien. Helgard Haug und Daniel Wetzel folgten ihnen auf ihren Routen durch die Stadt und ihrem mikroskopischen Blick auf den MĂŒll, dessen Wert an den Weltmarkt gekoppelt ist - an die Kurse fĂŒr Kupfer, Stahl, Gold.

Herrmann's Battle
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 20.10.2011, Kleistforum, Frankfurt (Oder)

Ein Text, der den Freiheitskampf als Ziel formuliert, dem alles andere und alle Anderen untergeordnet werden muss. Haug und Wetzel unternehmen nach »Wallenstein«, »Karl Marx: Das Kapital, Erster Band«, »Breaking News« und »Prometheus in Athen« ein weiteres Theater-Abenteuer, bei dem sie die Arbeit mit Experten ihrer eigenen Biografie in Kollisionskurs bringen mit einem Text, dessen RadikalitĂ€t die Belange des Individuums ĂŒberrennt.

Das Herz der Krake
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 2021/22, Deutsches Theater Berlin

DAS HERZ DER KRAKE ist mehr als ein engagierter Schlagabtausch eingespielter Positionen. Mit geradezu furchteinflĂ¶ĂŸender Gelassenheit dringt Stockmanns Text in die WidersprĂŒchlichkeit und die Scham der Geschichte und seiner Figuren und zeichnet ein hĂ€ĂŸliches, ein bisweilen angstmachendes Bild deutscher Gegenwart, heimgesucht von einem Haß ohne Erinnerung, der laut tönt und doch keine Worte findet.

Herzblut
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Die Chronik einer angekĂŒndigten Katastrophe. Ein junger Lehrer gerĂ€t mit einer SchĂŒlerin aneinander. Beide sind ĂŒberfordert. Die Situation eskaliert. Ein hintergrĂŒndiger und vielschichtiger Beitrag zur oft oberflĂ€chlich gefĂŒhrten Debatte ĂŒber die ZustĂ€nde an unseren Schulen.

hitlerine
Autor*innen:
Kategorie:
Performance
UA/DEA:
UA: 30.1.2010, Prater der VolksbĂŒhne am Rosa-Luxemburg-Platz

Hitlerine ist eine radikalmilitante, eitle Egoistin, ausgestattet mit einem beinahe postmodernen Bewusstsein. Irgendwo in Afrika steckt sie fest in einer parallelen Geschichte, in der Adolf nicht vorkommt, aber anderes Schlimmes schon, etwa die Völkermorde zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf dem schwarzen Kontinent.

Hofmeister – Vorteile der Privaterziehung
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
nach Lenz, UA dieser Fassung: 03.10.2014, Nationaltheater Weimar

LenzÂŽ StĂŒck ist das scharfsinnigste StĂŒck aller Zeiten zu Erziehungsfragen und die erste Tragikomödie der Literaturgeschichte. Kai Ivo Baulitz hat sie sich neu vorgenommen, hat sie aktualisiert und adaptiert. Wer das alles nicht versteht, sind die Eltern, die vom Babyschwimmen bis zu den Extrabildungsausgaben wirklich alles richtig gemacht haben.

Horror Vacui
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: MĂ€rz 2011, Schauspiel Frankfurt

»Horror Vacui« ist eine Sammlung von allem, was unsere Sinne anspricht oder beansprucht. Die Symphonie eines ganz gewöhnlichen Tages, Mitteleuropa, Anfang des 21. Jahrhunderts - mit einer Schauspielerin, die ĂŒber die erstaunliche FĂ€higkeit verfĂŒgt, willentlich die Frequenz ihres Herzschlags zu beeinflussen.

Der Hund
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Der Hund ist ein Ausnahmetalent. Ein Waisenjunge, halb verhungert aus einem Kellerloch gekrochen, der kochen kann, daß es einem das Herz zerreißt. Als er im Restaurant El Cion anfĂ€ngt, steigt der Hund in den Olymp der SternekĂŒche auf. Akiz erzĂ€hlt die Geschichte zweier Underdogs, ohne Luft zu holen, in ĂŒberschĂ€umendem Sound. Ein brachiales, unvergeßliches DebĂŒt, das mit voller Wucht auf die Explosion zusteuert. Ein großartiger Stoff fĂŒr einen dialogstarken Theaterabend in kleiner Besetzung.

Hund wohin gehen wir
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 20.10.2021, Staatstheater Darmstadt

Das »Haus fĂŒr Kinder« ist eine autoritĂ€r gefĂŒhrte Einrichtung. Hier leben Karl, Christopher, Alma und Johanna schon seit einer Ewigkeit. Bald sollen sie hinaus in die fremde »moderne Welt«, die sich angeblich schon irrsinnig auf ihre Ankunft freut und eine rosige Zukunft fĂŒr sie bereithĂ€lt. Doch die Ankunft des Neuen - Simon - Ă€ndert die Dynamik in diesem merkwĂŒrdigen Waisenhaus nachhaltig...

Hundert Jahre weinen oder hundert Bomben werfen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.10.2019, Theater Basel

Inspiriert von GesprĂ€chen mit einem ehemaligen »Verdingbub« und FremdenlegionĂ€r verbindet Darja Stocker zwei große Kapitel der Schweizer Geschichte und zeigt, wie Opfer zu TĂ€tern werden können und die Spirale der Gewalt kein Ende findet. 

Hunting von Trier
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.10.2012, Ballhaus Naunynstraße, Berlin

Lars von Trier sucht zwei weibliche Outlaws. In einem filmischen Universum, das fĂŒr Frauen nach wie vor die RollenfĂ€cher »Heilige« und »Hure« vorsieht, verspricht die Verkörperung von gesetzlosen Banditen ungeahnte HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr die Jungschauspielerinnen Patti und Lenni. Hals ĂŒber Kopf stolpern die ungleichen Leinwand-Heroinen in das Abenteuer ihres Lebens.

Hypnos
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Im Zugabteil, Rauschen. Und da ist diese Stimme, schlecht zu hören durch das Bordradio. »Bitte, wachen Sie auf«. Immer wieder wird die Stimme durch die Mitreisenden oder das Bordpersonal unterbrochen, verschwimmt wie die Landschaft hinter den Fenstern. »Warum wollen sie dich davon abhalten, mehr zu erfahren? Warum halten sie dich davon ab, aufzuwachen?« Hypnos heißt die Stimme. Eine neue Technologie, welche mit im Koma liegenden Menschen kommunizieren kann. Seit Jahren liegt die Frau hier schon, dies ist die letzte Möglichkeit, sie zu erreichen, sie zurĂŒckzuholen.

I am Providence
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, StĂŒckentwicklung
UA/DEA:
UA: 08.11.2019, Staatstheater Kassel, Regie: Wilke Weermann

Lovecrafts Weltekel, Prophetie einer heillosen Moderne, gerann in abstruse Visionen, Arien des Wahns, Rassismus und in der Haßliebe zu allem Vitalen. Jene Schrecken aus Ă€ußeren Welten – wie weit sind sie noch von unserer aufgedunsenen Zivilisation, jenem feuchten Alptraum Schopenhauers und Houellebecqs entfernt?

Ich bereue nichts
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
mit Thomas Halle, UA: 11.10.2014, Staatstheater Karlsruhe

Edward Snowden konnte schnell Karriere bei der CIA machen. Allerdings stand dem jungen Computerspezialisten bald etwas Entscheidendes im Weg, das sich nicht gut mit seiner TÀtigkeit vertrug: sein Gewissen. Jan-Christoph Gockel und Team haben Kontakt zu Publizisten aus dem Umfeld des Whistleblowers aufgenommen und nÀhern sich diesem Helden wider Willen mit einem fiktiven Monolog.

Ich hÀtte gern den Charme von Adriano Celentano
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 16.10.2016, Schauspiel Frankfurt

Überbevölkerung ist das grĂ¶ĂŸte Problem der Menschheit. Also sitzen drei Vertreter des demografischen Querschnitts in der Transferkapsel eines Raumschiffes, um fĂŒr die Suche nach einem besseren Lebensort ins Weltall geschossen zu werden. Mensch braucht Maschine? Maschine macht Mensch? Welche Katastrophen reaktivieren die im Dornröschenschlaf ruhende Selbstbestimmtheit dieser AuserwĂ€hlten?

Ich wĂŒnsch mir eins
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 07.12.2012, Theater OsnabrĂŒck

Leila lebt alleine, ein junges MĂ€dchen, das eines Tages einen Mann kennen lernt. George, der in der Kneipe vor seinem Bierglas sitzt und in Leila die Prinzessin seines Lebens erkennt. Leila ist fĂŒr George, der in seiner Wohnung versauert, seine Miete nicht mehr zahlt und nur noch fĂŒr Bier das Haus verlĂ€ĂŸt, das RĂŒckfahrticket in die Jugend. Und George ist fĂŒr Leila das, was sie zu kennen scheint. Die ewige EnttĂ€uschung. Bis eines Tages Leilas Vater vor der TĂŒr steht.

Illegal
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 20.06.2008, MĂŒnchner Kammerspiele

Nach Adorno gibt es »kein richtiges Leben im falschen«, und so fragt man, wie illegalisierte Menschen und ihre Familien eigentlich ihren Alltag organisieren können. Wie sie arbeiten, wohnen, sich Ă€rztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Björn Bicker hat dieser Unmöglichkeit des Seins nachgespĂŒrt.

Illegale Helfer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.01.2016, Schauspielhaus Salzburg

Die Festung Europa fordert Opfer. Nicht nur von den Menschen, die in Nußschalen Meere ĂŒberqueren. Sondern auch von jenen innerhalb der Festung, die diese ZustĂ€nde nicht akzeptieren. Was fĂŒr Menschen sind es, die so konsequent fĂŒr ihre Überzeugungen eintreten? Maxi Obexer hat reale Stimmen kondensiert und zu einer dichten, literarischen ReflexionsflĂ€che verwoben, ohne beim Dokumentarischen zu verharren.

Imitation of Life
Kategorie:
Theater, Performance
UA/DEA:
mit Malte Scholz, UA: 2009 Kaserne Basel

GefĂ€lschte Biographien, gefĂ€lschte Dokumente - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: daß die Wirklichkeit fingiert sein könnte. IMITATION OF LIFE widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends ĂŒber Betrug und die Macht der Behauptung.

Das Imperium des Schönen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 31.01.2019, Schauspiel Stuttgart

Zwei ungleiche BrĂŒder – erfolgreicher Intellektueller der eine, LebenskĂŒnstler der andere – reisen mit ihren Partnerinnen nach Japan. Vier unterschiedliche LebensentwĂŒrfe prallen aufeinander, und wieder einmal zeigt sich, dass der Kampf um das eigene Wertesystem im Privaten mit der gleichen Unbarmherzigkeit ausgetragen wird wie im globalen Maßstab.

In den Arkaden
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Ein gigantischer Themenpark sind das ideale Terrain fĂŒr TagtrĂ€ume. Eric sucht hier nach Inspiration oder einer verlorenen Liebe. Mit dem KassenmĂ€dchen hat er 15 Jahre zusammengelebt. Oder kennt er sie gar nicht? RealitĂ€t und Fiktion gehen Hand in Hand und steigen auf den Skymaster, das GerĂ€t der Superlative, das fantastische Erfahrungen verspricht. Christian Winkler beschreibt in seiner schwarzen Komödie eine Suche nach Sinn und IdentitĂ€t.

Inga und Lutz
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.10.2010, Staatstheater Braunschweig

Beim nĂ€chsten Job wird alles anders. Lutz will sich selbstĂ€ndig machen. Mit Manni, seinem besten Freund. Beide haben ihren Job verloren, die Firma wird wohl bald dicht gemacht. Jetzt wird es ernst: Lutz und Manni brauchen Geld fĂŒr ihre GeschĂ€ftsidee. Und dieses Geld hat Inga, die Freundin von Lutz, bzw. ihre Eltern. Stockmanns erstes TheaterstĂŒck bewegt sich rasant zwischen schwarzer Komödie und Sozialdrama.

Das innere Jahrhundert
Autor*innen:
Kategorie:
Schauspiel
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Paul Brodowsky tritt mit seiner fiktiven und gender-verdrehten Wedekind-Biographie in eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit einem Teil des dramatischen Erbes. Vor dem Hintergrund des zertrĂŒmmerten Europas rekonstruiert er eine Gesellschaft in Bewegung. WĂ€hrend Franka und Till versuchen, Familie, Erotik und die schöne Kunst unter einen Hut zu bekommen, tobt um sie herum ein erbitterter Kampf um die Deutungshoheit – ein Kampf, der 100 Jahre spĂ€ter umso heftiger entbrannt zu sein scheint.

Die Insel
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 04.10.2014, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Wer lebt auf der Veddel. Wer lebt nicht auf der Veddel. Es tritt auf der Chor der InselbewohnerInnen. Und fragt nach der Zukunft. Nach der Zukunft, die lÀngst begonnen hat. Basierend auf Interviews und GesprÀchen auf der Veddel und im restlichen Hamburg ist ein Text entstanden, der nach den Bedingungen unseres Zusammmenlebens in der Ankunftsstadt des 21. Jahrhunderts fragt. Es entsteht ein Theaterabend mit BewohnerInnen der Veddel.

IntensivtÀter
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 02.02.2014, Theater Freiburg

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, populĂ€r geworden fĂŒr ihren harten Umgang mit jugendlichen »IntensivtĂ€tern«, hat sich im Juni 2010 das Leben genommen. Paul Brodowsky nimmt ihr migrantisch geprĂ€gtes Arbeitsumfeld Neukölln zum Ausgangsterrain, um ĂŒber den gesellschaftlichen Umgang mit jugendlichen StraftĂ€tern nachzudenken. Es wird nicht mit ihnen, sondern ĂŒber sie verhandelt.

Das Internat
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
mit Alexander Kerlin, UA: 09.02.2018, Schauspiel Dortmund

Kann es ein Internat geben, das alle anderen Internate enthĂ€lt? Wo die Lehrer schlafend herumliegen wie tote Fliegen? WĂ€hrend die MĂ€dchen in Uniform die Liebe lernen und die Kinder des Monsieur Mathieu ihre ChorĂ€le singen? Wo die jungen Genies in den Katakomben ihre Drogenexzesse feiern - mit Unendlichem Spaß? Und der Zögling Törleß seinen MitschĂŒler erotisch quĂ€lt, wĂ€hrend Jakob von Gunten sein Tagebuch schreibt?

Ja okay, aber
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Ein Mann mittleren Alters mietet sich in einem Co-Working-Space ein. Er will endlich vorankommen. Womit ist noch unklar, doch er spĂŒrt, es geht ums Ganze. So scheint es allen in diesem kargen wie fantastischen Co-Working-Space zu gehen. Flexible Selbstoptimierer*innen, erfahrene Förderantragsschreiber, sprachlose Call-Center-Agenten, wortgewandte Prokrastinierer und andere frei flottierende BĂŒroexistenzen – sie alle haben viel vor und stehen doch die meiste Zeit im Pausenraum und trinken Kaffee, viel Kaffee. Denn es gilt: kein Kapitalismus ohne Kaffee.  

Jeder Tag ein Vollmond
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.11.2021, Schauspielhaus Bochum

Die COVID-19-Pandemie, gedanklicher Resonanzraum des Projektes, ist nach wie vor akut, die mit ihr einsetzende Zeitenwende – ist es eine? – in ihren sozialen und ökonomischen, privaten und gesellschaftlichen Implikationen ist noch lange nicht zu ĂŒberschauen. Am Ende steht eine hybride Momentaufnahme aus Worten, Körper(bilder)n und Bewegung, zeugend von einer Krise, die die Ordnung des BISHER außer Kraft gesetzt hat und von dem DANACH nur weiß, dass es kommen wird.

Jeeps
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.11.2021, MĂŒnchner Kammerspiele

Mit ihrem Text JEEPS setzt die Autorin und Regisseurin Nora Abdel-Maksoud an einem tiefen sozialen SicherheitsbedĂŒrfnis an. Sie verhandelt die strukturellen Bedingungen einer Gesellschaft, in der Klassenunterschiede gleichzeitig wirken und negiert werden. Mit satirischer Zuspitzung und PrĂ€zision seziert Abdel-Maksoud unser Denken und Handeln auf Basis von KontostĂ€nden, Testamentseröffnungen und gefĂŒhlten Bedrohungen.

Kabale + Liebe v. hinten
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Drei Nebenfiguren aus Schillers »Kabale und Liebe« treffen im Hinterzimmer der Macht aufeinander. Wurm, Kalb und Sophie setzen sich gegenseitig ihren Ambitionen und MachtansprĂŒchen aus. In dieser Dreierkonstellation spielen sie sich gegenseitig aus, wĂ€hrend sie gegen die brutalen Machtmenschen des Schillerkosmos zusammenhalten mĂŒssen. Dabei entfaltet sich auf der HinterbĂŒhne der Macht, scheinbar im Verborgenen, die Faszination an Intrigen und Gewalt, die Erotik von Einflußnahme, Revolution und RadikalitĂ€t.

Kaltes Produkt
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 2006, Nationaltheater Oslo

Matias Faldbakken gelingt mit KALTES PRODUKT eine drastische und ĂŒberzeugende Aktualisierung von Ibsens Klassiker. Faldbakkens Nora ist eine ehrgeizige und erfolgreiche AnwĂ€ltin, die ihren drögen Ehemann und dessen Skateboard-Magazin â€șNoboredâ€č mitfinanziert. Ein dunkles Geheimnis jedoch macht sie erpreßbar. Schließlich bleibt ihr nur noch die radikale Flucht nach vorn.

Die KĂ€mpfe der Frauen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 23.03.2012, Theater Freiburg

Womit hat Frau zu kĂ€mpfen? Die Hydra hat viele Köpfe und darunter sind nicht nur MĂ€nner auszumachen. WofĂŒr streiten Frauen? Um die HĂ€lfte der FensterplĂ€tze auf der Titanic? Oder haben sie nach 4000 Jahren MĂ€nnerkurs andere Visionen ĂŒber das Leben zu bieten, das eigene und das mit anderen? Was macht Frauen fertig und was macht sie an?

Kaspar Hauser und Söhne
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.04.2018, Theater Basel

FĂŒr die Umsiedlung des Kaspar Hausers ins 20. Jahrhundert entwirft Olga Bach die zersetzende Welt einer lieblosen genealogischen Zusammenrottung, ein hermetisch verschlossenes und durch die AuswĂŒchse familiĂ€rer Hierarchien abgestecktes Territorium, in dem jede Geste zum Schlag zu werden droht. FĂŒr ihre Kaspar-Figuren entwickelt die Autorin eine eigentĂŒmliche Sprache, die die Unbewohnbarkeit der Wörter, ĂŒber die man nicht verfĂŒgt, vor Augen fĂŒhrt.

Kassandras Baby
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
mit Martina Clavadetscher

KASSANDRAS BABY versucht, sich vorzustellen, wer wir alle hĂ€tten sein können, wenn wir alle schonmal alles gewesen wĂ€ren. Versucht, den Ort zu finden, an welchem wir alle wissender sind, als wir es gerne hĂ€tten. KASSANDRAS BABY seziert den Kassandramythos, indem es die normative Kraft von Elternschaft befragt. Was ist mit denen und wie geschieht jenen Kassandren, die mehr sehen können und die Verantwortung darĂŒber – entgegen des Kassandrafluchs – zu tragen versuchen? 

KĂ€the Hermann
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA, 08.01.2012, Theater Bielefeld

KĂ€the hat auf vieles verzichten mĂŒssen. Als die Kinder kamen war's vorbei mit der Karriere als TĂ€nzerin. Nun, da die Brut bereits ergraut, ist sie an der Reihe. Überhaupt: der KĂ€the stellt sich niemand in den Weg. Weder die widerborstige Tochter, noch der verkrĂŒppelte Sohn. Und erst recht nicht die Bagger, die das Haus abreißen sollen. Zwangsumsiedlung kommt nicht in Frage. Im Gegenteil, jetzt wird renoviert.

Kein Schiff wird kommen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 19.02.2010, Staatstheater Stuttgart

Stockmann erzĂ€hlt von den Qualen eines unfreiwilligen Heimkehrers. Ein junger Autor will ĂŒber die Deutsche Einheit schreiben, weil das »karrieremĂ€ĂŸig« bestimmt von Vorteil wĂ€re. Sein Vater, der in der Abgeschiedenheit einer deutschen Insel lebt, dient ihm dabei als lebendiges Recherchematerial. WĂ€hrend der Protagonist am Wendethema scheitert, holt ihn die eigene Vergangenheit mit aller Wucht ein.

Das Kettenblattmassaker
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.11.2006, Pathos Transport Theater, MĂŒnchen

Zwei MĂ€nner, zwei RĂ€der. Eine Parabel ĂŒber den Zwang zu Leistung und Funktionieren, auf die bigotte Sehnsucht einer ganzen Gesellschaft nach einem reinen strahlenden Helden.

Kings
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 07.05.2014, Ballhaus Naunynstraße, Berlin

In KINGS kĂ€mpfen vier Antihelden mit den WidersprĂŒchen der â€șGesellschaft des Spektakelsâ€č und ihrem marktorientierten Kunstbetrieb. Ein ramponierter Wanderzirkus wird zur Folie fĂŒr die spĂ€tkapitalistische Wohlstandsgesellschaft unter dem Primat der prĂ€zisen Selbstverwirklichung. Nora Abdel-Maksouds KINGS ist eine grandiose Betrachtung ĂŒber das Ausbleiben des Umsturzes.

Klangwandler
Autor*innen:
Kategorie:
Libretto
UA/DEA:
UA: 04.11.2010, Neuköllner Oper, Berlin

Man könnte sagen, Jonathan hat sich in letzter Zeit etwas zurĂŒckgezogen. Jonathan kann Dinge hören, darin ist er ziemlich gut. Und er hat den Klangwandler gebaut, der alles in Frequenzen ĂŒbertragen kann – die GebĂ€ude der Schule, die Predigten seines Vaters. Dumm nur, daß unvermutet Mimi auftaucht, die da draußen wohnt und alles durcheinander bringt ... 

Kohlhaas
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 24.10.2008, Staatsschauspiel Dresden

Michael Kohlhaas ist ein guter Kerl. Eine ehrliche Haut. Dann wird der braver BĂŒrger Opfer von WillkĂŒr. Alle Versuche, sich Recht zu verschaffen, scheitern. Also greift er zur Selbstjustiz. Die Geschichte eines Mannes, den sein Rechtsempfinden erst zum Opfer, dann zum TĂ€ter macht. Kai Ivo Baulitz hat einen modernen Kohlhaas verfaßt.

Kohlhaas - Ein Mann fĂŒr jede Krise
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.01.2020, Staatstheater SaarbrĂŒcken

Der historisch und literarisch ĂŒberlieferte Michael Kohlhaas entpuppt sich als modernes egoistisches Großmaul . Er schließt die LĂŒcke zwischen Reformation und Antisemitismus, Bauernkriegen und Klassenkampf, Fuggern und der Deutschen Bank, FlugblĂ€ttern und Twitter. Er ĂŒberschĂ€tzt sich selbst, kennt keine Scham und keine Grenzen und hat trotzdem Minderwertigkeitskomplexe – weshalb er es natĂŒrlich weit bringt. Kohlhaas ist aber auch ein Instrument seiner weiblichen Berater, die – im Gegensatz zu ihm – konkrete PlĂ€ne haben.

König Korczak
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.04.2022 Theater Göttingen

Janusz Korczak gilt als einer der wichtigsten PĂ€dagogen des 20. Jahrhunderts. Unter den lebensfeindlichen Bedingungen des Nationalsozialismus leitete er im Warschauer Ghetto ein Waisenhaus und setzte sich unermĂŒdlich fĂŒr die Rechte von Kindern ein. Bis in den Tod.
Kurz vor dem Abtransport im August 1942: Janusz Korczak spielt sein Leben noch einmal durch. Erinnert sich. TrÀumt. Seine Kindheit, seine Eltern, seine Freunde. Wird wieder zum Kind von einst. Als diese Welt noch heil schien.

Die kosmische Oktave
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 21.03.2014, Sophiensaele, Berlin

Acht Texte sind im Laufe der Auseinandersetzung mit Goethes Wahlverwandtschaften entstanden. Vier Monologe und vier Zusatztexte, die in keiner expliziten chronologischen Ordnung stehen und sich mit den vier Hauptfiguren des Romans auseinandersetzen. Es ist ein Versuch das „Aroma“ von Goethes Figuren aufzunehmen. Nicht ohne Grund. Goethes vier Hauptfiguren sind genau wie der postmoderne Mensch Teilhaber einer Gesellschaft im ideologischen Umbruch.

Kriech oder: Orientierungshilfe fĂŒr den Wertekompaß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 30.06.2005, Theater unterm Dach, Berlin

Drei Menschen haben im Namen der Firma, im Namen der Menschenrechte, im Namen der freien Welt gehandelt. Ein Erlebnisbericht aus den dunkelsten Herzen unserer westlichen Gesellschaft. Luxingers Text aus dem Jahr 2005 ist erschreckend aktuell. Die UrsprĂŒnge der großen westlichen Fehltritte und Verfehlungen der Neuzeit sind omniprĂ€sent.

Die Kunst der Wunde
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.11.2021, Schauspiel Leipzig

Katja Brunner geht es diesmal um WĂŒrde und Ethik, um IdentitĂ€t und Politik. Sieben Mediziner*innen, MĂŒtter*, Marius I und II, Kevin, ein Chor, ein Klappergestell: das Inventar des StĂŒcks, das sich um einen Felsen, der atmet und also irgendwie lebt, bewegt. Das Erziehen und Anpassen, das Vergleichen und Perfektionieren, die Konstruktion der IdentitĂ€t beginnen direkt mit der Geburt – doch Katja Brunner liefert Gebrauchsanweisungen fĂŒr das richtige Leben im Falschen, fĂŒr Wundpflege, Staatspflege, Felswerdung und Selbstwerdung.

La Chemise Lacoste
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.02.2015, Schauspielhaus DĂŒsseldorf

Unter sieben BrĂŒdern ist Felix der AuserwĂ€hlte. Der liebe Staat kĂŒmmert sich – wenigstens um ihn: Felix darf Balljunge werden. Auf dem Tenniscourt sucht er seinen Platz neben den altvorderen Balljungen. Ein MĂ€dchenchor steht am Spielfeldrand. Ist das Rasen oder Kunstrasen? Und vor allem: wann geht das Tennis los? Das ungleiche Trio gerĂ€t in Gerangel um dĂŒnngesĂ€te Privilegien, denn: wer unten ist, soll unten bleiben - und Felix bleibt eine Irritation, eine Ahnung vom schlechteren Leben.

Lam Gods
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.09.2018, NT Gent

In der Eröffnungsinszenierung seiner Intendanz am NTGent nimmt sich Milo Rau des berĂŒhmtesten GemĂ€ldes Belgiens an und rekonstruiert den Genter Altar der BrĂŒder Hubert und Jan von Eyck aus dem 15. Jahrhundert mit Genter BĂŒrger*innen. In Form einer Theater- und Video­installation verbindet er das AlltĂ€gliche mit dem Spirituellen: So wie der Altar aus verschiedenen Schichten besteht, die ĂŒber­einander lagern, so wie sich das Reale mit dem Symbo­lischen mischt, werden Menschen aus Gent aus ihrem Leben erzĂ€hlen.

Lauf und bring uns dein nacktes Leben
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.8.2020, Staatstheater Darmstadt

»Every Day Ghandi« – eine von unzĂ€hligen NGOs, die versuchen, dem afrikanischen Kontinent Gutes zu tun. Rainer Merkel hat einen ungewöhnlich dichten Text geschrieben zu einem Thema, das er durch eigene Erfahrungen genauestens kennt. Seine Aufmerksamkeit gilt dabei den westlichen Entsandten, die, vermutlich mit bestem Wollen gestartet, allesamt gefangen scheinen in einem beinahe unheimlichen Netz an KausalitĂ€ten. Doch die afrikanische RealitĂ€t bleibt ein Außen, eine FlĂ€che, eine fiebrige Projektion euphorischer Überhöhung oder dumpfer Panik.

Lehrer*innen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, StĂŒckentwicklung
UA/DEA:
UA: 04.05.2019, Schauspielhaus Bochum

Sie sind der Chor der glĂŒcklichen Lehrer*innen. Sie erzĂ€hlen aus ihrer Wirklichkeit, aus den Klassen, aus den Lehrerzimmern, von den Konferenzen. Wer sind sie, die unsere Kinder unterrichten? Und wie lautet ihr Alphabet? Ihre BĂŒhne ist ein goldener Boden, ausgelegt im Rathaus, in Schulaulen und Turnhallen, im Kunstmuseum. FĂŒnf Schauspieler*innen und ein Lehrer*innen-Ensemble treten gemeinsam auf. Und dabei geht es auch um ihre WĂŒnsche fĂŒr eine Schule der Zukunft. Wie soll es weitergehen mit der Bildung, mit den Kindern, mit der Gesellschaft?

Die Leiden der jungen WĂ€rter
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, StĂŒckentwicklung
UA/DEA:
UA: 27.09.2019, Schauspiel Graz

Vielleicht gehört Goethes Briefroman zu einem dieser Texte, die durch ihre gefĂŒhlt Jahrhunderte wĂ€hrende Karriere als Schulstoff so langsam ihren Reiz verloren haben. Zur Nachahmung verleitet Wertherns Schicksal heute jedenfalls kaum noch. Aber ist das, was der junge und so verzweifelte Held uns ĂŒber die Liebe, die Lust und vor allem ĂŒber das Leid erzĂ€hlt, wirklich Schnee von gestern? Können wir nicht doch ein bißchen mit ihm fĂŒhlen oder fĂ€llt sein Pathos aus dem Raster moderner GefĂŒhlsduseleien? Stuhler Koslowski begeben sich auf die reizvoll kanonische FĂ€hrte des großen Liebenden und der ewigen Objekte seiner Begierde.

LENIN
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 19.10.2017, SchaubĂŒhne am Lehniner Platz, Berlin

Milo Rau blickt durch Lenins Hirn auf die wohl folgenreichste Revolution der Menschheitsgeschichte: in eine Gesellschaft zwischen Aufbruch und Apathie, Revolutionssehnsucht und reaktionĂ€ren WiderstĂ€nden – ein Labyrinth der Hoffnungen und Ängste, der politischen Ideale und kollektiven Gewalterfahrung.

Das letzte Parlament (Ghost Story)
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.8.2018, Staatstheater Mainz, Regie: Brit Bartkowiak

Björn Bicker hat ĂŒber einen Zeitraum von anderthalb Jahren Politiker*innen und Mitarbeiter*innen des Mainzer Landtags bei ihrer Arbeit begleitet. Er hat Debatten beobachtet, Ausschussitzungen besucht und HintergrundgesprĂ€che gefĂŒhrt. Eine Reise, die ihn von der verunsicherten bĂŒrgerlichen Mitte bis an die rechten RĂ€nder des Spektrums gefĂŒhrt hat. Mit geradezu antiker Wucht und viel Humor malt das StĂŒck ein Bild vom offenen Ende unserer Demokratie. Das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Es geht um Zustand und Zukunft unserer Demokratie.

Die letzte Station
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.12.2017, Berliner Ensemble

Eine Seniorenresidenz und deren Bewohner – deren Erlebnisse, BedĂŒrfnisse, Nöte und Freuden – stehen im Zentrum. Ein (auch) humorvoller Abend ĂŒber das Alter und dessen Folgen fĂŒr das Individuum, der aber außerdem einen kritischen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Altern werfen will. Die Arbeit wird in Kooperation mit der DANCE ON - Company entstehen. Die DANCE ON, eine Initiative von DIEHL+RITTER, richtet den Fokus auf die kĂŒnstlerische Exzellenz von TĂ€nzerinnen und TĂ€nzern ĂŒber 40.

Die letzten Tage der Ceausescus
Autor*innen:
Kategorie:
Reenactment, Film und Buch
UA/DEA:
UA: Dezember 2009, Hebbel-am-Ufer, Berlin

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung des Diktatorenehepaars Elena und Nicolae Ceaușescu am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1989 gruben sich ins kollektive Bewußtsein mehrerer Generationen westlicher Fernsehzuschauer. DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS erzĂ€hlt das historische Geschehen zum ersten Mal vollstĂ€ndig in der Form einer fiktionalen Echtzeit-Dokumentation.

Liza - Am letzten Abend bauchfrei
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 12.10.2002, Staatstheater NĂŒrnberg

Scheinbar eine alltĂ€gliche Geschichte: Liza, eine junge Frau, wird schwanger. Der Vater kommt mit dem plötzlichen Zuwachs nicht zurecht, und so beenden beide die Beziehung. Keine unlösbaren Lebensprobleme bislang. Bis das Kleinkind eines Tages zu schreien beginnt und nicht mehr aufhört. Es gibt medizinische ErklĂ€rungen. UnerklĂ€rlich bleibt die Sehnsucht Lizas, einfach zu springen. Ohne die Leine zu ziehen. In die Freiheit. Ins UnglĂŒck.

LĂŒg mir in mein Gesicht
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.03.2010, Theater Freiburg

Sveta braucht eine Aufenthaltsgenehmigung. Ihr Freund Tilman erklÀrt sich bereit, sie zu heiraten, will die Hochzeit aber nicht feiern. So sitzen sie gemeinsam mit seiner Mutter Erika und Svetas bester Freundin Luisa in der Wohnung. Dann kommt Svetas Bruder vorbei, betrunkener Jungspediteur auf Durchreise. Alle haben sich das ganz anders vorgestellt. 

Lugano Paradiso
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.03.2018, Theater St. Gallen

Was haben US-amerikanische Bunkerruinen im ewigen Eis Grönlands mit einer Wagenladung Fleischwurstdosen in einer Tessiner Lagerhalle zu tun? Und was verbindet die Datensammellust des Schweizer Staatsschutzes in den Nachkriegsjahren mit »unsere« Gegenwart? »Lugano Paradiso« geht diesen Fragen in Form einer dramatisch-dokumentarische »Cold-War«-Choreographie nach.

Macht und Rebel
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 18.11.2006, MĂŒnchner Kammerspiele

Mit radikalem Humor beschreibt Faldbakkens Roman einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß, Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Markenprodukte und FĂ€lschungen, Nazis und Linke sind sich zum Verwechseln Ă€hnlich geworden.

MĂ€dchen in Not
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 26.05.2016, Nationaltheater Mannheim

FĂŒr Baby geht es um die Frage, mit wem man so das Leben teilen könnte. Sie hat einen Mann und einen Liebhaber, ist also nach den MaßstĂ€ben zeitgenössischer LebensfĂŒhrung bestens ausgestattet. Aber wieder einmal entfaltet das Wollen, das Suchen nach dem Besseren seine fatale Wirkung. Ein echter Mann, meint Baby, ist nĂ€mlich am Ende nicht das Wahre. Nur mit einer Puppe als Mann verspricht das Leben ein glĂŒckliches zu sein 


Der Mann der die Welt aß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.12.2009, Theater der Stadt Heidelberg

Einem Mann, dem immer alles gelang, weht plötzlich der kalte Wind der Existenz entgegen: KĂŒndigung, dementer Vater, Scheitern an der eigenen Vaterrolle. Ein StĂŒck ĂŒber das Tabuthema Kapitulation in einer Gesellschaft von Turbogewinnern. Eingeladen zum Berliner StĂŒckemarkt 2009.

Der Mann im Turm oder das Geheimnis der Zeit
Autor*innen:
Kategorie:
Monolog
UA/DEA:
UA: 05.12.2008, Stadttheater Gießen

Eine dramatische ErzĂ€hlung ĂŒber den Verlust einer Liebe und die Kraft kindlicher Phantasie: Aus dem ZwiegesprĂ€ch eines einsamen Kindes mit einem herbeigetrĂ€umten »WĂ€chter der Zeit« entwickelt Sauter eine berĂŒhrende Auseinandersetzung mit der Welt der Erwachsenen und dem ewigen RĂ€tsel der Zeit.

Maß fĂŒr Maß
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA dieser Fassung: 26.11.2011, Staatstheater Stuttgart

Nach seiner Fassung von TROILUS UND CRESSIDA, die er fĂŒr Luk Perceval bearbeitete, hat sich Paul Brodowsky mit MASS FÜR MASS ein weiteres Shakespeare-Werk zur NeuĂŒbersetzung und BĂŒhnenbearbeitung vorgenommen.

Maxim
Autor*innen:
Kategorie:
Jugendtheater
UA/DEA:
UA: 13.04.2018, Theater Dortmund

Max, Hund und BĂ€r hauen von zu Hause ab. Auf dem Mond suchen sie nach Freiheit.  Zwar gibt es auf dem Mond keine Regierung, keine Gesetze und keine Erwachsenen, aber die Mondpolizei ĂŒbt eine Schreckensherrschaft aus. Also mĂŒssen Max, BĂ€r und Hund fliehen und einen neuen Ort suchen, der ihren Vorstellungen von GlĂŒck entspricht. Ein StĂŒck fĂŒr Kinder und andere.

Mein Teppich ist mein Orient
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.99.2010, Theater Bielefeld

Von der Unausweichlichkeit eines bĂŒrgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen, Privates und Politisches - alles scheint heillos miteinander verbunden. Gut, daß es Herrn Yildiz gibt: der hat zwar keinen Orientteppich, dafĂŒr aber den nötigen Sachverstand, das Familienunternehmen schnurstracks abzuwickeln.

Mein törichter Beweis von Leidenschaft
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.01.2012, Theater Tuchlaube, Aarau (CH)

Eine junge Frau begibt sich auf die Reise in ihre Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof. Der Duft von frischem Brot und GĂŒlle; der Zorn des Vaters, das Schweigen der Mutter, ein fliegender Milchkrug, suizidale HĂŒhner, eine HundehĂŒtte als Zufluchtsort. Mittels der Sprache versucht sie, der Enge zu entfliehen. Eine Ode an die Kraft, die das Unmögliche schafft und SchweinestĂ€lle in PalĂ€ste verwandelt.

Der Meister und Margarita
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
mit Paul Wallfisch, UA: 22.03.2012, Theater Dortmund

Glauben oder Zweifeln? An was? Glauben wir heute noch an Erlösung durch Opfer, an Barmherzigkeit, an einen Gott? Und wenn nicht – woran dann? An Kapitalismus, an Demokratie, Europa? Kay Voges und Paul Wallfisch haben Michail Bulgakovs Jahrhundertroman in einer furiosen Fassung aus Text und Musik fĂŒr das Theater arrangiert. Leidenschaft, Getriebenheit, Obsession trifft auf Glitter-Rock. Ein Ereignis!

Memory Alpha oder Die Zeit der Augenzeugen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.04.2018, Theater Dortmund

Technologisches GedĂ€chtnis, menschliches GedĂ€chtnis und ein Autounfall in BrĂŒssel, der die Zeit auf den Kopf stellt: Dr. Gerd Stein, Leiter des renommierten »Instituts fĂŒr DigitalitĂ€t und GedĂ€chtnis«, wird auf einer BrĂŒsseler Straße von einem Auto zerquetscht, kurz nachdem er im Europaparlament öffentlich vor der chinesischen Super-SCHUFA gewarnt hat. Stein begibt sich auf Spurensuche rĂŒckwĂ€rts durch die Zeit.

Der Menschen Feind
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.04.2016, Theater Basel

Die Angst des Licht'schen MENSCHEN FEINDES ist die eines Melancholikers. Sein â€șwunderbarer systemtheoretisch abgefederter Welt-Ekelâ€č (Deutschlandradio) ist der des satten EuropĂ€ers, der ahnt, daß hinter seiner Abscheu gegenĂŒber seinen Mitmenschen eine ausweglose Depression lauert. Das Ausmaß von Egoismus, das Lichts Alceste zum sozialen SprengstoffgĂŒrtel macht, ist die - in diesem Fall hochkomische - Kehrseite unserer UnfĂ€higkeit zum MitgefĂŒhl.

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 16.01.2016, SchaubĂŒhne am Lehniner Platz, Berlin

Milo Rau begibt sich gemeinsam mit der SchaubĂŒhnen-Darstellerin Ursina Lardi in die politischen Brennpunkte der heutigen Zeit: auf die Mittelmeerroute der FlĂŒchtlinge aus dem Nahen Osten und ins kongolesische BĂŒrgerkriegsgebiet. Der halbbiographische, aus Interviews mit NGO-Mitarbeitern, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa gespeiste Monolog betritt dabei bewusst widersprĂŒchliches GelĂ€nde: Wie ertragen wir das Elend der Anderen, warum schauen wir es uns an?

MOBY DICK vs A.H.A.B. - All Heroes Are Bastards
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA dieser Fassung: 28.03.2015, Theater Dortmund

Melvilles Roman stellt dem Traum von der Seefahrt den Fanatismus eines Einzelnen entgegen. Ein Klassiker der Weltliteratur, der Charakteristiken des modernen Terrorismus vorwegnimmt: Auch die RAF erkannte sich in »Moby Dick« wieder. Roscha A. SÀidow erschafft mit ihrem seit 2011 bestehenden Cross-Over-Puppenkollektiv Die Retrofuturisten hollywoodeske Dystopien zwischen Tim Burton, Sin City und Comic.

MondkreislÀufer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.11.2016, Stadttheater Bern

JĂŒrg Halters erster Text fĂŒr das Theater entfĂŒhrt ins Grenzgebiet zwischen Vernunft und Wahnsinn; befindet sich dieses auf dem Mond? Auf jeden Fall setzt Halter dort vier Figuren aus, die sich auf die Suche nach einer unbestimmten Mutter machen. Kommen sie am Ende auf dem Mond oder in einer Psychiatrischen Klinik zu sich? Oder geht die Heimsuchung einfach unendlich weiter?

Monster
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.04.2022, Schauspiel Köln

Svenja ist weiß, aber in ihrem Innern fĂŒhlt sie sich Schwarz. Sie schwĂ€rmt voller Hingabe von »anderen Kulturen«, und ihre blonden Dreadlocks können mit denen der Rastafaris locker mithalten. Auch in der Familienplanung soll Svenjas Weltoffenheit zum Aus- druck kommen, fĂŒr sie stehen »gemischte« Kinder fĂŒr die Zukunft in einer post-rassistischen Gesellschaft.

Montana
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.10.2007, Theaterhaus Gessnerallee, ZĂŒrich

MONTANA entwickelt, inspiriert von Euripides Weltuntergangstragödie »Die Bakchen«, die mögliche Allegorie einer Gesellschaft, der mit der Arbeit und dem sozialen Zusammenhalt auch das Bewußtsein ihrer humanen Möglichkeiten abhanden zu kommen droht. So ensteht ein vielschichtiges PortrĂ€t zeitgenössischer Befindlichkeiten, eine soziale Utopie mit schlimmstmöglichem Ausgang.

Die Moskauer Prozesse
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Kongress, Performance
UA/DEA:
UA: 01.03.2013, Sacharow-Zentrum, Moskau

Die Bilder des Schauprozesses gegen »Pussy Riot« gingen durch die Welt. 2003 wurde im Sacharow-Zentrum Moskau die Kunstausstellung »Vorsicht! Religion« vier Tage nach der Eröffnung von radikalen Christen zerstört. Kurze Zeit darauf forderte das russische Parlament die Generalstaatsanwaltschaft auf, gegen die Organisatoren der Ausstellung wegen »Erregung religiösen Hasses« zu ermitteln. Es folgte ein Schauprozess nach dem Vorbild der Moskauer Prozesse der 30er Jahre.

möwe.live
Autor*innen:
Kategorie:
Live-Stream
UA/DEA:
UA: 11.12.2021

Ein Sommer voller unbeschwerter Tage am See: alle Wege stehen offen und man trĂ€umt sich eine Zukunft. Der junge Kostja, Nina, Mascha und Kostjas Mutter Arkadina mit ihrem neuen Liebhaber Trigorin haben den Sommer gemeinsam im Ferienhaus in Frankreich verbracht. Die Erlebnisse von damals sind nunmehr Erinnerungen. Festgehalten nur in Aufnahmen aus Trigorins Video Tagebuch und zahlreichen Fotos. Verbunden ĂŒber soziale Medien verfolgen die Figuren, was aus den anderen geworden ist.

Nach Korfu
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 26.09.2015, Landestheater TĂŒbingen

Zwei HĂ€user Garten an Garten. BeĂ€ugen sich wie durch Schießscharten. Die Eltern hier, die Tochter dort. Eng ist man beieinander, weit ist man doch auseinandergefallen. Schwiegersohn und Enkeltochter sind weg, unfreiwillig. Und die Beziehung der Alten birgt eine nicht unerhebliche Überraschung.

Nationalstraße
Autor*innen:
Kategorie:
Monolog
UA/DEA:
DEA: 29.01.2017, Theater Bremen

Er nennt sich Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Er ist ein Held. Ein Krieger. Ein EuropĂ€er. Mit Schlachten kennt er sich aus. Mit denen aus dem Geschichtsbuch und denen im Leben. Er weiß Bescheid. Über Fremde. Über Frauen. Und er hat fĂŒr alles einen Spruch parat. RudiĆĄ hat einen großartigen Roman eines Verlierers geschrieben, der wie fĂŒr eine Theaterinszenierung gemacht ist.

Niemand hat gesagt es ist einfach
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
noch frei zur UA

Kann erzĂ€hlt einfĂŒhlsam und zugleich ungerĂŒhrt vom Befremden der Jugendlichen, denen ihre Rolle als Kinder nicht gestattet wird, weil die Eltern sich auf ihrer haltlosen Sinnsuche selber wie Kinder gebĂ€rden. Somit mĂŒssen die Kinder Verantwortung ĂŒbernehmen, reflektiert handeln, ihre eigenen Eltern in der Spur zu halten versuchen. Erst als sie beginnen, diese Verantwortung abzulehnen, finden sie selber den Platz, der ihnen tatsĂ€chlich entspricht.

No und ich
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.04.2012, Staatstheater Braunschweig

Vielen in der Schule erscheint Lou merkwĂŒrdig, sie hat bereits zwei Klassen ĂŒbersprungen und einen IQ von 160. Plötzlich kommt No in Lous Leben. No ist 18 Jahre alt und lebt auf der Straße. Lou startet ein Projekt: »No und Ich«. Delphine de Vigan schrieb 2008 ihren Roman ĂŒber Obdachlosigkeit, Freundschaft, alltĂ€gliche Menschen; und landete eine Buchsensation in Frankreich.

Noch nicht - Desinformationsabend fĂŒr Inoffizielle Mitarbeiter
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.10.2009, Schauspiel Köln

Unsichere Zeiten. Das Prekariat wĂ€chst, die Staatsschulden nehmen zu, die Furcht vor KriminalitĂ€t und Terrorismus steigt, die SouverĂ€nitĂ€t der PrivatsphĂ€re schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit zu ĂŒberdenken und sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege zu begeben. Gemeinsam mit Komplizen machen sich Hofmann&Lindholm auf die Suche nach potentiellen Wertdepots.

Der obdachlose Mond
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 05.02.2016, Gerhart-Hauptmann-Theater, Zittau

Helga, Karl und Lars Ole sitzen in ihrer kleinen Welt: Helgas Tante-Emma-Laden. Sie sind beunruhigt. Denn bald schon sollen 31 FlĂŒchtlinge in ihrem Dorf angesiedelt werden. Da wittern die drei natĂŒrlich Probleme. Klischees und Vorurteile bestimmen ihre bizarren Vorstellungen und schĂŒren Ängste, die in den teils absurden GesprĂ€chen ihren Ausdruck finden.

Odem
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.11.2018, Staatstheater Kassel

Die Unsicherheit darĂŒber, ob mein GegenĂŒber ein Mensch ist oder eine Maschine, ist auf sozialen Plattformen bereits jetzt alltĂ€glich. Was tut sich also in unserer GefĂŒhlswelt, wenn wir uns vor der Einsamkeit nur mit noch mehr Technik verschanzen? Wo bleibt die Zivilgesellschaft im Cyberspace? Wilke Weermann stellt sich in seinem StĂŒck diesen und anderen drĂ€ngenden Fragen unserer voranschreitenden charakterlichen Digitalisierung.

Odyssee
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.09.2022 Staatstheater NĂŒrnberg

Herzlich Willkommen bei »Studio Ithaka«, der beliebtesten Talkshow des antiken Griechenlands. Das Theater ist ein Fernsehstudio und die Zuschauer*innen sind das Talkshowpublikum – entweder vor Ort oder zeitgleich im Internet. Denn es wird live gedreht und gesendet. Zu Gast ist jemand ganz besonderes: Odysseus ist aus dem Krieg zurĂŒck, wieder mit Gattin Penelope und Sohn Telemachos vereint und alle drei sind sie an diesem Abend da.

Oh Schimmi
Autor*innen:
Kategorie:
Roman
UA/DEA:
UA: 20.09.2018, Theater Kosmos, Bregenz

Teresa PrĂ€auer hat ein sexuell aufgeladenes, extrem komisches und brutal hartes Buch geschrieben, das unbedingt laut gelesen werden sollte mit viel buntem Kaugummi im Mund, weil hier Sprache performt und zeigt, daß Anbaggern oder Aufreißen noch immer eine sportliche Disziplin ist, die aus kopulierenden Wörtern gemacht ist. Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.

Orestes in Mossul
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.04.2019, NTGent

Mord, Blut, Rache. Endlos. Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie, seine Frau Klytaimnestra tötet ihn und wird wiederum vom eigenen Sohn ermordet. Milo Rau verbindet in ORESTES IN MOSSUL antike Tragödie mit aktuellen politischen Konflikten. Gemeinsam mit seinem Ensemble inszeniert er eine Orestie unserer Zeit, geprobt und inszeniert in Europa und im Irak. Und fragt: Ist es möglich, die scheinbar nicht endende Kette der Gewalt zu durchbrechen?

Peer Gynt
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: April 2020, Burgtheater Wien, Regie: Thorleifur Örn Arnarsson

Der Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson und der Autor Mikael Torfason lesen Henrik Ibsens berĂŒhmtes dramatisches Gedicht aus dem Jahre 1867 neu. Sie ĂŒberschreiben Peer Gynt mit einem besonderen Fokus auf die von expansiver Gewalt, Ausbeutung und Doppelmoral durchzogene Geschichte Europas, auf jenen Kontinent also, der den Startpunkt und das Ende von Peer Gynts wechselvoller Odyssee durch die Welt markiert.

Phosphoros
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 5.6.2014, Bayerisches Staatstheater

Ein nicht zur rechten Zeit angekommenes Krebstestergebnis, ein plötzlich bissig gewordener Hund, eine Bemerkung, eine Beleidigung – in dem Durcheinander scheinbar unbedeutender Handlungen und Äußerungen verschrĂ€nken sich die Wege. Gemeinsam haben die Figuren in Stockmanns StĂŒck im Grunde nur, daß sie sich unbeeinflussbaren UmstĂ€nden ausgesetzt fĂŒhlen. Ein StĂŒck ĂŒber „Schicksal“, die Macht des Einzelnen, ĂŒber die Masse, ĂŒber die Zeit, ĂŒber Kontrolle und vor allem ĂŒber die gĂ€ngige Verwechslung von Angst mit Liebe.

Piaf. Keine TrÀnen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.12.2008, DĂŒsseldorfer Schauspielhaus

Wie nĂ€hert man sich einem Mythos, ohne daß dieser stĂ€ndig entwischt und einen auf die AllgemeinplĂ€tze verweist? Was und wer war Edith Piaf jenseits einer verramschten Best-Of-CD im Wohnzimmerregal? PIAF. KEINE TRÄNEN ist das etwas andere theatralische Bio-Pic. Juliane Kann setzt an verschiedenen Punkten und von vielen Perspektiven aus an, um den Mythos Piaf auch fĂŒr ihre ganz eigene Gegenwart als Autorin greifbar zu machen.

Plattenbaucowboys
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
noch frei zur UA

In den verlassenen Straßen des ostdeutschen Hinterlandes treffen sich Hoffnungslose und Suchende, Geister und Todgeweihte, betrunkene Sheriffs und trockene Großstadtcowboys, Schnapsleichen und StehaufmĂ€nnchen. Und im Laufe der Nacht drĂ€ngen Dinge ans Licht, ĂŒber die die Einsamkeit ihren Mantel gelegt hatte. Ein zĂ€rtlich dramatischer Vorstadtwestern von Jaroslav RudiĆĄ und Martin Becker.

Polen ist mein Italien
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.06.2014, MĂŒnchner Kammerspiele

Das Ende der Welt, ganz in der NĂ€he von Danzig. Inmitten dieser postapokalyptisch anmutenden Ostsee-Ödnis, geht dem legendĂ€ren Berliner Independent-Regisseur Bela Roberti das Film-Material aus. Der erfolglose Filmemacher schafft es nicht, das Scheitern des Projekts gegenĂŒber der Filmcrew einzugestehen und flĂŒchtet stattdessen in eine fiebernde Gedankenwelt zwischen Erinnerung und Traum. Er begegnet zwei polnischen BrĂŒdern in ihrem verlassenen Hotel am Meer, einer KranfĂŒhrerin, die kurz vor ihrer Pension gefeuert wurde und seiner Ex-Frau, die ihn lĂ€ngst verlassen hat.

Pornografia
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.10.2006, Staatsschauspiel Dresden

Milo Rau wirft einen satirischen Blick auf unsere westliche, bis in den letzten Winkel sexualisierte Gesellschaft und fragt nach ihrer LiebesfĂ€higkeit. ErzĂ€hlt wird die Geschichte eines gealterten Sexmaniacs, der - durch einen Unfall ans Bett gefesselt - nicht weiß, wohin mit seiner Libido. In »Pornografia« entsteht das PortrĂ€t einer Lebenswelt, in der alles schon da gewesen scheint, deren Mitglieder sich in einer generalisierten Pornoproduktion wĂ€hnen und nur noch in den abartigsten Selbsinszenierungen zu sich selber finden.

Power
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.05.2022, Schauspiel Frankfurt

Mit außergewöhnlicher Sprachmacht, Scharfsinn und mit enormem EinfĂŒhlungsvermögen erzĂ€hlt Verena GĂŒntner davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert. â€șPowerâ€č fĂŒhrt hinein in den Schmerz derer, die zurĂŒckbleiben, und zeigt mit großer Kraft, was es braucht, um durchzuhalten, weiterzumachen und Sinn zu finden in einer haltlos gewordenen Welt.

Prometheus in Athen
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 2010, Athens & Epidaurus Festival

Im Mai 2010 ging die griechische Krise in eine entscheidende Phase. In Athen wĂ€hlten Helgard Haug und Daniel Wezel zehn Athener danach aus, mit welchen Figuren aus Aischylos’ â€șDer gefesselte Prometheusâ€č sie sich identifizieren wĂŒrden. Diese zehn bestimmten den jeweils nĂ€chsten Mitspieler aus der Bevölkerung, bis ein Ensemble aus 103 Athenern zusammengestellt worden war. An einem einzigen Abend, im rund 4000 Zuschauer fassenden Amphitheater Herodion, gaben sie mit ihren Antworten die Stimmung des Landes wieder.

QualitÀtskontrolle
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 07.06.2013, Staatstheater Stuttgart

»Ich falle – ICH« sind die letzten drei Worte, die in BLACK TIE gesprochen werden, dem StĂŒck, das um das â€șschwarze Loch der IdentitĂ€tâ€č kreist. Mit QUALITÄTSKONTROLLE wird dieser Text fortgeschrieben. Das ICH hat sich verĂ€ndert: »ICH habe nie gefragt WARUM mir das passiert ist. Warum ich vor 20 Jahren zur Feier meines Abiturs mit meinen Eltern aus Stuttgart nach Kreta flog. Warum ich in den Pool der Ferienanlage sprang – kopfĂŒber, auf der Nichtschwimmerseite. Das war die letzte Bewegung, zu der ich meinen Körper antreiben konnte.

R-Faktor. Das Unfassbare
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.05.2021, MĂŒnchner Kammerspiele

"Erlebst du das tatsĂ€chlich so? Das kann doch nicht sein!" Dieser Unglaube schlĂ€gt rassismuserfahrenen Menschen regelmĂ€ĂŸig entgegen. Die Deutungshoheit ĂŒber den Wahrheitsgehalt ihrer Berichte beansprucht die weiße Mehrheitsgesellschaft in der Regel fĂŒr sich. So auch im weiß dominierten Kunst- und Kulturbetrieb. "R- Faktor. Das Unfassbare“ ist eine politische Late Night Show auf dokumentarischer Basis, in der BIPoC Kunst- und Kulturschaffende diesmal selbstermĂ€chtigend dazu einladen, ĂŒber ihre Erfahrungswerte zu urteilen. Sie entscheiden: Wahrheit oder Fiktion? Was meinen Sie?

Rabatt
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.03.2022, Maxim Gorki Theater, Berlin

Was passiert eigentlich, wenn man in diesem Land stirbt und kein Geld fĂŒr die Beerdigung da ist? Klar, niemand will sich wirklich darĂŒber Gedanken machen. Aber was fĂŒr Möglichkeiten bleiben denn fĂŒr diese letzte Reise? Stichwort: Sozialbestattung.

Ramstein Airbase: Game of Drones
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.11.2015, Staatstheater Mainz

Jan-Christoph Gockel, unweit von Ramstein aufgewachsen, begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit und versucht die deutsch-amerikanische Freundschaft zu erforschen. Mit diesem Projekt setzt er zugleich seine theatrale BeschĂ€ftigung mit Edward Snowden und dem Thema globale Überwachung fort.

RĂ€uberzelle
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 30.10.2010, Theaterhaus Jena

»Mit 14 hat es angefangen, und jetzt bin ich 51 und habe knapp 30 Jahre Haft hinter mir.« Das RĂ€uberprojekt erzĂ€hlt die Lebensgeschichte des ehemaligen Berufseinbrechers Karl H. Christian Winkler hat dafĂŒr GesprĂ€che mit einem realen Einbrecher gefĂŒhrt. Die Interviews, die der Autor in dem StĂŒck zu ErzĂ€hlungen und Dialogen verdichtet, geben einen irritierenden und faszinierenden Einblick in eine Welt, die einem sonst verschlossen bleibt. Das StĂŒck irritiert vor allem deshalb, weil dieses Lebenskonzept an den Festen einer demokratischen Gesellschaft rĂŒttelt.

Der Reaktor
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 21.05.2022, Staatstheater NĂŒrnberg

Fukushima beschreibt einen Wendepunkt deutscher Energiepolitik. Die Fakten scheinen klar, am Atomausstieg wird nichts rĂŒtteln. Doch das ist eine sehr deutsche Perspektive auf ein globales Politikum. Nis-Momme Stockmann recherchierte seit der Katastrophe mehrmals vor Ort und blickt neu dorthin, wo kleinste Teilchen unvorstellbare Energie ebenso in sich tragen, wie sich eine lokale Katastrophe in der Vielzahl globaler Perspektiven zu verflĂŒchtigen droht.

Regen in Neukölln
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: 05.03.2011, SchaubĂŒhne, Berlin

Sieben Figuren in einer Neuköllner Nacht. Auf der Suche nach GlĂŒck, nach einer BerĂŒhrung, getrieben von der Sehnsucht, die sie alle verbindet. Paul Brodowsky verfolgt ihre Wege durch den Kiez. Eine ganz eigene Welt ist das, die hier entsteht, eine Welt, die brĂŒchig ist, undurchschaubar, flĂŒchtig, gefĂ€hrlich. Eine Welt, die bei aller Verdichtung und Poesie, tatsĂ€chlich existiert.

Richard III.
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
23.04.2022, Schauspielhaus Köln

Richard ist unzufrieden. Sie paßt nicht in die Zeit, sie paßt nicht in die Gesellschaft, ihr paßt der regierende König nicht – also entschließt sie sich – »Schurkin« zu werden und das Drama nimmt seinen Lauf. Auf in den Kampf um die Krone!

Rote Kometen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Weihnachten steht vor der TĂŒr, und jedes Jahr ist es das Gleiche. Keiner hat Lust - aber Weihnachten muß sein! Wirklich? Nein. Schluß mit den ZwĂ€ngen! Die Schwestern Bibi und Lilli Kroll haben die Nase voll und beschließen den aktiven Widerstand. Wenig spĂ€ter versetzt eine politische Gruppe mit dem Namen die »Roten Kometen« die weihnachtsselige Stadt in Unruhe.

Das rote Schaf
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.11.2008, Landestheater Neuss

Der Königstochter Kunigunde ist trotz massiver Therapieversuche kein Lachen zu entlocken. Dabei erzĂ€hlen König und Königin einen Kalauer nach dem anderen. Letztlich entschließt man sich, eine Belohnung auszusetzen. Reicher Lohn winkt dem, der die Prinzessin endlich zum Lachen bringt. SchĂ€fer Leo bekommt von einem geheimnisvollen Fremden ein rotes Schaf geschenkt. Leo macht sich auf in die Welt. Wird er die Prinzessin zum Lachen bringen können?

Rufus
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 30.10.2016, Neues Theater Halle

Keiner Gesellschaft gehen je die Kranken aus! Ein Sanatorium ist ein bombensicheres GeschĂ€ft. Denkt auch Ruth, die ihr Spital mit eiserner Hand fĂŒhrt, um das Familienunternehmen vor dem finanziellen Abstieg zu bewahren. Nur einer ist nicht kaputt zu kriegen: Rufus. Der letzte vermeintlich pflegebedĂŒrftige Insasse des Sanatoriums. Der alte Kauz revoltiert gegen das Karitative KalkĂŒl der Sanatoriumsleitung und bereitet ihn vor, den kommenden Aufstand.

Sammy und die Nacht
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 24.01.2015, Theater OsnabrĂŒck

Omid kommt als Student nach Deutschland. Er lernt Maria kennen, die eine Ausbildung zur Krankenschwester macht, und zieht mit ihr zusammen. Als in Omids Herkunftsland Krieg ausbricht, verschließt er sich vor seinem Leben in Deutschland, er verlĂ€ĂŸt nur noch nachts das Haus, er hört kein Radio, sieht kein Fernsehen mehr und spricht aus Angst vor schlechten Nachrichten nicht mehr mit seiner Mutter. Der einzige Mensch, den Omid an sich heranlĂ€ĂŸt, ist der aus dem Krieg geflohene Sammy.

Das Sausen der Welt
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.2.2013, Schauspiel Köln

PeterLicht kehrt zum Theater zurĂŒck und fragt: »Warum Oje statt OK« und bietet dabei »ein Espressöchen« an. Im SAUSEN DER WELT folgen wir Krisenkinder einem RattenbĂŒndel im Kreisgang, wir verzinsen uns in Richtung der Zukunft (einer fernen Erscheinung), wĂ€hrend uns das Eigentliche entgleitet. DAS SAUSEN DER WELT ist ein Tinnitus, ein Exerzitium, eine Wahrnehmbarmachung der dunklen Melodien, ein Kreisel aus bösen Geistern, Endkunden und einem TĂ€sschen Kaffee.

Das Schloss
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 06.03.2008, Schauspiel Frankfurt

Gemeinsam mit Regisseur Tomas Schweigen hat Marcel Luxinger Kafkas »SchloĂŸÂ« neu gelesen und bearbeitet. FĂŒr beide nĂ€hert sich Kafka in seinem Roman geradezu visionĂ€r den PhĂ€nomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen fĂŒr jeden Einzelnen hat, ohne daß er deren Ursache wirklich erkennen könnte.

Die schwarze Flotte
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Es ist eines der zynischsten wirtschaftlichen Erfolgsmodelle der Gegenwart: Schrottreife Frachter werden mit Menschen vollgestopft, die bis zu 6000 Euro fĂŒr ihren Transfer von der TĂŒrkei bis an die italienische KĂŒste bezahlen. Wer steckt hinter den riesigen Frachtschiffen und wohin fließt der Profit? Anne-Kathrin Schulz hat basierend auf den Erkenntnissen des Recherchezentrums CORRECT!V einen packenden Monolog geschrieben.

Die Sekunde dazwischen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 23.11.2018, Maxim Gorki Theater

Ein DreißigjĂ€hriger begleitet seine Großmutter beim Sterben. Im Nebeneinander von BanalitĂ€t und ExistentialitĂ€t der Todeserfahrung kommt er seinem eigenen Leben wieder nĂ€her. Andreas Sauters lakonischer BĂŒhnenerzĂ€hler ist ein Schwimmer, der fĂŒr einen Moment jede Bewegung unterlĂ€ĂŸt, das Sinken in jedem Detail registriert - bevor er wieder auftaucht und weiteratmet.

Seymour
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 08.01.2012, Staatstheater Hannover

FĂŒnf dicke Kinder in einem Heim in den Bergen. Akribische Regeln fĂŒr die »Kur«, mit deren Hilfe die Kleinen abspecken und wieder zu richtigen Menschen werden sollen. Alle Hoffnungen richten sich auf die Ankunft des Doktors, der den erzielten Kurerfolg bescheinigen wird. Anne Lepper hat mit SEYMOUR eine schrĂ€ge Parabel geschrieben. Diese fetten Kinder, mit denen wir vordergrĂŒndig nichts gemein haben, wachsen sich aus zu prototypischen Leidensgestalten modernen Seins.

Sie nannten ihn Tico
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: 20.04.2016, MĂŒnchner Volkstheater

Deutschland in unmittelbarer Zukunft. Das von Politik und Wirtschaft verordnete Große Fasten hat das Land erkalten und irrationale Ängste ins Unermessliche wachsen lassen. Das bekommen vor allem die zu spĂŒren, denen weder fordern noch fördern je zum Aufstieg verhelfen konnte. Ein Roadmovie durch die mediale Öffentlichkeit Deutschlands, eine satirische Bestandsaufnahme der AbgrĂŒnde der Angstgesellschaft in der Krise, und die Geschichte einer unwahrscheinlichen Freundschaft.

Sieben Monde
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.07.2004, Ferienlager, Köln

Judiths Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten.« WĂ€re da nicht diese eine LĂŒge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklĂ€rt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

Simeliberg
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
noch frei zur UA

Der schwarze Matsch unten im Krachen, das weissliche Licht der Behörden, die roten Fantasien vom Mars. Michael Fehr erzĂ€hlt in einer so kargen wie liebevollen Sprache von einem rĂ€tselhaften Kriminalfall. Eine Geschichte von existenzieller Wucht. »Der junge Berner Autor Michael Fehr legt mit «Simeliberg» ein Buch von enormer Wucht vor. Es ist zum einen ein Krimi, zum andern ein dĂŒsteres Sittenbild der gar nicht heilen Schweiz.

Sonst alles ist drinnen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.5.2010, MĂŒnchner Kammerspiele

Eine junge Frau lebt mit ihrem Vater und dem gemeinsamen Kind in der Wohnung, in der sie aufgewachsen ist. Bis eines Tages eine alte Schulfreundin an der TĂŒr klingelt und ihr dieses schrĂ€ge Idyll ĂŒberraschenderweise neidet. Anne Lepper hat die AbgrĂŒndigkeit einer Vater-Tochter-Konstellation beschrieben, ohne dabei naheliegende Deutungsmuster zu bedienen. Es ist die verstörende NormalitĂ€t, die die Autorin in attitĂŒdenloser Kunstsprache verdichtet und das StĂŒck zu einem bemerkenswerten DebĂŒt macht.

Stille Nachbarn
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 25.01.2019, Residenztheater MĂŒnchen

Von dem, was uns auseinandertreibt, aber ebenso von der Sehnsucht, die uns wieder zueinander hinfĂŒhrt, spricht Azar Mortazavis neues StĂŒck STILLE NACHBARN. Von Einzelschicksalen, die sich partout nicht in Statistiken einfangen lassen wollen. Von der großen Welt, die in die kleinste eindringt, und umgekehrt von dem Persönlichsten, aus dem Gesellschaft, Politik und Zeitgeschichte erst erwachsen.

Tartuffe oder Das Schwein der Weisen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.09.2018, Theater Basel

Tartuffe ist ein Schwein. Er grunzt und sabbert und stĂ¶ĂŸt rĂ€toromanische Gutturallaute aus. VerstĂ€ndlich macht er sich erst im Jargon des geschmeidigen VerkĂ€ufers, dessen Ware die uneigentlich-esoterische Persönlichkeitsoptimierung ist. In sprachirren Kaskaden schreibt PeterLicht das PortrĂ€t einer Gesellschaft, die sich in wahnwitzigem OberflĂ€chentempo keinen Millimeter voranbewegt. Eine schenkelklopfende Komödie und feingliedrige Gesellschaftsanalyse gleichermaßen.

Tell - Eine wahre Geschichte
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.05.2021, Theater Luzern

Im Sommer 2020 reist der Regisseur Franz von Strolchen in einem alten weißen Postbus um den VierwaldstĂ€ttersee, um jene Orte zu besuchen, die in der Sage von Wilhelm Tell ErwĂ€hnung finden. Die gesammelten Berichte und Interviews sind Grundlage einer «Tell»-Adaption, die den Schweizer GrĂŒndungsmythos als eine moderne Vater-Sohn Beziehung erzĂ€hlt. Der berĂŒhmte Apfelschuss wird zum Sinnbild fĂŒr eine archaische Herausforderung, die der Held der Geschichte alleine gar nicht bewĂ€ltigen kann.

Tell the Truth
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: 11.09.2009, Theater Basel

Was wĂ€re, wenn plötzlich dieser Mensch erscheinen wĂŒrde? Dieser Mensch, den wir erwarten und ersehnen, wĂŒrde endlich zu uns kommen und uns verkĂŒnden, woran zu glauben wir schon beinahe aufgegeben haben: »Alles ist gut. Ihr mĂŒsst Euch keine Sorgen machen.« Dieser Mensch ist Stella von Willen, und sie wird zu Ihnen kommen! Seien Sie ein Teil ihrer Kraft! Denn das GlĂŒck ist keine Wissenschaft ... es ist eine Machenschaft!

The Civil Wars
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 27.08.2014, Theaterspektakel ZĂŒrich

Wohin treibt Europa? In was fĂŒr Zeiten leben wir? Mit THE CIVIL WARS inszeniert Milo Rau eine Lecture Performance Ă  4 voix ĂŒber die PrĂ€missen von Revolte und politischem Engagement. Entlang ihrer eigenen, windungsreichen Biografien befragen die vier Schauspieler Karim Bel Kacem, Sara De Bosschere, SĂ©bastien Foucault und Johan Leysen die Conditio Humana in Europa zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

The Cocka Hola Company
Autor*innen:
Kategorie:
Roman
UA/DEA:
UA: 31.01.2008, Staatstheater Stuttgart

Die COCKA HOLA COMPANY produziert Pornofilme und ist zugleich das letzte Refugium all jener, die der blanke Ekel packt, wenn es um die Wahrung »der gemeinsamen Werte« wie NĂ€chstenliebe, Vernunft, Liebe, Sittlichkeit und Treue geht. Faldbakkens Roman, der als »libertĂ€res Gegenbuch zu Houellebecqs konservativen Beziehungsfibeln« gefeiert wurde, ist eine bitterböse und gleichwohl Ă€ußerst komische Satire auf unsere Konsensgesellschaft.

The Dark Ages
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 11.04.2014, Bayerisches Staatsschauspiel, MĂŒnchen

In seiner neuen Arbeit am Residenztheater geht es Milo Rau um nichts weniger als die Verbindungen von Macht und Kunst, Politik und Schauspiel in einem Europa, das auf Abermillionen GrÀbern erbaut, sich einerseits zum neukolonialen Machtkoloss aufschwingt und zugleich von neuen Separatismen und Nationalismen heimgesucht wird. Ausgangspunkt der Inszenierung bilden die BombennÀchte des Zweiten Weltkriegs und die Bombardierung Belgrads 50 Jahre spÀter durch die NATO.

The Future
Autor*innen:
Kategorie:
Tanz
UA/DEA:
UA: 04.12.2021, VolksbĂŒhne Berlin

In der Zukunft untersuchen wir die Zukunft in der Vergangenheit und verschiedene Theorien der Zeit, Orakel und RÀtsel sowie, den Gedanken von Karen Barad folgend,   die Möglichkeit, dass die Vergangenheit noch nicht angekommen ist. Vielleicht hat sich die Zukunft langsam immer wieder abgeschafft und alles, was uns bleibt, ist die endlose und zeitlose Reproduktion von Anachronismen.

The Making Of
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.01.2017, Maxim Gorki Theater, Berlin

In The Making Of verwirbelt Nora Abdel-Maksoud Themen, an denen man sich nur die Finger verbrennen kann. Eine bösartige Satire auf Filmbusiness und Theaterideale, ein verzweifeltes Hohelied auf das Paradox der Schauspielerei und ein optimistischer Abgesang auf Rollenbilder, die niemand so recht erfĂŒllen kann.

The Sequel
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 23.11.2018, Maxim Gorki Theater

Mit Fortsetzungen von Filmen ist es wie mit Regierungskoalitionen: Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab. Ist das Pferd aber noch nicht ganz hinĂŒber, gibt es genug GrĂŒnde, weiterzumachen: Ein gut geöltes Team, jubelnde Massen, volle Kassen. In einem solchen Fall lĂ€sst es sich locker verkraften, dass ein Sequel selten besser wirdals das Original. Mit THE SEQUEL wagt Nora Abdel-Maksoud sich an die unvermeidliche Fortsetzung, allen guten RatschlĂ€gen zum Trotz.

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.09.2012, Staatstheater Hannover

Ein Mann. Der einen Koffer zieht. An einer Stelle ist der Koffer aufgeflext. Und an dieser Stelle flattern 5-Euro-Banknoten heraus. Sie tanzen im Wind davon. Und ja, es ist wirklich unglaublich, unglaublich schön: Hinter ihm laufen Kinder und greifen in den Wind. Ein StĂŒck ĂŒber Demut, Lust, Dressur und Macht, vor allem aber ĂŒber Angst und Geld. Ein Sittenbild. Eine Kakophonie. Ein Stimmteppich. Ein Chor durchschnittlich informierter EU-BĂŒrger.

Trilogie der klassischen MĂ€dchen
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Drei Monologe: KĂ€the, Johanna, Grete. Drei junge MĂ€dchen, vierzehn-, fĂŒnfzehnjĂ€hrig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. »Das ist eines der waghalsigsten, schönsten und anrĂŒhrendsten Projekte der Freien Szene, das zugleich zentrale Fragen unseres gegenwĂ€rtigen Theaters berĂŒhrt und nach seiner IdentitĂ€t, GlaubwĂŒrdigkeit und Haltung zum Zuschauer befragt.« (Theater der Zeit)

Triptychon eines seltsamen GefĂŒhls
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 02.06.2012, Theater Basel

Was ist es eigentlich, das uns dazu treibt, einander immer wieder zu suchen und in die Aufregung einer Begegnung hineinzugehen? Was ist diese Not und diese Lust, sich mit etwas, was nicht man selbst ist auseinanderzusetzen? Das ist eben das seltsame GefĂŒhl. Wer es wagt mitzutaumeln - in diesem Reigen der nachtschwarzen Verzweiflung und des himmelhohen Jauchzens - der kann so etwas wie Existenz erfahren.

Troilus und Cressida
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 9.5.2008, MĂŒnchner Kammerspiele

Paul Brodowsky hat die schlanke und schnelle Fassung von Luk Perceval virtuos und erfrischend neu ĂŒbersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine glĂ€nzend spielbare, poetisch-heutige Fassung, die das Publikum bei den Wiener Festwochen und an den MĂŒnchner Kammerspielen begeisterte.

Trollmanns Kampf
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 30.4.2010, Staatstheater Hannover

Aufgewachsen in den 20er und 30er Jahren im Armenviertel Hannovers, kĂ€mpfte sich Johann Trollmann bis zum Meistertitel im Mittelschwergewicht. Doch er war Sinto. Die Nazis sprachen ihm nach acht Tagen den Titel ab. 1943 wurde Johann Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Diese Hannoveraner Biografie verweist auf ein StĂŒck Stadtgeschichte, der Regisseur Marc PrĂ€tsch und Autor Björn Bicker in einem Theaterprojekt nachgehen.

Tuntschi. Eine HĂ€utung
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.09.2021, BĂŒhnen Bern

Seit Urzeiten erzĂ€hlen sich die Menschen in den Bergen die Geschichte vom Sennentuntschi. Von vier Sennen aus Langeweile erschaffen, soll es zum Leben erwacht sein und sich blutig an seinen Schöpfern gerĂ€cht haben. Bis heute treibt es sein Unwesen in Filmen, ErzĂ€hlungen und BĂŒchern. Vier Wiener Schriftstellerinnen haben sich auf Forschungsreise begeben: mit einem klapprigen Bus durch einsame TĂ€ler und verschneite Berge, auf den Spuren der Schweizer Sage. Was als harmloser Roadtrip beginnt, wird bald zu einer Fahrt in mythische AbgrĂŒnde und reale AlbtrĂ€ume, die buchstĂ€blich unter die Haut gehen: Der Geist des Sennentuntschi erwacht und ruft gemeinsam mit allen Tuntschis, Sexpuppen und Avataren dieser Welt zur Rache auf.

Two is the loneliest number
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 01.02.2017, Spektakel Wien

Ein Paar siamesischer Zwillinge teilt sich ein lebenswichtiges Organ, aber nur vorĂŒbergehend, denn aneinander gewachsen können sie nicht weiterleben. Die Ärzte geben ihnen ein paar Monate, Vertreter von Forschung und Wissenschaft fordern, die beiden zu trennen. Die religiösen Eltern stimmen einem Eingriff zu, allerdings nur, wenn beide Kinder am Leben bleiben. Welches Leben ist mehr wert? Und wer hat die Entscheidungsgewalt darĂŒber?

Tyrannis
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.12.2015, Staatstheater Kassel

Im dunklen Wald ruft der Muezzin, der Vater kehrt mit der Axt nach Hause und geht in den Keller, ein sehr dickes MĂ€dchen erschĂŒttert das Haus mit trotzigem Aufstampfen. In der bildmĂ€chtigen Verdichtung, die Ersan Mondtag aus diesen EinflĂŒssen komponiert, entsteht ein intimer Grusel des Alltags in berĂŒckend eigensinniger AtmosphĂ€re.

Unfun
Autor*innen:
Kategorie:
Roman
UA/DEA:
UA: 12.12.2009, Theater Basel

Nach MACHT UND REBEL beschließt Matias Faldbakken seine aufsehenerregende Trilogie, die skandinavische Misanthropie, mit UNFUN. Er ist ein Meister, wenn es darum geht, Trash und Popkultur mit den drĂ€ngenden und unbeantworteten Fragen der Moderne unentwirrbar zu verknĂŒpfen und daraus ein Netz zu spinnen, in dem sich der Leser mit seiner postmodernen Moral aufs Köstlichste und WidersprĂŒchlichste verfangen wird.

Unheim
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 29.10.2022, Schauspiel Frankfurt

Wilke Weermann spielt mit den dystopischen ZukunftsentwĂŒrfen der Unterhaltungsmedien und den Genres und Ästhetiken von Science Fiction, Manga und frĂŒhen Videospielen. Dahinter steckt zentral eine drĂ€ngende Frage: Was geht verloren in einer Welt, in der scheinbar alles immer nur besser wird?

Universal Export
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Performance
UA/DEA:
UA: 26.02.2011, Kaserne Basel

Mit den Waffen der Gehirnforschung und des Theaters ausgerĂŒstet, hacken sich drei Schauspieler und ein Hirnforscher unter ihre SchĂ€deldecken und suchen dort nach dem authentischen GefĂŒhl. UNIVERSAL ist ein StĂŒck ĂŒber die Steuerzentrale des Menschen und dessen Erforschung durch die Wissenschaften und das Theater.

Unter UnterdrĂŒckern
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
Noch frei zur UA

»Unter UnterdrĂŒckern« spielt mit Motiven und Konstellationen aus Jean Genets »Zofen«. Es ist eine scharfzĂŒngige und schwarzhumorige Parabel, die sich an der strukturellen Schizophrenie europĂ€ischer Verhaltensreflexe gegenĂŒber Immigrant*innen abarbeitet. Die programmatische Umdrehung der HerrschaftsverhĂ€ltnisse der »Zofen« fĂŒhrt zu einer kontinuierlichen Achterbahnfahrt durch Machtstrukturen und Moralvorstellungen und rĂŒhrt dabei an Fragen nach einer kollektiven Schuld und Verantwortung Europas.

Unusual Weather Phenomena Project
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: 03.06.2016, Kaserne Basel

Die Welt ist seltsam. Sie ist unmöglich zusammengesetzt und funktioniert trotzdem. Niemand weiss das besser als der amerikanische Physiker William R. Corliss. In seinem »Handbook of Unusual Natural Phenomena« aus dem Jahr 1974 katalogisiert er wissenschaftlich verbĂŒrgte, aber selten beobachtete Wetterwunder. Eine staunende AnnĂ€herung an das Wunder der RealitĂ€t – und eine Verneigung vor allem, was wir nicht verstehen.

Urban Prayers
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Hörspiel
UA/DEA:
UA: 01.06.2013, Kammerspiele MĂŒnchen

Woran glauben die Menschen? Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Kirchen, GebetsrĂ€ume, Tempel besuchen sie? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube Privatsache ist? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube politisch ist? Glauben die Menschen an die Freiheit der Anderen? Glauben die Menschen an eine bessere Welt? Diese Fragen standen am Anfang der Recherche. Mit dem Format URBAN PRAYERS sucht Björn Bicker nach dem Wesen des Religiösen im sozialen und politischen Kontext der Stadt.

Urteile
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 10.04.2014, Residenztheater MĂŒnchen

Die Regisseurin Christine Umpfenbach, bekannt fĂŒr ihre dokumentarischen Theaterprojekte, hat mit Journalisten, RechtsanwĂ€lten und Politikern gesprochen, vor allem aber mit den Verwandten, Freunden und den Arbeitskollegen der MĂŒnchner Opfer des NSU. Sie sucht nach Leerstellen und Strukturen, die das Versagen der Sicherheitsbehörden und Medien möglich gemacht haben. 

Vanishing Points
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
Noch frei zur UA

Philipp Stadelmaier schickt sich an, eine neue Gattung zu etablieren: den grotesken Edelboulevard – vielleicht die einzige Form, mit der der Wirklichkeit noch beizukommen ist, in welcher die Clowns lĂ€ngst ĂŒbernommen haben. Die Dekonstruktion der bĂŒrgerlichen GroßstĂ€dteridylle lĂ€ĂŸt in dieser stilbewußten Groteske nicht lange auf sich warten: Sie steckt bereits in jedem Winkel der nach der Maßgabe gehaltvoller Unterhaltung eingerichteten WohnzimmerbĂŒhnen der WohlfĂŒhlbĂŒrger und wartet darauf, ihnen ins Gesicht zu springen.

Verlorene KĂ€mpfer - Vom Ende der Roten Armee Fraktion
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 28.04.2019, Regie: Clemens Bechtel

Ein StĂŒck ĂŒber die dritte Generation der RAF, die oft im Schatten ihrer VorgĂ€ngerinnen steht und ĂŒber die nur wenig bekannt ist. Eine Spur fĂŒhrt nach Wiesbaden. Welche Rolle spielt die verschlafene Hessische Landeshauptstadt fĂŒr den revolutionĂ€ren Kampf? Welche Institutionen gab es in den 1980er Jahren? Welche Strukturen wurden genutzt und welche sollten zerschlagen werden? Lassen sich persönliche Geschichten und Akten, Erinnerungen und StraßenzĂŒgen bergen?

Die Vernichtung
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 15.10.2016, Theater Bern

Drei Menschen wachsen in einer europĂ€ischen Großstadt auf: privilegiert, gebildet, gelangweilt. WĂ€hrend sie sich Kinderspielen hingeben, entdecken sie die Lust am Unerlaubten. Sie verlieren sich in RauschzustĂ€nden, die sich schnell abnutzen. Jeden Tag wĂ€chst das BedĂŒrfnis, es möge endlich etwas â€șRichtigesâ€č geschehen. Sie flĂŒchten sich in die IntimitĂ€t ihrer kleinen Gemeinschaft, die zu einem KĂ€fig ohne Ausgang wird.

Villa Verdi
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 24.04.2013, VolksbĂŒhne Berlin

Frei nach dem Film â€șIl Bacio di Toscaâ€č von Daniel Schmid hat Christoph Klimke fĂŒr Johann Kresnik ein TheaterstĂŒck ĂŒber die VergĂ€nglichkeit geschrieben. Mit den alten Stars der BĂŒhne hat das Pathetische, Banale und Groteske den Weg in die VILLA VERDI gefunden. Ein komischer, trauriger, poetischer und politischer Kosmos ĂŒber betagte KĂŒnstler und Altersarmut.

VĂčng biĂȘn gió’i
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 09.10.2009, Staatsschauspiel Dresden

Im FrĂŒhjahr 2008 brach Rimini Protokoll auf, um sich mit dem VerhĂ€ltnis zwischen Deutschland und Tschechien zu befassen – an der Grenze fanden sie schließlich tatsĂ€chlich etwas, das beide LĂ€nder verbinden könnte. Hier hoffen vietnamesische HĂ€ndler heute auf ihr GlĂŒck. Sie kamen aus dem asiatischen Bruderland nach Tschechien und in die DDR. Jetzt bilden sie sowohl in Dresden als auch in Prag die stĂ€rkste Migrantengruppe.

Warten auf TrÀnengas
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 13.02.2020, Theater Kosmos, Bregenz

WARTEN AUF TRÄNENGAS reflektiert die InstabilitĂ€t, die Langeweile und die UnattraktivitĂ€t institutioneller Demokratie und deren Herausforderung durch allzu vitale, populistisch effekthaschende Gemeinschaftsversprechen. Dabei setzen die Autoren nicht auf moralische Urteile, vielmehr verfolgen sie die Zersetzung der Strukturen politischer Auseinandersetzung zugunsten einer emotionalisierten, von sich selbst ĂŒberzeugten Politik im Namen einer selbsternannten Mehrheit. Mit einem kleinen Cast gelingt es Sauter und Studlar, das komplexe Spannungsgeflecht eines gesellschaftlichen Umbruchs zu skizzieren.

Warum mich ein Happy End traurig macht
Autor*innen:
Kategorie:
UA/DEA:
UA: 08.05.2005, Landestheater TĂŒbingen

Nach SIEBEN MONDE Björn Bickers zweiter Frauenmonolog. Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und SolidaritÀt im Stile der 68er erzogen wurde. Das Geburtstagsvideo wird zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Das weiße Zimmer
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 03.11.11, WestfÀlische Kammerspiele, Paderborn

Qingdao. Eine Stadt in den Nachkriegswirren. Ein junger Deutscher muß seine chinesische Heimat verlassen, zurĂŒck lĂ€ĂŸt er seine große Liebe. Mit im GepĂ€ck: Ein sprechender Drachenzahn. 60 Jahre spĂ€ter macht sich seine Enkeltochter auf den Weg zurĂŒck nach Qingdao, auf den Spuren des Großvaters und seiner verlorenen Heimat. Andreas Sauter erzĂ€hlt eine deutsch-chinesische Liebesgeschichte mit mĂ€rchenhaften ZĂŒgen.

Der Weltkulturerbe
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
noch frei zur UA

Cornelius Gurrlitt ist der »Weltkulturerbe«. Sophie Nikolitsch hat eine erstaunliche TheatererzĂ€hlung aufgeschrieben. Eine aus der Epoche gefallene Geisteshaltung. Eine innere Reise in eine verdunkelte Welt hinter schweren Gardinen, in der das Ego den Mittelpunkt bildet zwischen GesprĂ€chen mit dem Selbst, mit der Vergangenheit, mit dem Über-Vater, der Dame am Klavier und dem Mann mit dem grĂŒnen Gesicht.

 

werther.live
Autor*innen:
Kategorie:
Live-Stream
UA/DEA:
UA: November 2020

Die Leiden des Jungen Werther, geschrieben 1774 von Johann Wolfgang von Goethe, diente dem Kollektiv punktlive als Vorlage fĂŒr »werther.live«. Sie haben das StĂŒck fĂŒr die virtuelle Gegenwart adaptiert und fusionieren Theater mit Social Media und Film: Ebay statt Tanzball, Skype statt Spaziergang im Wald.
Lotte und Werther verlieben sich auf eBay Kleinanzeigen, und obwohl sie sich nie persönlich begegnet sind, bringt das Lottes langjÀhrige Beziehung ins Wanken. Wie verhandelt Werther im 21. Jahrhundert sein Leid, und seine Gedanken zum Freitod? Und wie gehen seine Freunde damit um, dass er ihnen immer mehr entgleitet?

When I die
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 30.01.2014, Kaserne Basel

Rosemary Brown (1916–2001), Witwe und Mutter von zwei Kindern lebte in einem Reihenhaus in Balsam, South London. Im November des Jahres 1964 besuchte sie der Geist von Franz Liszt und bat sie, ihr einige MusikstĂŒcke diktieren zu dĂŒrfen, die er zu Lebzeiten nicht mehr habe aufschreiben können. Brown, die selber nur ĂŒber rudimentĂ€re musikalische Bildung verfĂŒgte, willigte ein. Auf der Grundlage dieser Überlieferungen baut Thom Luz seinen neuen Musiktheaterabend auf.

Die Wiederholung – Histoire(s) du thĂ©Ăątre
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UrauffĂŒhrung: 4. Mai 2018, ThĂ©Ăątre National, BrĂŒssel, Konzept, Text und Regie: Milo Rau

Seit Anbeginn ist das Theater eine Beschwörung der Toten, ein rituelles Durchleben von Urverbrechen und kollektiven Traumata. In »Die Wiederholung« nĂ€hert sich Rau dem Tragischen in der Form einer multiperspektivischen ErzĂ€hlung eines Kriminalfalls. Was steht am Anfang eines Verbrechens? Welche Schuld trĂ€gt das Kollektiv? Und wer steht dabei auf der BĂŒhne? Es entsteht ein Manifest fĂŒr ein demokratisches Theater des Realen.

Wilhelm Tell
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
23.04.2022, Schauspielhaus ZĂŒrich

Die Strassen der Welt sind voll von ihnen: Protestierende, Feminist*innen, Trumpist*innen, Wissenschaftler*innen, Kapitalismuskritiker*innen – Menschen, die Gewehre, Transparente oder Masken schwenken und verbunden sind durch ein einziges, aber nicht gemeinsames Ziel: das Einstehen fĂŒr ihre Freiheit. Zeit fĂŒr Milo Rau, einen so genannten «Freiheitshelden» zu befragen: Befreien wovon? Befreien wohin?

Der Wilhelmine-Code
Kategorie:
Musiktheater
UA/DEA:
UA: 29.01.2009, Theater Erlangen

Wilhelmine: eine moderne Frau in einer konservativen Welt? Pionierin in Sachen Gender-Bewußtsein oder privilegierte Adlige, die nur ihre eigenen TrĂ€ume verwirklicht? Begabte KĂŒnstlerin oder kulturbegeisterte Konsumentin, die ihre Position nutzt, um mit Voltaire Theater zu spielen? Von Castenstein ist ihr auf der Spur.

 

Woyzeck
Autor*innen:
Kategorie:
Theater, Performance
UA/DEA:
UA: 2007, Institut fĂŒr Angewandte Theaterwissenschaft, Gießen

Scheinwerfer liegen verstreut auf dem Boden, eine Nebelmaschine sprotzt leise vor sich hin, Kabel und Mikrofone hĂ€ngen von der Decke. »Woyzeck« verwandelt den Theaterraum in ein Radio-Labor: alles, was sich darin abspielt, wird in einen Live-Stream eingespeist. Zuhörer zuhause vor den Computern können sich das StĂŒck als experimentelles Live-Hörspiel anhören.

woyzickine
Autor*innen:
Kategorie:
Performance
UA/DEA:
UA: Oktober 2010, theaterdiscounter Berlin

»es gibt keine liebe – es gibt nur die begierde und den hunger und die abhĂ€ngigkeit und den haß – und die leidenschaft – und sexsucht und die sucht und die eifersucht und die macht – und die machtgier«, sagt der Wildhund, der den Einrufer macht bei dem TechnounglĂŒck im Duisburger Tunnel. Es ist das Umfeld, in dem woyzickine / franzi sich bewegen. In dem ein Animateur von der Liebe des SpießbĂŒrgers spricht. Und Franzi untersucht die Liebesformen, pragma, mania, eros. Am Ende ist sie durcheinander und kann nicht mehr schlafen.

Wunder des Alltags
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 20.09.2012, DĂŒsseldorfer Schauspielhaus

Ein Text, der den Zuschauer, ob jung oder alt, verfĂŒhrt, in die eigene Weltverdrehung abzutauchen. Im Zweifel hat alles miteinander zu tun: Die Welt ist verbunden. Eine Trennung gibt es nicht. Wenn die Welt schon so ist, wie sie ist, dann sollte man vielleicht besser fröhlich dabei sein. Wir gehen aus von einem Recht der Kinder auf eine heile Welt. Auf Lichts WelterklĂ€rungsreise jenseits der BegriffshoheitsgewĂ€sser der erwachsenen Logik werden AlltĂ€glichkeiten zu Wundern – eine fantastische Collage mit den Mitteln des Theaters und der Musik.

Der Zauberlehrling
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 22.05.2009, DĂŒsseldorfer Schauspielhaus

»Der Zauberlehrling« nimmt einen Text zum Ausgangspunkt der Suche nach den großen Illusionisten der Gegenwart und ihren magischen Momenten. Wo schlagen die Funken zwischen Goethes Ballade und dem Wehrstrafgesetz, zwischen Weltpolitik, Geschichte und Zauberei?

Zertretung - 1. Kreuz brechen. Also alle Arschlöcher abschlachten
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 14.10.2021, Volkstheater Wien

Was, wenn wir nicht mehr wissen, wer jetzt die Guten und die Bösen sind, oder die SchĂŒtzenswerten, oder die, die zu vernichten sind? In diesem StĂŒck ist es so. Was passiert hier? Ist es WillkĂŒr? Darf man* das?
Haben Sie nicht auch manchmal daran gedacht, irgendjemandem, von dem Sie so richtig entnervt waren, einfach mal die Fresse zu polieren, oder einen Spritzer ins Gesicht zu schĂŒtten, oder halt schlicht, wie es in diesem StĂŒck gewĂŒnscht wird, das Kreuz zu brechen?

Zertretung - 2. Sprache essen Abgott auf oder Du arme Drecksfutmetzger
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: MĂ€rz 2022, Volkstheater Wien

Als zweiten großen Teil des Romans ZERTRETUNG wird dieses neue StĂŒck von Lydia Haider als die ultimative Abrechnung mit allem, mit jedem und der Sprache selbst zu sehen sein. In 14 Runden und 14 SĂ€tzen ist dieses epische, brachiale StĂŒck geschrieben, in Anlehnung an die 14 Kreuzwegstationen Christi.
Doch was wird gekreuzigt? Gott, die »arme Drecksfut Metzger«, das »philosophische Gesindel«, die Liebe? Oder gar die Sprache selbst? Doch wie bringt man* die Sprache um die Ecke?

Die ZukĂŒnftige
Kategorie:
Theater
UA/DEA:

Eine Normalfamilie, irgendwo im lĂ€ndlichen Raum. Die Eltern ZahnĂ€rzt:innen von unsicherem Wohlstand und einem FamilienglĂŒck, das alsbald bröckeln wird: Erst fĂ€llt der Vater aus, »Nervenzusammenbruch«, sagt die Mutter. Dann geht die Praxis pleite – und die Ehe in die BrĂŒche. Die Zwillingstöchter teilen sich mit den Eltern auf, verbringen fortan ungleiche Leben. Und in diese private Katastrophe schwappt, wie beilĂ€ufig, stĂ€ndig die ErderwĂ€mung hinein.

Die zweite Sonne
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
14.05.2022, Stadttheater Ingolstadt

1999 irgendwo in einer Wohnhaussiedlung: Das Medium einer Sekte hat fĂŒr die letzte Sonnenfinsternis des 20. Jahrhunderts die Apokalypse vorhergesagt. Eine Familie steht in ihrem Garten in Erwartung auf die große Katastrophe und eine junge Reporterin berichtet direkt vom Geschehen. Doch anstelle des Weltuntergangs kommt es zu einem ganz anderen UnglĂŒck. Aus mysteriösen GrĂŒnden verschwinden ĂŒberall die MĂŒtter und lassen ihre Angehörigen zurĂŒck. 2010 steht die Welt wieder kurz vor dem Abgrund. Die alleinerziehenden VĂ€ter versuchen verzweifelt mit ihrer Situation umzugehen, wĂ€hrend eine Krise nach der anderen die Gesellschaft erschĂŒttert.

Der Zwilling
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA, 15.12.2006, Staatsschauspiel Dresden

Im ZWILLING gibt es einen jungen Menschen namens Adrian einfach noch ein zweites Mal: Adrian 2. Aber dieser Adrian 2 ist geklont, und er ist das Ersatzteillager fĂŒr den ersten, natĂŒrlichen Zwilling, falls dieser krank werden wollte. Allerdings geht diese theoretische Idee nicht auf. Denn Zwilling eins, auf dem alle Hoffnungen ruhen, versagt im Leben auf ganzer Linie.»Wir haben euch halt ein bisschen vervielfĂ€ltigt, na und? Die Welt macht das stĂ€ndig. Alles ist VervielfĂ€ltigung, wenn du so willst, die Welt ist eine reine Kopiermaschine!«

Zwischenzeit
Autor*innen:
Kategorie:
Theater
UA/DEA:
UA: 17.11.2014, Theater Nestroyhof Hamakom, Wien

Azar Mortazavi beschreibt die Geschichte zweier Schwestern und ihrer Entfremdung. WĂ€hrend die eine, Maria, ihr Leben lang in Deutschland geblieben ist und nun versucht, sich eine gesicherte bĂŒrgerliche Existenz samt Ehemann und Baby aufzubauen, reiste die jĂŒngere Mina ins Land ihres Vaters und kehrt nun nach dessen Tod wieder aus dem Iran zurĂŒck. Innerhalb einer Nacht entspinnt sich ein dichtes Kammerspiel, das mit seiner poetischen Sprache an Bernard Marie KoltĂšs erinnert und dessen Szenen an Bilder von Edward Hopper denken lassen.